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10/11 | 2013

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MARKT Projekte

MARKT Projekte Niederlande Energie aus der Kläranlage Der niederländische Wasserverband Vallei &Veluwe (WVV) plant den Umbau der Kläranlage Amersfoort ineine Energierückgewinnungs- und Nährstoffwiederverwertungsanlage. Der gesamte Klärschlamm, der bei der Abwasseraufbereitung der Gemeinden Amersfoort, Soest, Nijkerk und Woudenberg entsteht, wird künftig zentral in der Kläranlage Amersfoort ausgefault. Dadurch entsteht mehr Biogas, das inStrom umgewandelt werden kann. Der Prozess der Schlammfaulung wird durch die Thermodruck-Hydrolyse ergänzt, was die Zellstrukturen unter hohem Temperatur und starkem Druck aufbricht und so mehr Biogas erzeugt. Die in diesem Schritt gewonnene Energie reicht aus, um das Abwasser der Gemeinde Amersfoort mit 150 000 Einwohnern zu 100 Prozent energieautark aufzubereiten. Zudem kann der Energieüberschuss von rund 2Millionen kWh, der nicht zur Aufbereitung benötigt wird, in das nationale Stromnetz eingespeist werden. Damit lassen sich im Laufe des Jahres 600 Haushalte weitgehend mit Biostrom versorgen. Bei der Faulung und Schlammaufbereitung entstehen zudem Abfallströme, die reich an Nährstoffen wie Phosphor und Stickstoff sind. Bei Der gesamte Klärschlamm, der bei der Abwasseraufbereitung der vier Gemeinden entsteht, wird künftig zentral in der Kläranlage Amersfoort ausgefault. dem im Rahmen des EU-Programms LIFE+ geförderten Projekts kommt die von der kanadischen Ostara Nutrient Recovery Technologies Inc. entwickelte Technologie zur Nährstoffrückgewinnung zum Einsatz, die diese Nährstoffe verwertet und in den umweltschonenden Dünger Crystal Green verwandelt. Die Anlage soll jährlich rund 900 Tonnen Dünger produzieren, der sich für den Einsatz in der Landwirtschaft und in der Gartenbaubranche eignet. Im Juli dieses Jahres wurde die SH+E Group mit der Planung, Durchführung und langfristigen Betreuung des Projekts beauftragt. Sie arbeitet eng mit den niederländischen Planungsund Ingenieurunternehmen Grontmij, Hegeman und Ostara zusammen. Als Generalunternehmer wird die SH+E Group aus Grafenhausen alle Verfahren für die Klärschlammaufbereitung, Thermodruck- Hydrolyse und Erzeugung von Wärme und Strom aus dem erzeugten Biogas bereitstellen und installieren. Das Projekt soll voraussichtlich 2015 abgeschlossen sein. www.vallei-veluwe.nl Projekte –kompakt >>> Mit Abschluss eines Kooperationsvertrags haben die Projektentwickler juwi und Green City Energy den Weg für zwei Windparks in Rothhausen und Maßbach geebnet. Beide sollen partnerschaftlich entwickelt und gebaut werden. Die Planungen von Green City Energy sehen fünf Windenergieanlagen vom Typ Nordex N117 mit je 2,4 MWLeistung in Maßbach vor. juwi plant seinerseits drei Anlagen auf Rothhausener Fläche. Der Baubeginn für alle Anlagen soll noch in diesem Jahr erfolgen. www.greencity-energy. de; www.juwi.de >>> Im Juli dieses Jahres haben die Bauarbeiten für das gemeinsame Biogasprojekt des belgischen Projektentwicklers NPG Energy N.V. und der Schmack Biogas GmbH, ein Tochterunternehmen der Viessmann Group, begonnen. Die Anlage mit einer elektrischen Leistung von 3MW entsteht in der ländlichen Gemeinde Bocholt im Norden von Belgien. Technische Besonderheit der Biogasanlage wird ein Zwei-Strang- Konzept zur getrennten Vergärung der pflanzlichen und tierischen Einsatzstoffe sein. Pro Jahr werden inhier rund 60 000 Tonnen Biomasse vergoren. Fertigstellung und Inbetriebnahme der Biogasanlage ist im Sommer 2014 geplant. www. schmack-biogas.com >>> Der Biogasanlagenhersteller Weltec Biopower GmbH aus Vechta realisiert gemeinsam mit dem elsässischen Partner Domaix Energie in Frankreich vier landwirtschaftliche Biogasanlagen-Projekte. Die Anlagen, die bereits im Bau sind, setzen neben landwirtschaftlichen Substraten auf Klärschlamm und Speisereste. Integriert werden die Hygienisierungseinheiten, um die Stoffe der Kategorie 3gemäß EU-Verordnung verwerten zu können. Die Restwärme wird in allen vier Biogasanlagen in einem Gärresttrockner verwendet, umdie Güllemenge zu reduzieren und den getrockneten Gärrest vermarkten zu können. www.weltecbiopower.de 34 UmweltMagazin Oktober -November 2013

Bochum Multimodaler Transport verbessert CO 2 -Bilanz pro Jahr. Nach mehreren Testmonaten gelangte das Team zuder Einschätzung, dass sich die jährlichen Einsparungen auf 155 000 Straßenkilometer oder 71, 9kgCO 2 pro Strecke belaufen und eine Umstellung in jeder Hinsicht sinnvoll ist. Die Initiatoren sind mit dem Erfolg dieses ersten Projektes überaus zufrieden und streben den kommenden Wochen auch die Eröffnung der Strecke Lyon–Straßburg nach dem gleichen Prinzip an. Realisierbar wäre auch eine Verlängerung der Verbindung bis zuden spanischen Werken von Air Products in der Region Barcelona. www.airproducts.de LKW mit Gasflaschen von Air Products Die Air Products GmbH aus Bochum hat sich zum Ziel gesetzt, ihre CO 2 -Bilanz imHinblick auf eine nachhaltige Entwicklung zu verbessern, ohne jedoch an Leistungsfähigkeit einzubüßen. Zudiesem Zweck richtet das Unternehmen derzeit schrittweise zusammen mit dem französischen Logistikunternehmen Géodis einen Schienen-Straßen-Verkehr für den Transport von Gasflaschen zwischen seinen verschiedenen Werken ein. Den Anfang macht das Air Products Depot in L’Isle d’Abeau bei Lyon. Seit Februar dieses Jahres schickt das Depot bereits seine Gasflaschen für Reinst- und Spezialgase per Zug zum Befüllen an das Werk Keumiée in Belgien beziehungsweise Gasflaschen mit medizinischen und Industriegasen andas Depot Templemars bei Lille. Im Rahmen des logistischen Gesamtkonzeptes nimmt dabei ein Sattelschlepper zweimal pro Woche einen 45-Zoll-Wechselbehälter imWerk Lyon auf und transportiert ihn zum Rangierbahnhof Venissieux, woerauf einen Zug verladen über Nacht zum Rangierbahnhof nach Lille befördert wird. Dort lädt man den Wechselbehälter wieder auf einen LKW, der ihn nach Charleroi oder zum Werk Templemars bringt. Die Rückfahrt verläuft nach dem gleichen multimodalen Transportprinzip. Dabei besteht jede Ladung bei Hin- und Rückfahrt aus 14 Ladeeinheiten mit je16Gasflaschen. Das sind mehr als 3300 Gasflaschen 24 /7 serv&care Original Manufacturer Service fürIhreZentrifugen • Original-Ersatzteile • Reparaturen • Technischer Kundendienst • Service-Beratung GEA Westfalia Separator Group GmbH ws.info@gea.com, Tel. +49 2522 77-0, www.gea.com engineering forabetterworld • Training • Service-Verträge • Upgrades • Zustandsüberwachung SE-420-1-011 UmweltMagazin Oktober -November 2013 35

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