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Organschaften Umsetzung

Organschaften Umsetzung der Immissionsschutz-Richtlinie Auswirkungen auf Bestellpflichten Kontakt Verband der Betriebsbeauftragten für Umweltschutz (VBU) e.V. Jörg ten Eicken Alfredstraße 77-79 45130 Essen Tel.: 0201/95971-15 Fax: 0201/95971-29 info@vbu-ev.de www.vbu-ev.de Bild: Marco Barnebeck/Pixelio ImRahmen der Umsetzung der Immissionsschutz-Richtlinie der Europäischen Union 2010/75/EU vom 24. November 2010 in innerstaatliches Recht sind auch Änderungen der Verordnung über die Bestellung von Immissionsschutz- und Störfallbeauftragte (5. BImSchV) vorgesehen. Diese könnten, nach Auffassung des VBU, konkreten Einfluss auf die Unabhängigkeit der Aufgabenerledigung von Beauftragten sowie auf die Absicherung ihrer weisungsunabhängigen Überwachungs- und Kontrollfunktion für den innerbetrieblichen Umweltschutz haben. Nach aktuellem Verordnungsentwurf der Bundesregierung soll ein Betriebsbeauftragter für Immissionsschutz nicht mehr vorrangig Unternehmensmitarbeiter sein, sodass der nach geltendem Recht erforderliche Antrag, einen nicht betriebsangehörigen Immissionsschutz Beauftragten zu bestellen, ersatzlos wegfallen soll. Gleiches gelte dann auch für den Störfallbeauftragten. Denn durch eine Neuregelung in §1Absatz 2der 5. BImSchV ist vorgesehen, dass die Pflicht zur Bestellung eines betriebsangehörigen Störfallbeauftragten abgeschafft werden soll und zukünftig auch externe Störfallbeauftragte bestellt werden könnten. Dadie Regelung über Konzernbeauftragte (§ 4der 5. BImSchV) einen Sonderfall der Bestellung eines externen Beauftragten darstellt, wird auch in diesem Fall das bisherige Antragserfordernis entfallen. Begründet wird dies mit einer angeblichen Entlastungsfunktion für die Genehmigungsbehörde, da diese die entsprechenden Anträge zur Genehmigung externer Beauftragungen nicht mehr bearbeiten müsse. Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass §1Absatz 2ader 5. BImSchV künftig eine besondere Bedeutung erlangen wird, sodass eine Entlastungswirkung fraglich ist. Danach obliegt es dann der Behörde, von sich aus die Bestellung eines betriebsangehörigen Beauftragten anzuordnen. Das gilt für den Fall, dass der Antrag eines Anlagenbetreibers für die Bestellung eines externen Beauftragten von der Behörde abgelehnt wurde. Aus Sicht des VBU könnte eine praktische Auswirkung der Neuregelung sein, dass die Zahl interner Bestellungen von betriebsangehörigen Beauftragten zurückgeht. Damit würden auch bewährte Regularien zur Absicherung von Unabhängigkeit der Aufgabenerledigung wie Benachteiligungsverbot und Sonderkündigungsschutz für angestellte Beauftragte anBedeutung verlieren. Aktion Mitglieder werben Mitglieder Umihre satzungsgemäßen Aufgaben erfüllen zu können, sind Berufsorganisationen wie der Betriebsbeauftragten-Verband VBU auf Mitgliedschaft angewiesen. Daher gewinnen Werbeaktionen und Weiterempfehlungen im Kollegenkreis eine immer größere Bedeutung. Wegen der guten Resonanz wird daher die erfolgreiche Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ auch im neuen Jahr fortgesetzt. Darüber hinaus nutzen Interessenten zunehmend auch die Beitrittsmöglichkeit über die VBU-Internetseite. Der Jahresbeitrag beträgt 90 Euro. Dieser wird auch bis auf weiteres ebenso unverändert bleiben, wie das Angebot, sich gegen einen zusätzlichen Beitrag von ebenfalls 90 Euro zum Verbandsrechtsschutz anzumelden. Ersichert eine rechtliche Vertretung inallen beruflichen Belangen, die mit der Wahrnehmung gesetzlicher Beauftragten-Aufgaben zusammenhängen. 56 UmweltMagazin Januar -Februar2012

EMAS Club Europe Mit EMAS gut aufgestellt Am17. November 2011 übergab EU-Umweltkommissar Janez Poto‹nik im polnischen Krakau die EMAS-Awards andie sechs Gewinner. Die deutschen Preisträger und weiteren Bewerber werden zur Auftaktveranstaltung des EMAS Club Europe eingeladen, die am8.Februar 2012 imBMU, Bonn, stattfinden wird. Sichern Sie sich Ihre Teilnahme beim Startschuss für ein (inter-)nationales EMAS- Netzwerk durch Ihre kostenlose Anmeldung unter: www.vnu-ev.de EMAS-Workshop Beste verfügbare Technik Am24. und 25. November 2011 fand in Brüssel der abschließende Workshop zum Referenzdokument zur „Besten verfügbaren Technik“ (BREF) im Bereich Tourismus statt. Das Team des IRC/Joint Research Centre der EU unter Leitung von Dr. Harald Schönberger hatte in intensiver Vorarbeit Best Practice-Techniken ermittelt, zahlreiche Gespräche geführt sowie Unternehmen und Organisationen der Branche besucht. Ein Expertenteam erarbeitete und aktualisierte den daraus entstandenen Entwurf. Der VNU wurde von Dr. Georg Vogl vertreten, der auch schon am Dokument für den Einzelhandel mitgearbeitet hat. Komplettiert wird die durchgängige Beteiligung des Verbands an den bisher drei BREFs gemäß §46der EMAS-Verordnung durch die Aktivität von Matthias Friebel am Dokument für das Baugewerbe. Die Veröffentlichung der beiden neuen BREFs wird für März 2012 erwartet. Kontakt VNU Verband für nachhaltiges Umweltmanagement e.V. Geschäftsstelle c/o Annette Hendlinger Am Schellberg 22 65812 Bad Soden Tel.: 0700/86811-223 Fax: 0700/86811-224 vnu@vnu-ev.de www.vnu-ev.de Termine2012 8. Februar: Auftaktveranstaltung EMAS Club Europe, Bonn 6. März: EMS Expert Group, Brüssel 29. März: VNU-Mitgliederversammlung und Umwelt-Manager-Tag, Frankfurt amMain 26. und 27. April: ENEP Generalversammlung, Basel 8. Mai: European EMS Forum, Brüssel VNU-Mitglieder Kurz vorgestellt Dr.-Ing. Christian Bach Doreen Gnebner Seit September 2010 ist Doreen Gnebner innerhalb der Firmenmitgliedschaft der GUT Certifizierungsgesellschaft für Managementsysteme mbh Umweltgutachter Mitglied beim VNU. Bei der GUTcert inBerlin ist sie als Projektleiterin für die Bereiche Nachhaltigkeit sowie Energiemanagementsysteme zuständig. Des Weiteren ist Gnebner als Qualitätsmanagementbeauftragte für die Verbesserung und Aufrechterhaltung der internen Prozesse verantwortlich. Derzeit arbeitet sie an der Erweiterungsakkreditierung zur ISO 50001, der Überarbeitung des GUTcert-Energieleitfadens sowie an der Integration der neuen Anforderungen zur ISO 17021:2011 in die internen Prozesse. Dr.-Ing. Christian Bach ist Mitinhaber der technischen Beratungsgesellschaft Metatech GmbH in Kamen. Mit seinen Kollegen erarbeitet er Lösungen für die Entwicklung umweltgerechter Produkte sowie für die Steigerung der Material- und Energieeffizienz bei Fertigungsprozessen. Die methodischen Schwerpunkte der Arbeiten liegen auf dem Einsatz systematischer Innovationsprozesse, der ganzheitlichen wirtschaftlichen Bewertung sowie der Erstellung von Öko- beziehungsweise Sachbilanz-Studien für die Beurteilung der Umweltauswirkungen. Nadine Harmes vertritt innerhalb der VNU-Firmenmitgliedschaft die internationale Zertifizierungsgesellschaft DQS GmbH, Frankfurt am Main. Nach ihrem Studium der Gartenbauwissenschaften erwarb Hames eine weitreichende Expertise in mehreren internationalen Projekten zu Umwelt- und Sozialstandards imAgrarsektor. Im Anschluss anihre Mitarbeit beim BMU-Projekt zur Umsetzung der Anforderungen an nachhaltige Biomasseproduktion in die Zertifizierungspraxis wechselte sie 2010 zur DQS, wo sie an der Entwicklung neuer Zertifizierungsprodukte zur Nachhaltigkeit arbeitet. Die Nadine Harmes Schwerpunkte liegen hierbei auf den Themenfeldern CSR, ISO 26000-Derivate, Validierung von Nachhaltigkeitsberichten nach GRI sowie nachhaltige Biomasse und Lieferantenbeziehungen. UmweltMagazin Januar -Februar2012 57

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