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1/2 | 2015

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Special Kreislaufwirtschaft/Recycling Wachstumsmarkt Metallrecycling In den vergangenen Jahren wurden die Weichen für die Entwicklung des Recyclingsektors von einem Nischenmarkt hin zu einem Zukunftsmarkt gestellt. Immer mehr Länder stehen unter Zugzwang, ihre Umweltpolitik zukunftsorientierter und ressourcenschonender zu gestalten. Einer, der diese Entwicklung durch seine Innovationen und Techniken stark mit geformt hat, ist Norbert Hammel. Unter seiner Leitung wuchs die Arjes GmbH innerhalb von sieben Jahren von einem Kleinunternehmen zu einem mittelständischen Unternehmen mit 100 Mitarbeitern an. Franziska Hilz Auf der Grundlage von über 25 Jahren Erfahrung auf dem Markt der Zerkleinerungsmaschinen, gründeten Tetyana und Norbert Hammel im Jahr 2007 die Arjes GmbH. Damals begannen 19 Mitarbeiter im thüringischen Leimbach, mit dem Ziel vor Augen, den Recyclingsektor durch innovative Konzepte effizienter zu gestalten und somit ein wirtschaftlicheres Arbeiten zu ermöglichen. Vorteil Innovationskraft Im Zuge des steigenden Umweltbewusstseins sowie der stärkeren Nachfrage für entsprechende Technik und den sich daraus ergebenden Ertragschancen, ist im Recyclingbereich eine immer höhere Konkurrenzdichte zu verzeichnen. Gerade dieses enorme Wachstum kurbelt den Wettbewerb zwischen bereits bestehen Unternehmen untereinander und den Neugründungen in massiven Maße an. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und die eigene Stellung auf dem Markt zu etablieren, setzt die Arjes GmbH auf Innovationen, welche einen hohen Grad an technischer und ökonomischer Effizienz bieten und somit den Abnehmern große Vorteile sichern. Diesen Vorsprung durch Neuerungen konnte die Arjes GmbH bereits ein Jahr nach Gründung des Unternehmens, durch den ersten Zerkleinerer mit mechanischem Direktantrieb auf den Markt, unter Beweis stellen. Mit dem Raptor XL gelang es Biomasse, Altholz, Wurzelstämme und Grünschnitt auf effizientem Weg mit einer sehr hohen Durchsatzleistung zu zerkleinern. Kundenbedürfnisse im Fokus Derzeit führt die Arjes GmbH in ihrem Produktportfolio acht verschiedene Maschinentypen, welche alle auf die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse zugeschnitten werden können. Die VZ 750, beispielsweise, besticht als Alleskönner. Sie ist sowohl für Grünschnitt, als auch für Plastik, Hausmüll und Schrott geeignet. Zerkleinern und Absieben in einem Schritt hingegen wird durch den BioMaster ermöglicht. Er wurde als All-in-One-Lösung für Kommunen und Unternehmen mit Heizkraftwerken entwickelt. Die VZ 850 und VZ 950 sind jeweils Erweiterungen dieses Systems mit noch leistungsstärkeren Motoren für die Aufbereitung von Material mit gehobenem Anspruch. Wachstumsmarkt Metallrecycling Die Metallrecyclingbranche hat sich in den letzten Jahren zu einer der wachstumsstärksten Märkte entwickelt. Dies spiegelt sich auch in dem stetig zunehmenden Sektor des Maschinenbaus wieder. Allein in Thüringen gibt es derzeit vier verschiedene Hersteller für Zerkleinerungs- und Separationstechnik. Dass trotz dieser Entwicklung die Qualität der Produkte nicht auf der Strecke bleiben darf, demonstriert die Arjes GmbH. Gerade Metall ist einer der am schwersten zu zerkleinernden Materialien. 20 UmweltMagazin Januar - Februar 2015

Die Anlage bei Iral besteht aus einer stationären V Z950 E, einer Metallvorsortierung und einem NE-Abscheider. VZ 950 E Praxisbeispiel: Zerkleinerung von Autokarossen Auf die Lösungen von Arjes setzt auch das Unternehmen Iral aus dem nordrhein-westfälischen Inden-Pier (Raum Aachen). Iral setzt die Arjes-Lösungen primär für die Zerkleinerung von Autokarossen und Industriemaschinen mit Verwertungsnachweis ein. Auf über 18 000 m² werden täglich mehrere hundert Autos zerlegt. In Inden-Pier wurde eine Anlage errichtet, die aus einer stationären VZ 950 E, einer Metallvorsortierung und einem NE-Abscheider besteht. Über mehrere Abzugs- und Förderbänder sind alle Komponenten miteinander verbunden. Das Herzstück der Anlage, die VZ 950 E zerkleinert in knapp 3 Minuten ein Auto. Über das Austragsband wird das vorzerkleinerte Material zur Metallvorsortierungsanlage befördert. Die speziell entwickelte Sortiermaschine trennt das Überkorn, FE-Material sowie NE-Material voneinander. Das zerkleinerte Material fällt auf eine Vibrorinne mit Stangensieb. Zu große Teile werden über ein Rückführband zurück zur VZ 950 E transportiert und durchlaufen den Prozess erneut. Die kleineren Teile fallen durch die Stangen des Siebes auf das Zuführband und werden zur Magnettrommel weiter befördert, anschließend wird das NE- vom FE-Material durch den Magneten getrennt. Über ein Steigeband wird das FE-Material abgeworfen und die NE-Materialen Karosseriezerkleinerung werden zum NE-Abscheider befördert, welcher wertvolles Kupfer von Kunststoffresten trennt. So wird ein gesamtes Auto durch Messer und Reißer in viele kleine Fragmente zerlegt und wiederverwertet. Navid Biazar, einer der Geschäftsführer von Iral, ist rundum zufrieden mit der Wahl seiner Anlage. „Der Zerkleinerer liefert genau die erwartete Leistung von 20 Autos pro Stunde, eine Maschine, auf die Verlass ist.“ Dritte Welle Die Zerkleinerer haben alle eines gemeinsam: das Zweiwellensystem mit der patentierten T-Messerform, die noch weiter verbessert wurde. Als ebenso simpel wie effektiv könnte die Idee der dritten Welle bezeichnet werden. Bilder: Arjes Trichterförmig stehen die drei Wellen des Arjes TriStar aufeinander. Die T-Messer der drei Werkzeugwellen greifen ineinander und sorgen so dafür, dass selbst härtestes Material mit hoher Präzision zerkleinert wird. Ideal um aufbereitetes Material schnell und ohne Umwege an nachgeschaltete Prozesse zur Weiterverarbeitung zu übergeben. So kann beispielsweise wickelbares Material ohne Probleme zerkleinert werden, Fischernetze verfangen sich nicht mehr in den Wellen, wodurch sie diese nicht mehr zum reversieren oder stoppen gebracht werden können. Franziska Hilz, Arjes GmbH, Leimbach, info@arjes.de UmweltMagazin Januar - Februar 2015 21

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