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1/2 | 2012

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Nachrichten Destatis

Nachrichten Destatis Umweltschutzinvestitionen des Produzierenden Gewerbes ImJahr 2009 investierten Unternehmen des Produzierenden Gewerbes 5,6 Milliarden Euro in Sachanlagen für den Umweltschutz. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) sind die Umweltschutzinvestitionen damit im Vergleich zum Gerd Altmann/Pixelio raum jedoch von 7,9 auf 8,8 Prozent gestiegen. Fast drei Viertel der Umweltschutzinvestitionen flossen inden Gewäs- Vorjahr um6,9 Prozent gesunken. Da infolge der Wirtschaftskrise in 2009 die Gesamtinvestitionen noch stärker zurückgegangen waren, ist der Anteil der Investitionen für den Umweltschutz an den Gesamtinvestitionen im gleichen Zeitser- und Klimaschutz. In die Luftreinhaltung investierten die Unternehmen 752 und in den Bereich Abfallwirtschaft 586 Millionen Euro. Betrachtet man die investierenden Unternehmen nach ihrem Wirtschaftszweig, entfielen mehr als die Hälfte auf die Sektoren Abwasserentsorgung und Energieversorgung. www.destatis.de Studie zuKfW-Programmen Wichtiger Baustein für die Energiewende Die KfW-Programme zur Förderung Erneuerbarer Energien leisten einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung und sind damit ein wichtiger Baustein für die Energiewende in Deutschland. Dies zeigen die Ergebnisse der Evaluierung der inländischen Programme der KfW Bankengruppe im Bereich Erneuerbare Energien für den Förderjahrgang 2010 durch das Stuttgarter Zentrum für Sonnenenergieund Wasserstoff-Forschung. Mittels KfW-Förderkrediten wurden im vergangenen Jahr Investitionen in die Errichtung von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien inHöhe von 11 Milliarden Euro angestoßen; das sind 41,5 Prozent aller in Deutschland im Jahr 2010 getätigten Investitionen in den Ausbau Erneuerbarer Energien zur Strom- und Wärmebereitstellung. Im Vergleich zum Jahr 2009 ist der Anteil KfW-geförderter Investitionen um knapp 7Prozentpunkte gewachsen. Die Bedeutung der KfW-Programme zeigt sich vor allem im Strombereich: Insgesamt 46Prozent der in Deutschland im Jahr 2010 neu installierten elektrischen Leistung an Erneuerbaren Energien wurden über die Bankengruppe gefördert. Ein besonders hoher Anteil entfällt mit knapp 80 Prozent auf Windkraftanlagen. Die im Jahr 2010 geförderten Anlagen bewirken eine dauerhafte Emissionsvermeidung von 4,8 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalenten pro Jahr, was allein gut 7Prozent der von der Bundesregierung angestrebten zusätzlichen jährlichen Treibhausgas-Einsparung durch den Ausbau Erneuerbarer Energien im Strom- und Wärmebereich bis 2020 entspricht. Die Evaluierung ergab, dass die Einsparungen der Treibhausgas- und Luftschadstoffemissionen, die durch die geförderten Anlagen ermöglicht werden, jährlich Schäden in Höhe von rund 390 Millionen Euro verhindern. Die im Jahr 2010 subventionierten Investitionen führen zu vermiedenen Energieimporten im Gegenwert von jährlich rund 350 Millionen Euro, was zur Reduzierung der Energieimportabhängigkeit und zur Erhöhung der Energieversorgungssicherheit Deutschlands beiträgt. www.kfw.de Wirtschaftsticker >>> Siemens und UPM Caledonian Paper haben für die erfolgreiche Errichtung des Blockheizkraftwerks im schottischen Irvine den Industrial and Commercial Award erhalten. Die Auszeichnung wird jährlich von der britischen Combined Heat and Power Association für Innovationen im Bereich derEnergiewirtschaft vergeben. www.siemens.com >>> Remondis Aqua, Lünen, hat Anfang Dezember des vergangenen Jahres 100 Prozent der Geschäftsanteile der Eurawasser-Gruppe, Berlin, erworben. Die Akquisition steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Das Financial Closing des Unternehmenserwerbs wird für das erste Quartal 2012 erwartet. www.remondis-aqua.de >>> Auch im Jahr 2011 haben die Industriepark-Gesellschaften wieder viel amStandort Höchst investiert: Mit der Inbetriebnahme der Ticona-Produktionsanlage wurde ein Projekt erfolgreich zum Abschluss gebracht, und die Standortbetreibergesellschaft Infraserv Höchst hat die Infrastruktur des Industrieparks insbesondere hinsichtlich der Energieerzeugungsanlagen weiter optimiert –der Industriepark Höchst ist inzwischen fast vollständig energieautark. www.infraserv.com >>> Die Scholz Recycling AG & Co. KG hat zum 1. Januar 2012 das Uelzener Unternehmen Wolfgang Friede Schrott- und Metallhandel übernommen. www.scholz-recycling.de >>> Evonik Industries, Essen, hat die Übernahme des Wasserstoffperoxid-Geschäfts von der Kemira Chemicals Canada Inc. zum 1. Dezember 2011 erfolgreich abgeschlossen. Die Transaktion umfasst die Produktionsstätte in Maitland/ Kanada und das Kundenportfolio. Auch die Mitarbeiter wechseln zu Evonik. www.evonik.com 8 UmweltMagazin Januar -Februar2012

Köpfe Seit 1.Februar 2012 ist Alfred Gayer (45) neuer Geschäftsführer der EnviTec Energy Contracting GmbH &Co. KG mit Sitz inLohne. Theodor Scheidegger (53) ist seit 10. November 2011 CEO der Division Solar &Hydro des Siemens-Sektors Energy. René Kassmann (38) (links) hat die kaufmännische Geschäftsführung der MVV Energiedienstleistungen IKLudwigshafen GmbH und der MVV Energiedienstleistungen GmbH IK Korbach übernommen. Martin Teckentrup (54) wurde zum technischen Geschäftsführer inLudwigshafen ernannt und führt indieser Funktion nun beide Unternehmen. Die Geschäftsführung in Korbach hat erbereits seit September 2011 inne. Grundfos führt seine Serviceaktivitäten für Deutschland, Österreich und die Schweiz unter einer gemeinsamen Service-Organisation zusammen. Zum Leiter hierfür wurde Peter Hohoff (49) ernannt. Fracking Schutzvon Menschund Umwelt vorrangig Die NRW-Landesregierung hat vorerst alle Bohrungen sowie direkte und indirekte Vorbereitungen für Bohrungen mit der Fracking-Methode bis zur Vorlage eines Gutachtens zuden langfristigen Folgen für Mensch und Umwelt gestoppt. Das haben Wirtschaftsministerium und Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen ineinem gemeinsamen Erlass an die Bezirksregierung Arnsberg, die als Bergbehörde landesweit für die Prüfung solcher Genehmigungsanträge zuständig ist, klargestellt. Der Schutz der Menschen und der Umwelt hat für die Landesregierung oberste Priorität. Daher wollen sie zunächst die Ergebnisse eines umfassenden Gutachtens abwarten, das die Folgen von Fracking offenlegt. Dieses soll im Sommer 2012 vorliegen. Bis dahin wird eskeine behördlichen Entscheidungen über beantragte Genehmigungen für Erdgasbohrungen geben, indenen die umstrittene Methode geplant, direkt oder indirekt vorbereitet oder technisch möglich ist. Der Erlass regelt darüber hinaus, welche weiteren Entschlüsse über Genehmigungsanträge zu anderen Bohrvorhaben entweder dem Vorbehalt des Gutachtens unterliegen oder bereits jetzt getroffen werden können. So müssen auch Entscheidungen über tiefe Geothermiebohrungen, indenen derartige Maßnahmen vorgesehen sind, die Vorlage des Gutachtens abwarten. Über beantragte bergbauliche Erkundungstätigkeiten, die nicht der Vorbereitung oder Durchführung von Fracking-Vorhaben Thomas Max Müller/Pixelio dienen, kann bereits im Vorfeld entschieden werden, wenn die Antragsteller erklären, aktuell und zukünftig auf diese zu verzichten. Über Genehmigungsanträge für sonstige Geothermiebohrungen, Bohrungen zur Wassergewinnung oder zur geologischen Erkundung des Untergrundes können Berg- und Wasserbehörden weiterhin entscheiden, ohne das Gutachten abwarten zu müssen. www.nrw.de Vorschau Umwelt Magazin 3 2012 Der Erscheinungstermin für das nächste UmweltMagazin fällt auf den 30. März 2012. Im Mittelpunkt der Ausgabe steht das Special Kreislaufwirtschaft/Recycling. Zudem berichtet das Entscheider-Magazin über Energiegewinnung im Klärwerk, Betreibermodelle, Altpapier, Metall-Recycling, Abwärme, Innenraumluft, Analytik und Nachhaltigkeit. Anzeigenschluss ist der 9. März 2012. www.umweltmagazin.de UmweltMagazin Januar -Februar2012 9

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