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1/2 | 2015

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Special Kreislaufwirtschaft/Recycling Hersteller, Entsorger und Verwerter stehen in der Verantwortung, Stoffkreisläufe zu schließen und Ressourcen nachhaltig zu behandeln. Als Spezialist für die nachhaltige Rückführung und Verwertung jeglicher Kunststoffe und Kunststoffverpackungen schließt die RIGK GmbH eine wichtige Lücke. Seit Neuestem schließt das auch den Bereich Nicht-Verpackungen in der Landwirtschaft mit ein. Industrie zeigt Produktverantwortung Claudia Hoese RIGK steht als verbindendes Glied zwischen den Beteiligten und sieht seine Aufgabe darin, diese zu entlasten: vom Sammeln bis hin zur Verwertung der Abfälle. Acht zertifizierte Systeme und individuelle Dienstleistungen bieten passgenaue Lösungen für die Ansprüche und Anforderungen der verschiedenen Märkte und Industrien. Kunden und Lizenznehmer können sicher sein, dass RIGK die Pflichten und Auflagen der deutschen Verpackungsordnung, die im Oktober 2014 wieder eine Novellierung erfahren hat, sicher und nachhaltig erfüllt. Das bietet für RIGK- Zeichennutzer aus Industrie und Gewerbe überzeugende Vorteile: > rechtskonforme sowie flächendeckende Rücknahme und Verwertung von gebrauchten Kunststoffverpackungen von ihren Kunden, > Konzentration auf die Kernkompetenz der unternehmerischen Tätigkeit, > Rechtssicherheit, da alle gesetzlichen Vorgaben einschließlich der notwendigen Dokumentation und Nachweispflicht erfüllt werden und > Imagegewinn durch den Nachweis nachhaltigen Handelns. Treibhausgas-Emissionen reduzieren Wer die Hersteller getragenen, industriellen Rücknahmesysteme nutzt, betreibt aktiven Umweltschutz und trägt die Verantwortung für sein Produkt. Konkret bedeutet das: Die Umweltauswirkungen von Produkten, Prozessen und Dienstleistungen werden über den gesamten Entsorgungsweg – von der Annahme über das Verpressen bis zur Verwertung – erfasst und bewertet. Unter anderem werden in der Ökobilanz nach ISO 14040 und 14044 die tatsächlichen CO 2 -Emissionen, der Carbon Footprint der Packmittelrücknahme, bilanziert. Durch verantwortungsbewusstes Sammeln und Verwerten von Kunststoffabfällen wird dieser deutlich reduziert. RIGK Musterzertifikat Bilder: RIGK Zeichennutzer von RIGK erhalten als Zeichen der Anerkennung am Jahresende Klimaschutz-Zertifikate. Hier sind die im jeweils vergangenen Jahr erreichten CO 2 -Einsparungen ausgewiesen, die auf eine entsprechende Anzahl von Bäumen umgerechnet werden. So wird veranschaulicht, wie viel Treibhausgas diese binden und das Unternehmen einspart beziehungsweise gar nicht erst verursacht hat. Im Namen der Verantwortung: Responsable Care Seit über 20 Jahren handelt die chemische Industrie nach dieser freiwilligen Initiative verantwortlichen Handelns, in der Sicherheit sowie Schutz von Mensch und Umwelt der Kern des Responsible Care Programms sind. Hierzu gehören die Reduzierung von Abfällen während der Produktion sowie die umweltbewusste Entsorgung der Verpackungen. Seit 2000 nimmt RIGK mit seinem ergänzenden RIGK-G(efahrstoff)-SYSTEM verschiedene Verpackungstypen, wie zum Beispiel Foliensäcke, FIBCs, Kanister und Fässer zurück. Diese werden energetisch verwertet, die in den Kunststoffen enthaltene Energie wird zur Erzeugung von Strom, Dampf und Fernwärme genutzt. Dabei verfügen alle genutzten Anlagen über die notwendigen gesetzlichen Genehmigungen und erfüllen die Voraussetzungen der energetischen Verwertung im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG). 16 UmweltMagazin Januar - Februar 2015

ERDE – Rohstoff ist Wertstoff Seit April 2014 ist das Rücknahmekonzept für Erntekunststoffe am Markt: ERDE – Erntekunststoffe Recycling Deutschland. In der Landwirtschaft werden große Mengen Silagestretchfolien, Flachsilofolien, Unterziehfolien und weitere Kunststoffprodukte eingesetzt. „Gerade in einer so naturbezogenen Branche ist es naheliegend, dass Produkte, die für die Landwirtschaft eingesetzt werden, die Umwelt nicht belasten dürfen“, betont RIGK-Geschäftsführer Markus Dambeck. „Für eine nachhaltige Agrarwirtschaft und ressourcenschonendes Arbeiten haben Mitglieder der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. (IK) gemeinsam die Initiative für den Umweltschutz ergriffen und ERDE gegründet.“ Dies steht ganz im Sinne der Herstellerverantwortung, die sich durch nachhaltiges Handeln auszeichnet. Vor dem Hintergrund, dass in der deutschen Landwirtschaft mehrere 10 000 Tonnen verschiedener Kunststoffprodukte eingesetzt werden, ist diese Übernahme von Verantwortung umso bedeutender. So funktioniert der Recyclingkreislauf: Erst einmal werden die Erntekunststoffe an einer der bundesweit eingerichteten Sammelstellen abgegeben. Hier prüft ein geschulter Kontrolleur, ob die Folien frei von Fremdmaterialien wie zum Beispiel Eisen, Holz oder Reifen sind. Die gesammelten Kunststoffe werden gewaschen, zerkleinert und zu Regranulat eingeschmolzen. Das recycelte Material wird wiederum in unzähligen Kunststoffprodukten eingesetzt. Auf diesem Weg wird aus dem gebrauchten Material der Agrarwirtschaft wieder ein Wertstoff, der seinen Beitrag zur Reduzierung des Carbon Footprints leistet. 7. Novelle der Verpackungsverordnung Für Abfüller und Vertreiber hat die aktuelle Novelle der Verpackungsverordnung massive Konsequenzen: Seit dem 1. Oktober 2014 dürfen sie die Verpackungen, die sie selbst in den Verkehr gebracht haben, nicht mehr zurücknehmen und einer Verwertung zuführen. Anlass für diese Änderung waren nach Ansicht der Bundesregierung Missbrauch und Umgehung einzelner Regelungen. So erklärten einige Systembetreiber riesige Abfallmengen auf dem Papier einfach zu Eigenrücknahme-Abfall um. Dem Einhalt zu gebieten und faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, war Ziel der Novelle. Man ist sich darüber einig, dass dies nur eine Etappe auf dem Weg zu einem wirkungsvollen Wertstoffgesetz sein kann. Für Kunden von RIGK verändert sich nichts, da sich die Änderungen der Novelle auf § 6 für private Haushalte und gleichgestellte Anfallstellen beziehen. RIGK-Kunden haben rechtskonforme Zeichennutzungsverträge und sind als Lieferanten an das Gewerbe (§§ 7 und 8) aktuell nicht betroffen. Zukunft verlangt nach intelligenten Lösungen Verpackungen und Gegenstände aus Kunststoff haben längst einen beträchtlichen Anteil auf dem Markt. Und dieser wird in Zukunft wachsen. Umso dringlicher sind Lösungen gefragt, die die Materialien recyceln, anstatt sie zu entsorgen. So ist aktuell der Entwurf eines Wertstoffgesetzes zur Ablösung der Verpackungsverordnung im Gespräch. Verpackungen und andere Wertstoffe bieten noch viel Potenzial für umweltfreundliche und wirtschaftliche Lösungen. Claudia Hoese, RIGK GmbH, Wiesbaden, hoese@rigk.de UmweltMagazin Januar - Februar 2015

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