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1/2 | 2014

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Richt- und Grenzwerte im

Richt- und Grenzwerte im Überblick Praktische Loseblatt-Sammlung plus CD-Rom mit digitaler Fassung des Loseblattwerks und Datenbank zur Recherche nach Stoffen und Stoffgruppen Sicherheit für Ihre tägliche Arbeit Es gibt eine Fülle von Rechtsvorschriften zum Umweltrecht in Deutschland und Europa. Nicht leicht, dabei den Überblick zu behalten. In „Richt- und Grenzwerte im deutschen und europäischen Umweltrecht“ finden Sie die aktuellen Werte übersichtlich zusammengefasst. So haben Sie alle relevanten Bereiche im Griff: • Wasser • Boden • Abfall • Gefahrstoffe/Chemikalien • Luft • Lärm Version 6.6 In Version 6.6 sind wichtige Neuerungen zu Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien enthalten, dazu gehören u.a.: • Zweite Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung • Verordnung über das Inverkehrbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kulturubstraten und Pflanzenhilfsmitteln (Düngemittelverordnung – DüMV) • Gesetz zur Neuordnung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallrechts • Neufassung der Richtlinie 2012/19/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Juli über Elektro- und Elektronik-Altgeräte • Neufassung der Chemikalien-Ozonschutzverorodnung • Verordnung über die innerstaatliche und grenzüberschreitende Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße, mit Eisenbahnen und auf Binnengewässern (Gefahrgutveorodnung Straße, Eisenbahn und Binnenschiffahrt – GGVSEB) • Verordnung (EU) Nr. 528/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2012 über die Bereitstellung auf dem Markt und die Verwendung von Biozidprodukten • Verordnung (EU) Nr. 640/2012 der Kommission vom 6. Juli 2012 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 440/2008 zur Festlegung von Prüfmethoden gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) zwecks Anpassung an den technischen Fortschritt Kostenlose Demoversion unter www.umweltmagazin.de Ja, ich bestelle die aktuelle 6. Auflage von „Richt- und Grenzwerte“ als Loseblattwerk mit CD-ROM für EUR 189,– inkl. MwSt. zzgl. Porto und Verpackung. Damit der Inhalt des Werkes aktuell bleibt, nehme ich am automatischen Aktualisierungsservice teil. In der Regel erscheint 2 x jährlich für je EUR 79,– zzgl. Porto eine Aktualisierungs- und Ergänzungslieferung (Loseblattwerk mit CD-ROM). Ich kann diesen Service jederzeit beenden. Firma (nur bei Firmenanschrift) Name Strasse PLZ/Ort Telefon/E-Mail Datum/Unterschrift SUM0070 Springer-VDI-Verlag GmbH &Co. KG, Postfach 10 10 22, 40001 Düsseldorf, Tel.: (02 11) 61 03-140 Fax: (02 11) 61 03-414,E-Mail: leserservice@springer-vdi-verlag.de, Internet: www.umweltmagazin.de

Gastkommentar Zukunftsfähige Wasserwirtschaft Auchindiesem Jahr warten viele Herausforderungen auf die deutsche Wasserindustrie.Wenngleichdie Befürchtungender VersorgerhinsichtlichPrivatisierung mittels verdeckterEU-Richtlinien gebannt scheinen, und durch die große Koalition in Berlin auchvorerst aus denPlanspielenverschwunden sind, so bleibt die Listeder Themen lang.Das Aufgabengebiet derMikroverunreinigungen,von Mikroplastikteilchen bishin zu nicht abbaubaren Reinigungsmitteln und Arzneimittelmetaboliten, stellt Abwasserverbände wie Trinkwasserversorgervor große Investitionen. Diegebietsweise starke organische Belastung derBöden durch Düngung wirdverstärkt durch große Biogasanlagen, dieenorme Mengen organischer Reststoffe produzieren,deren weitere Behandlung nachwie vorunbefriedigend gelöstist.Im Drei-bis Fünf-Jahresrhythmus auftretende Jahrhunderthochwasser legen neue Erfordernissedes Flussgebietsmanagementsoffen –und das vordem Hintergrund, dassein Großteil unsererFließgewässer sowiesodie Zieleder Wasser-Rahmenrichtlinie verfehlenwird. NichterstseitvergangenenJahr bemängeln Wissenschaftlerund Ökonomen die geringen Investitionenindie Wasserinfrastrukturen. Werwasserwirtschaftliche Tagungenbesucht odereinschlägige Zeitschriftenstudiert,bekommt schnell denEindruck, dassdie gewachsenen, tradierten Strukturen in Deutschland um jeden Preiserhaltenwerdenmüssen. Veränderungen, so scheint es,werdennicht gerne gesehen. Aber sinddie Strukturen wirklichden zuvor skizziertenHerausforderungen gewachsen? Brauchenwir nicht starke Wasserver-und Abwasserentsorger als Treuhändereinesdes größten gesamtgesellschaftlichenVermögens unserer Wasserinfrastruktur? Isteine kleinteilig organisierteWasserwirtschaft mit 6200 Verund 6900 kommunalenEntsorgern, einem Mix aus Gebühren,Preisen und Abgaben,interkommunalerKonkurrenz und unterschiedlicher Gesetzgebung in derLage,diese Zukunftsaufgabezubewältigen? Wiralle wissen spätestensseitden gescheitertenPrivatisierungender Wasserindustrie im Thatcher-England,dubiosen Cross-Boarder- Leasing-Geschäftenund zuletztriskanten CDS- Geschäftenvon lokalen Wasserversorgern und Kommunen, dassprivatesKapital kein Allheilmittelfür öffentliche Infrastrukturen ist. Auch die Entwicklung in Berlin zeigt, dass diegesellschaftliche Akzeptanz hierfür fehlt. Trotzdem muss die Frage nachder Finanzierung derZukunftsaufgaben gestellt werden.Essolltenicht um eine grundsätzliche Ablehnung vonPrivat- Public-Partnerships gehen, sondernumverbindliche,transparente und für alle verständlicheRahmenbedingungen,auf deren Basis sich solche Geschäfte für alle Beteiligtenpositiventwickeln können. Es sindnicht Wenige, die die Auffassung vertreten,die bundesdeutschenStrukturenseien zu kleinteilig und insbesonderekleine Ver- und Entsorgerzuwenig leistungs-und konkurrenzfähig. Bereits in den1970er Jahren wurden etwa in denNiederlandenWasserversorgerzusammengelegt, sodass vonden ursprünglich 700 Betrieben zehnübrig geblieben sind, diesichin einemjährlichenBenchmarkmessenmüssen. Es sindWasserversorgungsbetriebe entstanden, die in derLage sind, höchste Qualität bei stabilenKosten zu liefern,und die niederländische Wasserindustrie stehtwahrlichvor nicht minder tiefgreifendenHerausforderungen wie die deutsche.Durch ihrerelativeGröße können diese Wasserversorgerinihrem Heimatmarkt international agierenden WassermultisimIndustriewassergeschäft Paroli bieten undneue Einnahmequellen generieren.ImGegenzug zu diesem Strukturwandelgarantiert die niederländische Politik denSchutz vorPrivatisierung im Wassersektor.Warumalso nicht darüber nachdenken,große Wasserversorgerzuschaffen,die lokale Unterschiede nivellierenund Preise ausgleichen können, die gewichtige Ansprechpartnerinder Politik und private Kapitalgeber sind, und die auchlangfristig dazuinder Lage sind, höchsteQualitätsstandards bei stabilenPreisen zu garantieren? In jedemFall bleiben die Ansprüche an unsere Ver- und Entsorgersehr groß. Es istander Zeit, diesentsprechendzu würdigen, und die Strukturen langfristigzu stärkensowie entsprechende Ressourcenzur Verfügung zu stellen. Martin Braunersreuther, Dipl. Umweltwissenschaftler, Wuppertal „DiebundesdeutschenStrukturenerscheinen im Vergleich etwazuden Niederlanden als zu kleinteilig.“ UmweltMagazin Januar/Februar 2014 3

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