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10/11 | 2013

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A+A Arbeitsschutz und

A+A Arbeitsschutz und -sicherheit Die internationale Fachmesse für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit (A+A) mit Kongress öffnet vom 5. bis zum 8. November 2013 in Düsseldorf wieder ihre Türen. Persönlicher Schutz, betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sind die zentralen Themen der Fachmesse. Besondere Schwerpunkte im Programm des diesjährigen Kongresses sind die Bereiche „Gesundheit“ und „psychische Belastungen“. Indiesem Jahr ist auch die VDI-GEU auf der Messe vertreten und wird mit ihrem Fachbereich 1 „Sicherheit und Management“ ihre Aktivitäten zum Thema vorstellen. Informiert wird über aktuelle Richtlinienaktivitäten sowie über fachbezogene Expertenforen. Zufinden ist die VDI-Gesellschaft inHalle 10, Stand A65. www.aplusa.de Kontakt VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU), Dirk Franz Franzen Postfach 101139, 40002 Düsseldorf Tel.: 0211/6214-415 Fax: 0211/6214-177 geu@vdi.de www.vdi.de/geu Tagung Gerüche messbar machen Gerüche umgeben uns jeden Tagauf die unterschiedlichste, aber nicht immer auf angenehme Art und Weise. Sie führen bei der immer dichter werdenden Besiedlung von Ortschaften oftmals zu Beschwerden von Anwohnern. Gerüche zumessen, ihre Quelle zu ermitteln und sie zu bewerten erfordert komplexe Maßnahmen. Die 5. VDI-Tagung „Gerüche inder Umwelt“ am 19. und 20. November 2013 in Baden-Baden befasst sich mit den auftretenden Problemen und Herausforderungen dieser Problematik. Im Rahmen der Veranstaltung geben Fachleute eine Übersicht über die Entwicklung der Olfaktometriemessung in Europa und thematisieren die neuesten Standards, Normen und gesetzlichen Regelungen, die bei der Messung von Gerüchen zu beachten sind. Sie diskutieren zudem unterschiedliche Herangehensweisen, um die Ausbreitung von Gerüchen zu berechnen. Wie sich die Geruchsproblematik im Immissionsschutz, aber auch bei der Bauleitplanung auswirkt, ist eine weitere Frage, mit der sich Experten auseinandersetzen. Darüber hinaus präsentieren sie Fallstudien zuGeruchsemissions- und -immissionsmessungen, beispielsweise an Biogasmotoren, bei Feuerungsanlagen oder in der Landwirtschaft. Die Vortragenden kommen unter anderem vom ANECO Institut für Umweltschutz, dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW und von Odournet. Die Tagung richtet sich an Gutachter, Sachverständige, Ingenieure, Juristen, Umweltbeauftragte, Anlagenbetreiber, Vertreter von Behörden und Umweltorganisationen sowie Wissenschaftler. Die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN –Normenausschuss KRdL unterstützt die Tagung fachlich. www.vdi.de/gerueche Bild: VDI Wissensforum Ehrenamtliches VDI-Mitglied Nachruf für Norbert Jaeger Am4.September dieses Jahres verstarb Norbert Jaeger imAlter von 56 Jahren. Der studierte Sicherheitstechniker wirkte beim VDI ehrenamtlich im Gremium der Richtlinie „VDI 2263 Staubbbrände und Staubexplosionen; Gefahren, Beurteilung, Schutzmaßnahmen“ mit. Zusätzlich engagierte ersich als Mitglied inverschiedenen Arbeitskreisen des IVSS, ASTM und EPSC. Seit 2003 hat Jaeger imGroup Service Bereich „Law and Environment“ am Stammsitz des Agrarkonzerns Syngenta in Basel gearbeitet. Seine dortige Tätigkeit beinhaltet die Betreuung und Beratung aller globalen Firmenstandorte auf den Gebieten der Arbeitssicherheit, des Brand- und Explosionsschutzes und der Prozesssicherheit. Zuletzt war er als Senior Hazard Assessor für die Syngenta Crop Protection in Münchwilen/Schweiz beschäftigt. Norbert Jaeger (†) UmweltMagazin Oktober -November 2013 63

ORGANSCHAFTEN EMAS-Umweltmanagement für Spitzenausgleich anerkannt Die Zeiten, indenen energieintensive Unternehmen nur eine bestimmte Verbrauchsquote vorweisen mussten, umaus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit in den Genuss zum Teil erheblicher finanzieller Entlastungen zu gelangen, sind vorbei. Sowohl die europäische wie auch die deutsche Politik setzen zunehmend darauf, konkrete Gegenleistungen für steuerliche oder umweltrechtliche Erleichterungen zu fordern. Als geeignetes Mittel freiwilliger Mehrleistungen großer Unternehmen wird der Nachweis eines organisationsbezogenen Energie- oder Umweltmanagementsystems gesehen (EnMS/UMS). Ein Beispiel ist die Ausgleichsregelung für produzierende Unternehmen im Erneuerbare- Energien-Gesetz, die über die Einführung eines EnMS nach DIN EN 16001 oder eines UMS nach EMAS/DIN EN ISO 14001 in Anspruch genommen werden konnte. Inzwischen wird jedoch nur noch die EMAS-Registrierung oder eine EnMS-Zertifizierung nach DIN ENISO 50001 anerkannt. Verordnung zum Spitzenausgleich Diese beiden Managementsysteme finden sich auch in der am 5. August dieses Jahres veröffentlichten Verordnung zum Spitzenausgleich nach den Energiesteuerund Stromsteuergesetzen wieder. Sie wurden um das Zugeständnis an sogenannte Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU), einvereinfachtes Nachweisverfahren in Anlehnung an die DIN EN 16247–1 (Energieaudit) führen zu können, ergänzt. Unternehmen, die bereits eine gültige EMAS-Registrierung oder alternativ ein ISO 50001-Zertifikat vorweisen können, haben den Entlastungsanspruch bereits erfüllt. Für alle anderen muss ab 2015 muss ein solches Managementsystem vorliegen; für dieses und nächstes Jahr kann der Spitzenausgleich auch mitdem nachweislichen Beginn der Einführung bei gleichzeitiger Einhaltung bestimmter Fortschrittskriterien beantragtwerden.Zuständig sind diejeweiligen Hauptzollämter. Unternehmen mit einem UMS nach der nicht anerkennungsfähigen ISO 14001 müssen daher entweder eine neue Zertifizierung nach ISO 50001 durchlaufen oder ein Upgrade zu EMAS. Die Anforderungen der ISO 14001 sind aber bereits vollständig in EMAS enthalten, sodass die Implementierung der Zusatzanforderungen der weniger aufwendige Weg für Management erfahrene Betriebe sein dürfte. Registrierung nach EMAS Eine Registrierung nach EMAS bietet vor allemden größeren Industriebetrieben weitere Vorteile. Denn auch bei der Umsetzung der europäischen Richtlinie über Industrieemissionen wurden Anerkennungen für EMAS-Unternehmen etabliert. Der neue §52a des BImSchG regelt Überwachungspläne und -programme für Anlagen nach der Industrieemissions-Richtlinie: Behörden müssen Letztere zur Vor- Ort-Besichtigung der Anlagen aufstellen. Der Zeitraum dazwischen richtet sich nach einer systematischen Beurteilung der mit der Anlage verbundenen Umweltrisiken. Erdarf bei Anlagen der höchsten Risikostufe ein Jahr und bei Anlagen der niedrigsten Risikostufe drei Jahre nicht überschreiten. Unter den Kriterien, die bei der Beurteilung der Umweltrisiken eine Rolle spielen, und sich damit auf den zeitlichen Abstand der Vor-Ort-Überprüfungen auswirken, wird die EMAS-Registrierung genannt. Sie soll dazu führen, dass Behördenbesuche deutlich seltener erfolgen, als es sonst der Fall wäre. Lösung für EMAS-Teilnehmer EMAS-Teilnehmer der KMU – rund 75 Prozent der in Deutschland registrierten Organisationen und inEuropa knapp 80 Prozent –haben den für den Spitzenausgleich angebotenen einfacheren Weg über ein Energieaudit offensichtlich nicht nötig. „Selbstbewusste“ Unternehmen könnten sich aber direkt an die umfassende Lösung EMAS wagen. Das bedeutet zwar einmalig einen höheren Aufwand, jedoch sind sie so für viele Even- Bild: Erich Westendarp/Pixelio 64 UmweltMagazin Oktober -November 2013

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