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1/2 | 2014

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MARKT Produkte und

MARKT Produkte und Verfahren Pumpentechnik Neues Design minimiert Vibrationen Die Caprari Pumpen GmbH hat mit „Hi-Torque“ eine Variation seiner Pumpenreihe MEC-MG für Dieselantriebe konstruiert, die mit hoher Vibrationsresistenz lange Standzeiten erreichen soll. In den Markt für Verbrennungsmotoren zum Antrieb professioneller Wasserpumpen in trockener Aufstellung ist in den letzten Jahren Bewegung gekommen. Zwar sind die Motoren leichter geworden, doch die Belastung der mehrstufigen Kreiselpumpen ist geblieben: Besonders auf die beweglichen Teile der angeflanschten Pumpen übertragen sich die Vibrationen. Das Unternehmen aus Fürth verfolgt daher ein Baukonzept, um die Lebensdauer und Zuverlässigkeit seiner Pumpen zu erhöhen. Esist in den neuen Modellen der Baureihe MEC-MG mit dem Zusatz HT für „Hi Torque“ verwirklicht worden. Sie sollen eine deutlich erweiterte Resistenz gegenüber mechanischen Belastungen bieten. Zu diesem Zweck hat der Hersteller einige technische Optimierungen vorgenommen. Die Pumpen enthalten nun Präzisionslaufräder mit einem selbst entwickelten Keilwellenprofil, was eine optimale Lastübertragung gewährleisten soll. Zudem ist die Antriebswelle konisch geformt, wodurch Rotationsbelastungen vermieden werden sollen. Der Entfall des Sicherungsringgehäuses dient dazu, die Lager zuentlasten. Zudem ist die Welle jetzt aus rostfreiem Stahl mit hoher Streckgrenze und Dauerfestigkeit gefertigt. Die Lager werden permanent geschmiert, Hochleistungsgleitringdichtungen stehen optional zur Verfügung. Die Reihe MEC-MG umfasst drei Typen in zwölf Varianten zur Förderung von mechanisch und chemisch nicht aggressivem Roh- und Reinwasser mit maximal 20g /m 3 Feststoffanteil. Als typische Ein- Mit neuer Konstruktion löst Caprari das Vibrationsproblem, mit dem alle Hersteller von Wasserpumpen zum Anflanschen an Verbrennungsmotoren zu tun haben. satzbereiche dieser Pumpen gelten Bewässerungsanlagen und Gebäudeversorgung. Zwei Modelle erfüllen bereits die HT-Spezifikation, wobei die MEC-MG 125 HT den aktuellen Neuzugang darstellt. Bis zu 6000 l/min und eine maximale Förderhöhe von 148 Metern sind die Leistungseckdaten dieser 784 mmlangen und 264 kg schweren Pumpe mit SAE3-Flansch, die im eher niedrigen Drehzahlbereich bis 1750 U/min läuft. www.caprari.de Kontakttechnik Drei Phasen –drei Varianten Die Epsitron-Familie der WAGO Kontakttechnik GmbH &Co. KG aus Minden wird imersten Quartal 2014 auch dreiphasige Eco-Power-Netzgeräte indrei unterschiedlichen Ausführungen umfassen. Die Eco-Power-Netzgeräte sind überall dort eine wirtschaftliche Alternative, wo eine zuverlässige Gleichspannung von 24 Vbenötigt wird. Das bestehende Portfolio an einphasigen Komponenten wird Anfang des Jahres um Varianten für den Anschluss an drei Phasen erweitert. Die drei neuen Eco-Power- Netzgeräte stellen Ausgangsströme von 6,25 A(787–738), 12,5 A(787–740) und 20 A(787–742) bereit. Der erweiterte Umgebungstemperaturbereich von -25 °Cbis +70 °C, der Konstantleistungsbetrieb bei Überlastung und das erst bei +50 °Ceinsetzende Derating macht sie für vielfältige Anwendungsbereiche interessant –zum Beispiel zur Energieversorgung von Verbrauchern in der Informations- und Automatisierungstechnik, im Anlagenbau, der Gebäudeautomation oder der Verfahrenstechnik. Ebenso wie die einphasigen Netzgeräte können auch die dreiphasigen Eco-Power-Komponenten parallel geschaltet werden. Zur genauen Anpassung an die zuversorgende Maschine oder Anlage Energieversorgung in kompakter Bauform: Mit einer Leistung von 150 Whaben die dreiphasigen Eco-Power- Netzgeräte eine Baubreite von nur 50Millimeter und eine Bautiefe von 92 mm. lässt sich die Ausgangsspannung zwischen 22 und 28 Vüber ein Potentiometer auf der Frontseite einstellen. Die integrierten Betätigungshebel sollen den Leiteranschluss komfortabel und zeitsparend gestalten, weil sich die Klemmstellen werkzeuglos öffnen und schließen lassen. Unabhängig vom Bediener stellt die Cage- Clamp-Anschlusstechnik hierbei sicher, dass die Klemmstelle vollständig geschlossen wird und stets die richtige Kontaktkraft anliegt. www.wago.de 30 UmweltMagazin Januar/Februar 2014

Katalyse Kampf gegen Lachgas Herzstück des Verfahrens ist der Katalysator EnviCat N2O. Lachgas ist nach Methan das drittwichtigste Klimagas und in etwa 300 mal klimaschädlicher als die gleiche Menge CO 2 , weil eseine rund 25 Mal längere Verweildauer in der Erdatmosphäre hat. Es entsteht vor allem bei der industriellen Produktion von Salpetersäure. Um den gefährlichen Klimakiller und sonstige Stickoxide aus dem Abgas von Industrieanlagen zu entfernen und in die harmlosen Substanzen Stickstoff, Sauerstoff und Wasser umzuwandeln, hat die ThyssenKrupp Uhde GmbH aus Dortmund das EnviNOx-Verfahren entwickelt, wobei Lachgas fast vollständig aus dem Abgas von Salpetersäureanlagen entfernt wird. Dabei übernimmt der Katalysator EnviCat N2O des Schweizer Unternehmens Clariant die entscheidende Funktion. Er besteht aus porösen, kristallinen Zeolithen, inwelche mittels eines Ionenaustauschprozesses Eisen eingebaut wurde. Die Umwandlung des Lachgases erfolgt in zwei Schritten: Imersten wird esmithilfe des Katalysators zu Sauerstoff und Stickstoff umgewandelt; im zweiten reagieren die Stickoxide unter Zugabe von Ammoniak zu Stickstoff und Wasser. In dem EnviNOx Reaktor wird das Gas bei Temperaturen zwischen 300 und 500 °C durch das Katalysatorbett geleitet. Dabei lagern sich die Moleküle an die Eisenkationen an und verbinden sich aufgrund der starken chemischen Bindungen vorübergehend fest mit ihnen. Die Chemisorption muss einerseits stark genug sein, damit Sauerstoff- und Stickstoffatome sich trennen und neue Bindungen mit weiteren Sauerstoffatomen eingehen können, darf aber andererseits nicht zustark sein, umdie neuen Moleküle nicht amVerlassen des Katalysators zu hindern und so weitere Reaktionen zu blockieren. Auf diese Weise entstehen Stickstoff und Wasser. Pro Jahr reinigt das Verfahren, nach Unternehmensangaben, klimaschädliche Lachgasemissionen, die dem Ausstoß von über 12 Millionen Tonnen CO 2 entsprechen, vergleichbar mit den jährlichen Emissionen von mehr als vier Millionen Pkw. www.clariant.com Ballastwasser Behandlung mit Zertifikat Der von der GEA Westfalia Separator Group, Oelde, entwickelte Ballast- Master ultraV zur Behandlung von Ballastwasser hat das Zertifikat „Alternate Management System“ (AMS) erhalten. Die Genehmigung wurde imNovember letzten Jahres von der United States Coast Guard (USCG) verliehen und gilt als maßgeblich für die internationale Anerkennung und Auswahl von Anbietern für Ballastwasseraufbereitungsanlagen. Das AMS Zertifikat ist von der USCG als Übergangsmaßnahme vorgesehen, bis der offizielle Type Approval Prozess formal in der amerikanischen Gesetzgebung implementiert ist. Durch die fortlaufende Zusammenarbeit der GEA Westfalia Separator Group mit der USCG zur Erlangung des Type Approvals für das Ballast- Master ultraV System wird auch langfris- tig der wichtige Marktzugang sichergestellt. Das Ballastwasser-Managementsystem ist eine mechanisch-physikalische Systemlösung zur Aufbereitung von Ballastwasser auch mit hoher Konzentration von Organismen und Sedimentpartikeln. Das 2-stufige System arbeitet mit einer mechanischen Vorfiltration und anschließender Desinfizierung des Ballastwassers durch UV- C-Strahlung ohne Einsatz und/oder Generierung von Chemikalien. Die Kombination von kurzwelliger UV-C-Strahlung und Reinigung der Strahler durch Ultraschall stellt eine qualitativ gleichmäßige und effektive Desinfektion entsprechend der Richtlinien sicher und sorgt sofür ein problemloses Passieren jeder Hafenkontrollen. Nach der erfolgreichen Typgenehmigung gemäß IMO Der BallastMaster ultraV dient der Behandlung von Ballastwasser mittels Filtration und UVC-Strahlung und steht mit Leistungen von 250 oder 500 Kubikmeter pro Stunde zur Verfügung. im Jahr 2011 ist der BallastMaster ultraV mit dem AMS-Zertifikat nun auch uneingeschränkt für die Gewässer der USA freigegeben. www.westfalia-separator.com UmweltMagazin Januar/Februar 2014 31

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