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1/2 | 2012

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Gastkommentar Beim Ausbau derErneuerbaren Energien gibt es keineUniversallösung Erneuerbare Energienwerdeninden nächsten Jahren eine deutlich größere Rolle im Energiemix einnehmen –insbesondere inDeutschland,aber aucheuropa-und weltweit. Vorallem die auftretenden Schwankungen bei der Ernte der regenerativen Quellen stellen Herausforderungen dar.Diese sindlösbar, docheine Universallösung gibt es dabei nicht, weil sichsowohl Erzeugungsmix, Stromnachfrage als auch Anzahl und Kapazität der grenzüberschreitenden Stromverbindungen von Land zu Land unterscheiden. Grundsätzlich gibt esfünf Schlüsselelemente, die beim Ausbau der regenerativen Stromerzeugung in je nachRegion unterschiedlicher Ausprägung zum Einsatz kommen werden. 7 Daserste Schlüsselelementist die regenerative Stromerzeugung selbst.Die signifikanten Unterschiedeinder Artder Erneuerbaren haben einen enormen Einfluss auf die Bedeutung der weiteren Schlüsselelemente. Beispielsweise bereitet ein Anteil von fast 100 Prozent Grünstrom in Norwegen ebenso wenig Probleme wie ein Anteil vonmehrals 50 Prozentinder Schweizoder in Österreich –weilindiesen Ländern gutregelbare Wasserkraft vorherrscht. In Spanien hingegen berichtet der Netzbetreiber Red Electrica bei einem Grünstromanteil von 35Prozent von Problemen bei der Ausnutzung des schwankenden Windkraftaufkommens, das dort etwa die Hälfte zur regenerativen Stromerzeugung beiträgt. 7 Der Netzausbau ist einer der wichtigsten Lösungsansätze. Auch RedElectrica arbeitetbereits an einer zusätzlichen Stromtrasse nach Frankreich. Grundsätzlich ist eine Ausweitung der Übertragungsnetzeeine sehr sinnvolle und lohnende Option, um lokale Schwankungen ausgleichen zu können. Der Netzausbau muss sowohl länderübergreifend als auch national vorankommen, um die Ziele zum Ausbau der Erneuerbaren Energien zuerreichen. InDeutschland fehlen bekanntlich rund 4000 km an Stromtrassen, darunter eine leistungsstarke Nord-Süd-Verbindung. 7 Neben dem Ausbau der Transportnetze bietet die Verbrauchssteuerung imintelligenten Verteilnetz –dem SmartGrid–eine Möglichkeit, Erzeugungsspitzen und Flautezeiten abzufedern. Da mehr als drei Viertel desEnergiebedarfs eines Haushaltes auf Heizung und Warmwasserbereitung entfallen und diese thermischen Prozesse aufgrund ihrer Trägheit gut stundenweise verschoben werden können, bietet sichhierPotenzial: Eine hocheffiziente elektrische Heizung, etwa in Form einer Wärmepumpe ließe sich im SmartGridideal ansteuern. 7 Hocheffiziente Reservekraftwerke, die einspringen, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, sind einweitererFaktor zur Steigerung der regenerativen Erzeugung. Gasund Dampfkraftwerke können ideal alsRückgrat der Energiewende dienen, weil sie hochflexibel betrieben werden können und ihr CO 2 -Ausstoß relativ gering ist. Schließlich verfügen die meisten Länder –auch Deutschland –derzeit über keine Energiespeicher mit nennenswerten Kapazitäten, die Stromüberschüsse aufnehmen und späterwiederabgeben könnten. 7 Künftig allerdings dürften Energiespeicher eine entscheidende Rolle spielen. Schnell verfügbar wäre hier als Technologie die Umwandlung vonStromüberschüsseninWasserstoff, der ins vorhandene Erdgasnetz eingespeist werden könnte. Hierbei sollten Wirkungsgrade um die 70 Prozent erreichbar sein. Deutschlandverfügt über die größten Erdgasspeicher Europas und kann einViertel seines Jahresbedarfs an Gaspuffern. Bei Windflaute könnte das Erdgas samt dembeigemischten Wasserstoff in hocheffizienten Kraftwerken mit mehr als 60 Prozent Wirkungsgrad wieder zu Stromverwandelt werden. Dr.Michael Weinhold, CTOdes Energy-Sektorsvon Siemens „Speicher werden künftigeine entscheidende Rolle beimAusbauder ErneuerbarenEnergien spielen.“ In denerstenAusbauphasen der ErneuerbarenEnergienwurde in den meisten Regionen wenig Augenmerkauf die weiterenSchlüsselfaktorengelegt. In Ländern mit hohemfluktuierendemStromaufkommenwie Dänemark, Portugal oder Spanien zeigensichbereits entsprechende Grenzen.AuchinDeutschland werden die Netzezeitweise regionalbereits überlastetund Stromüberschüsse müssen manchmal gegenGeldimAusland„entsorgt“ werden.Neben demThema Netzausbau gilt es daherauchalle anderen genanntenBausteine schleunigstinAngriff zu nehmen, um die Ziele zum Ausbau derregenerativen Erzeugungerreichen zu können. UmweltMagazin Januar -Februar2012 3

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