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10/11 | 2012

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Nachrichten dena-Berechnungen Mehr Energieeffizienz in Deutschland Deutschland kann seine Energiekosten im Jahr 2020 um bis zu 33 Milliarden Euro senken, wenn die von der Bundesregierung beschlossenen Energieeffizienzziele umgesetzt werden. Wie viel davon tatsächlich realisiert wird, hängt von der Investitionsbereitschaft der Verbraucher und der Festlegung klarer Rahmenbedingungen durch die Politik ab. Erhebliche Energieeffizienzpotenziale gibt esimmer noch in allen Verbrauchsbereichen. Besonders viel lässt sich inGebäuden und durch verbrauchsarme Fahrzeuge einsparen; sehr schnell rechnen sich Energieeffizienzmaßnahmen in der Industrie. Das ist das Ergebnis neuer Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Ihnen liegen zwei Szenarien zugrunde: ein konservatives, in dem die aktuellen Rahmenbedingungen und Trends fortgeschrieben werden und das ambitioniertere Szenario „Energiewende“, in dem die Erreichung der Energieeffizienz- und -einsparziele der Bundesregierung unterstellt werden. Berechnet wird die Veränderung des Energieverbrauchs und der -kosten bis ins Jahr 2020 im Vergleich zum Basisjahr 2008. Dem konservativen Szenario zufolge kann Deutschland 2020 rund 18 Milliarden Euro einsparen. Dies entspräche einer Reduzierung des heutigen Endenergieverbrauchs um 7Prozent. Der „Energiewende“ zufolge kann Deutschland seine Einsparziele 2020 erreichen und rund 33 Milliarden Euro Energiekosten einsparen. Dies entspräche 13 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs –vorausgesetzt die Rahmenbedingungen werden deutlich verbessert und die privaten Investitionen in wirtschaftliche Energieeffizienzmaßnahmen erhöht. Umüber das konservative Szenario hinauszukommen fordert die dena einen sinnvoll abgestimmten Mix von Förderprogrammen, Ordnungsrecht und Marktinstrumenten. Die energetische Gebäudesanierung sollte durch eine deutliche Aufstockung der Fördermittel auf 5Milliarden Euro jährlich vorangetrieben werden. Darüber hinaus sollten kundenspezifische Programme für hocheffiziente Haushaltsgeräte, den Einsatz energieeffizienter Querschnittstechnologien in der Industrie sowie zur Erschließung der erheblichen Energieeffizienzpotenziale im Bereich der öffentlichen Beschaffung geschaffen werden. www.dena.de Bild: Michael Staudinger/Pixelio Wirtschaftsticker >>> Wilo SE investiert weiter in den asiatischen Wachstumsmarkt. Mitte Oktober dieses Jahres hat das Dortmunder Unternehmen eine neue Produktionsstätte in Peking eröffnet. Dadurch ist die Fläche der chinesischen Tochtergesellschaft in Peking auf 20 000 Quadratmeter gewachsen. Insgesamt hat Wilo hier über 24 Millionen Euro investiert. Für das Unternehmen, das seit 1995 auf dem chinesischen Markt vertreten ist, arbeiten in China derzeit rund 900 Mitarbeiter. www.wilo.de >>> Die VERBIO Vereinigte BioEnergie AG hat imRumpfgeschäftsjahr 2012 mit rund 1,9 Millionen Euro mehr Gewinn erwirtschaftet als im ersten Halbjahr 2011. Mit 20,3 Millionen Euro stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum. Noch deutlicher fällt die Verbesserung des Konzernbetriebsergebnisses aus, das imRumpfgeschäftsjahr 2012 7Millionen Euro erreichte. Für das Geschäftsjahr 2012/2013 hebt VERBIO die Umsatzprognose auf eine Bandbreite zwischen 750 und 850 Millionen Euro an. www.verbio.de >>> Das Bundesumweltministerium will gemeinsam mit der Industrie den Erfolg der Erneuerbaren Energien nach Mittelost- und Osteuropa exportieren. Seit November 2011 entwickeln VDMA Power Systems und der BWE mit politischer Unterstützung durch das Bundesumweltministerium die Windenergie-Initiative „Windtec“. Sie soll der Entwicklung von Windenergiemärkten in der Region entscheidende Impulse verleihen. www.bmu.de >>> Die CropEnergies AG, Mannheim, hat im 1. Halbjahr 2012/13 den Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 320 Millionen Euro gesteigert. Das operative Konzernergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 28 Prozent auf 37 Millionen Euro. Damit erzielte CropEnergies das beste Halbjahresergebnis der Unternehmensgeschichte. www.cropenergies.com >>> Die Duales System Holding und Scrap Solutions gründen DKRaastoffer A/S als Joint Venture. Die Anlage im dänischen Fredericia kann 20 000 Tonnen gemischter Kunststoffabfälle jährlich verarbeiten. Die Kunststoffe werden sortiert und als Ballen oder Mahlgut aus Polyethylen, Polypropylen und Polyvinylchlorid vermarktet. www.dk-raastoffer.dk >>> juwi baut seine Aktivitäten auf dem südamerikanischen Kontinent aus. Von San José/Costa Rica, aus steuert die Tochter juwi Energías Renovables –Centro América yelCaribe, Ltda. künftig alle Aktivitäten in den Wachstumsmärkten von Zentralamerika und der Karibik. Zusätzlich weitet die Landesgesellschaft ihr Produktportfolio aus: Sie wird künftig neben Windkraft-Anlagen auch Solar- und Bioenergieanlagen projektieren. www.juwi.de 8 UmweltMagazin Oktober -November 2012

Köpfe Der Vorstand des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) hat den Oberbürgermeister der Stadt Ulm, Ivo Gönner (60), für die nächsten vier Jahre zum neuen Präsidenten gewählt. Dr. Bernhard Beck (58) wurde einstimmig als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke Düsseldorf AGgewählt. Er sitzt bereits lange imdortigen Aufsichtsrat und ist Mitglied des Vorstands der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Hermann W. Brennecke (63) vom Industrieverband VDMA Pumpen und Systeme ist neuer Präsident der VdZ –Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V.. Er wird die bisherige Programmatik der VdZ als Arbeits- und Diskussionsplattform der Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik kontinuierlich fortsetzen. Erik de Muynck (60) ist seit 1. Oktober 2012 neuer CEO von SITA NEWS. Er hat sowohl in der Wasser- als auch in den Abfallsparte bereits umfassende Erfahrung innerhalb von Suez Environnement gesammelt. Fracking-Gutachten Keine Erdgasbohrungen in Trinkwasserschutzgebieten Die Fracking-Technologie, mit der Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten gefördert wird, kann zu Verunreinigungen im Grundwasser führen. Besorgnisse und Unsicherheiten bestehen besonders wegen des Chemikalieneinsatzes und der Entsorgung des anfallenden Abwassers, dem Flowback. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten für das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt. Zwar soll Fracking an sich nicht verboten werden, aufgrund der gegenwärtigen Erkenntnislücken und der ökologischen Risiken empfiehlt das Gutachten aber strenge Auflagen für den Einsatz der Technologie sowie ein schrittweises Vorgehen. Die Gutachter plädieren unter anderem für ein Verbot von Erdgas-Fracking in Trinkwasser- und Heilquellenschutzgebieten. Denn bei der Erdgasförderung aus unkonventionellen Lagerstätten, zum Beispiel Kohleflözgas, können mehrere tausend Tonnen zum Teil gefährlicher, giftiger, gesundheits- und umweltgefährdender Chemikalien pro Quadratkilometer Fläche zum Einsatz kommen. Diese werden ineiner Stützmittelflüssigkeit dazu eingesetzt, um erdgashaltiges Gestein aufzubrechen. Die derzeit vorliegenden Fakten reichen nicht aus, um mögliche Risiken abschließend bewerten zu können. Dies gilt insbesondere für potenzielle Auswirkungen auf das Grundwasser. Eine interdisziplinäre Gruppe von Gutachtern hat nun die Risiken von Fracking untersucht. Sie rät davon ab, das Verfahren derzeit großflächig zur Erschließung unkonventioneller Erdgasvorkommen in Deutschland einzusetzen. Sie empfehlen stattdessen, im Rahmen von behördlich und wissenschaftlich eng begleiteten Einzelvorhaben, schrittweises vorzugehen. Weitgehende Transparenz fordern die Gutachter beim Einsatz von Chemikalien. Über deren Menge und Eigenschaften sollten vollständige Information vorliegen. Das gilt vor allem für ihr human- und ökotoxikologisches Gefährdungspotenzial. Zudem sollte geklärt werden, obdie Möglichkeit besteht, besorgniserregende Stoffe zu ersetzen. Das Gutachten schlägt weiterhin mehrere Änderungen im Berg- Andreas Mettler/Pixelio Vorschau Umwelt Magazin 12 2012 und Verwaltungsrecht vor. Demnach soll es für jede Erdgasbohrung mit Einsatz der Frackingtechnologie eine Umweltverträglichkeitsprüfung geben. Die Vorschläge werden geprüft und mit den Beteiligten diskutiert. www.bmu.de Der Erscheinungstermin für das nächste UmweltMagazin fällt auf den 14. Dezember 2012. ImMittelpunkt steht das Special „Luftreinhaltung/Emissionen“. Zudem berichtet das Entscheider-Magazin unter anderem über die Themen Hygiene und Desinfektion; Geothermie; Lärmschutz; stationäre Messstellen; energieeffizientes Bauen und über die Folgen des Klimawandels für Unternehmen. Anzeigenschluss ist der 27. November 2012. www.umweltmagazin.de UmweltMagazin Oktober -November 2012 9

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