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10/11 | 2013

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TECHNIK UND MANAGEMENT

TECHNIK UND MANAGEMENT Energie/Erneuerbare Energien Instandhaltung in der Windindustrie Trotz der Chancen, die sich durch neue Offshore-Projekte und die gesteigerte Effizienz bestehender Standorte ergeben haben, steht die europäische Windindustrie heute hinsichtlich Energie- und Windkraftkosten vor großen Herausforderungen. Die Lage wird durch die gegenwärtige Krise noch verschärft, die sich besonders auf die Betriebskosten auswirkt. Die Instandhaltung der Anlagen gewinnt vor diesem Hintergrund zunehmend an Bedeutung. Hier helfen Zustandsüberwachungssysteme Werte zu erhalten. Dr. John Coultate Typischerweise werden biszu75Prozent der betrieblichen Ausgaben eines groß angelegten Windparks für Betrieb und Wartung (Operation and Maintenance, O&M) des Standorts aufgewendet. Diese Kosten sind besonders im Offshore-Bereich signifikant, wo die Verfügbarkeit von Schiffen sowie die vonden Wetterbedingungen abhängige Erreichbarkeit des Standorts sehr wichtig sind. O&M-Manager stehen zudem heute auch vor einer Reihe weiterer Herausforderungenwie: 7 der Notwendigkeit, Daten von einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen oder Anbieter verwalten zu müssen, zum Beispiel verschiedene Arten von Turbinen, SCADA-Systeme, Zustandsüberwachungssysteme (Condition Monitoring Systems, CMS) sowie Softwareanwendungen, 7 der Notwendigkeit, verfügbare Daten in wertschöpfende Handlungen umzusetzen, 7 unberechenbare Störungen und Ausfallzeiten 7 nicht vorhersehbare Wartungskosten, diedie Budgetverwaltung erschweren, sowie 7 unberechenbare Anforderungen bezüglich Inventar und Ersatzteilen Volle Wertschöpfung Mittlerweile istweithin bekannt, dass sich die Installierung von Zustandsüberwachungssystemen lohnt. Wenn man allerdings die Kapitalrentabilität der CMS-Hardware betrachtet, so lässt sich generell ab einem bestimmten Punkt eine verringerte Rentabilität feststellen. Nach einer anfänglichen Investition in einBasissystemliefern zusätzliche Investitionen imHardwarebereich oft nur einen geringen zusätzlichen Wert, der die Extrakosten eigentlich nicht rechtfertigt. Aus diesem Grund tendieren kommerziell verfügbare CMS-Produkte dazu, so viel Wert wie nur möglich über die geringstmögliche Anzahl an Sensoren zu generieren. Um aus Überwachungstechnologien eine erhöhte Kapitalrentabilität herauszuholen, muss die Wertschöpfung aus bestehenden Datenquellen gesteigert werden. Riesige Datenmengen aus CMS, SCADA, Inspektionen und Wartungsaktivitäten fristen ihr Dasein oft als Inselsysteme. Auch heute istesnoch 36 UmweltMagazin Oktober -November 2013

nicht allgemein üblich, solche Daten mittels einereinzigen Plattformzubearbeiten–dabei wäre diesder einzige Weg, um wirklich sicherzustellen, dass ihr Wert voll ausgeschöpft wird. ZusätzlicheInvestitioneninSoftware- und analytische Systeme, die erforderlich sind, um sämtliche verfügbarenDatenvoll zu für den Standortlässtsichgenerell in eine von drei Kategorieneinordnen: 7 Reaktive Wartung (Bruchwartung): Die Bruchwartung steht an einem Ende des Spektrums für Instandhaltungsstrategien. Sie ist einfach zu implementieren, kann aber aufgrund hoher Reparaturkosten teuer werden. Des Weiteren lassen sichBudgetsfür eine reaktive Wartung nur schwer erstellen, da Störungen schwer vorherzusagensind. 7 Präventive Wartung: Am anderenEnde desSpektrums steht die präventive oder zeitbasierte Instandhaltung. Hier handelt es sich umeinen proaktiven Ansatz, bei dem Teile ausgetauscht werden, bevor sie ausfallen, um so potenzielle Reparaturkosten zu minimieren. Leider sind auchhierdie Wartungskosten hoch, da Teile oft unnötig früh ausgetauscht werden, obwohl sie möglicherweise noch mehrere Jahre gut funktioniert hätten. 7 Zustandsbasierte Wartung: Eine prädiktive oder zustandsbasierte Wartung stellt die goldene Mitte zwischen reaktiver und präventiver Instandhaltung dar. Indem der Zustand von Maschinen und mögliche Ausfälle vonTeilenvorhergesagt werden, können Wartungsarbeiten jenach Notwendigkeit durchgeführt werden, bevor eszuteuren und potenziell katastrophalen Ausfällen kommt. Die zustandsbasierte Instandhaltung op- nutzen und eine tatsächliche Wertsteigerung bei der Auswahl von Maßnahmen zuerreichen, haben eine wesentlich höhere Kapitalrentabilität. Dieser Bereich dürfte sich imLaufe der nächstenJahrezueinemSchlüsselbereich für Hochtechnologie-Investitionen im O&M-Sektor entwickeln. Jährlich 6,1 Millionen m 3 gereinigtes Abwasser zurück in den Wasserkreislauf. Vertrauen Sie auf unser Wissen. Evides Industriewasser Postfach 101423 · D-42014 Wuppertal Tel. +49 (0)202 51 46 818 · E-Mail sales@evides.de www.evides.de Die richtige Balance bei Instandhaltungsarbeiten Die Festlegung der optimalen Instandhaltungsstrategie für einenWindpark ist eine Gratwanderung zwischen O&M-Kosten auf dereinenund denpotenziellen Kosten einer Störung auf der anderen Seite. Die Wartungsstrategie Evides Verantwortung für Wasser Am Standort Terneuzen (NL) sorgt Evides mit seiner größten Anlage für die Wiederverwendung von Abwasser in der chemischen Industrie. Mit solch einer hohen Menge beweisen wir in den unterschiedlichsten Industriebetrieben Sinn für Wirtschaftlichkeit und Umweltbewusstsein. Denn: Wasser ist ein wertvoller Rohstoff. Mit auf den Bedarf unserer Vertragspartner zugeschnittenen Anlagen sorgen wir für die Wiederverwendung ihrer Abwässer –zum Beispiel für industrielle oder landwirtschaftliche Zwecke. Und zum großen Teil auch als hochwertiges VE-Wasser. Wir planen, bauen, betreiben und finanzieren perfekte Lösungen für Sie. Profitieren Sie von großer Erfahrung, technologischem Know-how – und unserer Verantwortung für Wasser. UmweltMagazin Oktober -November 2013

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