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1/2 | 2013

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Richt- und Grenzwerte im

Richt- und Grenzwerte im Überblick Sicherheit für Ihre tägliche Arbeit Es gibt eine Fülle von Rechtsvorschriften zum Umweltrecht in Deutschland und Europa. Nicht leicht, dabei den Überblick zu behalten. In „Richt- und Grenzwerte im deutschen und europäischen Umweltrecht“ finden Sie die aktuellen Werte übersichtlich zusammengefasst. So haben Sie alle relevanten Bereiche im Griff: • Wasser • Boden • Abfall • Gefahrstoffe/Chemikalien • Luft • Lärm NEU in Version 6.5 In Version 6.5 sind wichtige Neuerungen zu Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien enthalten, dazu gehören u.a.: • Neufassung der Trinkwasserverordnung • Verordnung zum Schutz der Oberflächengewässer mit 11 umfangreichen Anhängen • Änderung der Deponieverordnung Praktische Loseblatt-Sammlung plus CD-Rom mit digitaler Fassung des Loseblattwerks und Datenbank zur Recherche nach Stoffen und Stoffgruppen Kostenlose Demoversion unter www.umweltmagazin.de Ja, ich bestelle die aktuelle 6. Auflage von „Richt- und Grenzwerte“ als Loseblattwerk mit CD-ROM für EUR 189,– inkl. MwSt. zzgl. Porto und Verpackung. Damit der Inhalt des Werkes aktuell bleibt, nehme ich am automatischen Aktualisierungsservice teil. In der Regel erscheint 2 x jährlich für je EUR 79,– zzgl. Porto eine Aktualisierungs- und Ergänzungslieferung (Loseblattwerk mit CD-ROM). Ich kann diesen Service jederzeit beenden. Firma (nur bei Firmenanschrift) Name Strasse PLZ/Ort Telefon/E-Mail Datum/Unterschrift SUM0070 Springer-VDI-Verlag GmbH &Co. KG, Postfach 10 10 22, 40001 Düsseldorf, Tel.: (02 11) 61 03-140 Fax: (02 11) 61 03-414,E-Mail: leserservice@springer-vdi-verlag.de, Internet: www.umweltmagazin.de

Gastkommentar Ressourceneffizienz braucht privateInitiative Abfall istRohstoff –diese Erkenntnis setzt sichimmermehrdurch.Abfall zu recyceln, statt ihn zu verbrennenodergar zu deponieren, istnicht nur gut für die Umwelt, es istauch volkswirtschaftlichohne Alternative. Die Scherezwischen Personal- und Materialkostenanteil im verarbeitendenGewerbe öffnetsich immerweiter: Machten1993 die Löhne noch 27 Prozent aus,der Materialanteil 38 Prozent, so lag derPersonalkostenanteil 2006bei weniger als 19 Prozent, während die Materialkosten auf fast45Prozentangestiegen waren. Seitdem hat sichdiese Entwicklung fortgesetzt. Deutschlandist dahergezwungen, seinen Abfallals Rohstoff zu nutzen,und istdabei sehr erfolgreich: 2010 deckte das Recycling immerhinschon 10 MilliardenEuround damit 9Prozentdes Rohstoffbedarfs.Die alte Abfallwirtschaft mit Schwerpunkt „Beseitigung“ entwickelt sichzur Wirtschaft,die sekundäreRohstoffe liefert.Ein Fortschrittübrigens, deruntrennbar mit derErfindung desGrünenPunkts und der Ausweitung derGetrenntsammlung Anfang der1990er Jahreverbundenist. Ressourceneffizienz durch Recycling hatzwei Seiten: Natürlichgehtesdarum, Abfälle richtig zu erfassen, zu sortieren, zu verwertenund zu recyceln.Esbedeutet aber auch, Produkte so zu gestalten, dass sie sicheffizient recyceln lassen, damitsie als Rohstoff demWirtschaftskreislauf erneut zurVerfügung stehen können. Hiersind privatwirtschaftliche Kompetenzund Kundennähe gefragt. Innovationsfreude, Engagement und Marktnähe sindunabdingbareVoraussetzungen, um Produkt- und Materialkreisläufe weiterzuentwickeln. Dasfunktioniertnur im Wettbewerb, denn um auf Dauer funktionsfähig zu bleiben,mussjeder Kreislauf wirtschaftlicheffizient sein. Dieöffentlich-rechtliche kommunale Müllabfuhr kann das nicht leisten. Abfallentsorgung isteine Pflichtaufgabeder Kommunen unterdem Stichwort„Daseinsvorsorge“: Hier geht es in erster Linie um Sicherheit, Vorsorge und die jederzeitige Verfügbarkeitder Abfallbeseitigung, die aus Steuer-und Abgabenmitteln finanziert wird. Produzentenverantwortung sowie die notwendige Verknüpfung von Produktdesignund Kreislaufwirtschafterfordernaber spezialisiertes Know-how, Kundennähe,Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit– allesKernqualitätenprivatenUnternehmertums, das damit unerlässlichfür die Sicherung des Ausbausder komplexenKreislaufwirtschaft ist. BeispielGlas:Das gesammelte Altglas wird zusammenmit Primärrohstoffen wieSoda, Sandund Kalk eingeschmolzen.Der Altglasanteil beträgtdabei biszu90Prozent–dadurch kommt derProzessmit einemBruchteil der Energie aus, die ohne Recyclinganteil erforderlichwäre. Dabei kommt es entscheidend auf die Qualität an: Glas istnicht gleich Glas, Trinkgläser sind häufig aus Bleiglas gemacht, das nicht ins Verpackungsglas gelangendarf, und Keramik oderPorzellan gehören schongar nicht hinein. Dazu müssen die Scherben farbrein sein, also auchschon so gesammelt werden.Umdiese Anforderungen zu erfüllen,sind marktwirtschaftliche Strukturen auf allen Stufen der Kreislaufwirtschaftunverzichtbar.Nur so können jederzeitMindeststandards und Qualitätsorientierung entlang dergesamtenKette garantiert werden. Oder Beispiel Kunststoff: Regranulate aus gebrauchtenKunststoffverpackungen sind heute einimMarkt akzeptierter Grundstoff fürneue Produkte aus Plastik.Hierliegt großes Potenzial für ressourcenschonende, nachhaltige Rohstoffversorgung,aber manche Verpackung lässt sichweder automatisch sortierennocheffizient recyceln.Die Hersteller suchennachBeratungsleistung, um ihreVerpackung recyclinggerecht zu gestaltenund damit ihreUmweltbilanz entscheidend zu verbessern. Daskann am bestenein innovatives,imWettbewerb stehendesUnternehmenbieten, das die gesamte Kette,den komplettenKreislauf übersieht. DasGanze funktioniertnur dann, wenn es Unternehmengibt, derenInteresse Qualität und Effizienz aufjeder Stufeder Sammel- und Verwertungskette sind, weil sie ansonsten kein Geschäftmachen können. Denneine zwingend notwendige Bedingung derNachhaltigkeitist Wirtschaftlichkeit: NurLösungen, dieUmweltund Ressourcenschonen und sichgleichzeitig rechnen, sind zukunftsfähig. Stefan Schreiter, Geschäftsführender Gesellschafter und CEO der DSD – Duales System Holding GmbH &Co. KG, Köln „Deutschland ist sehr erfolgreich dabei, seinenAbfall alsRohstoffzunutzen.“ UmweltMagazin Januar 2013 3

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