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10/11 | 2013

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Typ 2-Steckers (Europa),

Typ 2-Steckers (Europa), ergänzt um zwei leistungsstarke DC-Kontakte. In neuenModellen deutscher Automobilhersteller wie dem BMW i3 oder VW e-Up werden nun fahrzeugseitig gleichzeitig die Typ2-Steckverbindung (AC) und die DC-Steckverbindung hinter nur einer kompakten „Tankklappe“ untergebracht sein. Datenkommunikation Als weltweit einheitlicher Standard ISO/IEC 15118–1 ist im April 2013 der Geltungsbereich für den Datenaustausch an der Ladesäule verabschiedet worden. Es ist ein wichtiger Meilenstein, denn nur der reibungslose Infor- Einbindung derElektrofahrzeuge in die Netze der Zukunft eine der Grundvoraussetzungen. Die intelligente Ladung ermöglicht neben einem aktiven Lastmanagement zur Vermeidung von Überlastungssituationen auch einen größtmöglichen Eigenverbrauch andezentral erzeugterErneuerbarerEnergie. Dievon Windkraft- und Photovoltaikanlagen fluktuierend bereitgestellte Energie kann gut mit dynamisch steuerbaren Speicherbatterieninden E-Autos kombiniert werden. Eine Kundenanforderung kann sein, dass die Ladung nur bei Verfügbarkeit von Ökostrom erfolgen soll. Eine andere Ladestrategie ist beispielsweise die Datenkommunikation steuert den Ladevorgang zur besseren Integration erneuerbarer Energien. Beispiel Ladesteuerung gemäß ISO/IEC 15118 RWE Backend-System Infrastructure Control Vertrag 1234 ist gültig Laden mit bis zu 22 kW möglich; anbei die Preistabelle Windangebot: 4 Uhr –6Uhr Bezogene Energie 22 kWh IT-Backend Ladestation Fahrzeug Kabel angeschlossen Sicherheitstest erfolgreich, bitte verriegeln Mein Vertrag ist 1234, ich möchte laden Ich lade von 2 Uhr –6Uhr mit 5 kW Neues Angebot angenommen: Ich lade von 4 Uhr –6Uhr mit 11 kW Ich möchte die Ladung beenden Fahrzeug bitte entriegeln Integration Erneuerbarer Energie: beispielhafter Datenaustausch zur Ladesteuerung gemäß ISO/IEC 15118 mationsaustausch zwischen Auto und Station sorgt für eine ökologische und komfortableElektromobilität. Im Rahmen der Energiewende, die bereits begonnen hat, helfen E-Autos, Ressourcenzuschonen. Um die Erneuerbaren Energien jedoch als Treibstoff verwendenzukönnen, istintelligentes Laden(SmartCharging) und damit die 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Bilder (2) und Grafiken: RWE Effizienz schnellstmögliche Ladung. Moderne IT-Systeme übernehmenhierdas Lademanagement. Durch den standardisierten Datenaustausch während des Ladevorgangs können automatische Identifikationsmöglichen des Fahrzeugs ander Ladestation (Plug &Charge) genutzt werden. Der Fahrer muss keine zusätzlichen Handgriffe vornehmen und lädt sein Fahrzeug ganz nebenbei während der üblichen Standzeiten. Die Freischaltung an der öffentlichen Ladestation über ein Smartphone oder eine Statusanzeige von Ladepunkten nutzenebenfalls die normierteDatenkommunikation. Ladestations-Roaming Um Elektromobilisten überall den Zugang zu öffentlichen Ladestationen zu bieten, muss es möglich sein, mit nur einemeinzigen Autostrom-Vertrag auch Ladesäulen anderer Anbieter zu nutzen. Der abgestimmte Betrieb von Infrastruktur unterschiedlicher Anbieterkann aber nur an kommunikationsfähigen Ladestationen umgesetzt werden. Bei diesem E-Roaming-Verfahren werden an der Ladeinfrastruktur der Partner die Ladevorgänge anhand von einheitlichen Vertragsnummern autorisiert und über eine sichere Verbindung an dasIT-Backend derInfrastruktur übermittelt. Der jeweilige E-Roaming-Partner erhält dabei aus datenschutzrechtlichenGründen keinenZugriff auf kunden- oder vertragsbezogenenDaten. In Deutschland haben Ende 2011 sechs Automobil-, Energie- und Industrieunternehmen das Gemeinschaftsunternehmenhubject mitdem Ziel gegründet, eine einheitliche Datenplattform fürden leichtenZugangzuöffentlicher Ladeinfrastruktur zu errichten. Bis Ende 2013 werden die Partner nun deutschlandweit ihre Infrastruktur dem hubject-Roaming-Verbund öffnen. Auch in dem von der Europäischen Union geförderten Projekt Green eMotion testen 43 Marktteilnehmer Use Cases für die Nutzung von Ladeinfrastruktur inklusive E-Roaming-Verfahren. Torsten Günter, RWE Effizienz GmbH, Dortmund, emobility@rwe.com UmweltMagazin Oktober -November 2013 55

TECHNIK UND MANAGEMENT Management Trocknung von Sägespänen und anderen Biomassen im Bandtrockner mittels Abwärme Positive Umweltbilanz mit Prozessbändern Immer ausgefeiltere Produktionsmethoden und Produkte machen Prozesse nicht nur effizienter, sondern auch umweltschonender. Bei der Herstellung von Holzpellets oder -briketts in Niedertemperaturbandtrocknern kommen unter anderem Prozessbänder von Weaveinmotion zum Einsatz. Sie leisten in drei verschiedenen Bereichen einen maßgeblichen Beitrag zur Schonung von Ressourcen. Michael Seelert Die Trocknung von Sägespänen, Hackschnitzeln, Rinden, Hobelspänen und anderen Biomassen erfolgt im Bandtrocknermittels Abwärme. Die feuchte Biomasse wird involler Breite auf einem Prozessband verteilt. Dieser Produktkuchenwirdvon Warmluftvon oben nach unten durchströmt. Dabei wird die Feuchtigkeit, die über 50 Prozent beträgt, dem Produkt entzogen und auf den Luftstrom übertragen. Gleichzeitig filtert die Produktschicht Feinstpartikel heraus und scheidet diese ab.Prozessbänderder GKD –Gebr.Kufferath AG aus Düren sorgen hier aufgrund ihrer hohen Luftdurchlässigkeit bei geringer Maschenöffnung für effiziente Trocknungsprozesse und verringerte Emissionsbelastung. Nach der Trocknung der Späne, die nur nocheine Restfeuchte von8bis10Prozentaufweisen, werden sie in die Pelletpresse weitergeleitet. Unterschreitung gesetzlicher Höchstwerte Prozessbänder von Weaveinmotion optimieren nicht nur den Trocknungsprozesswährendder Pellet- oderBrikettherstellung, sondern sorgen bei ordnungsgemäßem Betrieb sogar für die Unterschreitung gesetzlich festgelegter Höchstwerte in Bezug auf Staubfrachtbelastung bis unter 10Milligramm pro Kubikmeter (mg/m 3 ). Conducto bietet darüber hinaus einen weiteren entscheidenden Vorteil: In Laufrichtung eingewebte Bronzedrähte verhindern dauerhaft und gemäß ATEX-Norm die elektrostatische Aufladung desBandes. Sowohl Privathaushalte als auch die Industrie nutzen zunehmend die Vorteile des Heizens oder der Anlagenbefeuerung mit Holzpellets. Neben dem Preisvorteil gegenüber Heizöl oder Erdgas spielt hierbei auch der Faktor Umwelt eine wichtige Rolle.Zum einensetzen Holzpellets bei ihrer Verbrennung nur soviel Kohlendioxid (CO 2 )frei, wie der Baum zuvor aufgenommen hat. Zum anderen werden sie aus regional nachwachsenden Rohstoffen gewonnen und sind somit eine preisgünstige Alternative zu fossilen Energieträgern. Doch auch in der Aufbereitung und Nutzung von kommunalem Klärschlamm finden GKD-Prozessbänder vielfältigeVerwendung. Klärschlamm ersetzt Primärenergie Das Abfallprodukt kommunaler Abwasser, Klärschlamm, ist ein wichtiger Brennstoff, der zur erheblichen Einspa- 56 UmweltMagazin Oktober -November 2013

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