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1/2 | 2014

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SPECIAL Trink-, Prozess-

SPECIAL Trink-, Prozess- und Abwasser Mittlerer Verbrauch Biologie [kWh/d] 2000 1800 1600 1400 1200 1000 800 600 400 200 0 Jan 09 Mrz Mai Jul 09 09 09 Belüftertausch Sep 09 Nov Jan 09 10 IBN AQUALOGIC BB1/BB2 Mrz Mai Jul 10 10 10 Sep 10 Nov Jan 10 11 trat-Sensorik erfasstwerdenkönnen, wodurch Spitzen beim chemischen Sauerstoffbedarf (CSB) im Ablauf vermieden werden können. DieRezirkulation wurde mit Hilfe von AQUALOGIC nicht mehr konstant betrieben,sonderninAbhängigkeit derNitratkonzentrationen im Denitrifikationsbecken 2und im Verteilschacht zu den Nachklärbecken. Dies ermöglichte eine bedarfsgerechte Rezirkulation, wodurch Nitratspitzen,aber auchunnötige Laufzeiten der Rezirkulationspumpen vermiedenwurden. Der Rücklaufschlamm und die Fällmitteldosierung wurden ebenfalls auf eine bedarfsgerechte Regelung in Abhängigkeit der Messwerte wie beispielsweise Phosphat oder Zulauf umgestellt. Als Besonderheit wurde ein Regen-Ereignis implementiert, umein starkes Verschieben der Biomasse in die Nachklärung zu vermeiden, und um auf mögliche Phosphatspitzen durch Zulaufereignisse bereits vor Detektierung am Phosphatmessgerätreagieren zu können. Deutlich geringerer Energieverbrauch Durch die Kombination des geänderten Belüftungssystems gepaart mit der Implementierung des Reglersystems AQUALOGIC konntenalle abwasserabgabenrelevantenParametersowie derEnergieverbrauch im Zeitraum von 2010 bis 2011 deutlich reduziertwerden. Diemittlere Jahresablaufkonzentration des anorganischen Stickstoffs ließ sich von 8,9 mg/l imJahr 2009 auf 5,4 mg/l imJahr Mrz Mai Jul 11 11 11 Sep 11 Nov Jan 11 12 IBN AQUALOGIC BB3 Mrz Mai Jul 12 12 12 Sep 12 Nov Jan 12 13 Mrz Mai 13 13 IBN ENERLOGIC Grafik 2: Mittlerer Energieverbrauch der Biologie [kWh/d] auf der Kläranlage Ginsheim-Gustavsburg im Zeitraum von Januar 2009 bis Juni 2013. Bild und Grafiken (2): Bilfinger Water Technologies 2011 senken,waseinerVerminderungum knapp 40 Prozententspricht. Diemittlere CSB-Ablaufkonzentration konnte von 32,6 auf 31,8 mg/l (minus 2,5 Prozent) und die mittlere Phosphor (P ges )-Ablaufkonzentration von 1,1 auf 0,9 mg/l (minus 18 Prozent) gesenkt werden (siehe Grafik1). Parallelzuden deutlich verbesserten Ablaufkonzentrationen sank der Energieverbrauch derBiologie von1600 (2009) auf letztlich 1100kWh/d (2011, siehe Grafik 2). Da die durchgeführten Maßnahmen zu einer deutlichen Reduzierung der Stickstoffkonzentrationen führten, konnte dieMaßnahme über die Abwasserabgabe verrechnet werden und derVerband somit direkt vonden Einsparungen profitieren. Um die Ablaufwerteder Anlageweiter zu verbessern, entschlosssichder Zweckverband ASM im März 2012 die dritte Straße in Betriebzunehmenund die bestehende AQUALOGIC-Regelung zu erweitern. Dadurch ließen sich die bereits sehr guten Ablaufwerte noch einmal reduzieren. So sank beispielsweisedie mittlere CSB-Ablaufkonzentration um fast 20 Prozent auf 26,3 mg/l. Der momentan letzte Optimierungsschritt erfolgte im Mai 2013 durch Implementierungder ENERLOGIC-Reglermodule in das bestehende AQUALOGIC- Reglersystem. Damit wollte der Zweckverband ASM denEnergieverbrauchweiter reduzieren, ohne die Abbauleistung der Anlage zu beeinflussen. Das Reglersystemwurde dabei um eine energieoptimierte Sauerstoffkonstanthaltung und - Luftschieberansteuerung erweitert. Da dieser Optimierungsschritt erst im Mai 2013 erfolgte,liegen momentan erst wenige Vergleichswerte vor. Jedoch zeigen bereits die ersten Wochen, welches Potenzial nochinder AnlageGinsheim- Gustavsburg steckt. Sohaben sich die Energieverbräuche der Biologie, jenach Belastung, auf Werte zwischen 640 und 900 kWh/d eingependelt, was einer weiteren Energieeinsparung von 20 bis45Prozententspricht (siehe Grafik 2). Diese wird in Zukunft voraussichtlich sogar noch höher ausfallen, da der Zweckverband eine neue Trübwasserbehandlung in Betrieb nehmen wird. Momentan wirddas Zentratwasser noch ungeregelt derAnlagezugeführt. Als weitererEffekthaben sichauchdie Ablaufwerte durch ENERLOGIC noch einmal verbessert. So lag der Mittelwert für Gesamtstickstoff in den Monaten Mai bisJuli 2013 bei 3,46 mg/l (siehe Grafik 1). Diese Tendenz bekräftigt die Betreiber darin, einen dauerhaften Betrieb deutlichkleiner5mg/lanzustreben,um für den Parameter Stickstoff eine Befreiung von der Abwasserabgabe zu erreichen. Fazit Zusammenfassend können die durch denZweckverband ASM durchgeführten Optimierungsmaßnahmenals Erfolg angesehen werden. Alle abwasserabgabenrelevantenParameterließen sich im Verlauf des gesamten Optimierungszeitraums deutlich reduzieren. Sosank die Ablaufkonzentration fürStickstoff (N ges ) vonanfänglich8,9 mg/l im Jahr 2009auf aktuell 3,46 mg/l (minus 61 Prozent) und die Ablaufkonzentration für P ges von 1,1 auf aktuell0,33 mg/l (minus70Prozent). Parallel zuden verbesserten Ablaufwertensank derEnergieverbrauchder Biologie von anfänglich 1600 kWh/d (2009) auf aktuell 900 kWh/d (minus 44 Prozent). Auch künftig wird der Zweckverband ASM weiter indie Optimierung der Anlage Ginsheim-Gustavsburg investieren. Neben der bereits erwähnten Inbetriebnahme der neuen Trübwasserbehandlung ist für dieses Jahr eine Erneuerung derGebläsevorgesehen, sodassder Energieverbrauch der Anlage noch einmal sinken sollte. Dr. Tobias Knaf, Bilfinger Water Technologies GmbH, Aarbergen, info.water@bilfinger.com 14 UmweltMagazin Januar/Februar 2014

VORSCHAU IMPRESSUM Themenvorschau 3-2014 Das Entscheider-Magazin für Technik und Management ISSN 0173-363 X 44. Jahrgang (2014) Bilder (v.l.n.r.): HSM, Der Grüne Punkt –Duales System Deutschland GmbH, Thomas Siepmann/Pixelio SPECIAL: KREISLAUFWIRTSCHAFT/RECYCLING Wiederverwertung von Beton Herstellung von Recyclingkunststoff Pelletierung von Altholz Verpackungssammlung schadstoffbelasteter Produkte Optimiertes Stoffstrommanagement IFAT-VORBERICHT Ausblick auf die weltweit größte Umwelttechnologiemesse Vorschau auf neue Produkte und Verfahren TECHNIK +MANAGEMENT ENERGIE/ERNEUERBARE ENERGIEN Nutzung von Kanalwärme Einsatz von Biofuels LUFT/LÄRM Luftreinhaltung im Kohlekraftwerk WASSER/ABWASSER Kläranlagenautomation inWarschau RECHT Der Umweltsektor im Koalitionsvertrag BRANCHE Gründe für frühzeitige Produktalterung SERVICE Umweltmärkte: Wasserwirtschaft inIsrael Rezensionen Ko-op-Börse Anzeigenkontakt BS MediaConsult GbR Thomas Schropp/Ellen Buntenbruch Tel.: 08151/44 83 18 info@bs-mediaconsult.de Herausgeber Verein Deutscher Ingenieure Redaktion Dipl.-Biol. Akram El-Bahay (Chefredakteur), Tel.: (02 11) 61 03-3 26 Daniela Brière (Redaktions-Assistenz), Tel.: (02 11) 61 03-2 15 E-Mail: UmweltMagazin@springer-vdi-verlag.de Freier Mitarbeiter der Redaktion Dipl.-Geogr. Helmuth Ziegler, Würzburg Organschaften VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) Verband der Betriebsbeauftragten e.V. (VBU), Essen Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement e.V. (VNU), Frankfurt am Main. Für Mitglieder des VBU und VNU ist der Bezug im Mitgliedsbeitrag enthalten. Medienpartnerschaft Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ), Frankfurt am Main Redaktionsbeirat Bernhard Schwager, Vorsitzender des VBU, Essen Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner, Vorsitzender der VDI-GEU, Bochum Matthias Friebel, Vorsitzender des VNU, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Hans-Friedrich Hinrichs, Geschäftsführer der KTB GmbH, Gladbeck Prof. Dr.-Ing. Klaus Gerhard Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), Duisburg Claudia Nauta, Produktmanagerin bei der DGQ, Frankfurt am Main Martin Ittershagen, Pressesprecher des Umweltbundesamtes, Dessau Verlag Springer-VDI-Verlag GmbH & Co. KG VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Postfach 10 10 22, 40001 Düsseldorf Commerzbank BLZ 300 800 00, Kontonummer 02 121 724 00 SWIFT/BIC-Code: DRES DE FF 300, IBAN: DE69 3008 0000 0212 1724 00 Geschäftsführung Christian W. Scheyko Layout Ulrich Jöcker Satz Medienpartner Mäurer GmbH, 41836 Hückelhoven Druck KLIEMO Printing, Hütte 53, B-4700 Eupen Copyright Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Vertrieb und Leserservice Tel. (02 11) 61 03-1 40 Fax (02 11) 61 03-4 14 E-Mail: leserservice@springer-vdi-verlag.de Vertriebsleitung: Christian W. Scheyko Bezugspreise 8 x jährlich (Ausgabe 1/2, 4/5, 7/8, 10/11 als Doppelausgabe) Jahresabonnement: 108,– € VDI-Mitglieder: 97,20 € (nur für persönliche Mitglieder) Studenten: 67,– € (gegen Studienbescheinigung) Preise Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten (Inland: 10,50 € Ausland 25,50 €, Luftpost auf Anfrage) Einzelheft: 18,– € Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten Der Bezugszeitraum beträgt mindestens ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn es nicht sechs Wochen vor Ablauf des berechneten Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. Anzeigen BS Media Consult GbR, Ellen Buntenbruch, Thomas Schropp, Kühtal 6, 82319 Starnberg Tel.: (0 81 51) 44 83 18, Fax: (0 81 51) 44 83 19, E-Mail: info@bs-mediaconsult.de Anzeigendisposition Susanne Storb, Tel.: (02 11) 61 03-3 80, Fax: (02 11) 61 03-3 00 z. Zt. gilt Anzeigenpreisliste Nr. 40 vom 1. Januar 2014 UmweltMagazin ist Mitglied der European Environmental Press. i v w Anzeigenschluss: 10. März 2014 Erscheinungstag: 27. März 2014 Mediadaten: www.umweltmagazin.de/mediadaten.php www.umweltmagazin.de UmweltMagazin Januar/Februar 2014

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