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Nachrichten Lima Klimagipfel ebnet Weg für umfassendes Klimaschutz-Abkommen News – Online Der UN-Klimagipfel in Lima hat mit seinem Beschluss die Grundlage für die Verhandlungen über den neuen weltweiten Klimavertrag gelegt, der in einem Jahr in Paris verabschiedet werden soll. Das Schlussdokument enthält erste Grundzüge eines neuen Klimaschutzabkommens. Es soll Ende dieses Jahres in Paris beschlossen werden und 2020 in Kraft treten. Bis Mai 2015 soll ein kompletter Entwurf vorliegen. Das neue Abkommen würde erstmals alle Staaten umfassen. Dem bisherigen Kyoto- Protokoll, folgten zuletzt weniger als 40 Staaten, die weniger als 15 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen ausmachen. Große Emittenten wie USA, China, Kanada, Japan und Russland fallen nicht unter das Kyoto-Protokoll. Die Entscheidung der Klimakonferenz sieht vor, dass alle Staaten eigene Klimaschutzbeiträge vorlegen. Die Staaten, die dazu in der Lage sind, sollen bereits bis März dieses Jahres angeben, wie stark sie ihre Treibhausgas- Emissionen mindern können. Diese Ziele sollen transparent, vergleich- und überprüfbar sein. Zusätzlich können die Staaten freiwillige Angaben über Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel machen. Strittig war bis zum Schluss, nach welcher Aufteilung sich die Staaten zukünftig am Klimaschutz beteiligen. Im bisherigen Klimaabkommen, dem Kyoto-Protokoll, wurde lediglich zwischen Entwicklungs- und Industrieländern unterschieden. Die EU setzte sich, wie viele andere Industriestaaten, hingegen dafür ein, dass die Staaten ihr Engagement künftig stärker Weitere Nachrichten finden Sie tagesaktuell auch im Internet unter www.umweltmagazin.de (Rubrik: Aktuell/News). nach ihren individuellen wirtschaftlichen Möglichkeiten ausrichten. Auch die Frage der Rechtsform des neuen Abkommens blieb in Lima offen. Erfolge brachte der Klimagipfel in Fragen der Klimafinanzierung. In den Grünen Klimafonds haben die Staaten mehr als umgerechnet 8 Milliarden Euro eingezahlt und damit die finanzielle Basis des Fonds geschaffen, der Entwicklungsländer beim Klimaschutz und bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen soll. Deutschland hatte bereits im Sommer als erstes Land 750 Millionen Euro für den Fonds zugesagt; ebenso wie einen zusätzlichen Beitrag von 50 Millionen Euro für einen anderen UN-Fonds, der die Anpassung an den Klimawandel unterstützt. Dieser Beitrag wurde in Lima vielfach gelobt und hat Vertrauen geschaffen, dass Entwicklungsländer tatsächlich die ihnen in Aussicht gestellte Unterstützung erhalten. Auch das parallel zur Klimakonferenz von der Bundesregierung verabschiedete Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 fand große Beachtung. www.bmub.bund.de Bild: Elkhh Wirtschaftsticker >>>Der börsennotierte Umweltdienstleister und Rohstoffhändler ALBA SE hat in den ersten drei Quartalen 2014 bei geringerem Umsatz als im Vorjahreszeitraum sein Ergebnis vor Steuern von 9,5 auf 14 Millionen Euro erhöht. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Ergebnisanteilen an assoziierten Unternehmen belief sich auf 32,4 Millionen Euro nach 31,3 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Umsatz betrug 1 176,0 Millionen Euro (im Vorjahr: 1 301,4 Millionen Euro). www.alba.info >>>Tetra Pak, weltweit führender Anbieter von Verarbeitungs- und Verpackungslösungen für Lebensmittel, nahm Ende des vergangenen Jahres bei der Verleihung der World Beverage Innovation Awards in Nürnberg zwei Auszeichnungen entgegen. Die Tetra Top-Verpackung mit abtrennbarem Oberteil wurde als beste Kartonverpackung prämiert. Die bio-basierten Verschlusskappen erhielten den Preis für die beste Verschlusslösung. www.tetrapak.de >>>Zum Ende des vergangenen Jahres hat sich der Essener Anlagenbauer Oschatz erneut vergrößert: Rund 20 Mitarbeiter des Unternehmens Paul Wurth Umwelttechnik wechseln an den Westendhof. Mit der neuen Tochtergesellschaft Oschatz Filtertechnik will die Gruppe neues Know-how auf dem Sektor Abgasbehandlungs- sowie Entstaubungsanlagen generieren und seine Wertschöpfungskette im Bereich des Stahlmarktes beziehungsweise Nichteisen-Bereiches, aber auch bei Ersatzbrennstoffund Biokraftwerken weiter ausbauen. Die 14. Unternehmenstochter wird unabhängig arbeiten und deshalb ihre Aufträge selbstständig generieren. Geschäftsführer wird – neben Dr.-Ing. Jan-Christopher Schrag und Andreas Albrecht – Mathias Terpoorten, der vorher bei Paul Wurth bereits kaufmännischer Leiter war. www.oschatz.com 8 UmweltMagazin Januar - Februar 2015

Köpfe Der Präsident des BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V., Peter Kurth (54), ist Ende 2014 durch die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) als Mitglied des BDI- Präsidiums für 2015 und 2016 bestätigt worden. Dr. Joachim Kreysing (50) ist neuer Geschäftsführer von Infraserv Höchst. Gemeinsam mit Jürgen Vormann, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, lenkt er seit Jahresbeginn die Geschicke bei der Standortbetreibergesellschaft des Industrieparks Höchst. Neuer Geschäftsführer bei Endress+Hauser Deutschland ist seit dem 1. Januar dieses Jahres der langjährige Vertriebsleiter Wolfgang Maurer (49). Er kann auf insgesamt mehr als 13 Jahre bei Endress+Hauser zurückblicken, baute hier insbesondere das Projektgeschäft aus und will künftig verstärkt das Wachstumspotenzial im Bereich kompletter Automatisierungslösungen erschließen. Die Rethmann Gruppe hat zum 1. Januar 2015 die Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat der Rethmann Beteiligungs SE verändert. Reinhard Lohmann ist aus dem Vorstand der RETHMANN Beteiligungs SE ausgeschieden und wurde in den Aufsichtsrat berufen. Als stellvertretender Vorsitzender wird er die Entwicklung des Familienunternehmens weiter intensiv beratend und überwachend begleiten. Deutscher Nachhaltigkeitspreis Spitzenreiter der Nachhaltigkeit ausgezeichnet Rund 1 200 geladene Gäste folgten der Einladung zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis Ende November ins MARITIM Hotel Düsseldorf. Die Sieger des Jahres 2014 aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung erbringen Spitzenleistungen bei der Bewältigung ökologischer und sozialer Herausforderung der Zukunft und sind wichtige Impulsgeber auf dem Weg zu einer Green Economy. „Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen 2014“ ist Miele. Der Gütersloher Elektrogerätehersteller kann mit einem nachhaltigen Produktportfolio aufgrund jahrzehntelanger kontinuierlicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit aufwarten. Die Rauch Möbelwerke – nachhaltigstes Unternehmen mittlerer Größe – beziehen ihre Rohstoffe aus Deutschland und setzen auch bei der Zertifizierung ihrer Produkte ein Zeichen über die Grenze der Branche hinaus. Unter den kleinen Bewerbern überzeugte der Pflanzenschutzmittelhersteller W. Neudorff: Das Unternehmen setzt als Pionier der Nachhaltigkeit in der Agrochemie-Branche vorwiegend auf natürliche Wirkund nachwachsende Rohstoffe. „Nachhaltigste Marke“ wurde Europas größtes Fairtrade-Unternehmen GEPA – The Fair Trade Company als Wegbereiter für Fairtrade-Standards durch ein vorbildliches Geschäftsmodell und hervorragender Markenführung. Unter den nominierten Großstädten setzte sich die Ruhrmetropole Dortmund dank eines beispielhaften Strukturwandels und vorbildlicher Maßnahmen im Bereich der Integration durch. Bei den Städten mittlerer Größe punktete die baden-württembergische Barockstadt Ludwigsburg mit dem nachhaltigkeitsorientierten Umbau ihrer Verwaltungsstruktur und beim Thema Bürgerbeteiligung. Als „Deutschlands nachhaltigste Gemeinde“ wurde Furth bei Landshut für eine Entwicklungsstrategie ausgezeichnet, die sich konsequent am Nachhaltigkeitsgedanken ausrichtet. Die Sieger erhalten von der Allianz Umweltstiftung eine Fördersumme von jeweils 35 000 Euro zur Umsetzung von Nachhaltigkeitsprojekten. Mit dem Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2014 zeichnete die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. Bundespräsident a.D. Horst Köhler als Führsprecher globaler nachhaltiger Entwicklung zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ungerechtigkeit vor allem Bild: Frank Fendler in benachteiligten Regionen der Erde aus. Weitere Auszeichnungen gingen unter anderem an HOF8 – Der Plusenergiehof im Taubertal (Sonderpreis „Nachhaltiges Bauen“), Kyocera Document Solutions („Blauer Engel-Preis“), Aquafil S.p.A. (Sonderpreis „Ressourceneffizienz“), oder an ZINEG – Zukunftsinitiative Niedrigenergiegewächshaus (Deutscher Nachhaltigkeitspreis Forschung). www.nachhaltigkeitspreis.de UmweltMagazin Januar - Februar 2015 9

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