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1/2 | 2012

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Technik &Management

Technik &Management Leittechnik Sauberes Wasser gehört so selbstverständlich zum Leben, dass sich kaum jemand die Bedeutung funktionierender Kläranlagen bewusst macht. Dabei liegt hinter diesen Anlagen eine moderne Steuerungstechnik, die höchsten Ansprüchen genügt. Ein Ausrüster von Kläranlagen setzt bei der Anlagenplanung auf eine Feldbustechnik, die die Anlagenverfügbarkeit erhöht und gleichzeitig die Kosten senkt. Kläranlagen gut geregelt Norbert Brousek InDeutschlandliegt derPro-Kopf-Verbrauchbei circa120 Litern proTag [1]. Um Trinkwasser jederzeit verfügbar zu machen, verrichten in Deutschland mehr als 10000 Kläranlagen rund um die Uhr ihren Dienst [2], reinigen das verschmutzte Abwasser und führen es aufbereitet inhoher Qualität der Natur zurück. Infolge des komplexen Prozesses (siehe Kasten „So arbeitet eine Kläranlage“) fallen mehrere tausend Messwertean. Sensoren,die über die gesamte Anlage verteilt sind, erfassen diese und stellensie einerzentralenSteuerung zur Verfügung. Basierend auf diesen Messwerten werden etwa Pumpen ein- und ausgeschaltetoderVentile geöffnet, um Substanzen zuzuführen. Das Rückgrat solcher Anlagen bildet ein hochperformantes Bussystem zur schnellen und zuverlässigen Übertragung der Daten und Signale. Sauber durch leistungsfähige Feldbustechnik Für einen zuverlässigen Säuberungsprozess ist eine leistungsfähige Steuerungstechnik unerlässlich, denn nur so wirdeine schnelle Inbetriebnahme und hohe Anlagenverfügbarkeit sichergestellt. Das fränkische Unternehmen Hofmockel, zu dessen Spezialgebieten die Elektrotechnik für Trink- und Abwasseranlagen zählt, setzt bei der Ausrüstung von Kläranlagen auf den Ethernet-Standard Profinet. Grund sind unter anderem die kürzeren Kabelwege der Steuerleitungen. Anstelle dicker Kabelbäume wird einfach eine Busleitung verlegt. Dies reduziert neben dem Materialaufwand auch die Verdrahtungszeitspürbar.Zudem entfallen lange Signallaufzeiten, da die benötigten Sensorendirekt vorOrt montiert und ihreSignale dezentral eingesammelt werden. Das Signal wird über den Bus digital übertragen. Ein Pluspunkt von Profinet ist, dass die genutztenE/A-Baugruppen vonSiemens im System SimaticS7–300sowohl zentral an einer CPU als auch dezentral im Feld an einer Kopfbaugruppe (Simatic ET 200M) eingesetzt werden können. Dies kommt der Standardisierung beim Bilder (2): Siemens Simatic ET 200M von Siemens für Profinet 44 UmweltMagazin Januar -Februar2012

Technik &Management Leittechnik Sauberes Wasser gehört so selbstverständlich zum Leben, dass sich kaum jemand die Bedeutung funktionierender Kläranlagen bewusst macht. Dabei liegt hinter diesen Anlagen eine moderne Steuerungstechnik, die höchsten Ansprüchen genügt. Ein Ausrüster von Kläranlagen setzt bei der Anlagenplanung auf eine Feldbustechnik, die die Anlagenverfügbarkeit erhöht und gleichzeitig die Kosten senkt. Kläranlagen gut geregelt Norbert Brousek InDeutschlandliegt derPro-Kopf-Verbrauchbei circa120 Litern proTag [1]. Um Trinkwasser jederzeit verfügbar zu machen, verrichten in Deutschland mehr als 10000 Kläranlagen rund um die Uhr ihren Dienst [2], reinigen das verschmutzte Abwasser und führen es aufbereitet inhoher Qualität der Natur zurück. Infolge des komplexen Prozesses (siehe Kasten „So arbeitet eine Kläranlage“) fallen mehrere tausend Messwertean. Sensoren,die über die gesamte Anlage verteilt sind, erfassen diese und stellensie einerzentralenSteuerung zur Verfügung. Basierend auf diesen Messwerten werden etwa Pumpen ein- und ausgeschaltetoderVentile geöffnet, um Substanzen zuzuführen. Das Rückgrat solcher Anlagen bildet ein hochperformantes Bussystem zur schnellen und zuverlässigen Übertragung der Daten und Signale. Sauber durch leistungsfähige Feldbustechnik Für einen zuverlässigen Säuberungsprozess ist eine leistungsfähige Steuerungstechnik unerlässlich, denn nur so wirdeine schnelle Inbetriebnahme und hohe Anlagenverfügbarkeit sichergestellt. Das fränkische Unternehmen Hofmockel, zu dessen Spezialgebieten die Elektrotechnik für Trink- und Abwasseranlagen zählt, setzt bei der Ausrüstung von Kläranlagen auf den Ethernet-Standard Profinet. Grund sind unter anderem die kürzeren Kabelwege der Steuerleitungen. Anstelle dicker Kabelbäume wird einfach eine Busleitung verlegt. Dies reduziert neben dem Materialaufwand auch die Verdrahtungszeitspürbar.Zudem entfallen lange Signallaufzeiten, da die benötigten Sensorendirekt vorOrt montiert und ihreSignale dezentral eingesammelt werden. Das Signal wird über den Bus digital übertragen. Ein Pluspunkt von Profinet ist, dass die genutztenE/A-Baugruppen vonSiemens im System SimaticS7–300sowohl zentral an einer CPU als auch dezentral im Feld an einer Kopfbaugruppe (Simatic ET 200M) eingesetzt werden können. Dies kommt der Standardisierung beim Bilder (2): Siemens Simatic ET 200M von Siemens für Profinet 44 UmweltMagazin Januar -Februar2012

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