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1/2 | 2014

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NACHRICHTEN ecoprog

NACHRICHTEN ecoprog Kraft-Wärme-Kopplung in der Brauerei Trotz des KWK-Booms in Deutschland verfügen über 70 Prozent aller großen Brauereistandorte noch nicht über eine eigene Anlage zur Kraft- Wärme-Kopplung (KWK). Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von über 850 Brauereistandorten in Deutschland durch das Kölner Beratungsunternehmen ecoprog. Der Markt für Anlagen zur Kraft- Wärme-Kopplung in Deutschland boomt. ImJahr 2012 wurden über 5500 solcher Anlagen neu in Betrieb genommen. Das ist mehr als jemals zuvor. Die gesetzliche Förderung von KWK-Strom ist nur ein Grund Newsletter-Abonnement für dieses Wachstum. Ein mindestens ebenso wichtiger Faktor sind die steigenden Kosten für Elektrizität aus dem öffentlichen Netz, insbesondere als Folge einer weiter ansteigenden EEG- Umlage. Der KWK-Strom ist von dieser Umlage befreit. Je stärker die Ökostrom-Umlage steigt, desto interessanter wird der Betrieb einer KWK-Anlage. Gleichzeitig fallen bei dieser Art, anders als beim Strom aus dem Stromnetz, keine Netzkosten an. Auch diese sollen im Zuge des Netzausbaus in Zukunft deutlich wachsen. Die Große Koalition hat kürzlich beschlossen, einigen Branchen Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie jeden Donnerstag aktuelle Informationen rund um das Thema Umwelttechnik. Abonnieren Sie ihn unter www.umweltmagazin.de/umwelt/newsletter.php. zukünftig die Befreiung von der EEG-Umlage zu verweigern. Das wird den Markt abermals anheizen. Brauereien eignen sich im besonderen Maße als Standort für KWK-Anlagen. Sie verfügen über einen kontinuierlichen Wärmebedarf, etwa beim Mälzen oder bei der Würzekochung. Auch bei der Gärung oder der Flaschenreinigung wird Wärme gebraucht. Dieser Bedarf ist die Voraussetzung für den effektiven Betrieb einer KWK-Anlage. Daher hat ecoprog rund 860 Brauereistandorte in Deutschland untersucht. Davon wurden 190 wegen ihrer Mitarbeiterzahlen und Produktionsmengen als größere Standorte identifiziert und im Hinblick auf ihren Energiehaushalt befragt. Das Ergebnis: Nur etwa 20Prozent dieser großen Brauereien erzeugen am Standort Eigenstrom mit einer KWK-Anlage. Über 70 Prozent der Standorte sind somit noch nicht mit KWK-Anlagen besetzt. Allerdings werden bereits an einigen Standorten neue Anlagen geplant oder bereits gebaut. www.ecoprog.com Bild: Thomas Stallkamp/Pixelio Wirtschaftsticker >>> Die Veolia Umweltservice West GmbH verkauft ihre Geschäftsanteile ander Entsorgungsgesellschaft Mainz mbH an die Remondis GmbH, Mannheim. Im Zuge der Neuausrichtung ihres Vertrags- und Standortportfolios überträgt das Unternehmen auch alle damit verbundenen vertraglichen Lieferverpflichtungen. Gleichzeitig gibt es die Betriebe in Darmstadt, Koblenz und Ennigerloh an Remondis ab. Die Verträge wurden Ende November unterzeichnet, ein möglichst schneller Betriebsübergang wird angestrebt. Die gesamte Transaktion steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes. www.veoliaumweltservice.de >>> Siemens hat vom US-Energieversorger Mid- American einen Auftrag über die Lieferung von 448 Windenergieanlagen erhalten. Mit einer Gesamtleistung von 1050 Megawatt ist dies der größte Auftrag, der bislang für die Windkraft an Land erteilt wurde. Die Windturbinen mit einer Leistung von 2,3 Megawatt und einem Rotordurchmesser von 108 Metern werden in fünf Projekten im US-Bundesstaat Iowa zum Einsatz kommen. Siemens übernimmt zudem den Service und die Wartung der Anlagen. www.siemens.com >>> Im Jahr 2013 hat die Wörrstädter juwi- Gruppe ihre Position als Deutschlands führender Projektentwickler im Bereich Onshore-Windkraft weiter ausgebaut: Das Unternehmen hat hierzulande rund 120 Windkraft-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 350 Megawatt installiert. Der Marktanteil der juwi- Gruppe an der 2013 neu installierten Leistung dürfte somit auf über 10 Prozent angestiegen sein. www.juwi.de >>> Zum Jahreswechsel hat Endress+Hauser neue Sales Center in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie inAlgerien gegründet. Das Schweizer Unternehmen wird von nun an mit zwei Büros anden Standorten Abu Dhabi und Dubai amMarkt präsent sein. Das neue Unternehmen ist auch mit Ressourcen für Kundendienst, Ingenieursleistungen und Projektmanagement ausgestattet. Im ebenfalls neu gegründeten Sales Center in Algerien wird sich das Team vor allem umKunden aus der Öl- und Gasbranche des Landes kümmern. www.endress.com 8 UmweltMagazin Januar/Februar 2014

Köpfe Jochen Flasbarth (52), der bisherige Präsident des Umweltbundesamts, ist seit Dezember vergangenen Jahres mit den Aufgaben des Staatssekretärs im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit betraut. Bis zur Ernennung eines Nachfolgers übernimmt UBA-Vizepräsident Dr. Thomas Holzmann die Geschäfte des Amts. Seit dem 1. Januar 2014 ist Thomas Hülsmann (51) neuer Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft PVC und UMWELT e.V. (AGPU). Neben dieser Funktion übernimmt er auch die Leitung der PVCplus Kommunikations GmbH in Bonn. Am 6. Januar hat Bernd Ranneberg (52) die Verantwortung als Sprecher der Gruppengeschäftsführung der Unternehmensgruppe Tönsmeier in Porta Westfalica übernommen. Die Aufgabenverteilung innerhalb der Gruppengeschäftsführung bleibt davon unberührt. Ranneberg wird die Bereiche „International“ und „Verwertung Europa“ übernehmen. Nach 19 Jahren ander Spitze von Endress+Hauser ist der bisherige CEO Klaus Endress (65, Bild links) zum 1.Januar 2014 in den Verwaltungsrat der Gruppe gewechselt. Neuer Chef wird Matthias Altendorf (46), bislang Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für Füllstand- und Druckmesstechnik im süddeutschen Maulburg. dena Projekte für die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz ausgezeichnet Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat drei vorbildliche Projekte für die Einspeisung von Biogas indas Erdgasnetz ausgezeichnet: Die „Biogaspartnerschaft des Jahres 2013“ ging andie Biothan GmbH als Betreiber der Biomethananlage Großenlüder „Am Finkenberg“ in Hessen. Es handelt sich hierbei um ein Tochterunternehmen der RhönEnergie Fulda GmbH, der Gas- und Wasserversorgung Osthessen GmbH und der Stadt Fulda. Die Biothan-Anlage setzt auf regionale Kreisläufe und zeichnet sich durch ein flexibles Gesamtkonzept aus, das alle Stufen der Wertschöpfungskette vereinigt. Dabei werden zu 100 Prozent organische Abfälle und Gülle verarbeitet. Den „Innovationspreis 2013“ erhielt die Volkswagen AGmit ihrem Fahrzeug „eco up!“. Umdas Marktpotenzial von Biomethan im Kraftstoffbereich zu heben, sind mehr Fahrzeuge mit Erdgasantrieb nötig. Der Kleinwagen leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Das Modell wirbt erfolgreich mit Biomethan und erhöht sodie Bekanntheit dieses Kraftstoffs. Zudem würdigt die Jury mit der Auszeichnung das Engagement des Wolfsburger Unternehmens als international sichtbares Zeichen für Biomethan und Erdgas. Zum „Biogasprodukt des Jahres“ wurde der Handelsplatz „Bioerdgas-Spotmarkt“ der westfälischen Arcanum Energy Management GmbH gekürt. Durch die Handelsplattform wird die Flexibilität und damit auch die Liquidität der teilnehmenden Marktakteure erhöht sowie die Markttransparenz gesteigert. Die Dienstleistung erleichtert auch für neue Akteure den Zugang zum Biomethanmarkt. Der biogaspartner-Wettbewerb findet jährlich im Rahmen des Projekts Biogaspartner statt, der Plattform Bild: Wilhelmine Wulff/Pixelio der dena zur Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz. Die Initiative bündelt knapp 70Akteure der gesamten Wertschöpfungskette Biomethan und unterstützt sie in ihren Aktivitäten zur Marktgestaltung. www.dena.de UmweltMagazin Januar/Februar 2014 9

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