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09 | 2016

Nachrichten

Nachrichten Nachhaltigkeitsbericht Veolia Deutschland zeigt seinen Beitrag zur Ressourcenwende auf Veolia Deutschland hat den ersten übergreifenden Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Er stellt Ziele, Maßnahmen und Fortschritte der Geschäftsbereiche Wasser, Energie und Entsorgung für verantwortungsvolles Handeln in den Bereichen Markt, Umwelt, Beschäftigte und Gesellschaft dar. Angetreten mit der Mission „Ressourcen für die Welt“ leistet das Unternehmen mit zahlreichen Projekten seinen Beitrag zu einer Smart und Circular Economy. Wie Veolia in Deutschland mit Ressourcenlösungen wie dem Bottle-to-Bottle Recycling von PET-Flaschen CO 2 -Emissionen vermeidet, Rohstoffe und Energie aus Abwasser zurückgewinnt und auch durch Energie Effizienz Quartiere die smarte, kreislauforientierte Wirtschaft mit gestaltet, kann man im Nachhaltigkeitsbericht nachlesen. Insgesamt konnten 2015 durch Veolia-Dienstleistungen, insbesondere die Sortierung und Wiederverwertung von Wertstoffen, rund 0,7 Mio. t CO 2 -Emissionen vermieden werden. Im Handlungsfeld Beschäftigte geht der Bericht insbesondere auf die Themen Arbeitssicherheit, lebenslanges Lernen und Vielfalt ein. Zukunftsthemen will Veolia in Deutschland künftig mit Innovationen und Partnerschaften weiter vorantreiben. www.veolia.de Wirtschaftsticker >>>Die Unternehmensgruppe mit dem Grünen Punkt gibt sich ein neues Gesicht: Künftig firmieren alle Aktivitäten der Gruppe einheitlich unter dem Markenzeichen. Die DKR Deutsche Gesellschaft für Kreislaufwirtschaft und Rohstoffe mbH und die DSD Resource GmbH sind auf die Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (DSD) verschmolzen worden. Damit ist die Neuorganisation der Unternehmensgruppe abgeschlossen. Der Grüne Punkt konzentriert sich auf die drei Geschäftsbereiche Dienstleistungen für die erweiterte Produzentenverantwortung, internationaler Sekundärrohstofflieferant für Kunststoffe und – unter der Marke Systalen – die Herstellung von Premium- Kunststoffrezyklaten. www.gruener-punkt.de >>>Die Dortmunder Wilo SE plant Investitionen in den Bau einer Niederlassung in der Freihandelszone Jafza von Dubai. Der Investitionsplan sieht den Bau von Büros, einem Schulungszentrum, Lagern und eines lokalen Montagewerks auf einer Fläche von über 8 000 m² vor. Genutzt werden sollen diese von Wilo Middle East FZE, der regionalen Tochtergesellschaft im Mittleren Osten. Die neue Niederlassung entsteht im Süden der Jafza. Auffallendes Merkmal wird hier die Wilo-Academy sein, wo Händler, Ingenieure, Installateure und Betreiber zu den Lösungen im Bereich Wassertechnologie geschult werden. www.wilo.com >>>Endress+Hauser unterstützt Kunden im Bereich der Flüssigkeitsanalyse besser als alle anderen Anbieter. Zu diesem Urteil kommt das USamerikanische Beratungsunternehmen Frost & Sullivan nach einer umfassenden Markt- und Wettbewerbsrecherche. Grundlage für die Auszeichnung als „Global Company of the Year“ in der Wasseranalysetechnik ist eine unabhängige Bewertung durch Analysten. Diese berücksichtigen die visionäre Innovation und Leistung der Unternehmen sowie ihre Wirkung auf die Kunden. Endress+Hauser hat durch Zukäufe einerseits den Bereich Prozessanalyse mit Technologien wie Raman- Spektroskopie oder Laser-Absorptionsspektroskopie gestärkt. Andererseits hat die Übernahme der Analytik Jena AG einen breiteren Zugang zur Laboranalyse geschaffen. www.endress.com >>>Das Berliner Softwareunternehmen EcoIntense setzt seinen Wachstumskurs auch im ersten Halbjahr 2016 ver- stärkt fort. So konnte unter anderem der Auftragseingang bei Neukunden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vervierfacht werden. Bis zur Mitte des laufenden Jahres erreichte und übertraf der Neukundenzuwachs die Gesamtwerte des vergangenen Jahres. Diese positive Entwicklung resultiert vor allem aus dem starken Anstieg von über 50 Neukunden aus den Maschinenbau-, Automotive- und Chemieindustrien. So wird die Software für Arbeitssicherheit, Umweltmanagement und Nachhaltigkeit EcoWebDesk seit diesem Jahr unter anderem bei der KAPP Werkzeugmaschinen GmbH und TRUMPF GmbH + Co. KG eingesetzt. Auch die Continental Automotive GmbH, Continental Reifen Deutschland GmbH und das Chemieunternehmen Dörken Gruppe nutzen die webbasierte Software für die Steuerung ihres betrieblichen Arbeits- und Umweltschutzes. www.ecointense.de >>>Die ALBA SE hat trotz extrem schwieriger Rahmenbedingungen im Segment Stahlund Metallrecycling im ersten Halbjahr 2016 ein EBT in Höhe von 11,7 Mio. € erwirtschaftet. Das EBITDA beläuft sich auf 16,0 Mio. €. Während der Umsatz im Segment Dienstleistung stieg, kam es aufgrund der schwachen Marktnachfrage und des niedrigeren Preisniveaus im Stahlund Metallrecycling zu einem starken Umsatzrückgang. Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 hat sich die Bilanzsumme um 43,4 auf 401,5 Mio. € verringert. Die Eigenkapitalquote konnte von 25,6 auf 31,6 % gesteigert werden. www.albagroup.de >>>Mit einem operativen Ergebnis von 246 Mio. € und einem Umsatz von 3 Mrd. € unterstreicht das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs 2015/16 seine positive Ergebnisentwicklung. Verantwortlich für den Ergebnis- und Umsatzanstieg sind insbesondere die beiden im Laufe des Jahres in Betrieb genommenen neuen Kraftwerke in Großbritannien sowie die erfolgreiche Projektentwicklung erneuerbarer Energien, die das Unternehmen zuletzt mit seiner Beteiligung an der Wörrstadter Juwi AG und der Übernahme der Hannoveraner Windwärts GmbH deutlich ausgebaut hat. Gleichzeitig haben auch zwei neue Biomethanlagen in Sachsen-Anhalt sowie das Windgeschäft dazu beigetragen. www.mvv-energie.de 8 UmweltMagazin September 2016

Nachrichten Deutschland Jährlich 60 000 Tonnen Phosphor im Klärschlamm Laut dem DWA-Politikmemorandum „Positionen zur Umweltpolitik“ von März 2016 fallen in Deutschland pro Jahr etwa 1,8 Mio. t Klärschlamm bezogen auf die Trockenmasse aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen an. Darin enthalten sind rund 60 000 t Phosphor, wovon ein großer Teil verloren geht: Nur etwa die Hälfte wird wieder genutzt. Für Klärschlamm werden derzeit alternative Verwertungsmöglichkeiten gesucht, da die oft noch übliche Ausbringung auf Äcker voraussichtlich stark eingeschränkt wird. Zudem sind Betreiber großer Kläranlagen zukünftig verpflichtet, den Wertstoff Phosphor aus dem Abwasser zurückzugewinnen. Phosphor ist ein für die Landwirtschaft unerlässlicher Mineraldünger und findet auch in vielen technischen Bereichen Verwendung. Etwa die Hälfte des deutschen Bedarfs an Mineraldüngerphosphor könnte aus dem in Klärschlämmen und Abwässern enthaltenen Phosphor gedeckt werden und so die Abhängigkeit von ausländischen Phosphorproduzenten reduzieren. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert insgesamt zwölf Forschungsverbünde, die Lösungsansätze für einen effizienteren und ressourcenschonenden Umgang mit Energie in der Wasserwirtschaft erarbeiten. https://bmbf.nawam-erwas.de Aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen fallen pro Jahr etwa 1,8 Mio. t Klärschlamm bezogen auf die Trockenmasse an. Bild: R_by_Mensi / pixelio.de IFAT India 2016 Ausgebautes Rahmenprogramm Der aktuelle Anmeldestand zur diesjährigen IFAT India lässt die Erwartungen steigen: Rund 150 Aussteller haben ihre Teilnahme an der Veranstaltung vom 28. bis zum 30. September 2016 in Mumbai bestätigt. Darunter Aquanomics, BASF, Bilfinger, Endress+Hauser, Excel Industries, Godrej, Ion Exchange, Kirloskar Brothers, Netzsch, Putzmeister, Siemens, Tata Projects, Wilo oder Xylem. Wie bei allen IFAT-Messen steht auch in Indien das Thema „Qualifizierung von Fachkräften“ ganz oben auf dem Programm. Mit dem Active rung durchzuführen. Neu ist in Learning Center gibt es erstmals diesem Jahr auch der Sino-Indian Environmental Technology einen separaten Bereich in der Messehalle, auf dem praktische and Industry Dialogue, bei Trainings, Live-Demonstrationen dem umweltpolitische Themen und Berufswettbewerbe für junge zu China und Indien im Mittelpunkt stehen. Im Innovation Talente und Facharbeiter angeboten werden. Die einzelnen Aufgaben sind spezifisch auf die aktuelreiche Veranstaltungen zu den Exchange Forum stehen zahllen Bedürfnisse und Erfordernisse Punkten Wasser-, Abfall-, Recycling- und Ressourcenmana- des indischen Umweltsektors zugeschnitten. So gilt es zum Beispiel eine Smart City mit intelligramm. Ob thermische Vergement in Indien auf dem Progentem Ressourcenmanagement wertung von Abfällen, Behandlung industrieller Abwässer zu entwerfen oder Übungen zu den Themen Arbeitssicherheit, Instandhaltung und Prozesssteue- Bereich Automatisierung – oder Best Practices aus dem die einzelnen Sessions sind spezifisch auf die Bedürfnisse des indischen Umweltmarkts abgestimmt. Zum ersten Mal ist auch die Biogasnutzung in Indien ein Schwerpunktthema des Rahmenprogramms. Das Innovation Exchange Forum wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, German Water Partnership, Indus Media und der International Solid Waste Association gemeinsam organisiert. www.ifat-india.com Destatis 1 395 Gigawattstunden Strom aus Klärgas im Jahr 2015 erzeugt Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 1 395 GWh Strom aus Klärgas in Kläranlagen erzeugt. Gegenüber 2014 war das ein Plus von 3,6 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, könnte mit dieser Strommenge bei einem durchschnittlichen Pro- Kopf-Stromverbrauch von rund 1 800 kWh eine Großstadt wie Frankfurt am Main ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. In den Kläranlagen wurden 92 % des erzeugten Stroms selbst verbraucht und 8 % in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist. Gemessen an der gesamten Strombereitstellung aus erneuerbaren Energien im Jahr 2015 hatte Klärgas einen Anteil von rund 1 %. Insgesamt wurden im Jahr 2015 in Kläranlagen rund 5 991 GWh Klärgas gewonnen und damit 2,5 % mehr als 2014. Der überwiegende Teil wurde in den Kläranlagen zur Stromund Wärmeerzeugung eingesetzt. In Deutschland gab es über 10 000 Kläranlagen, in 1 252 davon wurde im Rahmen der Klärschlammfaulung Klärgas gewonnen. www.destatis.de UmweltMagazin September 2016 9

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