Aufrufe
vor 4 Jahren

10/11 | 2013

  • Text
  • Oktober
  • Umweltmagazin
  • Unternehmen
  • Wasser
  • Deutschland
  • Inder
  • Richtlinie
  • Pumpen
  • Technik
  • Einsatz

MARKT Produkte und

MARKT Produkte und Verfahren Biogasanlagen Neues Beratungskonzept gestartet Die Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH aus Essen (Oldenburg) startet ein neues Optimierungsangebot für Biogasanlagen. Hinter dem Konzept BIOGASmax steckt ein Service für Anlagenbetreiber: Vogelsang-Experten analysieren eine Biogasanlage vor Ort, schlagen Verbesserungsmöglichkeiten vor und implementieren diese mit der entsprechenden Technik. Gemeinsam mit den Kunden soll geklärt werden, wie die individuelle Situation auf der jeweiligen Anlage ist und wo Potenzial für Verbesserungen liegt. Zunächst werden dazu bei einem Besuch vor Ort die Daten der Ist-Situation aufgenommen. ImAn- schluss daran erfolgt eine detaillierte Analyse und eine Empfehlung für die Anlagenoptimierung. Mit dem RePowering-Konzept möchte das Unternehmen alle Betreiber von bestehenden Biogasanlagen ansprechen, die Potenzial inihrer Anlage sehen –sei es zur Reduzierung der Kosten, umeinen höheren Gasertrag zu erreichen oder um Störungen und Unterbrechungen im Betrieb zu minimieren. www.vogelsang-gmbh.com Erfolgreiches RePowering durch Modernisierung der Feststoffdosierung: Zufuhr anspruchsvoller Substrate wie Mist und Grassilage Wassergefährdende Gefahrstoffe Lagern mit System Wassergefährdende Flüssigkeiten, wie beispielsweise Chemikalien, stellen eine Gefahr für Mensch und Umwelt dar und müssen daher sicher und mit größter Sorgfalt gelagert werden. Das fordert unter anderem der Besorgnisgrundsatz im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 510). Für die anspruchsvolle Chemikalien-Lagerung in Produktion und Werkstatt, aber auch inLaboren, Schulen, Instituten und Universitäten hat die Denios AGaus Bad Oeynhausen die Chemikalienschränke der Modellvariante „Systema“ entwickelt. Basis ist der Korpus aus Feinstahlblech mit robuster Strukturlackie- Chemikalienschrank Systema rung. Ganz individuell lassen sich die Schränke mit Einlegeböden, Bodenauffangwannen und weiterem Zubehör ausstatten. Falt- oder Flügeltüren –optional mit Glaseinsätzen –geben dem Schrank eine neue Optik und erhöhen den praktischen Nutzen. Eine natürliche Belüftung wird durch Lüftungsöffnungen imBodenbereich sichergestellt. Zudem ist der Schrank zum Anschluss an eine technische Lüftung vorbereitet. Integrierte Stellfüße ermöglichen das Ausrichten des Schrankes. www.denios.de Entwässerungstechnik Substratfilter mit DIBt-Zulassung Der speziell für die Entwässerung von Verkehrsflächen entwickelte Substratfilter ViaPlus hat als Großanlage für Flächen mit bis zu 3000 m 2 die DIBt- Zulassung erhalten. Das Deutsche Institut für Bautechnik hat damit die Wirksamkeit des Filters bei der Behandlung von Niederschlagswasser auch indieser Version bestätigt. Die Anlage zur Behandlung von stark belastetem Niederschlagswasser von Flächen mit hohem Verkehrsaufkommen, wie zum Beispiel Parkplätzen bei Einkaufszentren, erfüllt die wasserrechtlichen Anforderungen gemäß Prüfgrundsätzen des Deutschen Instituts für Bautechnik, die vom TÜV Rheinland überprüft wurden. Sokann das behandelte Wasser anschließend direkt an Ort und Stelle versickert oder in einen Vorfluter eingeleitet werden. Der „kleine Bruder“ ViaPlus 500 verfügt für maximal 500 m 2 zu entwässernde Fläche bereits seit dem Jahr 2011 über die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des DIBt. www.mall.info Mit dem Substratfilter ViaPlus von Mall lassen sich Verkehrsflächen mit bis zu 3000 m 2 entwässern. 32 UmweltMagazin Oktober -November 2013

Projekte MARKT Krefeld-Uerdingen KlimaschonendeChlorproduktion Chlor mit deutlich weniger Strom herzustellen –das verspricht eine neue Technik von Bayer und ThyssenKrupp, die jetzt in die weltweite Vermarktung geht. Das Verfahren soll den hohen Energieaufwand zur Gewinnung der Chemikalie gegenüber Standardprozessen umbis zu 30 Prozent senken. Die neue Technik der Sauerstoffverzehr-Kathode (SVK) wird bei der Elektrolyse von Kochsalz eingesetzt, mit der 95 Prozent des Chlors produziert wird. Das Element ist ein zentraler Grundstoff der chemischen Industrie und wird für rund zwei Drittel aller Erzeugnisse benötigt –unter anderem für Kunststoffe, Medikamente und Pflanzenschutzmittel. Aufgesetzt hat man dabei auf das Membranverfahren inder Chlor-Alkali- Elektrolyse, das inzwischen Standard bei der Chlorherstellung ist. Hier werden aus Kochsalz und Wasser normalerweise Chlor, Natronlauge und Wasserstoff gebildet. Bei der SVK-Technik wird die beim Membranverfahren übliche Wasserstofferzeugende Elektrode durch eine Sauerstoffverzehr-Kathode ersetzt. Die Zufuhr von Sauerstoff unterdrückt die Wasserstoffbildung an der Kathode –dem Minuspol. Es entstehen nur noch Chlor und Natronlauge und der Stromverbrauch wird gesenkt. Erfolgreich getestet und auch im industriellen Maßstab Chlorgewinnung inder Demonstrationsanlage amBayer-Standort Krefeld-Uerdingen erfolgreich erprobt wurde dieses Verfahren zwei Jahre lang in einer Demonstrationsanlage am Bayer-Standort Krefeld-Uerdingen. Damit ist die Basis für die Vermarktung gelegt. Die Entwicklungspartner Bayer MaterialScience und ThyssenKrupp Uhde/ Uhdenora haben sich darauf verständigt, die Technik weltweit anzubieten. Inder Chlorindustrie besteht bereits Interesse. ThyssenKrupp Uhde/Uhdenora übernehmen die globale Vermarktung, während Bayer MaterialScience im Rahmen der nicht exklusiven Zusammenarbeit die Sauerstoffverzehr-Kathoden liefert. Das Chemieunternehmen hat diese spezielle Elektrodenart entwickelt, während das Design der Elektrolysezelle von ThyssenKrupp Uhde/Uhdenora stammt. www.materialscience.bayer.com Frankreich Recycling von Problemabfall Um radioaktiven Schlamm aus Silos zu holen, setzt ein Nuklear-Recycler auf ferngesteuerte U-Boote mit montierter Schmutzwasserpumpe. Inder weltgrößten Wiederaufbereitungsanlage für nuklearen Abfall im französischen La Hague stand der Betreiber Areva vor dem Problem, mehrere Silos mit kontaminiertem Schlamm zu leeren. Indiesen wurden bislang die Reststoffe des Brennstab-Recyclings aufgefangen. Jetzt müssen sie geleert werden, da das Material weiterbehandelt werden soll. Ein Silo misst bis zu14x13 Meter bei 10Metern Tiefe und enthält rund 1800 Kubikmeter Problemabfall. Aufgrund der Konsistenz des Schlammes, der Radioaktivität und der Erreichbarkeit durch Zugangsöffnungen von nur 1Meter Durchmesser, entschied sich der Betrieb für einen ganz neuen Ansatz: Ein ferngesteuertes Robotervehikel mit fest montierter Schmutzwasserpumpe soll in den Tank abtauchen, das Schlammwasser punktuell verquirlen und nach außen pumpen. Areva rechnet mit zwei Jahren Laufzeit für die Pumpe, das amhärtesten beanspruchte Bauteil. Man entschied sich für den japanischen Hersteller Tsurumi als Lieferanten; als Modell wurde die Betonitpumpe KTV2–80 ausgewählt. Sie wiegt trocken nur 38 Kilogramm bei lediglich 427 Millimeter Gehäusehöhe. Der 3kW-Motor schafft 720 l/min mit einer maximalen Förderhöhe von 22,5 Meter. Montiert wird sie auf einer Art U-Boot, das ferngesteuert jeden Winkel des Behälters erreichen kann, damit keine Schlammreste zurückbleiben. Das Projekt ist nicht zuletzt aufgrund der Aufbereitungsproblematik so umfangreich, dass mit einer Vollendung erst im nächsten Jahrzehnt gerechnet wird. Die Wiederaufbereitungsanlage in La Hague ist nach eigenen Angaben die größte ihrer Art. Rund 6000 Beschäftigte arbeiten die Brennstäbe von jährlich bis zu 100 Kernkraftwerken auf. Nur 4Prozent des Materials ist nicht recycelbar und muss, wie inden Silos, zwischen- oder endgelagert werden. www.tsurumi.eu UmweltMagazin Oktober -November 2013 33

Ausgabenübersicht