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09 | 2016

Organschaften

Organschaften Umweltbeauftragte Neue Impulse durch Hochschulkooperationen Kontakt Verband der Betriebsbeauftragten (VBU) e.V. Jörg ten Eicken Alfredstraße 77-79 45130 Essen Tel.: 0201/95971-15 Fax: 0201/95971-29 info@vbu-ev.de www.vbu-ev.de Hörsaalzentrum der TU Dresden. Der VBU setzt sich für die Fortentwicklung des Berufsbildes der Beauftragten im betrieblichen Umweltschutz ein und hat dafür eine eigene Qualifikation als „Umweltbeauftragter VBU“ entwickelt. Das Ziel dabei ist es, die gesetzlichen Aufgaben von Betriebsbeauftragten um die Bereiche Umweltmanagement, Ressourcenschonung, Umweltkosten sowie Produktbezogenes Umweltdesign zu erweitern. Für einzelne Bausteine gibt es bereits eine Kooperation mit der Technischen Universität Dresden, die ihren Studenten in Absprache mit dem Verband entsprechende Studieninhalte vermittelt. Eine weitere Zusammenarbeit startet im Wintersemester an der Fachhochschule Worms. So soll schon frühzeitig bei der kommenden Generation von Beauftragten im betrieblichen Umweltschutz das Bewusstsein für den Zusammenhang und Nutzen zwischen Ökologie und Ökonomie geweckt werden. Darüber hinaus eröffnet dies den Absolventen die Möglichkeit, einerseits den Geschäftserfolg des Unternehmens zu unterstützen und andererseits durch das Beobachten und Erkennen von Tendenzen der künftigen Umweltschutzanforderungen einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit zu leisten. Basis dafür wird weiterhin eine entsprechende Ausbildung auf der Grundlage der Fachkundeanforderungen für die Qualifikation eines Betriebsbeauftragten nach den Umweltgesetzen sein. Bild: TUD/Eckold Regelung Einsatzzeiten von Betriebsbeauftragten Eine ordnungsgemäße Erledigung setzt voraus, dass für die Aufgaben ausreichend Arbeitszeit zur Verfügung steht. Dies ist für Betriebsbeauftragte aus Sicht des VBU wichtig, da es in der Praxis vielfach zu einer Bündelung verschiedener Beauftragtenpositionen in ein und derselben Person kommt, deren Anforderungen in der zur Verfügung stehenden Zeit nur unzureichend erfüllt werden können. Aus Sicht des Verbandes haben sich die Funktionen und Zeitaufwandsbeurteilungen nach den erforderlichen Maßnahmen zum umweltge- rechten Bau und Betrieb von Anlagen, zu umweltgerechten Produkten und zur Aktualisierung der Standards bei Nutzung von Altstandorten zu richten. So soll einerseits den ökonomischen Zielen von Standortsicherung und Kostenreduzierung und andererseits den ökologischen Zielen von Nachhaltigkeit zur Ressourcenschonung nachgekommen werden. Seine Empfehlungen für die Einsatzzeiten von Beauftragten hat der VBU daher je nach Branche und Betriebsstrukturen entwickelt. Sie orientieren sich für die jeweiligen Standorte an der Anzahl der genehmigungsbedürftigen Anlagen, der Komplexität der Betriebsprozesse, der Anzahl und Art der anfallenden Stoffe sowie der Anzahl der Mitarbeiter. Danach sollen, so der VBU, für die Erledigung der gesetzlichen Aufgaben eine Grundeinsatzzeit von bis zu 0,5 Personenjahren notwendig sein, um die grundlegenden Fachkenntnisse auf dem erforderlichen Stand zu halten. Darüber hinaus gelten für den Verband als Arbeitszeitmaßstab Richtgrößen, die nach Art der Anlagen und der anfallenden Stoffe ausgelegt sind. 52 UmweltMagazin September 2016

Organschaften Ressort Umweltmanagement Neu im VNU Umweltmanagementsysteme (UMS) sind seit rund 20 Jahren etablierte Methoden, um unerwünschte Umweltauswirkungen zu begrenzen, den Ressourcenschutz zu fördern und Umweltauflagen nachweislich umzusetzen. Viele Unternehmen sehen ein UMS als wesentlichen Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie. Mit dem neu geschaffenen Ressort „Umweltmanagement“ bietet der VNU mit Dr. Birgit Gieren zukünftig eine Anlaufstelle für Unternehmen, die ein UMS einführen oder weiter entwickeln wollen. Gieren beendete ihr Studium der Geologie im Jahr 1998 an der RWTH Aachen und promovierte 2006 an der Georg-August-Universität in Göttingen. Bis 2014 war sie in leitender Position in ei- Bild: Dr. Birgit Gieren Dr. Birgit Gieren, Ressortleiterin Umweltmanagement. nem Konzernunternehmen im Bereich Umweltschutz tätig und führt heute freiberuflich und selbstständig die Consultingagentur U.M.S.CON in Aachen. Ihre Schwerpunkte sind die Beratung zu Themen des Umweltschutzes und die Auditierung von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen. In der Funktion der Ressortleitung wird sie für den Verband aktuelle Informationen zum praktischen betrieblichen Umweltschutz bereitstellen und Kontakt Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement (VNU) e.V. Geschäftsstelle c/o Christina Geiger Am Hangelstein 8 65812 Bad Soden Tel.: 0700/86811-223 Fax: 0700/86811-224 vnu@vnu-ev.de www.vnu-ev.de Vorträge auf Veranstaltungen halten. Des Weiteren ist sie Ansprechpartnerin für Fragen und Anregungen zum Umweltmanagement. Weitere Informationen und den Kontakt zu Dr. Birgit Gieren erhalten Sie über die VNU-Geschäftsstelle. EMAS Club Europe Regionalgruppe Südost Im Juni dieses Jahres traf sich die Regionalgruppe Südost, moderiert von Lennart Schleicher, VNU Vorstand, mit neuen Mitgliedern bei der Lufthansa AG im Flight Operation Center des Flughafens München. Peter Taubitz, Umweltbeauftragter bei Lufthansa, stellte verschiedene Umweltschutz-Maßnahmen vor. VNU- Ressortleiter Stefan Schunkert vermittelte Wissen zum Klimaschutz und Daniel Weiss von adelphi, Berlin, präsentierte einen Leitfaden über Nachhaltigkeit in der Lieferkette. Darüber hinaus berichtete Mario Lodigiani, von der Geschäftsstelle des Umweltgutachter-Ausschusses, über die Revisionen von EMAS und ISO 14001. Abschließend besichtigte die Gruppe das energieeffiziente neue Terminal. EMAS Club Europe Regionalgruppe Südwest Am Flughafen Stuttgart kam die Regionalgruppe Südwest im Juli dieses Jahres zu ihrem vierten Treffen zusammen. Lisa Petrik, Umweltmanagementbeauftragte des Flughafens, stellte den aktuellen Nachhaltigkeitsbericht mit Umwelterklärung für das Jahr 2015 vor. Auf der anschließenden Flughafenrundfahrt besichtigten die Teilnehmer die Flughafenfeuerwehr und eine Schallmessstation. Daniel Weiss von adelphi, Berlin, erläuterte einen neuen Leitfaden zum Thema „nachhaltige Lieferkette“ und Frank Kermann, Geschäftsstelle des Umweltgutachterausschusses, präsentierte den EMAS-Flyer. Das Treffen wurde von Peter Fischer, Vorstand im VNU, moderiert. Dabei stellte er internes Audit und Umweltbetriebsprüfung gegenüber. VNU 4U Austauschen und Netzwerken Unter dem Titel VNU 4U startete am 12. Juli 2016 bei VNU-Mitglied Thomas Voß, LWL-Kliniken Münster-Lengerich, eine Initiative, um das regionale Angebot zum fachlichen und persönlichen Austausch für Mitglieder und Interessierte zu erweitern. Die Anwesenden diskutierten über die Frage, welche Anforderungen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex mit einem Umweltmanagementsystem nach EMAS oder ISO 14001 voraussichtlich erfüllt sind. Außerdem bekundeten die Anwesenden ihr Interesse an weiteren Treffen. Für weitere Informationen steht Ihnen Bettina Heimer, VNU-Vorstand, unter B.Heimer@vnu-ev.de zur Verfügung. 2016 / 2017 Termine 7 28. September 2016: EMAS Club Europe, Regionalgruppe Rhein-Main, Odenwald-Chemie GmbH, Neckarsteinach 7 6. Oktober 2016: EMAS Club Europe, Regionalgruppe Südost, Wiegel Feuchtwangen Feuerverzinken GmbH & Co KG, Feuchtwangen 7 10. November 2016: EMAS Club Europe, Regionalgruppe Südwest, d&b audiotechnik GmbH, Backnang 7 24. November 2016: EMAS Club Europe, Regionalgruppe Rhein-Ruhr, Niederrheinische IHK, Duisburg 7 23. März 2017: Jahresmitgliederversammlung sowie Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagertag, IHK Frankfurt am Main 7 29. Juni 2017: Symposium Nachhaltigkeitsmanagement, Siemens Healthineers, Erlangen 7 26. September 2017: Umwelt-Gutachter-Tag, IHK Rhein-Neckar, Mannheim UmweltMagazin September 2016 53

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