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1/2 | 2015

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Organschaften

Organschaften Veranstaltungsankündigung Umwelt- und Nachhaltigkeitsforum Am 24. März 2015 lädt der VNU in die IHK Frankfurt am Main erstmalig zum Umwelt- und Nachhaltigkeitsforum ein. Die Nachfolge-Veranstaltung des Umwelt-Manager-Tages ergänzt das bisherige Angebot um Vorträge zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement. Dazu stellen Referenten aktuelle Entwicklungen und Best-Practice-Beispiele vor. Den Auftakt der Veranstaltung bildet ein Vortrag von Dr. R. Schmidt, Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee e.V., über die möglichen Auswirkungen der CSR-Richtlinie 2014/95/EU auf die nichtfinanziellen Berichtspflichten in einem Unternehmen. Auf dem Programm stehen weiterhin Vorträge zur Revision der ISO 14001, zur weltweit harmonisierten Kennzeichnung von Gefahrstoffen, zu den aktuellen Entwicklungen im Energiemanagement sowie zu den Anforderungen an Kälte- und Klimaanlagen mit der Handhabung von F-Gasen. Anlässlich der geänderten Veranstaltungsausrichtung wird an das Umweltund Nachhaltigkeitsforum ein Festvortrag Bild: IHK Frankfurt am Main Kontakt Verband für Nachhaltig keits- und Umweltmanagement (VNU) e.V. Geschäftsstelle c/o Christina Geiger Am Hangelstein 8 65812 Bad Soden Tel.: 0700/86811-223 Fax: 0700/86811-224 vnu@vnu-ev.de www.vnu-ev.de im Rahmen einer Abendveranstaltung anschließen. Hierfür konnte als Festredner Andreas Huber, Deutschen Gesellschaft Club of Rome, gewonnen werden. Durch die Zusammenarbeit mit F. J. Radermacher verschrieb sich Huber dauerhaft dem Thema Nachhaltigkeit und der Kontakt zu Dennis Meadows inspirierte ihn, dies in Form von Impuls gebenden Vorträgen zu begleiten. Heute ist Huber der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome sowie der Global Marshall Plan Foundation. Der Club of Rome setzt sich unter dem Motto „Think global, act local“ für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft ein. Nach dem Vortrag bietet ein Get-Together die Möglichkeit, sich mit anderen Teilnehmern und den Rednern auszutauschen. Am Vormittag des selben Tages findet die VNU-Mitgliederversammlung statt. Entwicklung von EMAS Zwischenergebnisse der Evaluierungsstudie Vor der geplanten Fertigstellung der EMAS Evaluierungsstudie wurden die Zwischenergebnisse einer internationalen Gruppe aus Registrierungsstellen, Industrie, Umweltgutachtern und öffentlichen Organisationen im Oktober 2014 in Brüssel vorgestellt. Teilgenommen haben auch zwei Vorstände des VNU. In der Studie wurden rund 500 Rückmeldungen von EMAS-Organisationen ausgewertet. Betrachtet wurden unter anderem Beweggründe und Barrieren für oder gegen eine EMAS-Einführung, der Zusammenhang zwischen Investitionen und Innovationen, behördliche Erleichterungen sowie der Vergleich mit den Ergebnissen einer früheren Studie. Ergebnisse waren unter anderem, dass EMAS zur langfristigen Verbesserung der Umweltleistung und als Risikomanagementsystem genutzt wird, und die teilnehmenden Organisationen hohe Innovationskraft aufweisen. Diese zeigen sich auch zufrieden mit ihren Umweltgutachtern. Als negativ wurde unter anderem die geringe Anerkennung von EMAS aufgeführt, zum Beispiel in Bezug auf behördliche Erleichterungen. Die Auswertung von 122 Umwelterklärungen und speziell der Kernindikatoren ergab, dass sich eine deutliche Verbesserung der Umweltleistung in Bezug auf Abfall und Wasser nicht erkennen ließ, sehr wohl aber bei Energie und CO 2 -Emissionen. Es ist zu vermuten, dass dies auch auf dem kurzen Betrachtungszeitraum von zwei Jahren beruht. Kernindikatoren sind erst seit der Revision 2009 verbindlich. In kleinen Gruppen wurden anschließend mögliche zukünftige Szenarien und Fragen unter anderem zu den Kernindikatoren, den Referenzdokumenten, dem Verhältnis zur ISO 14001, dem EMAS-Register, den Fördermaßnahmen der Mitgliedsstaaten, zur öffentlichen Beschaffung, der Bedeutung von EMAS für europäische Vorschriften und zur Verwendung des EMAS-Logos auf Produkten diskutiert. Insgesamt zeigte sich eine in vielen Punkten einheitliche Meinung der Teilnehmer und eine hohe Deckung mit den bisherigen Ergebnissen der Arbeitsgruppe EMAS-Revision des Umweltgutachterausschusses. Die beiden Vorstände des VNU sind auch dort aktive Teilnehmer. 52 UmweltMagazin Januar - Februar 2015

Betriebsbeauftragte Die unentdeckte Ressource für Klimaschutz Klimaschutzmaßnahmen in Unternehmen sind nach Auffassung des Betriebsbeauftragten-Verbandes VBU nur dann erfolgreich, wenn Mitarbeiter ganzheitlich eingebunden werden und diese Ziele selbst verfolgen wollen. Gleiches gilt aber auch für Organvertreter in den Geschäftsleitungen, denn absehbare Kostensteigerungen für Industriestrom sollten für sie Anlass genug sein, Einsparpotenziale für die betriebliche Nutzung von Energie zu suchen und geeignete Maßnahmen zur ihrer Verwirklichung zu definieren. Da die Entwicklung von Klimaschutzmaßnahmen in den Unternehmen häufig hierarchisch geprägt und von der Geschäftsführung entschieden wird, empfiehlt der VBU seinen Mitgliedern, neben der Belegschaft auch die zuständigen Organe im Rahmen ihrer gesetzlichen Initiativ- und Hinwirkungspflichten zur Einführung umweltfreundlicher Verfahren mit dem Ziel einer Vermeidung oder Verminderung von Umweltbelastungen einzubinden und zur Einrichtung eines wirksamen Energiemanagements aufzufordern, damit die Thematik in den Betrieben ankommt. Ist die Unternehmensleitung für dessen Einführung gewonnen, wird es dann weitere Aufgabe der Beauftragten sein, die für Klimaschutzaktivi- Kontakt Verband der Betriebsbeauftragten (VBU) e.V. Jörg ten Eicken Alfredstraße 77-79 45130 Essen Tel.: 0201/95971-15 Fax: 0201/95971-29 info@vbu-ev.de www.vbu-ev.de Bild: Petra Bork/Pixelio täten erforderlichen Maßnahmen und Verhaltensänderungen gegenüber der Belegschaft zu vermitteln und so verständlich zu machen, dass sie dort verinnerlicht und umgesetzt werden. Schließlich sind es die Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz, interne Prozesse und Produktionsabläufe im Unternehmen kennen und daher Ideen für Optimierungsmöglichkeiten haben, die dem Klimaschutz dienen. Mit einer erfolgreichen Einbindung von Geschäftsleitung und Belegschaft in die Klimaschutzaktivitäten, so der VBU, werde sich dieses Potenzial dann am besten nutzen lassen. Umweltkommunikation Beauftragte als Unternehmensbotschafter Unternehmen, die die Verbesserung ihres betrieblichen Umweltschutzes fördern, können darüber Mehrwerte generieren. Dies ist aber nur bei einer qualitativ hochwertigen Kommunikation möglich. Die Teilnahme an einem Öko-Audit nach EMAS oder die Einrichtung eines internationalen Umweltmanagementsystems nach DIN ISO 14001 ff. sind beispielsweise für Insider geläufige Indikatoren für ein besonderes Engagement zur Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes. Sie bilden als Standards einen roten Faden und helfen, Maßnahmen zu identifizieren, die Aktivitäten zu systematisieren und nach oder im Zuge der Umsetzung schematisch zu kommunizieren. Dabei werden Maßnahmen auf das Wesentliche konzentriert und irrelevante Themen ausgeschlossen. Allerdings werden EMAS-Auditierung und eine DIN-Zertifizierung in der Öffentlichkeit viel zu wenig wahrgenommen, weil es den Unternehmen häufig nicht gelingt, ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten erfolgreich nach außen weiterzugeben. Ihre Kommunikation muss dabei faktisch richtig und glaubwürdig sein, Transparenz schaffen und kreativ gestaltet sein. Kaum jemand anderes als die Beauftragten nach den Umweltgesetzen kennt die Situation des betrieblichen Umweltschutzes in ihren Unternehmen besser. Aus Sicht des Betriebsbeauftragtenverbandes VBU werden sie deshalb am besten für die Vermittlung des Umweltengagements geeignet sein und sollten von den Unternehmen zusätzlich zu ihren gesetzlichen Aufgaben als Ansprechpartner für die externe Vermittlung von Nachhaltigkeitsaktivitäten geschult und eingesetzt werden. Denn ihr Engagement im Umweltschutz können sie nur dann erfolgreich vermitteln, wenn sie die Balance zwischen geleistetem Engagement und der dazugehörigen Öffentlichkeitsarbeit halten. UmweltMagazin Januar - Februar 2015 53

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