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09 | 2016

Energie Bilder: Phoenix

Energie Bilder: Phoenix Contact Bild 3: Die im Generatoranschlusskasten installierte Gerätefamilie VAL-MB schützt den DC-Generator vor Überspannungen bei hohen Systemspannungen bis 1 500 V. Bild 4: Der Einsatz von Inline- Sicherungen in Schutzart IP67 reduziert die thermische Belastung innerhalb des Generatoranschlusskastens. Bild 5: Die berührungslose Strommesstechnik des Strangüberwachungs-Systems Solarcheck eignet sich für 1 500-V-Anwendungen. Zur Strangankopplung empfiehlt sich vor diesem Hintergrund die Nutzung von Feldanschlusssteckern, die sich direkt vor Ort ohne Spezialwerkzeug auf Basis der Federklemmtechnik konfektionieren lassen. Die Qualität der überwiegenden Anzahl an kritischen Klemmpunkten innerhalb des Anschlusskastens kann somit bereits beim Schaltschrankbauer sichergestellt werden. Direkter Anschluss der Leitungen an das Messgerät Die Verwendung von steckbaren Stranganschlüssen eröffnet darüber hinaus Vorteile während der Instandhaltung. Viele Operation & Maintenance- Verträge fordern zwischenzeitlich im Rahmen turnusmäßiger Anlagenüberprüfungen eine strangweise Kontrolle der Leerlaufspannung und des Kurzschlussstroms. Dieses Vorgehen entspricht zudem den Anforderungen einschlägiger Normen zur Anlagenwartung und Instandhaltung, wie der IEC 61446. Der Einsatz von Stecktechnik vereinfacht derartige Messungen, da die auszumessenden Leitungen direkt an das Messgerät angeschlossen werden können. Der Service-Techniker muss also nicht erst Klemmverbindungen im Generatoranschlusskasten lösen und anschließend unter Beachtung der einzuhaltenden Drehmomente wiederherstellen. Um die Anforderungen im Handlungsfeld der PV-Feldanschlusstechnik abdecken zu können, hat Phoenix Contact die Steckerfamilie Sunclix entwickelt (Bild 2). Die Produkte lassen sich ohne Spezialwerkzeuge konfektionieren. Das wird durch eine spezielle Federkraft-Anschlusstechnik erreicht, die stets für optimale Kontaktbedingungen sorgen soll. Der hohe IP-Schutzgrad und die Auslegung für extreme Umgebungsbedingungen können eine langfristige Verfügbarkeit der Steckverbindungen sicherstellen und reduzieren somit die Wahrscheinlichkeit von Ertragsverlusten. Kreuzverbindungen zu Fremdtypen und Fabrikaten, die nach aktuellen Untersuchungen die Hauptursache von Problemen bei DC-Steckverbindungen und folglich der Grund für Gewährleistungs-Streitigkeiten sind, werden durch das Steckgesicht der Sunclix-Komponenten verhindert. Die Produktfamilie bietet dem Anwender Lösungen für Systemspannungen bis 1 500 V bei Anschlussquerschnitten von maximal 16 mm 2 . Überspannungsschutz im Schaltschrank und Feld Wenn es um eine langfristige Verfügbarkeit und Rentabilität geht, spielt in PV-Installationen außerdem der Überspannungsschutz eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang ist darauf zu achten, dass alle relevanten elektrischen Anlagenteile – also die DC-Seite des Generators, die AC-Seite hinter dem Wechselrichter und die Kommunikationsverbindungen – im Überspannungsschutzkonzept berücksichtigt werden. Daher stellt das Unternehmen mit der neuen Produktfamilie VAL-MB Geräte zur Verfügung, die insbesondere die hohen Anforderungen auf der DC-Seite der 1 500-V-Systeme erfüllen (Bild 3). Für den Überstromschutz auf der Strangebene umfasst das Portfolio darüber hinaus Sicherheitslösungen, die sich im Schaltschrank sowie als IP67-Inline-Sicherung im Feld nutzen lassen (Bild 4). Bei den heutigen PV-Großkraftwerken erweist sich die Verlagerung der Sicherungen aus dem Generatoranschlusskasten ins Feld als Vorteil, da die thermische Belastung innerhalb des GAK so deutlich gesenkt wird. Daraus folgend nimmt auch die Frequenz temperaturindizierter Bauteilausfälle und damit einhergehender Ertragsverluste ab. Ohne eine konsequente Anlagenüberwachung lässt sich derzeit kein PV- Kraftwerk rentabel betreiben. Nur auf diese Weise können Störungen und daraus resultierende Ertragsverluste frühzeitig erkannt und behoben werden. Das modulare Strangüberwachungs- System Solarcheck erfasst deshalb die Strangströme berührungslos per Hall- Messtechnik und greift somit nicht in die Leitung ein (Bild 5). Deswegen ist die Lösung in den Anlagen der neuen 1 500-V-Generation verwendbar. Unterstützung in allen Projektphasen Beim Aufbau von Generatoranschlusskästen für PV-Kraftwerke im 1 500-V-Bereich kommt nicht nur der Verfügbarkeit der verbauten Komponenten eine große Bedeutung zu. Als entscheidend erweist sich zudem ein sorgfältiges Design der Anschlusskästen im Hinblick auf die zu erwartenden Einsatzbedingungen und dabei speziell die Umgebungsbedingungen im Betrieb. In diesem Umfeld unterstützt Phoenix Contact die Anwender. Das Leistungsspektrum reicht dabei von einer ausführlichen Beratung in der Entwicklungsphase bis zu umfangreichen Tests im unternehmenseigenen Überspannungslabor. Thomas Oesselke, Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont, toesselke@phoenixcontact.com 42 UmweltMagazin September 2016

Wasser Regenwasserspeicher unter starker Belastung Beim Bau eines Retentions - beckens direkt unter der Einfahrt der Werkfeuerwehr auf dem Werksgelände der Roche Diagnostics GmbH in Penzberg waren die Anforderungen an die Entwässerungslösung hoch: Sie muss bei geringer Überdeckung und erhöhten statischen Anforderungen zuverlässig funktionieren und eine Einsatzbereitschaft zu jeder Zeit garantieren. Dazu fiel die Wahl der Planer auf die Rausikko-Hochlastboxen der Rehau AG + Co, Erlangen. Beim Bau eines Speicherbeckens unter der Einfahrt der Werkfeuerwehr auf dem Werksgelände von Roche in Penzberg stand der Aspekt der Sicherheit im Vordergrund. Von verschiedenen Dach- und Verkehrsflächen des Standortes fällt Regenwasser an, das aufgrund der Bodenverhältnisse nicht vor Ort versickert werden kann. Im Rahmen der Standorterweiterung musste die Menge des einzuleitenden Regenwassers an das vorhandene Kanalnetz angepasst werden. Für den zu erwartenden Wasseranfall der angeschlossenen Flächen wurde deshalb ein Zwischenspeicher geschaffen. Aufgrund des vorhandenen Platzangebotes und der bereits bestehenden Kanalanschlüsse von Bestandsgebäuden sollte das Retentionsbecken direkt unter der Park- und Einfahrtsfläche der Werkfeuerwehr verlegt werden. Dabei musste die Belastung durch das Überfahren mit den schweren Feuerwehrfahrzeugen bei der Bemessung berücksichtigt werden. Weiterhin stellte eine geringe Überdeckung und anstehendes Grundwasser eine Herausforderung an die statische Belastbarkeit der Speicherelemente dar. Für die Erfüllung dieser Anforderungen fiel die Wahl der Verantwortlichen auf die Rausikko-Hochlastboxen von Rehau. Beim Bau des Retentionsbeckens direkt unter der Einfahrt der Betriebsfeuerwehr waren die Anforderungen an die Belastbarkeit der Entwässerungslösung hoch. Im Falle eines Starkregenereignisses kann die anfallende Wassermenge in der Anlage zurückgehalten und anschließend gedrosselt abgeleitet werden. Für Starkregen ausgelegt Eine einzige große Rigole wurde innerhalb kurzer Zeit durch eine Fachfirma verlegt und vor Ort mit PE-Dichtungsbahnen wasserdicht verschweißt. Das Regenwasser gelangt nun zunächst über den platzsparend in der Rigole integrierten C3-Schacht in die Retentionsanlage. Dort wird es über den Verteil-, Inspektions- und Reinigungskanal auf der vollen Länge des Speicherbeckens verteilt. Auch im Falle eines Starkregenereignisses kann die anfallende Wassermenge in der Anlage zuverlässig zurückgehalten und anschließend gedrosselt abgeleitet werden. Eine Inspektion und Reinigung der Anlage lässt sich über den C3-Systemschacht jederzeit durchführen. Der Anschluss an die Kanalisation erfolgte mit dem Hochlastkanalrohrsystem Awadukt PP und passenden Schächten. Marco Wolfstaedter, Rehau AG + Co, Erlangen, marco.wolfstaedter@rehau.com Bilder: Rehau UmweltMagazin September 2016 43

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