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09-2019

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Nachrichten Lithium-Ionen-Batterien Entsorger fordern Pfandpflicht In Entsorgungsfahrzeugen, Betriebshöfen oder Sortieranlagen kommt es immer wieder zu Bränden, weil Lithium-Ionen- Batterien (Li-Ionen-Batterien) unsachgemäß in der Gelben Tonne oder der Restmülltonne entsorgt wurden. Um diese Gefahr zu minimieren, verlangt der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) eine Pfandpflicht für diese Batterien. Aktueller Anlass für diese Forderung sind Großbrände in Entsorgungsbetrieben in Emsdetten, Nordrhein-Westfalen, und in Wilhelmshaven an der Nordsee. Nach einem derartigen Feuer ist zwar die genaue Ursache häufig nicht feststellbar. Doch bei dem in Emsdetten hält die Polizei eine Selbstentzündung für möglich, da Hinweise auf Fremdverschulden fehlen. „Wir wollen nicht warten, bis wir bei Brandfällen Tote und Schwerverletzte beklagen müssen“, so Peter Kurth, BDE- Präsident. Recycler und Entsorger dürften nicht allein gelassen werden. Alle Verantwortlichen sollen ihren Beitrag leisten, um die Brandgefahr in Müllfahrzeugen und Sortieranlagen durch solche Batterien noch wirksamer zu bekämpfen. Der BDE macht hierfür Vorschläge: Die für ein Pfand nötigen gesetzlichen Regelungen sollten im Zusammenhang mit der Novelle des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes auf den Weg gebracht werden. Auch eine Aufklärungsoffensive sei angebracht. Verbraucher müssten über die Gefahren durch unsachgemäßen Umgang mit Li-Ionen-Batterien informiert werden. Hier seien die Hersteller in der Pflicht: „Das Aufklären über die richtige Handhabung ist Teil der Herstellerverantwortung“, so Kurth. Auch beim Sammeln sieht der BDE Verbesserungsbedarf: „Es braucht eine bessere Schulung des Personals im Handel und auf Recyclinghöfen.“ Hintergrundinformation: Die Energiedichte von Li-Ionen-Batterien ist höher als die von Blei- oder Nickel-Cadmium- Batterien – und damit auch die Brandgefahr. Zudem ist das Leichtmetall Lithium feuergefährlich. Wird eine Li-Ionen-Batterie beim Entsorgen oder Sortieren beschädigt, kann der Energiespeicher in Brand geraten oder explodieren. www.bde.de Schlussbericht Ifat Africa 2019 Bei ihrer dritten Ausgabe vom 9. bis zum 11. Juli dieses Jahres festigte die „Ifat Africa“ 2019 ihren Ruf als führende Fachmesse für Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling im südlichen Afrika. Zuwächse bei den Aussteller- und Besucherzahlen sorgten für eine deutliche Aufbruchstimmung auf dem Messegelände in Johannesburg, Südafrika, und für Optimismus für den Umwelttechnologiemarkt dieser Weltregion. 172 Aussteller aus der Umweltbranche präsentierten sich bei der Ifat Africa 2019 auf dem Messegelände Gallagher Convention Centre im südafrikanischen Johannesburg. Das entspricht einem Zuwachs von 13 Prozent im Vergleich zur Vorgängerveranstaltung im Jahr 2017. Während es bei der jeweils hälftigen Zusammensetzung aus einheimischen und ausländischen Unternehmen blieb, diversifizierte sich die internationale Beteiligung weiter: Unternehmen aus 19 Nationen kamen in diesem Jahr zur Großveranstaltung nach Südafrika – in 2017 waren es noch 16. Außerdem stießen zu den bereits bewährten Länderpavillons von China, Deutschland und den Niederlanden noch Italien und Österreich dazu. Auch bei den Besucherzahlen gab es deutliche Zuwächse: Die 3 302 Teilnehmer bedeuten ein Plus von 83 Prozent. Neben Teilnehmern aus Südafrika zog die Fachmesse auch Besucher aus vielen weiteren afrikanischen Ländern an, wie aus Botswana, der Elfenbeinküste, Kamerun, Mosambik, Sambia, Simbabwe, Swasiland, Tansania und Tunesien. www.ifat-africa.com Luftqualität Ultrafeinstaub vom Frankfurter Flughafen Das hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hat die Belastung mit Ultrafeinstäuben am und um den Frankfurter Flughafen untersucht. Es kommt in seinem „2. Zwischenbericht zur Untersuchung der regionalen Luft - qualität auf ultrafeine Partikel im Bereich des Flughafens Frankfurt“ (https://www. hlnug.de/fileadmin/dokumente/luft/sonsti ge_berichte/ufp/UFP-Zweiter_Zwischenbericht_20190819.pdf) zum Ergebnis, der Flughafen ist eine „erhebliche Quelle von Ultrafeinstaub“. Die Fachleute sehen einen klaren Zusammenhang zwischen den Betriebszeiten des Flughafens und den an Messstellen etwa in Schwanheim und Raunheim genommenen Werten für Ultrafeinstäube: Am Tag ist etwa die Konzentration in der Atemluft deutlich höher als in der Nacht, wenn der Flugbetrieb ruht. Die Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass die nahen Autobahnen vergleichsweise wenig Einfluss auf die Messungen haben. Aufgrund dieser Ergebnisse fordern die hessische Umweltministerin Priska Hinz und der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al- Wazir (beide Die Grünen), rasch die Emissionen dieser Stäube zu senken. Dies halten beide für möglich. Wartende Flugzeuge sollten etwa nicht mit Hilfstriebwerken klimatisiert werden, sondern vom jeweiligen Gate aus. Und Flugzeuge sollten nur kurze Strecken mit dem Schub der eigenen Triebwerke rollen und stattdessen von Elektro-Schleppern gezogen werden. Auf Kurzstrecken sei das Flugzeug ohnehin durch umweltverträglichere Verkehrsmittel zu ersetzen. www.hlnug.de 10 UmweltMagazin September 2019

Vorschau/Impressum Themenvorschau 10/11-2019 Special: Wasserkreisläufe und Pumpen Wandelt sich das Klima, beeinflusst dies das Wassermanagement. Ein Beispiel: Starkregenereignisse nehmen stetig zu, die Kanalisation ist überlastet, Wasser wird nicht mehr abgeleitet, die Gefahr eines Rückstaus wächst. Dies lässt sich mit einfachen Mitteln abwenden – durch neue Kompaktanlagen eines Entwässerungsspezialisten mit Sitz in Schleswig-Holstein. Abfall, Recycling, Kreislauf Mehrschichtverpackungen sind für mechanisches Recycling kaum geeignet. Sie brauchen dennoch nicht verbrannt zu werden. Die BASF kann zusammen mit anderen Firmen aus Kunststoffabfällen per „chemischem Recycling“ solche Verpackungen herstellen. Sie wollen damit beginnen, den Kreislauf für Mehrschichtverpackungen zu schließen. Bild: BASF Energie Klein, aber fein. Auch Bakterien können zur Energiewende beitragen. Einige bilden aus stärkehaltigen Abwässern Wasserstoff. Andere wandeln Kohlendioxid und Wasserstoff in Biogas - also Methan - um. An der Verbesserung dieser Prozesse wird an der Fachhochschule Münster gearbeitet. Ein Fachmann überprüft die Qualität der neuen Folien. Umwelt Magazin Das Entscheider-Magazin für Technik und Management ISSN 0173–363 X 49. Jahrgang (2019) Herausgeber Verein Deutscher Ingenieure Redaktion Dr. Ralph Heinrich Ahrens (verantwortlich) , Tel.: 0211/61 03-326 Sandra Schüttler (Redaktions-Assistenz), Tel.: 0211/61 03-124 Ines Henning (Redaktions-Assistenz), Tel.: 0211/61 03-311 E-Mail: umweltmagazin@vdi-fachmedien.de Organschaften VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) Verband der Betriebsbeauftragten e.V. (VBU), Essen Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement e.V. (VNU), Bad Soden Redaktionsbeirat Dirk Franz Franzen, VDI-GEU, Düsseldorf Matthias Friebel, Vorsitzender des VNU, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Hans-Friedrich Hinrichs, Geschäftsführer der KTB GmbH, Gladbeck Martin Ittershagen, Pressesprecher des Umweltbundesamtes, Dessau Claudia Nauta, Produktmanagerin bei der DGQ, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Klaus Gerhard Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), Duisburg Bernhard Schwager, Vorsitzender des VBU, Essen Verlag VDI Fachmedien GmbH & Co. KG, Unternehmen für Fachinformationen, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Postfach 101022, 40001 Düsseldorf Commerzbank BLZ 300 800 00 Kontonummer 02 121 724 00 SWIFT/BIC-Code: DRES DE FF 300 IBAN: DE69 3008 0000 02121 72400 Geschäftsführung Ken Fouhy, B.Eng. Layout Ulrich Jöcker Druck KLIEMO Printing, Hütte 53, B-4700 Eupen Copyright Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Vertrieb und Leserservice Tel. 02 11/61 03-140 Fax 02 11/61 03-414 E-Mail: leserservice@vdi-fachmedien.de Vertriebsleitung: Ulrike Gläsle Bezugspreise 8 x jährlich (Ausgabe 1/2, 4/5, 7/8, 10/11 als Doppelausgabe) Jahresabonnement: 118,- € VDI-Mitglieder: 106,20 € (nur für persönliche Mitglieder) Studenten: 72,- € (gegen Studienbescheinigung) Preise Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten (Inland: 10,50 € Ausland 25,50 €, Luftpost auf Anfrage) Einzelheft: 19,- € Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten. Der Bezugszeitraum beträgt mindestens ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn es nicht sechs Wochen vor Ablauf des berechneten Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. Leitung Media Sales Sarah-Madeleine Simon E-Mail: ssimon@vdi-fachmedien.de Telefon: 0211 6103 – 166 Anzeigen CrossMediaConsulting Wolfgang Ernd GmbH Luruper Chaussee 125, 22761 Hamburg Arnd Walgenbach E-Mail: awalgenbach@cmc-web.de Telefon: 0 40/88 14 49-370 Fax: 0 40/88 14 49-11 z. Zt. gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 45 vom 1. Januar 2019 UmweltMagazin ist Mitglied der European Environmental Press. www.umweltmagazin.de UmweltMagazin September 2019 11

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