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09 | 2016

Nachrichten ecoprog GmbH

Nachrichten ecoprog GmbH Stimmungshoch in der Waste-to-Energy-Branche Der Geschäftsklimaindex in der thermischen Abfallverwertung hat sich 2016 auf einem hohen Niveau stabilisiert. Das ist das Ergebnis des aktuellen Waste-to-Energy- (WtE)Branchenbarometers. Es erhebt das Geschäftsklima in der WtE-Branche nach einer vom ifo Institut entwickelten Systematik. Zusätzlich wurden Fragen zu aktuellen Entwicklungen untersucht. So wurden die Betreiber thermischer Abfallanlagen unter anderem zu ihren Erwartungen an das Kreislaufwirtschaftspaket der EU, den Folgen des Brexit oder den Firmenübernahmen von Unternehmen aus China befragt. Die Technologieanbieter machten zusätzlich Angaben zur Einschätzung der verschiedenen Marktregionen weltweit. Die Umfrage wird jährlich vom Kölner Beratungsunternehmen ecoprog mit Unterstützung des Betreiberverbandes CEWEP durchgeführt. Gegenüber dem bereits hohen Niveau des Vorjahres hat sich das Geschäftsklima in der Branche noch einmal gebessert; allerdings geht die Schere zwischen Betreibern und Ausrüstern von Anlagen zur thermischen Abfallverwertung weiter auseinander. Während bei den Betreibern die ohnehin schon sehr gute Stimmung aus dem letzten Jahr noch einmal deutlich gestiegen ist, bleibt die Lage der Industrie schwierig. Die Betreiber von Anlagen zur thermischen Abfallverwertung sehen sowohl ihre aktuelle Geschäftslage wie auch die zukünftigen Geschäftsaussichten positiv. Fast 80 % von ihnen bewerten die aktuelle Auslastung ihrer Anlage als verhältnismäßig hoch. Im Vergleich zum bereit sehr positiven Jahr 2015 berichten noch einmal 60 % von einer gestiegenen Nachfrage auf dem Spotmarkt. Zwei Drittel konnten die hohe Auslastung des vergangenen Jahres stabilisieren, fast ein Drittel sogar noch einmal steigern. Für die kommenden Monate gehen 40 % sogar von einer weiteren Verbesserung ihrer Geschäftslage aus, nur 1% erwartet schlechtere Geschäfte. Da eine höhere Auslastung der eigenen Anlage in vielen Fällen kaum möglich ist, wird die positive Geschäftserwartung vor allem mit weiter steigenden Preisen verbunden. Nahezu Von Hundertwasser gestaltete Müllverbrennungsanlage Spittelau. 60 % der Befragten erwarten einen solchen Preisanstieg. Anders Anlagenbauer in der WtE-Branche, denn diese betrachten ihre aktuelle Geschäftslage als schlecht. Über 50% der befragten Industrievertreter sehen ihren Auftragsbestand als zu gering, insgesamt ist dieser in den vergangenen Monaten bei mehr Unternehmen gesunken als gestiegen. Für die nähere Zukunft erwartet über die Hälfte der Unternehmen zwar keine Veränderung der Lage, aber immerhin ist die Zahl der Optimisten deutlich höher als die der Pessimisten. www.ecoprog.com Bild: https://de.wikipedia.org Rewindo Netz von Annahmestellen für Kleinstmengen ausgeweitet Mit fünf neuen Standorten weitet die Rewindo GmbH, Bonn, ihr Netz von lokalen Annahmestellen für Kleinstmengen aus. Als Ergänzung zum bundesweit flächendeckenden Abholsystem richtet sich dieses Logistikangebot insbesondere an Montagetrupps und kleinere Handwerksbetriebe. An insgesamt neun Standorten in Nordrhein-Westfalen kann man nun auch eine Anzahl von weniger als zehn Fenstern abgeben, die dann garantiert der Verwertung über die Rewindo-Recyclingpartner zugeführt werden. Nach wie vor am dichtesten ist dabei das Netz in der ursprünglichen Pilotregion Bonn/Rhein-Sieg gespannt, die mit dem neu gewonnenen AKS Verwertungspark Troisdorf GmbH & Co. KG über fünf Annahmestellen verfügt. Hinzu kommen weitere etablierte Entsorger in Köln wie die BWE Balthasar GmbH in Aachen oder die Wertz Handelsgesellschaft mbH & Co. KG in der Region sowie im niederrheinischen Goch der Derks Containerdienst, die als neue Partner für das Projekt gewonnen werden konnten. Bereits seit dem Jahr 2002 organisiert die Rewindo Fenster-Recycling- Service GmbH mit ihren Recyclingpartnern deutschlandweit die Verwertung ausgedienter Kunststofffenster, -rollladen und -türen bei kontinuierlich steigenden Verwertungsquoten. So konnten 2015 mehr als 27 000 Tonnen PVC-Regranulat gewonnen werden. Dies entspricht etwa 1,5 Millionen recycelter Altfenster. Das Regranulat dient als qualitativ gleichwertiger Rohstoff für die Herstellung von neuen Fenster- und Bauprofilen. www.rewindo.de 6 UmweltMagazin September 2016

Nachrichten Bild: Linnart Unger Wer mehr verdient, lebt meist umweltschädlicher Wer mehr Geld hat, verbraucht oft mehr Energie und Ressourcen – und zwar unabhängig davon, ob sich jemand als umweltbewusst einschätzt oder nicht. Das zeigt eine neue Studie des Umweltbundesamts (UBA). Vor allem Fernflüge, das Auto, der Dämmstandard der Wohnung und deren Größe und der Konsum von Fleisch entscheiden darüber, ob jemand über oder unter dem CO 2 -Durchschnittsverbrauch liegt. Daher haben Menschen mit hohem Umweltbewusstsein laut der Studie „Repräsentative Erhebung von Pro-Kopf- Verbräuchen natürlicher Ressourcen in Deutschland (nach Bevölkerungsgruppen)“ nicht zwangsläufig eine gute persönliche Ökobilanz. Menschen aus einfacheren Milieus, die sich selbst am wenigsten sparsam beim Ressourcenschutz einschätzen, und die ein eher geringeres Umweltbewusstsein haben, belasten die Umwelt hingegen am wenigsten. Die Umweltbewussten besitzen zwar mehr energieeffiziente Haushaltsgeräte, kaufen verstärkt Bio-Produkte, essen oft weniger Fleisch und stimmen zudem umweltpolitischen Maßnahmen eher zu als weniger umweltbewusste Menschen. Aber andere Aspekte ihres (nicht-)nachhaltigen Konsums wie Fernreisen werden häufig von ihnen unterschätzt oder bei der Bewertung des eigenen Verhaltens nicht berücksichtigt, so dass sie in Summe deutlich mehr CO 2 -Ausstoß verursachen als Menschen mit niedrigerem Ein- kommen. Die Studie zeigt aber auch, dass höheres Einkommen und Umweltbewusstsein durchaus auch zu einer guten Ökobilanz führen können. Ein Beispiel hierfür ist die Gruppe der „Bewussten Durchschnittsverbraucher“, die neben anderen Energieverbrauchstypen in der Studie identifiziert wurde. Hier gehen höheres Einkommen und Umweltbewusstsein tatsächlich auch mit einem durchschnittlichen bis niedrigeren Gesamtenergieverbrauch einher. Dies liegt daran, dass diese Personen bei den Big Points entsprechend umweltfreundliche Verhaltensmuster an den Tag legen. Ein großes Potenzial Klima und Ressourcen zu schonen, liegt in Maßnahmen wie der energetischen Sanierung in Gebäuden und Quartieren, dem Kauf von Autos mit geringem CO 2 -Wert, Car-Sharing oder einem geringeren Fleischkonsum. Aber auch mit Investitionen in erneuerbare Energien und freiwilligen Kompensationszahlungen für Fernflüge können Verbraucher tonnenweise CO 2 einsparen. Mit der Studie wurde erstmals ein Datensatz für Deutschland geschaffen, der beim Konsum anfallende Ressourcen- und Energieverbräuche sowie den CO 2 -Ausstoß über Konsumfelder und gesellschaftliche Gruppen hinweg analysiert. Insbesondere die Rolle des Einkommens als wichtiger Einflussfaktor für den Umweltverbrauch durch Konsum wurde umfassend belegt. www.umweltbundesamt.de Der Grüne Punkt HDPE-Flasche gewinnt Deutschen Verpackungspreis Die von der Mainzer Werner & Mertz GmbH zusammen mit dem Flaschenhersteller Alpla und dem Grünen Punkt entwickelte und hergestellte neuartige Flasche für Reinigungsmittel aus Recyclingkunststoff hat den Deutschen Verpackungspreis in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ gewonnen. Die Jury lobte „die Pionierleistung zugunsten echter Kreisläufe und Schonung endlicher Ressourcen – und das bei nahezu identischer Aufmachung vergleichbarer Flaschen aus Neumaterial“, so das Deutsche Verpackungsinstitut, das den Preis vergibt. Außerdem würdige sie die „Beibehaltung des ursprünglichen Erscheinungsbildes und Qualität der Flaschen ohne Einschränkung der Produktsicherheit“. Die Flaschen für die Marken „Emsal“ und „Tanet Green Care Professional“ bestehen zu 100 % aus Systalen HDPE, das aus gebrauchten Verpackungen aus dem Gelben Sack und der Gelben Tonne gewonnen wird. www.verpackungspreis.de Köpfe Dr. Markus Helftewes (35) ist in die Geschäftsführung der Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (DSD) berufen worden. Er verantwortet dort die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von hochwertigen Kunststoffrezyklaten der Marke Systalen und soll den Bereich entscheidend voranbringen. UmweltMagazin September 2016 7

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