Aufrufe
vor 4 Jahren

1/2 | 2013

  • Text
  • Januar
  • Umweltmagazin
  • Unternehmen
  • Energie
  • Einsatz
  • Anlagen
  • Abwasser
  • Technik
  • Inder
  • Deutschland

Nachrichten E-world

Nachrichten E-world energy &water Zukunftsenergien aus Nordrhein-Westfalen Bild: Rainer Schimm ie 13. E-world energy &water, die vom 5. bis zum 7.Februar 2013 inder Messe Essen stattfindet, setzt auf zu- D kunftsweisende und marktnahe Themen. Fragen der Energieeffizienz und Innovationen spielen dabei eine übergeordnete Rolle. Diese Aspekte werden auch vom NRW-Gemeinschaftsstand in Halle 3, Stand Nr. 370, aufgegriffen. Auf 450 Quadratmetern präsentiert die Landesregierung mit der EnergieAgentur.NRW sowie den Clustern EnergieRegion.NRW und EnergieForschung.NRW Zukunftsenergien aus dem Bundesland an Rhein und Ruhr. Auf dem Stand sind knapp 20 Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die ihre Kompetenzen in den Bereichen Kraft-Wärme-Kopplung, Energienetze und -speicher, Windenergie, Bioenergie, Photovoltaik und klimafreundlicher Mobilität zeigen. Als Medienpartner ist der Springer-VDI-Verlag mit seinem Energie-Fachmagazin BWK präsent. Darüber hinaus präsentiert sich die EnergieAgentur.NRW auch auf dem Gemeinschaftsstand „Contracting Point“ inHalle 2.Unter der Schirmherrschaft des Verbandes für Wärmelieferung stellen sich neben der Energie- Agentur.NRW verschiedene Contracting-Anbieter, Steuer- und Rechtsberater sowie Consultingunternehmen vor. Ihren 17. Fachkongress Zukunftsenergien veranstaltet die EnergieAgentur.NRW mit den Clustern EnergieRegion.NRW und EnergieForschung.NRW am ersten Messetag. Der nordrhein-westfälische Klimaschutzminister Johannes Remmel wird den Kongress eröffnen und zur Energiepolitik des Landes Stellung nehmen. Vorträge über Trends, Märkte und neue Entwicklungen inder Energietechnik werden das Vormittagsprogramm komplettieren. Am Nachmittag finden fünf parallele Foren zuden folgenden Themen statt: Kraft-Wärme-Kopplung, Energienetze und -speicher, Windenergie, Photovoltaik und gesellschaftliche Herausforderungen der Energiewende. www.energieagentur.nrw.de Europa –kurz notiert >>> Die EU-Förderung von Projekten zur unterirdischen Speicherung von CO 2 ist vorerst gestoppt worden. Die 1,5 Milliarden Euro sollen nun für Erneuerbare Energien zur Verfügung stehen. Grund dafür ist, dass das einzige Unternehmen, das die Förderkriterien erfüllt hätte, sich nun von der Ausschreibung zurückgezogen hat. >>> Sieben Chromverbindungen sollen laut einem Verordnungsentwurf der EU-Kommission inden Anhang XIV der EU-Chemikalienverordnung REACH aufgenommen werden. Damit könnten sie im weiteren Verfahren verboten oder stark eingeschränkt werden, da sie anerkanntermaßen besonders besorgniserregend sind. Über Kobaltverbindungen soll zunächst ein Dossier angefertigt werden, das den Verdacht auf die besondere Gefährdung durch die Verbindungen belegt. >>> Nationale Emissionshöchstmengen für bestimmte Schadstoffe gehören zur Luftreinhaltepolitik der Europäischen Union. Obdie Schadstoffe in der nächsten Auflage der Richtlinie beispielsweise um Rußpartikel erweitert werden sollen, ist Thema einer öffentlichen Befragung der EU-Kommission. Die Frist läuft bis 4.März 2013. >>> Bis zum Jahr 2014 will die EUIndikatoren und Ziele für Ressour- censchonung etablieren. Auf drei Seiten erklärt die EU-Koordination die Zusammenhänge und die Sicht der Umweltverbände. Als Leitindikator schlägt die EU- Kommission Ressourcenproduktivität vor. Umweltverbände fordern, dass die EUden Ressourcenverbrauch entlang der gesamten Wertschöpfungskette misst und auch den ökologischen Fußabdruck des Ressourcenhungers imAusland berücksichtigt. 10 UmweltMagazin Januar 2013

Europäische Kommission Ausgezeichnet Wasser sparen Die Betreiber des Wulfener Hals Camping- und Ferienparks auf der Ostseeinsel Fehmarn und die Bio-Brauerei Neumarkter Lammsbräu aus Bayern sind von der Europäischen Kommission für ihre nachhaltige und innovative Wasserbewirtschaftung mit den diesjährigen Preisen des Europäischen Umweltmanagement- und Umweltbetriebsprüfungssystems (EMAS) ausgezeichnet worden. Die Riechey Freizeitanlagen GmbH &Co. KG betreibt den Camping- und Ferienpark auf Fehmarn, wodank eines integrierten Wasserumwälzsystems und einer biologischen Wasserbehandlungsanlage aufbereitetes Abwasser zum Beispiel zur Rasenbewässerung genutzt werden kann. Alle Duschen sind wassersparend und es werden nur biologisch abbaubare Reinigungsund Waschmittel verwendet. Die Bio-Brauerei Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger e.K. nutzt für ihre Produktion Regenwasser und aufbereitetes Wasser und setzt sich für den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser aus den eigenen Brunnen ein. Da das Unternehmen nur ökologische Rohstoffe verwendet, gelangen keine Pestizide ins Abwasser. Bild: Rolf/Pixelio EMAS fördert die bessere Leistung, Glaubwürdigkeit und Transparenz der registrierten Organisationen. Seit 2005 prämiert die Europäische Kommission mit den Preisen besonders herausragende Leistungen ineinem bestimmten Bereich des Umweltmanagements. Indiesem Jahr wurden neben den beiden Unternehmen aus Deutschland auch Unternehmen aus Österreich, Großbritannien und Italien ausgezeichnet. http://ec.europa.eu Nordrhein-Westfalen Großes Potenzial im Bereich Windenergie Bild: H.D.Volz/Pixelio wende auch inNRW erfolgreich umzusetzen. Dabei kommt der Windenergie eine zentrale Rolle zu. NRW-Umweltminister Johannes Remmel betont, dass bis zum Jahr 2020 15 Prozent des Stroms in NRW mit Hilfe von Windenergie und bis 2025 insgesamt rund 30 Prozent aus Erneuerbaren Energien produziert werden sollen. Die Studie zeigt, dass diese Ziele durchaus realisierbar sind. Um das Ausbau-Ziel für 2020 für Wind zu erreichen, ist eine Nettostromproduktion von 20,7 Terawattstunden pro Jahr (TWh/a) notwendig. Das Ziel für 2025 setzt 28 TWh/a aus Windenergie voraus. Nach Berechnungen des Landesumweltamtes, das die landesweite Potenzial-Studie erstellt hat, gibt esinNRW unter den möglichen Rahmenbedingungen ein machbares Wind-Potenzial für eine Nettostromproduktion von bis zu71TWh/a. Die Studie liefert zwei wesentliche Bausteine zum weiteren Ausbau der Windenergie in NRW: Zum einen wurden alle relevanten Grundlagendaten für die Planung und Ausweisung von Windenergieflächen zusammengestellt. Diese werden zusammen mit der Studie in das neue Fachinformationssystem „Energieatlas NRW“ eingestellt und sind damit zunächst den Behörden und dann der gesamten Öffentlichkeit zugänglich. Herzstück die- N ordrhein-Westfalen (NRW) weist großes Potenzial im Bereich der Windenergie auf. Dies geht aus einer ersten Potenzialstudie zum Einsatz der Erneuerbaren Energien inNRW hervor. Die Landesregierung hat sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, schnellstmöglich auf Erneuerbaren Energien umzusteigen und damit die Energieses Informationssystems sind flächendeckende Informationen zum Windfeld und damit zu den möglichen Erträgen für Windenergieanlagen für Höhen von 100 bis 150 Metern. Mit diesen Ergebnissen können die Planungsträger die Studie unter Berücksichtigung lokaler Aspekte und Daten nutzen, um konkret Flächen für Windenergie auszuweisen. Zudem wurden im Juli 2011 mit dem neuen Windenergie-Erlass die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen geschafften. Auf Ebene der Planungsregionen hat sich durch die Studie gezeigt, dass mit nahezu einem Drittel des gesamten Potenzials außerhalb des Waldes die meisten Potenzialflächen im Regierungsbezirk Köln liegen. Zieht man die Flächen im Wald allerdings hinzu, liegen die größten Potenziale für die Windenergie in der Planungsregion Arnsberg. Hier könnte sich das Potenzial durch die Inanspruchnahme des Waldes verdreifachen. www.lanuv.nrw.de UmweltMagazin Januar 2013 11

Ausgabenübersicht