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1/2 | 2014

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Rezensionen

Rezensionen Explosionsschutz für abwassertechnische Anlagen Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V., Hennef ISBN: 978–3–944328–24–9 38 Euro Nach der Betriebssicherheitsverordnung vom 27. September 2002 haben die Betreiber von Abwasseranlagen für Bereiche, in denen eine gefährliche explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann, ein Explosionsschutzdokument zu erstellen, in welchem die Beurteilung der Explosionsgefahren und die Festlegung von Schutzkonzepten dargestellt werden. In der Praxis ergeben sich große Unsicherheiten und Probleme bei der angemessenen Umsetzung dieser gesetzlichen Anforderungen. Das vorliegende Merkblatt soll die Grundsätze und Lösungsmöglichkeiten für die Sicherstellung des Explosionsschutzes und die Erstellung von Explosionsschutzdokumenten für alle Arten von Abwasseranlagen in Form konkreter Hinweise für eine rechtssichere und fachlich angemessene Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zur Verfügung stellen. Neben der Darstellung der Rechtsgrundlagen und einem Überblick über die relevanten fachlichen Grundlagen wird insbesondere die ab- wasserspezifische Anwendung der Prinzipien des Explosionsschutzes in den Mittelpunkt gestellt. Eswerden Hinweise zur Gefährdungsbeurteilung, zu technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen und dem Explosionsschutzdokument selbst gegeben. Das Merkblatt richtet sich an Betreiber aller abwassertechnischen Anlagen. Auf die Unterschiede zwischen Betrieb von Entwässerungssystemen und Kläranlagen wird in den einzelnen Kapiteln eingegangen. Direktvermarktung von Biogasstrom Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL), Darmstadt ISBN: 978–3–941583–83–2 9,50 Euro Das Stromnetz inDeutschland wird aus unterschiedlichen Quellen gespeist. Einem witterungsabhängigen Teil wie der Energieerzeugung aus Wind und Sonne sowie einem witterungsunabhängigen Teil, der möglichst zeitlich flexibel abrufbar sein sollte. Ergänzt werden diese zukünftig durch speicherbare regenerative Energieträger wie Biogas. Durch die Erweiterung der Gasspeicherund BHKW-Kapazitäten kann die Stromproduktion aus Biogas in Zeiten des höchsten Strombedarfs verlagert werden. Mit der Novellierung des EEG wurden die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen, unter denen Betreiber von Biogasanlagen mit der bedarfsgerechten Stromerzeugung ihre Gewinne steigern können. Das KTBL-Heft 101 erläutert auf 60 Seiten die technischen Anforderungen, rechtlichen Rahmenbedingungen und möglichen Kosten, mit denen ein Anlagenbetreiber rechnen muss. Energieeffizienz in der Industrie Markus Blesl und Alois Kessler Springer Vieweg Berlin/ Heidelberg ISBN: 978–3–642–36514–0 79,99 Euro Das vorliegende Buch quantifiziert die Potenziale für mehr Energieeffizienz in der Industrie anhand technologie- und branchenbezogener Analysen. Ausgehend von den methodischen Grundlagen werden im ersten Teil die strom- und wärmebasierten Querschnittstechnologien und -prozesse anhand zahlreicher Anwendungsbeispiele erör- tert. Neben klassischen Themen wie beispielsweise Beleuchtung oder Wärmerückgewinnung werden auch bisher weniger beachtete Prozesse wie die Trocknung oder die Lackierung erfasst. Der zweite Teil ist der energieintensiven Metallerzeugung und -verarbeitung, der Herstellung der nichtmetallischen Werkstoffe Zement und Glas sowie der Che- mie-, Papier- und Lebensmittelindustrie gewidmet. Beide Teile werden abschließend in einen größeren energie- und volkswirtschaftlichen Kontext gestellt. Die Erkenntnisse werden an vielen Stellen zuChecklisten verdichtet und schließlich inder Gesamtschau amEnde zuallgemeingültigen Empfehlungen zusammengefasst. UmweltMagazin Januar/Februar 2014 59

SERVICE Umweltmärkte Bild: Rosel Eckstein/Pixelio Schweden investiert in die Abwasserentsorgung In den vergangenen Jahren musste Schweden eine Reihe von Kläranlagen nachrüsten –vor allem zur biologischen Reinigung, daesnach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs imOktober 2009 den in kommunalen Abwässern enthaltenen Stickstoff gemäß der Richtlinie 91/271/EWG bei der Behandlung nicht ausreichend entfernt hatte. In diesem Jahr konnten die Modernisierungen an einigen Klärwerken abgeschlossen werden; weitere werden folgen. Nachdem die Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen an den Klärwerken inAlingsas, Habo, Karlskoga und Nyköping noch in dem Jahr abgeschlossen werden konnten, sind nun noch entsprechende Investitionen an den Abwasserreinigungsanlagen inden Gemeinden Katrineholm und Värnamo erforderlich. So starteten im vergangenen Februar größere Umbauarbeiten an der Kläranlage Rosenholm, der größten in der Gemeinde Katrineholm. Die vorbereitenden Erdarbeiten, andenen auch die Subunternehmen Bygg och Schakt und Ferroweld beteiligt sind, stehen unter der Leitung des lokalen Bauunternehmens Tegelstaden Bygg. Das etwa 60 Jahre alte Abwasserbehandlungswerk verfügt zwar über Anlagen sowohl zur mechanischen als auch biologischen Abwasserreinigung, doch müssen beide modernisiert werden. Die chemische Reinigungsstufe wird um neue Anlagen zur Schlammbehandlung erweitert. Die Kosten für die Um- und Neubauten, dieimSommer dieses Jahres fertig werden sollen, betragen insgesamt rund 12,2 Millionen Euro. Ein neues Klärwerk baut die südschwedische Kleinstadt Värnamo westlich des Stadtzentrums. In diesem Zusammenhang errichtet sie auch eine neue Pumpstation sowie neue Maschinengebäude. Vorgesehen sind dafür unter anderem eine Anlage zur anaeroben Vergärung und Nachklärbecken, in denen Stickstoff- und Phosphorverbindungen aus Klärschlämmen in mehreren biologischen Stufen weitgehend entfernt werden. Inklusive Bau aller Anschlussleitungen soll sich die Investition auf rund 45 Millionen Euro belaufen. Generalauftragnehmer ist das norwegische Bauunternehmen AFGruppen ASA. Die Bauarbeiten führt dessen Tochtergesellschaft AFBygg Syd AB aus. Die Kläranlage ist für eine Kapazität von 10 500 Kubikmeter pro Tagausgelegt und soll im Februar 2015 eröffnet werden. Auch nordschwedische Kommunen investieren Der im vergangenen Jahr begonnene Umbau der Kläranlage auf der Insel Ön in Umea geschieht hingegen unabhängig vom Urteildes Europäischen Gerichtshofs. Denn die Aufforderung, mehr Stickstoff aus kommunalen Abwässern zu entfernen, bezieht sich nicht auf Klärwerke nördlich von Gävle, sondern nur auf die im südlichen Landesinneren. Reinigungsleistung und Kapazität des 40 Jahre alten Klärwerks in der knapp 118000 Einwohner zählenden Stadt am Bottnischen Meerbusen sind jedoch nicht mehr zeitgemäß. Da die Anlage imJahr nur rund 13 Millionen Kubikmeter Abwasser mit etwa 60 UmweltMagazin Januar/Februar 2014

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