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Nachrichten GVM

Nachrichten GVM Verwertung von Aluminiumverpackungen steigt weiter Die Verwertungsmenge gebrauchter Aluminiumverpackungen hat im Jahr 2013 nochmals zugelegt. Von den im deutschen Markt eingesetzten 98 300 Tonnen Aluminiumverpackungen wurden 87 500 Tonnen stofflich verwertet, wie die GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH, Mainz, in einer aktuellen Studie ermittelt hat. Dies entspricht einer Recyclingrate von 89 Prozent. Die GVM ermittelt jährlich das Aufkommen und die Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland – auch im Auftrag des Umweltbundesamtes, Berlin. Die Verwertungsmengen der verschiedenen dualen Systeme sowie die Rückführung gebrauchter Verpackungen über sonstige Organisationen und Erfassungswege werden berücksichtigt. Beim Recycling von Aluminium können bis zu 95 Prozent der für die Primärerzeugung notwendigen Energie eingespart und damit wertvolle Rohstoffe und Ressourcen geschont werden. Auch der Beitrag zum Klimaschutz durch die Rückgewinnung des Metalls aus Verpackungen ist beträchtlich. Basierend auf den jetzt erreichten Verwertungsmengen betragen die jährlichen Einsparungen von Treibhausgasen nach Berechnungen der DAVR mehr als 420 000 Tonnen CO 2 -Äquivalente. Aufwendungen für Sammlung, Aufbereitung und Recycling sowie auftretende Materialverluste wurden berücksichtigt. Das entspricht dem gesamten Treibstoffverbrauch von über 15 000 in 2014 neu zugelassenen Autos auf Deutschlands Straßen über deren komplette Lebensdauer alleine aus dem Recycling von gebrauchten Aluminiumverpackungen. Basis der Berechnungen waren Verbrauchsdaten des Kraftfahrzeug-Bundesamtes sowie die in 2013 aktualisierten Ökobilanzdaten für Aluminium. www.aluinfo.de Bild: Grey59/Pixelio Europa – kurz notiert >>>Das Europäische Parlament und Vertreter der EU- Mitgliedstaaten haben sich auf Regelungen zur Kraftstoffeinsparung und Erhöhung der Sicherheit von Lkw geeinigt. Auf Druck der Automobilindustrie gelten sie allerdings erst ab 2022. Die neuen Standards sollen den Kraftstoffverbrauch und die Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer verringern. Der europäische Umweltverband Transport & Environment fordert zusätzlich verpflichtende Kraftstoffeffizienzregeln für Lkw. Denn obwohl diese in Europa nur 3 Prozent der Fahrzeuge ausmachen, stoßen sie 25 Prozent der CO 2 -Emissionen des Verkehrs aus. >>>Das Europäische Umweltbüro hat seine Einschätzung zu den umweltpolitischen Ergebnissen der endenden italienischen Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union veröffentlicht. Es bewertet sie positiv bei Kreislaufwirtschaft und gentechnisch veränderten Organismen und negativ bei Energie und Regierung. >>>Die neue EU-Kommission will das Luft- und Abfallpaket zurückziehen. Die Reaktionen der EU-Mitgliedstaaten und der Zivilgesellschaft, aber auch von Teilen der Industrie, waren negativ und von offener Kritik geprägt. Als „absolute Priorität“ bezeichneten die 28 EU-UmweltministerInnen die EU- Gesetzgebungen im Abfallund Luftbereich. Die Aussetzung der Pakete setze ein negatives Signal an die globale Gemeinschaft, den Klimawandel zu bekämpfen. Zudem verstehen einige Minister nicht, wieso die Kommission sich Wachstum und Jobs zum Ziel schreibt und dann Maßnahmen aussetzt, die genau dies erreichen könnten. In einem Brief fordern die Minister die Kommission auf, die Pakete so zu lassen wie vorgesehen. >>> Ein Verbot von Mikroplastik und die Verpflichtung auf nachhaltiges Palmöl sind die primären Neuerungen der Mitte Dezember des vergangenen Jahres in Kraft getretenen Regelungen des EU- Umweltzeichens. Diese gelten für Shampoos, Seifen und weitere Kosmetikartikel. Die EU-Kommission hat darüber hinaus neue Nanomaterialen in die Verbotsliste für ökozertifizierte Kosmetika aufgenommen. Darunter fallen Nanosilber, Parabene und Ethylendiamintetraacetat (EDTA). Auch das Verdünnungsvolumen von weiteren toxischen Stoffen wird künftig stärker reglementiert sowie die biologische Abbaubarkeit der Inhaltsstoffe gefordert. Zusätzlich gibt es stärkere Auflagen für Verpackungen, Sekundärverpackungen sind größtenteils verboten. 10 UmweltMagazin Januar - Februar 2015

Montrealer Protokoll Neue Mittel zum Schutz der Ozonschicht Die internationale Staatengemeinschaft unterstützt die Entwicklungsländer auch weiterhin in ihrem Bestreben zum Schutz der Ozonschicht. Die Teilnehmer einer internationalen Umweltkonferenz beschlossen Ende letzten Jahres, in den nächsten drei Jahren umgerechnet weitere 409,2 Millionen Euro bereitzustellen. Das Montrealer Protokoll über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen, wurde am 16. September 1987 unterzeichnet. Es ist gemeinsam mit dem ihm zugrunde liegenden Wiener Übereinkommen das erste universelle internationale Umweltabkommen und wurde seit Inkrafttreten mehrfach verschärft. 20 Prozent der Beiträge an den Multilateralen Fonds dürfen von Geberländern wie Deutschland durch eigene bilaterale Projekte in Entwicklungsländern erbracht werden. Davon macht die Bundesregierung seit 1996 Gebrauch und kann so gezielt bewährte, in Deutschland und Europa entwickelte Technologien fördern, die weder die Ozonschicht noch das Klima schädigen. Seit 1991 haben die Industrieländer bereits mehr als 2,4 Milliarden Euro in den Fonds eingezahlt. 148 Entwicklungs- und Schwellenländer haben Hilfen aus dem Fonds erhalten. Der deutsche Beitrag in Höhe von knapp 10 Prozent wird aus dem Haushalt des Entwicklungsministeriums bereitgestellt. Das von allen UN-Mitgliedern gezeichnete Montrealer Protokoll, für das in Deutschland das Bundesumweltministerium zuständig ist, gilt als erfolgreichstes internationales Umweltabkommen. Forschungsergebnisse, die auf der Konferenz vorgestellt wurden, belegen, dass die Bemühungen der Staatengemeinschaft wirken und die Ozonschicht voraussichtlich bis zur Mitte des Jahrhunderts wieder den Stand der 1980er Jahre erreichen wird. Es hat Die atmosphärische Konzentration der Treibhausgase Kohlendioxid und Lachgas stieg zwischen 1979 und 2010 stetig an. Nach einer kurzzeitigen Stagnationsphase nimmt die Methankonzentration seit 2006 erneut zu. Das Anwachsen der FCKW/FKW-Konzentration verlangsamte sich nach 1989, inzwischen ist eine Abnahme eingetreten. einen großen Beitrag zum Klimaschutz geleistet, weil die geregelten ozonschichtschädigenden Stoffe, größtenteils gleichzeitig stark wirksame Treibhausgase sind. Zentrales Ergebnis der diesjährigen Konferenz waren Beschlüsse zur Wiederauffüllung des Multilateralen Fonds des Montrealer Protokolls, aus dem Entwicklungs- und Schwellenländer bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen zum Ausstieg aus der Produktion und der Verwendung ozonschichtschädigender Stoffe unterstützt werden. www.bmub.bund.de Grafik: US Govt – NOAA Grüner Klimafonds Beitrag zum weltweiten Klimaschutz Der Grüne Klimafonds wird mit umgerechnet rund 7,4 Milliarden Euro einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz in den Entwicklungsländern leisten können. Weitere Staaten haben ihre Zusagen für Ende des Jahres angekündigt. Das ist das Ergebnis der internationalen Geberkonferenz in Berlin. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks werteten das Ergebnis als „Zeichen, dass die Welt beim Klimaschutz zusammenhält“. Es mache Mut für die anstehenden Verhandlungen über ein weltweites Klimaschutzabkommen. Die Einrichtung des Grünen Klimafonds wurde auf der Klimakonferenz 2010 in Cancún beschlossen. Mit den nun zugesagten Beiträgen ist er der größte multilaterale Klimafonds und zentraler Baustein der internationalen Klimafinanzierung. Ziel ist es, Entwicklungsländer – vor allem die armen und verletzlichen – auf ihrem Weg hin zu einer emissionsarmen und klimaresilienten Entwicklung zu unterstützen. Dazu wird der Fonds Zuschüsse und Kredite sowohl für Minderungs- als auch für Anpassungsmaßnahmen bereitstellen. Er soll außerdem dabei helfen, auch private Investitionen in Klimaschutz zu mobilisieren. Die Internationale Geberkonferenz 2014 Geberkonferenz war die dritte und entscheidende Runde zur Erstauffüllung des Fonds. 32 Staaten nahmen an ihr teil. Für die Bundesregierung hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits beim Petersberger Bild: Ralf Rühmeier Klimadialog im Juli des vergangenen Jahres einen Beitrag von 750 Millionen Euro angekündigt. Deutschland war damit der erste Geberstaat für den Grünen Klimafonds. www.bmub.bund.de UmweltMagazin Januar - Februar 2015 11

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