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1/2 | 2012

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Organschaften

Organschaften KRdL-Expertenforum Mikrobielle Luftverunreinigungen Das Thema „Mikrobielle Luftverunreinigungen“ und die damit verbundenen Fragen über die gesundheitlichen Wirkungen und die Relevanz von Bioaerosolemissionen zum Beispiel aus Abfallbehandlungsanlagen oder aus der Intensivtierhaltung haben auch mehr als zehn Jahre nach Beginn der Standardisierung von geeigneten Messverfahren nicht an Neue Richtlinie Zum Thema „Mikrobielle Luftverunreinigungen“ gibt es jetzt die Richtlinie VDI 4250 Blatt 1(Entwurf) „Bioaerosole und biologische Agenzien –Umweltmedizinische Bewertung von Bioaerosol-Immissionen –Wirkungen mikrobieller Luftverunreinigungen auf den Menschen“. Sie ersetzt den Entwurf von November 2009. Die Einspruchsfrist endet am 29. Februar dieses Jahres. Herausgeber ist die Kommission Reinhaltung der Luft imVDI und DIN. Zum Preis von 62,20 Euro ist sie beim Beuth Verlag inBerlin erhältlich. www.beuth.de Bedeutung verloren. Nach wie vor stößt eine Vielzahl dieser Anlagen in der Öffentlichkeit auf massive Widerstände. Insbesondere weil umweltmedizinische Studien belegen, dass es im Einflussbereich von Bioaerosol emittierenden Anlagen zu gesundheitlichen Wirkungen wie Allergien oder Infektionen kommen kann, obwohl bislang keine Dosis-Wirkungs-Beziehungen für gesundheitsrelevante Bioaerosole festgestellt wurden. Aufgrund fehlender Schwellen- oder Grenzwerte für diese gesundheitsrelevanten Bioaerosole wird die von ihnen ausgehende Gesundheitsgefährdung immer noch kontrovers diskutiert. Mit der Richtlinie VDI 4250 Blatt 1„Bioaerosole und biologische Agenzien – Umweltmedizinische Bewertung von Bioaerosol-Immissionen –Wirkungen mikrobieller Luftverunreinigungen auf den Menschen“ wurde ein erster Ansatz zum Thema veröffentlicht. Das KRdL-Expertenforum hat das Ziel, die neuesten Forschungsergebnisse und aktuellen VDI-Richtlinien vorzustellen Bild: Forschungszentrum Jülich Bakterien können Erkrankungen hervorrufen. sowie Fragen zur Wirkung von Bioaerosolen, zur Messung und Identifizierung von Mikroorganismen und zur Minderung von Emissionen zustellen, gemeinsam mit den vortragenden Experten zu diskutieren und zu beantworten. Die Kommission Reinhaltung der Luft will damit –nicht zuletzt wegen der öffentlichen Relevanz dieser komplexen Problematik –eine neutrale Plattform zur Diskussion bieten und einen Beitrag zur Versachlichung leisten. Weitere Informationen und Anmeldung über Angela Pellegrino, Tel.: O211/6214-532 oder pellegrino@vdi.de, www.vdi.de/bioaerosole2012 VDI 4300 Blatt 11(Entwurf) Feinstaubmessung im Innenraum Feinstaubbelastungen imInnenraum werden größtenteils vom Bewohner und seinen Aktivitäten hervorgerufen – zum Beispiel durch Rauchen, Heizen mit Kaminöfen, Kochen, Abbrennen von Kerzen oder dem Betrieb von Druckern und Kopierern. Darüber hinaus ist auch der Eintrag von Feinstaub aus der Außenluft eine bedeutsame Quelle, insbesondere anstark befahrenen Straßen. Die nun als Entwurf vorliegende Richtlinie VDI 4300 Blatt 11beschreibt die Messverfahren und die Messstrategie zur Bestimmung der Konzentration an luftgetragenen Partikeln speziell der gesundheitlich relevanten Fraktion von Bild: www.sxc.hu

Kontakt Positionspapier Empfehlungen zur Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes Umdie Energiewende in Deutschland erfolgreich umzusetzen und die damit verbundenen Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, spricht sich der VDI in seinem aktuellen Positionspapier „VDI-Empfehlungen zur Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes“ für einen schnellen und massiven Ausbau der Kraft- Wärme-Kopplung (KWK) aus. „Die KWK bietet das Potenzial, die energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu erfüllen. Sie kann und muss daher zu einer tragenden Säule der künftigen Energieversorgung werden“, soVDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. Voraussetzung dafür sei jedoch eine verbesserte gesetzgeberische Flankierung. Aus Sicht des VDI bietet der Einsatz der KWK eindeutige Vorteile: Bei Nutzung der bereitgestellten Wärme trägt die KWK zur Einsparung von Primärenergie und Reduzierung der CO 2 -Emissionen deutlich bei. Darüber würden die Netze entlastet und je nach Ausbaugrad die imNetz entstandenen Unter- und Überdeckungen aufgrund fluktuierender regenerativer Stromeinspeisung ausgeglichen werden. Trotzdem hat sich der KWK-Anteil an der Stromerzeugung VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU), Rüdiger Wolfertz Postfach 101139, 40002 Düsseldorf Tel.: 0211/6214-415 Fax: 0211/6214-177 geu@vdi.de www.vdi.de/geu seit 2002 nur um gut 18Prozent erhöht. Ihr Anteil am gesamten Energiemix der Bundesrepublik liegt einer aktuellen Studie von Prognos AGund Berliner Energieagentur zufolge momentan bei knapp 15Prozent. Umdas Ziel der Bundesregierung –einen KWK-Stromanteil von 25 Prozent bis 2020 –zuerreichen, sind weitergehende Maßnahmen erforderlich. Der Rahmen für die KWK-Entwicklung muss daher im Zuge der anstehenden KWKG-Novelle dringend verbessert werden. Der VDI empfiehlt, die Wärme- und Kältenetze zur zeitlichen Entkopplung der Wärmeoder Kälteproduktion analog zu den Wärmenetzen zu unterstützen. Außerdem sollten die Vergütungsmodalitäten insbesondere für die Kleinst-KWK-Anlagen vereinfacht und entbürokratisiert werden. Zudem muss bei Netzengpässen wärmegeführten KWK-Anlagen aufgrund nachgelagerter Prozesse (Prozesswärme für Produktionsbetriebe) der Vorrang gegenüber anderen Anlagen gewährt werden. Das Positionspapier steht unter www.vdi.de/43289.0.html zum Download zur Verfügung. Ansprechpartnerin beim VDI ist Dr.-Ing. Eleni Konstantindou unter: Tel.: 0211/ 6214-219, konstantinidou@vdi.de. VDI-GEU-Richtlinie Recycling elektrischer und elektronischer Geräte Die neue Richtlinie VDI 2343 Blatt 4der VDI-GEU gibt konkrete Handlungsanweisungen und Empfehlungen für die Aufbereitung von Elektro(nik)altgeräten. Sie berücksichtigt gesetzliche Rahmen, Herstellervorgaben, Absatzmärkte für zurück gewonnene Stoffströme und die Art und Tiefe der Demontage. Die Aufbereitung umfasst im Wesentlichen das Zerkleinern, Klassifizieren und Sortieren in entsprechenden Anlagen. Schad- und Störstoffe müssen nach technischen und rechtlichen Vorgaben abgetrennt sowie Stoffströme zur Verwertung und schadlosen Beseitigung hergestellt werden. Die Richtlinie „Recycling elektrischer und elektronischer Geräte –Aufbereitung“ ersetzt den Entwurf von Januar 2011 und die Fassung von November 1999. Sie ist indeutscher/englischer Fassung für 119,70 Euro beim Beuth Verlag, Berlin, erhältlich. www.vdi.de/2343 Bild: Ralf Brüning, Brake UmweltMagazin Januar -Februar2012 55

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