Aufrufe
vor 4 Jahren

1/2 | 2015

  • Text
  • Unternehmen
  • Januar
  • Februar
  • Umweltmagazin
  • Technik
  • Einsatz
  • Anforderungen
  • Anlagen
  • Recycling
  • Wasser
  • Umwelt
  • Magazin

Medienpartnerschaft

Medienpartnerschaft Energiedienstleistungsgesetz Das Bundeskabinett hat am 5. November 2014 einen Gesetzentwurf zur Teilumsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie (2012/27/EU) beschlossen. Laut Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) werden große Unternehmen – also keine KMU – bis zum 5. Dezember 2015 und danach alle vier Jahre zur Durchführung von Energieaudits verpflichtet. Unternehmen sollten bereits jetzt aktiv werden. Kontakt Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) Rolf Henning August-Schanz-Str. 21A 60433 Frankfurt am Main Tel.: 069/95424-170 Fax: 069/95424-296 rh@dgq.de www.dgq.de Bild: Uwe Schlick/Pixelio Als Nachweis sollen Energieaudits nach DIN EN 16247/ ISO 50002 oder alternativ Energie- oder Umweltmanagementsysteme entweder nach DIN EN ISO 50001 oder nach EMAS dienen. Daneben werden künftig auch die bisher von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geförderten Energieberatungen für den Mittelstand an die Durchführung von Energieaudits nach DIN EN 16247/ ISO 50002 gekoppelt sein. Bisher haben nur wenige Unternehmen Energieaudits nach DIN EN 16247/ISO 50002 durchgeführt. Hierfür dürften vor allem zwei Gründe relevant sein: Zum einen entscheiden sich Unternehmen für das weniger aufwändige „Alternative System“ nach Anlage 2 der SpaEfV, um ihre steuerliche Entlastung zu erlangen. Zum anderen wählen Unternehmen, die ein dauerhaft wirksames Energiemanagementsystem implementieren möchten, die Norm DIN EN ISO 50001 als Regelungsgrundlage. Mit dem jetzt beschlossenen Entwurf des Energiedienstleistungsgesetzes, das laut Bundesregierung im Frühjahr 2015 in Kraft treten soll, ist künftig von einer deutlich stärkeren Nachfrage nach Energieaudits auszugehen. Welche Unternehmen sind betroffen? Die Durchführung von Energieaudits ist laut Energiedienstleistungsgesetz für alle Unternehmen verpflichtend, die kein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) sind. Fabian Loos, Trainer für Energiemanagementbeauftragte bei der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) und Senior Consultant bei der Unternehmensberatung B.A.U.M., empfiehlt den Unternehmen, bereits jetzt aktiv zu werden: „Zu den betroffenen Unternehmen zählen nicht nur die klassischen produzierenden Großunternehmen sondern auch private Krankenhäuser, Handelsunternehmen, Banken, Versicherungen sowie alle anderen nicht-produzierenden Unternehmen. Die zum vorgenannten Kreis zählenden Unternehmen sollten sich bereits jetzt über die notwendigen nächsten Schritte und Aufgaben informieren“. Die DIN EN 16247/ ISO 50002 Die DIN EN 16247/ISO 50002 legt die Anforderungen, Methoden und Ergebnisse von Energieaudits fest. Wesentliche Bestandteile sind dabei das Erfassen und die Analyse energieverbrauchender Maschinen, Prozesse und Querschnittstechnologien – etwa Beleuchtung, Lüftungsanlagen, Druckluft – sowie die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen. Die Ergebnisse der Energieanalyse fasst der Energieauditor in einem Abschlussbericht zusammen. Die Anforderungen an die Kompetenz der Energieauditoren bestehen aus der Kombination Schulung, Fertigkeiten und Erfahrung und sind in der DIN EN 16247–5 festgelegt. Die ISO 50002 (Energy Audits) wurde als internationales Äquivalent zur DIN EN 16247 im letzten Jahr veröffentlicht und wird diese mittelfristig ablösen. Mittelstandsförderung künftig auch an DIN EN 16247/ ISO 50002 gekoppelt Auch das bisher von der KfW bekannte Förderprogramm „Energieberatung im Mittelstand“, das zukünftig vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) angeboten wird, sieht seit dem 1. Januar 2015 Energieaudits nach DIN EN 16247 vor. „Geförderte Energieberatungen für den Mittelstand sind künftig ebenfalls an DIN EN 16247/ ISO 50002 gekoppelt. Durch die neuen Anforderungen profitieren die Unternehmen von einer deutlich detaillierteren Erfassung und Analyse der betrieblichen Energieströme, sodass davon auszugehen ist, weitere Effizienzpotenziale aufzudecken“, so Loos. 54 UmweltMagazin Januar - Februar 2015

Vom 24. bis 27. März 2015 wird die Messe Wasser Berlin International wieder für vier Tage zum Treffpunkt der internationalen Wasserwirtschaft. Die Fachmesse und der Kongress für die Wasserwirtschaft reflektieren als einzige spezialisierte Branchenplattform in Deutschland den gesamten Wasserkreislauf. Wasser Berlin International 2015 präsentiert sich kompakter, umfassender und strukturierter. Über 600 nationale und internationale Aussteller und mehr als 20 000 Besucher werden in Berlin erwartet. Wasser Berlin International 2015: kompakter, umfassender und strukturierter Die Hallengliederung der Fachmesse orientiert sich erstmalig am Wasserkreislauf, der durch seinen 360 °- Ansatz einerseits die Prinzipien der Nachhaltigkeit widerspiegelt und andererseits zeigt, dass Wasser Berlin International Technologien, Dienstleistungen und technische Systeme aus allen Bereichen der Wasserwirtschaft anbietet. Fachbesuchern erleichtert dies die Orientierung auf der Fachmesse. Nach der erfolgreichen Premiere der No Dig Berlin in Verbindung mit Wasser Berlin International 2013 präsentiert sich auch die zweite No Dig Berlin als Bestandteil von Wasser Berlin International. Sowohl ökonomisch als auch ökologisch stellt das sogenannte Grabenlose Bauen eine bahnbrechende Technologie beim Neubau und der Sanierung von unterirdischen Ver- und Entsorgungsleitungen aller Art dar und verbindet wirtschaftliche Effizienz mit Umweltschutz. Neu ist auch, dass auf dem Freigelände, in direkter Anbindung an die Wassergewinnungshalle, Klein- und Großbohrgeräte live gezeigt werden können. Der Kongress Der Kongress Wasser Berlin International wird 2015 erstmals in Form eines geschlossenen Hallenforums in die Fachmesse integriert und damit direkt in das Ausstellungsgeschehen eingebunden. Eine separate Kongressgebühr entfällt. Am 24. und 27. März 2015 werden in jeweils einer Session und am 25. und 26. März 2015 in jeweils zwei Sessions konzentriert aktuelle Themen aus Wasserwirtschaft, Industrie sowie Wissenschaft und Praxis sowohl regional als auch international behandelt. Daneben werden Fachforen, die die einzelnen Ausstellungsthemen inhaltlich vertiefen, in direkter Anbindung an das Messegeschehen stattfinden. Die aktuellen und brisanten wasserpolitischen Themen werden in einem zusätzlichen neuen Format unter dem Label Blue Planet aufgegriffen. Die Fachsymposien Das zweitägige No Dig Berlin-Symposium am 24. und 25. März 2015 (Raum Stuttgart, Halle 1.2) wird von der Deutschen Gesellschaft für grabenloses Bauen und Instandhalten von Leitungen e.V. organisiert und findet erstmals in Wasser Berlin International im Überblick 24. bis 27. März 2015, Messe Berlin Geöffnet: 24. bis 26. März: 9 bis 18 Uhr 27. März: 9 bis 16 Uhr Tickets: > Tageskarte online: 20 Euro > 2-Tages-Karte online: 30 Euro > Dauerkarte online: 50 Euro > Tageskarte regulär: 40 Euro > 2-Tages-Karte regulär: 60 Euro > Dauerkarte regulär: 80 Euro Verbindung mit dem Internationalen Leitungsbausymposium (ILBS) in direkter Anbindung an die Leitungsbauhalle statt. Die Fachexkursionen Der Bezug zur Praxis wird am 26. März 2015 auf der Schaustelle Wasser hergestellt. Auf Touren zu zwei Themenbereichen können Teilnehmer vor Ort erleben, wie moderne Verfahren und Bauvorhaben in der Praxis umgesetzt werden. Eine Tour zum Anlagenbau zeigt moderne und komplexe Verfahren und Anlagen für die Berliner Infrastruktur, wie zum Beispiel ein Leitsystem für die Abwasserentsorgung und Anlagensteuerung, Innovationen für eine sichere Trinkwasserversorgung, Abwasserreinigung sowie Strom- und Wärmeversorgung. Eine weitere Tour widmet sich dem Thema Rohrleitungsbau und zeigt umweltschonende Rohrleitungsbauverfahren, wie zum Beispiel die Sanierung eines Mischwasserkanals (UV-Lining), den Neubau eines Stauraumkanals DN 1600 (Rohrvortrieb), einen Regenüberlaufkanal (Rohrvortrieb), Misch- und Regenwasserkanäle (Schlauchlining, offene Bauweise und Pipe-Eating), Wasserversorgungsleitung (Preß-Zieh-Verfahren), die Erneuerung von Mischwasserkanälen (Kaliber-Berstlining-Verfahren) oder den Neubau eines Regenüberlaufbauwerkes. www.wasser-berlin.de Branche Bild und Logo: Messe Berlin UmweltMagazin Januar 1-2 2015 - Februar 2015 55

Ausgabenübersicht