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1/2 | 2012

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SPECIAL Erneuerbare

SPECIAL Erneuerbare Energien nen18Monaten hatDBEnergie Stromlieferverträge mit den Betreibern von drei Windparks abgeschlossen. Insgesamt 33 Windkraftanlagen produzierendarin jedes Jahr 104GWh Stromfür den Eisenbahnverkehr in Deutschland– 20 der Anlagen stehen in dem WindparkMärkisch-Lindendes Bremer Energieversorgers swb, fünf Windanlagen betreibt die Enertrag AGimNaturpark Hoher Fläming und im Windpark ElsdorfIIbetreibtdie EWEEnergie AG acht Anlagen. Aufgrund der hohen Einspeisevergütungssätze, die die Windanlagenbetreiber derzeit berechnen, gehört Energie ausWindkraftnochzuden teuersten Möglichkeiten zur Vergrünung des Bahnstroms. Zudem müssen sogenannte Schattenkapazitäten vorgehalten werden, um auch bei Windstille eine verlässliche MengeanStrom zu erhalten. Um das Risiko einer Unterproduktion auf ein Minimum zu senken, müssen also sehr viele Anlagen geografischmöglichstverstreut stehen. Dass dieDBinihrer Vergrünungsstrategie trotzdem die Möglichkeiten des Einsatzes dieser Technologie prüft, liegt unter anderem andem großen Potenzial dieses Energieträgers, denn Windräder lassen sich sowohl on- als auch offshore noch ansehr vielen Plätzen in Deutschland aufstellen. Des Weiteren willdie DB mit ihrem verstärktenEngagement in diesem Bereich auch Erfahrungen im Umgang mit der flukturierenden Windkraft ausbauen und nach Lösungen suchen, mit denen sich Windenergie in Zukunft effektiv und ökologisch speichern lässt. Hybridkraftwerk macht Windenergie planbar Ein wichtiger Schritt ist die PilotanlageeinesHybridkraftwerks in Prenzlau, dessen Bau die DB mit Mitteln aus ihren CO 2 -freien Produkten Umwelt- Plus und EcoPlus unterstützthat. Es ist das weltweit erste Hybridkraftwerk, das Bilder (4): DB Heute schon fahren viele Kunden der DB mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien. die Energiequellen Wind, Wasserstoff und Biogas zu einemVerbundvereinigt. Es soll zeigen, dass Windenergie planbar und rund um die Uhr zur Stromerzeugung genutzt werden kann. Gemeinsammit demWindstromerzeuger Enertrag AG, der Total Deutschland GmbH und Vattenfall hat die DB das Kraftwerk im Oktober 2011 in Betriebgenommen. ProJahr wirdesinsgesamt 16 GWhÖkostrom erzeugen und damit so viel Energie,wie 4000 FamilienimJahr verbrauchen. Die CO 2 -freien Produkte der DB Unter dem Namen Umwelt-Plus und Eco Plus bietet die DB ihren Kundensowohl im Personen- als auch imGüterverkehrschon heute Reisen beziehungsweise Transporte an, die zu 100Prozent aus regenerativem Strom gespeist werden. Offen stehen diese Angebote etwa Organisatoren von Großveranstaltungen, um die An-und Abreise ihrer Gäste CO 2 -frei zu stellen. Auch in touristischen Verkehren bietet die DB diese Möglichkeit an und im Geschäftskundenbereich konnte sie schon mehr als 100Kunden gewinnen –unterihnendie Telekom, SAP, Puma, die Bundesregierung, den Kirchentag und Bündnis 90/DieGrünen. Entscheidend bei diesen Angeboten ist, dass–anders als bei Kompensationsmaßnahmen –erst gar kein CO 2 entsteht: Anhand konkreter Buchungen und Prognosen kauft die DB die benötigten Mengen an regenerativem Strom ein und speist diese in das Bahnstromnetz ein. Dort ersetzt die regenerative Energie denStrom aus anderenQuellen. Die Herkunft des Stroms sowie die Einspeisung ins Bahnstromnetz sind vom TÜV SÜD zertifiziert.Die Kundenerhalten jährlich eine Bescheinigung über ihre CO 2 -Einsparungen mit dem Prüfsiegel des TÜV SÜD. Insgesamt verkaufte die DB in 2010 gut 2Prozent des gesamten Bahnstrombedarfs über diese Produkte. Auf diese Weise werden auch die S-Bahnen inHamburg und der Nahverkehr im Saarland mit regenerativem Strom versorgt. Die S-Bahn Hamburg setzt seit Anfang 2010 ausschließlich Strom aus Wasserkraftwerken ein. Das Saarland hat ihren Nahverkehr als erstes Bundesland im Juli 2010 ebenfalls auf Ökostrom umgestellt. Einen zusätzlichen nachhaltigen Nutzen generiert die DB aus den CO 2 -freienProdukten, indemsie mit 10 Prozent der daraus entstandenenMehreinnahmen Projekte zum Ausbau Erneuerbarer Energien fördert. Der Umweltbeitrag der Kunden ist damit ein doppelter: Sie erhöhen die Nachfrage nach Ökostrom aus Deutschland und fördern zudem den Ausbau ErneuerbarerEnergien. Gemeinsam nach neuen Lösungen suchen Um das Ziel „Null Emissionbis 2050“ umzusetzen, hat sich die Deutsche Bahn mit insgesamt zwölf Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Verbänden unter dem Namen Eco Rail Innovation (ERI) zusammengetan. Gemeinsam wollen die Akteure nicht nur identifizieren, welcher Handlungsbedarf auf dem Weg zu einem emissionsfreien Schienenverkehr besteht, sondern zudem technische Innovationen entwickeln, sie betriebsnah erproben und zur Marktreife führen. Indem wichtigen Feld Erneuerbare Energien stehtdabei im Vordergrund,die Kosten zu senken und die Versorgungssicherheit zu garantieren. Helfen könnten hier zum Beispiel stationäre Speichermöglichkeiten imBahnnetz oder intelligente Verteilernetzwerke – sogenannteSmartGrids –, die Stromaus verschiedenen dezentralen Quellen zusammenführen und so mehr Versorgungssicherheit garantieren. Unterstützt wirdERI durch eine Stiftungsprofessurauf dem Forschungsgebiet „Energieeffiziente Systeme der Bahntechnologie“, die die Initiative ander Fachhochschule Brandenburg eingerichtet hat. Stephanie Bauer, Umweltreferentin, Deutsche Bahn AG, DB Umweltzentrum, Berlin, stephanie.bauer@deutschebahn.com 14 UmweltMagazin Januar -Februar2012

BEHÖRDENINFORMATION RESSOURCENMONITORING RESSO RCENMONITORING RISIKOMANAGEMENT RISIKO ANAGEMENT AUDITBERICHTE AUDI RICHTE SICHERHEITSDATENBLÄTTER SICH RHEITSDAT AT A ENBLÄT ÄT Ä TER ARBEITSSICHERHEIT TSSICHERHEIT RECHTSKONFORMITÄT RECH SKO K NFORMITÄ TÄ T ÄT UMWELTMANAGEMENTUMWELT L MANAGEMENT CO2-EMISSION CO2 MISSION GEFAHRSTOFFE ARBEIT RBE T TOFFE ZERTIFIZIERUNG GEFAHRS GEF HRSTO ZER FIZIERUNG BEHÖRDENINFORMAT A ION F TBER BERI b.

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