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10/11 | 2013

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Mall-Substratfilter

Mall-Substratfilter ViaPlus Entwässerung von Verkehrsflächen bis zu 3.000 m 2 Bilder (2): Andritz MeWa J Hoher Wirkungsgrad bis zu 99% J Geprüft auf Einhaltung der Geringfügigkeitsschwellenwerte der LAWA J Hohe Standzeiten des Filters durch wechselnden Wasserspiegel J Gleichzeitige Beseitigung von Schwermetallen, abfiltrierbaren Stoffen und mineralischen Kohlenwasserstoffen J Leicht zugänglicher Schlammraum J DIBT-Zulassung Z-84.2-12 NEU bis zu 3.000 m 2 Gereinigtes Fe-Metall (links) und Kunststoffe (rechts) Andritz MeWa Rotorschere schleust ein Überbandmagnet Eisenteile aus dem Prozess aus. Daran haften allerdings noch gut 20 Prozent Textilien und Folien an. Der Eisenanteil beträgt etwa 80 Prozent. Diesem Umstand verdankt die Fraktion ihren Namen „Müllschrott“,der am Marktnur bedingt verkäuflich ist. Daher hat sich das belgische Unternehmenerneut mit Andritz MeWa zusammengesetzt, umeine Lösung zu finden. Das Materialgemisch wurde in dieser Zeit zwischengelagert. Besuche bei diversen Referenzanlagen, die seit Jahren erfolgreich ihre Müllschrotte reinigen, überzeugten den Kundenschließlich, weiterzuinvestieren. Sehr schnell kamman auf die Idee, einen zusätzlichen Anlagenteil mit dem bewährten Querstromzerspaner (QZ) an die bestehende Anlage anzudocken. QZ reinigt Metalle Seit diesem Jahr lösen die Ketten des QZ 1600 die unterschiedlichen Materialien voneinander ab. Das eingegebene Material wird von den schnell drehenden Ketten imInnern der Maschine erfasst und gegen die Kesselwände und andere Einzelteile geschleudert. Das Materialgemisch wird so in seine unterschiedlichen Bestandteile zerlegtund das Metall vonAnhaftungen gereinigt. Die nachgeschaltete UmweltMagazin Oktober -November 2013 Separationstechnik liefert saubere Eisen- und Nichteisenfraktionen. Diese können nun zu einem deutlich höheren Preis verkauft werden als vorher. Die Shanks-Group in Belgien beliefert jetztnicht nur die Zementindustrie mit Ersatzbrennstoffen, sondern in Zukunft auch die Stahlindustrie mit Kühlschrott. Dieser verhindert bei der Stahlproduktion einÜberhitzen desEisen- beziehungsweise Stahlbads und muss daherinhoher Qualität bereit stehen. Mit der QZ-Technologie kann diese Qualität fortan erreicht werden. Hohe Flexibilität Dieser neue Anlagenteil macht die Shanks-Anlage noch flexibler. Über einen Extrabunker können in Zukunft weitere Materialströme verarbeitet werden, die bislang inder Anlage nicht vorstellbar waren. Das sind vor allem Holz-/Metall-/Kunststoff-Verbunde, die jetzt durch den Andritz MeWa Querstromzerspaner aufgeschlossen werden. Auf diese Weise lebt Shanks mit ihrer Großanlage in Belgien vor, wie modernes Recycling heutzutage funktioniert und wie es profitabel betriebenwerdenkann. Marius Hörrmann, ANDRITZ MeWa GmbH, Gechingen, marius.hoerrmann@andritz.com Literatur-Tipp Planerhandbuch mit 72 Seiten Regenwasserbewirtschaftung und Niederschlagswasserbehandlung Regenwasserbewirtschaftung und Niederschlagswasserbehandlung Regenwasserbewirtschaftung Abscheider Kläranlagen Pumpen- und Anlagentechnik info@mall.info www.mall.info Neue Energien

TECHNIK UND MANAGEMENT Mess-/Leittechnik Turbinenhaus auf 800 Meter über dem Meeresspiegel: Gewinnung von elektrischer Energie aus dem Quellzulauf Trinkversorgung mitTradition Die Gemeinde Baltschieder (Wallis/Schweiz) bezieht ihr Trinkwasser aus den Quellgebieten Baltschiedertal und Eggerberg. Es werden damit einerseits die 1200 Einwohner versorgt und anderseits ein wesentlicher Teil, rund 60 Prozent, an die Gemeinde Visp abgegeben. Baltschieder verkauft dieser jährlich rund 600000 bis 1200 000 m 3 Wasser. Im Rahmen einer nötigen Modernisierung der Anlage zur Trinkwassergewinnung wurde unter anderem ein neues Leitsystem installiert. Rüdiger Settelmeyer Das Quellwasser spielt in derSchweiz eine wichtige Rolle, vor allem im Voralpen- und Alpengebiet sowie im Jura. Die öffentlichen Wasserversorgungendeckenrund 40 Prozent des gesamten Trinkwasserbedarfes aus Quellwasserab. Dieses istnormalerweise von sehr guterQualitätund eignetsichzum Genuss als Trinkwasser. Quellen sind besonders wertvoll, wenn sie ergiebig sind, gute Wasserqualitätund eine weitgehend konstante Schüttung aufweisen. DasPrinzip einerQuellwasserfassung ist einfach. Die Ausführungen in der Praxis könnenaber sehr aufwändigsein. Die wasserführenden Schichten verlaufen oft unregelmäßig im Untergrund. Der Regen fällt auf den Boden, welcher das Wasser wie ein Schwamm aufnimmt. Es sickert durch die Humusschicht weiter durch Steine und Sand, oft mehrere Meter tief inden Erdboden. Trifft das versickerte Wasser auf eine undurchlässige Lehm- oder Felsschicht, fließt es nun dieser Schicht entlang. An diesen Stellen werden indie Erde Sickerröhren eingebaut, welche mit vielen kleinen Löchern versehen sind. Damit diese nicht verstopfen, werden sie in grobe Steine eingebettet. Das Wasser fließt so in die tiefer gelegene Brunnenstube, welche auszweiKammern besteht. In der ersten wird der im QuellwassermitgeführteSandabgelagert.Inder Zweiten befindet sich ein feines Sieb, das die letzten Feinstoffe zurückbehält. Eine dickeRöhreleitetdas nun klare Quellwasser zum Reservoir, welches in der Regel nochetwas tieferliegt [1]. Modernes Leitsystem für die Trinkwasserversorgung Die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Baltschieder verfügt über zwei Reservoirs von 1000 m 3 .Darüber hinaus gibt esein Turbinenhaus zur Gewinnung von elektrischer Energie aus demQuellzulauf zu denReservoirs. Um diese Versorgungseinrichtungen sicher und zuverlässig zu überwachen, die Wassergewinnung und den -verbrauch automatischzuerfassen sowie zu dokumentieren, beschloss der Gemeinderat im Jahr 2011 das Budget für ein modernes Leitsystem. Mit der Lieferung, Installation und Inbetriebnahme eines neuen Leitsystems für die Anlage zur Trinkwassergewinnung wurde Endress+Hauser im Sommer 2012 beauftragt. Bereits im Spätherbst konnte die Installation und die Inbetriebnahme desSystems durchgeführt werden, die Abnahme erfolgte im März dieses Jahres. Endress+Hauser lieferte als Komplettlieferant für die Prozessautomatisierung die noch fehlende Sensorik sowie das komplette Hard- und Softwareengineering für die Außenstationen und die Leitzentrale, die notwendigen Schaltschränke mit integrierten spei- Literatur [1] Quelle: www.trinkwasser.ch 50 UmweltMagazin Oktober -November 2013

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