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1/2 | 2014

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VBU-Region

VBU-Region Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern Veranstaltung zum betrieblichen Umweltschutz Die Regionalgruppe Berlin/Brandenburg/ Mecklenburg-Vorpommern folgte der Einladung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und besuchte imWinter des vergangenen Jahres die Veranstaltungsreihe „Anforderungen an den betrieblichen Umweltschutz.“ Dirk Polenz, von den BVG stellte deren Geschäftsentwicklung sowie Nachhaltigkeitsstrategie vor. ImMittelpunkt stehen hierbei die wirtschaftliche, ökologische und soziale Verantwortung der BVG gegenüber ihren Stakeholdern. Daher hat sich das Unternehmen ambitionierte Ziele gesetzt: Etwa eine Milliarde Kundenfahrten sollen ab 2020 erreicht werden; die Kundenzufriedenheit soll von Note 2,2 auf 1,9 gesteigert werden und geplant ist, die CO 2 -Emissionen bis 2020 um 20 Prozent zusenken. Bernd Rindfleisch, Teamleiter Arbeitsvorbereitung Straßenbahn, hat in einem anschließenden Vortrag den Unternehmensbereich Straßenbahn näher vorgestellt. Schwerpunkt war dabei die Instandhaltungsstrategie für die Straßenbahnflotte der BVG. Auch hier spielt die Nachhaltigkeit inForm von Langlebigkeit, Wartungs- und Reparaturfreundlichkeit eine große Rolle. Die Laufzeit der neuesten Generation ist daher statt auf 32auf 40 Jahre ausgelegt. Des Weiteren arbeitet man intensiv daran, die Straßenbahnen leiser zu machen und gleichzeitig den Verschleiß der Radreifen zu verringern. ImAnschluss an die Unternehmensvorstellung und -besichtigung wurde die Umsetzung der lED-Richtlinie im Bundes-Immissionsschutzgesetz be- handelt. Rechtsanwalt Ludolf Ernst von der Kanzlei Köhler &Klett stellte die neuen Anforderungen vor, die durch das Bundeslmmissionsschutzgesetz zum 2. Mai 2013 in Kraft gesetzt wurden. Grundlage dafür ist die Industrie-Emissionenrichtlinie der Europäischen Gemeinschaft, die im Jahr 2010 erlassen wurde. Neben dem Bundes-lmmissionsschutzgesetz wurden auch zahlreiche Rechtsverordnungen, das Wasserhaushaltsund das Kreislaufwirtschaftsgesetz, wie auch das UVP- und das Umwelthaftungsgesetz und weitere Regelungen geändert. Die wichtigste Änderung ist, dass bei den genehmigungsbedürftigen Anlagen eine neue Kategorie gebildet wurde, die inder 4. BlmSchV mit einem „E“ gekennzeichnet wird, und die eher größere genehmigungsbedürftigen Anlagen umfasst. Neu geregelt wurden die Überwachungspflichten, die durch die zuständigen Behörden wahrgenommen werden müssen. Hierbei ist vorgeschrieben, dass die Länder Überwachungspläne erarbeiten müssen, nach Bild: Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Kontakt Verband der Betriebsbeauftragten (VBU) e.V. Jörg ten Eicken Alfredstraße 77-79 45130 Essen Tel.: 0201/95971-15 Fax: 0201/95971-29 info@vbu-ev.de www.vbu-ev.de denen die Anlagen in einem ein- bis dreijährigen Abstand überwacht und begangen werden müssen. Bei besonderen Anlässen oder aufgrund der Ergebnisse der durchgeführten Überwachung kann eine umgehende oder halbjährliche erneute Kontrolle notwendig sein. Die Berichte zu den Überwachungsmaßnahmen müssen beim Betreiber nach spätestens zwei Monaten vorgelegt und nach spätestens weiteren zwei Monaten veröffentlicht werden. Wichtig ist auch, dass hierbei die Einhaltung der besten verfügbaren Technik (BVT) überprüft wird. Zur Einhaltung der BVT-Standards können durch die Behörde Anordnungen erlassen werden. Zudem sind die Inhalte der BVT- Merkblätter zukünftig bei Genehmigungsverfahren verbindlich zuberücksichtigen. Zur Sicherstellung des ordnungsgemäßen Rückbaus der Anlagen und zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes ist zudem bei Neugenehmigungen und bei wesentlichen Änderungen ein Ausgangszustandsbericht einzureichen. Terminhinweis Die nächste Mitgliederversammlung des VBU findet am 6. Mai 2014 in München –orts- und zeitnah mit der „IFAT 2014“ –statt. Nähere Einzelheiten zu Beginn und Ablauf erfolgen rechtzeitig durch Information an die Mitglieder. Europäische Umwelt-Professionals Neue Aufgabenstellungen Nahezu alle Mitgliedsverbände der europäischen Dachorganisation der „Environmental Professionals –ENEP“ waren auf der Generalversammlung am 18. Oktober 2013 in Rom vertreten, um an einer Grundsatzdiskussion über die künftigen Ziele und die Ausrichtung des Dachverbandes teilzunehmen. Eine Mehrheit sprach sich dafür aus, dass neben der Funktion eines grenzüberschreitenden Netzwerkes für hauptberuflich im Umweltschutz Tätige auch wieder verstärkt die Interessen der Mitgliedsverbände gegenüber den zuständigen Einrichtungen der Europäischen Union vertreten werden sollen. Neben dem Austausch von Informationen, Erfahrungen und Kenntnissen untereinander sollen daher auch wieder verstärkt Beiträge zur Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Umweltpolitik geleistet werden. Mit der Wahl des Belgiers Kristof de Smet als Nachfolger des langjährigen Präsidenten Jan Karl Mak aus den Niederlanden ist nun eine ortsnahe Vertretung am Sitz der Europäischen Institutionen gewährleistet. Dafür wurde eine Verbesserung der finanziellen Ausstattung im Rahmen einer Beitragsanpassung in Höhe der Geldentwertungsrate seit Verbandsgründung vor mehr als zehn Jahren und für die Zukunft eine Anlehnung an die Entwicklung des Durchschnitts der europäischen Verbraucherpreisindices beschlossen. Die Weichen für eine erfolgreiche Fortsetzung für gemeinsame Interessenvertretung auf supranationaler Ebene sind so gestellt. UmweltMagazin Januar/Februar 2014 55

MEDIENPARTNERSCHAFT Mit Energiemanagement vom Spitzenausgleich profitieren Kontakt Deutsche Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) Rolf Henning August-Schanz-Str. 21 A 60433 Frankfurt am Main Tel.: 069/95424-170 Fax: 069/95424-296 rh@dgq.de www.dgq.de Im November 2012 hat der Bundestag die Änderung des Energie- und Stromsteuergesetzes beschlossen. Damit waren in diesem Jahr Steuererleichterungen andie Einführung zertifizierter Energiemanagementsysteme oder an andere Nachweisformen gekoppelt. Mit Inkrafttreten der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) im August ist nun geregelt, wie Unternehmen den Nachweis über den Betrieb solcher Systeme zur Verbesserung der Energieeffizienz erbringen können. Bild: SXC Der Kreis der Unternehmen, die vom Spitzenausgleich profitieren können, ist inzwischen deutlich größer geworden, da die SpaEfV verschiedene Ansätze zulässt.Diese „alternativen Systeme“ sind nicht an ein vollumfängliches Energiemanagementsystem nach ISO50001 gekoppelt, sondern ermöglichen die schrittweise Einführung für einzelne Anlagen oder Unternehmensbereiche. Expertenforum Energiemanagement „Interessant dürfte diese Vorgehensweise insbesondere für kleine und mittlere Unternehmensein“,soProduktmanagerin Claudia Nauta und verweist auf das Expertenforum Energiemanagement 2014 am 27. März in Berlin. Unter dem Thema „Spitzenausgleich –Effizienzsystemverordnung“ diskutieren dort Fachleute von DIN, DQS und DGQ, was beispielsweise eine schrittweise Einführung für einzelne Anlagen oder Unternehmensbereiche bedeutet und wie Unternehmen von Energieaudits und Energiemanagement profitieren können. Zertifizierungen in Deutschland Viele Unternehmen haben bereits ein Energiemanagementsystem nach DINENISO 50001 eingeführt. Die Produktmanagerin der DGQ Weiterbildung schätzt die Anzahl der Zertifizierungen nach diesem Standard auf mittlerweile annähernd 3000 in Deutschland. Der gesetzliche Druck auf die Unternehmensei dabei sicher eine Ursache. Nicht vergessen werden sollten aber auch die außersteuerlichen Vorteile,die einEnergiemanagementsystem durch den Anspruch kontinuierlicher Verbesserung mit sich bringt: „Unternehmen reduzieren beispielsweise ihre Energieverbräuche und -verluste und damit auch ihre Energiekosten. Infolgedessen leisten sie ebenso einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, so Nauta. Herausforderung beim Energiemanagement Bei einem Energiemanagementsystem nach der DIN EN ISO 50001 –inVerstärkung zu den Anforderungen der DIN EN ISO 14001 für Umweltmanagement –bestehen die Herausforderungen in einer konkretisierten Betrachtung strategischer und operativer Ziele. Die Erhebung sinnvoller Daten zu den Energieströmen im Unternehmenund dieEntwicklunggeeigneter Energieleistungskennzahlen sind dafür eine wichtige Basis.Nauta: „Unternehmen mit einem bestehenden Umweltmanagement haben es um Einiges leichter, dieses System für den Fokus Energie zu nutzen.“ Aus- und Weiterbildung zum Thema Für weitere Unternehmen steht bereits fest, dass sie ein Energiemanagementsystem einführen. Dazu vermittelt die fünftägige Ausbildung zum DGQ-Energiemanagemenbeauftragten Wissenüber dieAnforderungen der DIN EN ISO 50001 sowie einen Überblick zu Strategienund Verbesserungsmaßnahmen. Information erteilt Claudia Nauta unter Tel.:069/95424-209oder nc@dgq.de. 56 UmweltMagazin Januar/Februar 2014

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