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10/11 | 2013

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SPECIAL

SPECIAL Wasserkreisläufe In dem Hochwasserpumpwerk Heidenau (Sachsen) verhindern vier trocken aufgestellte Abwassertauchmotorpumpen, dass bei Starkregen und Elbhochwasser die Stadt überflutet wird. Zusammen können sie zwei Kubikmeter Wasser pro Sekunde indie Elbe drücken. ungeklärte Abwässer freigesetzt hat – eine Gesundheitsgefährdung für Mensch und Natur.Das Institut für Siedlungswasserwirtschaft der TU Dresden hat die Schäden analysiert und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Denen zufolge muss vor allem die Kanalnetzentwässerung sichergestellt sein, wozu derSchutz der elektrotechnischenAnlagen maßgeblichbeiträgt. Zudemgilt es,Bauwerke so umzugestalten, dass sie dem Hochwasser besser widerstehen können. Mögliche Baumaßnahmen sind Notumläufe, Rückhaltebecken, Stauraumkanäle, Absperreinrichtungen sowie Hochwasserpumpwerke. Auch die Umrüstung auf schadlos überflutbare Pumpentechnik kann ratsam sein. Des Weiteren sind Klärwerke angehalten, die Auswirkungen verschiedener Wasserstände und partieller Stilllegungen auf die Entwässerung zu prüfen, den Informationsaustausch für den Fall einer Hochwasserwarnung zu regeln und Anweisungen für den Hochwasserfall indie Betriebsanleitung aufzunehmen. Fundierte Einsatzplanung erhält Handlungsfähigkeit Wie imKleinen, so im Großen: Einsatzkräfte wie Technisches Hilfswerk (THW) und Feuerwehren müssen vorbereitetseinund derenNotfallpläne an Bilder (3): Wilo SE die vor Ort erwartbaren Gefahrensituationen angepasstwerden. DieAufgaben umfassen Straßensperren, die Bergung gefährdeter Güter, das Sichern von Versorgungsanlagen und Evakuierungen. Oftist es abhängig vonder Ausrüstung, ob die Einsatzkräfte flexibelund schnell handeln können. Deshalb pflegt Wilo seit Jahren enge Kooperationen mit Feuerwehren, zum Beispiel der Freiwilligen Feuerwehr Bad Sassendorf(Nordrhein-Westfalen, Kreis Soest). Die Feuerwehrleute helfen bei der Entwicklung von Prototypen und testen sie in der Praxis. Soist es gelungen, die Baureihenfür mobile Schmutzwasserpumpen und für Tauchmotorpumpen genau auf die Anforderungen der Hochwasserbekämpfung abzustimmen. Oberste Priorität hat die Mobilität. Die Pumpen werden kompakt und leicht konstruiert, sodass sie sich von ein bis zwei Personen bewegen lassen –selbst über unwegsamesGelände.Darüber hinaus binden sie kein zusätzliches Personal: Einmal aufgestellt, arbeiten sie effektiv und zuverlässig auch ohne Beaufsichtigung. Große, freie Kugeldurchgänge verhindern, dass sie verstopfen oder verschlammen, und leichte, widerstandsfähige Materialien wie Polyurethan erlauben das Fördern von mit Fetten, Ölen oder Säuren verunreinigtem Wasser. Wenn das Wasser dennoch kommt Sollte es also passieren, dass sich das Wasser seinen Weg in schützenswerte Bereiche bahnt, brauchen die Menschen vor Ort rasch das richtige Material in ausreichender Menge, umhandeln zu können. Umsichtige Hersteller können imBedarfsfall sofort ausliefern –wie im Sommer dieses Jahres: Angesichts hochwasserbedingter Krisensituationen sandte Wilo mehrmals kurzfristig beschlossene Pumpen-Spenden im Wert voninsgesamt mehr als 60 000 Euro an Feuerwehren und Hilfsorganisationenindie betroffenen Gebietenin Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt aus. DieRettung in letzterSekunde darf aber über eines nicht hinwegtäuschen: Spontane Spenden können zwar in einer Notsituation das Schlimmste punktuell abwenden, eine fundiert geplante und präventiv umgesetzte Hochwasservorsorge ersetzen sie jedochkeinesfalls. Um für das Klima der Zukunft gewappnet zusein, gilt es planvoll zu investieren. Werheutehandelt, kann sein Umfeld aktiv mitgestalten und investiert maßvoll in den Erhalt und die Schaffung von Werten. Demgegenüber können dieKosten, die durch unwetterbedingte Zerstörung entstehen, ins Unüberschaubare wachsen. Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie hat ermittelt, dass Investitionen inden Klimaschutz in absehbarer Zeit zu Einsparungen führen können. Manche Szenariengehen davonaus,dass sichin DeutschlandimFalle einesambitioniertenKlimaschutzpfades nach anfänglich signifikanten Mehrkosten (gegenüber einer Referenzentwicklung) schon in gut 20 Jahren Nettoersparnisse ergeben werden. Anderen, weniger optimistischen Szenarien zufolge setzen die Ersparnisse ab 2040 ein. Holger Stark, Alf Bauer, beide Wilo SE, Dortmund, wilo@wilo.com 18 UmweltMagazin Oktober -November 2013

VORSCHAU IMPRESSUM Themenvorschau 12-2013 Das Entscheider-Magazin für Technik und Management ISSN 0173-363 X 43. Jahrgang (2013) Bilder (v.l.n.r.): Liza Litsch, Jean Jannon, Martin Kummer (alle Pixelio) SPECIAL: LUFTREINHALTUNG/EMISSIONEN Thermische Abluftreinigung Rauchgasbehandlung Emissionen- und Immissionen untersuchen Messung in Verbrennungsanlagen TECHNIK +MANAGEMENT ABFALL/RECYCLING Innovation bei der Ölentsorgung Verwertung von Bauschutt ENERGIE/ERNEUERBARE ENERGIEN Nahwärme aus Biogasanlagen Nutzung von Kanalwärme WASSER/ABWASSER Auswirkungen von Fracking auf die Wasserwirtschaft Klärschlamm richtig entsorgen RECHT Neue Vorgaben durch die Biokraftstoffverordnung BRANCHE Tiefenbohrung mit Tauchpumpe SERVICE Umweltmärkte: Die Entwicklung des Energiesektors inBahrain Rezensionen Ko-op-Börse Anzeigenkontakt BS MediaConsult GbR Thomas Schropp/Ellen Buntenbruch Tel.: 08151/44 83 18 info@bs-mediaconsult.de Anzeigenschluss: 22. November 2013 Erscheinungstag: 10. Dezember 2013 Herausgeber Verein Deutscher Ingenieure Redaktion Dipl.-Biol. Akram El-Bahay (Chefredakteur), Tel.: (02 11) 61 03-3 26 Daniela Brière (Redaktions-Assistenz), Tel.: (02 11) 61 03-2 15 E-Mail: UmweltMagazin@springer-vdi-verlag.de Freier Mitarbeiter der Redaktion Dipl.-Geogr. Helmuth Ziegler, Würzburg Organschaften VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) Verband der Betriebsbeauftragten e.V. (VBU), Essen Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement e.V. (VNU), Frankfurt am Main. Für Mitglieder des VBU und VNU ist der Bezug im Mitgliedsbeitrag enthalten. Medienpartnerschaft Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ), Frankfurt am Main Redaktionsbeirat Bernhard Schwager, Vorsitzender des VBU, Essen Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner, Vorsitzender der VDI-GEU, Bochum Matthias Friebel, Vorsitzender des VNU, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Hans-Friedrich Hinrichs, Geschäftsführer der KTB GmbH, Gladbeck Prof. Dr.-Ing. Klaus Gerhard Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), Duisburg Claudia Nauta, Produktmanagerin bei der DGQ, Frankfurt am Main Martin Ittershagen, Pressesprecher des Umweltbundesamtes, Dessau Verlag Springer-VDI-Verlag GmbH & Co. KG VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Postfach 10 10 22, 40001 Düsseldorf Commerzbank BLZ 300 800 00, Kontonummer 02 121 724 00 SWIFT/BIC-Code: DRES DE FF 300, IBAN: DE69 3008 0000 0212 1724 00 Geschäftsführung Christian W. Scheyko Layout Ulrich Jöcker Satz Medienpartner Mäurer GmbH, 41836 Hückelhoven Druck KLIEMO Printing, Hütte 53, B-4700 Eupen Copyright Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Vertrieb und Leserservice Tel. (02 11) 61 03-1 40 Fax (02 11) 61 03-4 14 E-Mail: leserservice@springer-vdi-verlag.de Vertriebsleitung: Christian W. Scheyko Bezugspreise 8 x jährlich (Ausgabe 1/2, 4/5, 7/8, 10/11 als Doppelausgabe) Jahresabonnement: 106,– € VDI-Mitglieder: 95,40 € (nur für persönliche Mitglieder) Studenten: 66,– € (gegen Studienbescheinigung) Preise Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten (Inland: 10,50 € Ausland 25,50 €, Luftpost auf Anfrage) Einzelheft: 18,– € Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten Der Bezugszeitraum beträgt mindestens ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn es nicht sechs Wochen vor Ablauf des berechneten Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. Anzeigen BS Media Consult GbR, Ellen Buntenbruch, Thomas Schropp, Kühtal 6, 82319 Starnberg Tel.: (0 81 51) 44 83 18, Fax: (0 81 51) 44 83 19, E-Mail: info@bs-mediaconsult.de Anzeigendisposition Susanne Storb, Tel.: (02 11) 61 03-3 80, Fax: (02 11) 61 03-3 00 z. Zt. gilt Anzeigenpreisliste Nr. 39 vom 1. Januar 2013 UmweltMagazin ist Mitglied der European Environmental Press. i v w Mediadaten: www.umweltmagazin.de/mediadaten.php www.umweltmagazin.de UmweltMagazin Oktober -November 2013

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