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10/11 | 2013

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Rezensionen SERVICE

Rezensionen SERVICE Hochwasser-Handbuch Heinz Patt und Robert Jüpner (Hrsg.) Springer-Verlag GmbH, Heidelberg ISBN: 978–3–642–28191–4 99,95 Euro Hochwasserereignisse verursachen jedes Jahr Sachschäden in Milliardenhöhe. Das Ziel des Handbuchs ist die Bereitstellung von Informationen über die Entstehung von Hochwasser und zum Umgang mit hohen Wasserständen zur Vermeidung beziehungsweise Reduzierung von Hochwasserschäden. Dazu werden in den Grundlagenkapiteln Hinweise zu hydrologischen, hydraulischen, grundbautechnischen und baustofftechnologischen Fragestellungen gegeben. Die Planungskapitel beschäftigen sich mit der Bauvorsorge, der Organisations- und Verhaltensvorsorge und den Maßnahmen vor, während und nach einem Hochwasser. Ergänzend folgen Hinweise zur Landschaftspflege, zur Ermittlung und Auswertung von Hochwasserschäden und zu deren Versicherung. Den Abschluss bil- det eine Darstellung der rechtlichen Grundlagen wie zum Beispiel die EG-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie oder das neue Wasserhaushaltsgesetz. Bei der Neuauflage wurden auch die strategischen und technischen Entwicklungen imHochwasserschutz der vergangenen zehn Jahre, insbesondere zu den Überschwemmungsgebieten und zum Hochwasserrisikomanagement berücksichtigt. Energierecht Dieter Krimphove (Hrsg.) Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart ISBN: 978-3-17-022085-0 19,90 Euro Die Energiewirtschaft befindet sich im Umbruch und das Energierecht muss damit Schritt halten. Der vorliegende Titel soll dem Leser einen Überblick über die gesamte Breite, Tiefe und Komplexität des Energierechts geben. Er stellt anhand zahlreicher Schaubilder und Praxisbei- spiele das novellierte Energierecht imengeren Sinne vor. Behandelt werden unter anderem das Entflechtungs- und Netzzugangsrecht, das Mess- und Zählerwesen sowie das Konzessionsrecht, das Recht der Erneuerbaren Energien sowie das KWK-Recht. Darüber hinaus zeigt das Buch aus- gewählte Kernschnittstellen zum Vertrags-, Gemeindewirtschafts-, Kartell-, Europa- und Insolvenzrecht auf. Die beiliegende CD-ROM enthält eine Hörfassung des Buchinhalts, die wesentlichen Urteile, Gesetze und Vorschriften, interaktive Fälle und einen Multiple-Choice-Test zum Thema. Umweltpolitik in Deutschland Michael Böcher und Annette Elisabeth Töller Springer Fachmedien, Wiesbaden ISBN: 978-3-531-19464-6 16,99 Euro Seit ihrer Entstehung inden 1970er Jahren hat sich die die deutsche Umweltpolitik kontinuierlich verändert. Dies betrifft die Bandbreite der geregelten Problemfelder, die verwendeten Instrumente sowie die umweltpolitischen Resultate. Das Buch betrachtet in der Ein- führung das Thema konsequent aus der analytischen Perspektive der Politikfeldanalyse. Als Erklärungsfaktoren werden insbesondere die der Umweltpolitik zugrunde liegenden Problemstrukturen, ihre wichtigsten Akteure und Institutionen angeboten. Inden folgenden theoretischen Kapiteln über umweltpolitische Prozesse werden diese Überlegungen gebündelt. Das Werk soll Studierenden und Forschenden gleichermaßen als Analysewerkzeug für die Untersuchung konkreter umweltpolitischer Fälle dienen. UmweltMagazin Oktober -November 2013 71

SERVICE Umweltmärkte BMW Spartanburg Deponiegasprojekt Energetische Nutzung vonDeponiegasen Immer mehr US-Industrieunternehmen beziehen aus Deponiegasen gewonnenen Strom. Ein Trend geht zu Blockheizkraftwerken zur zusätzlichen Gewinnung von Wärme. Im Entsorgungsmanagement tätige Unternehmen zeigen großes Interesse an innovativen Technologien zur Weiterverarbeitung der Deponiegase. Mit der Lieferung entsprechender Technik oder Strategiepartnerschaften können auch deutsche Unternehmen von diesem Wachstumsmarkt profitieren. Ende Juni 2013 waren inden USA594 Anlagen zurenergetischen Nutzung von Deponiegasen (Landfill Gas To Energy, LFGTE) in Betrieb. Zum gleichen Zeitpunkt des vergangenen Jahres lag dieZahl bei 568, so die Environmental Protection Agency(EPA). Die Branche konnte somit wie in den Vorjahren moderat zulegen. Mit rund 80 LFGTE- Anlagen ist dabei Kalifornien führend. Auch in Texas und zahlreichen Bundesstaaten im Nordosten des Landes wie New York, Pennsylvania oder Virginia wird auf diese Technologie gesetzt. Nach Angaben der EPA enthielt die Juniplanung 83 neue LFGTE- Projekte sowie den Ausbau bestehender Anlagen. Im Bau beziehungsweise in der Erweiterung befanden sich 41 Anlagen. Laut der Umweltbehörde kommen landesweit zusätzlich 450 bestehende Deponien für die Energiegewinnung in Frage. Die Entwicklung in den LFGTE-Segmenten ist sehr unterschiedlich. Rund ein Drittel der bestehenden Anlagen sind Direct Use-Projekte, bei denen die Gase einen Treibstoff wie Erdgas oder Kohle ersetzen. Die Kapazität betrug im Juni 2013 rund 310 Millionen Standardkubikfuß Gaspro Tag. Das Interesse anreinen Direct Use-Projekten ist in den vergangenenJahren stark gesunken. Imvergangenen Jahr sind keine nennenswertenProjekte angeschoben worden. Auch 2013 deutet alles auf eine Stagnation hin. Dies ist vor allem auf die imZuge des Förderbooms gesunkenen Gaspreise zurückzuführen. Nach Angaben der U.S. Energy Information Administration (EIA) sind die Gaspreise für die Industrie von einem Rekordwert im Juli 2008 von 9,7 Euro pro Tausend Kubikfuß (tcf) vier Jahrespäterauf 2,6Euro pro tcf gefallen. Trotz leichter Aufwärtstendenz seit Jahresmitte 2012 (April 2013: 3,7 Euro pro tcf) bleiben reine Direct-Use-Projekte auf absehbare Zeit nicht wettbewerbsfähig. Entsorger forcieren Entwicklung Etwa zwei Drittel der bestehenden LFGTE-Anlagen nutzen Deponiegase, um Elektrizität zu erzeugen. Die Gesamtkapazität belief sich Ende Juni 2013 auf 1978 MW. Innerhalb eines Jahres konnte ein Zuwachs um 165 MW erzielt und somit die Dynamik der Vorjahre übertroffen werden. Entsorgungsunternehmen forcieren die Marktentwicklung. Die Waste Management Inc., das größte US-amerikanische Abfallentsorgungsunternehmen ,betreibt in Nordamerika knapp 130 Deponiegas-Anlagen. Das Unternehmen plant zudem, bis zum Jahr 2020 seine Kapazitäten zur Generierung von Energie aus Abfällen zu verdoppeln. Die Republic Services Inc. ist in dem Marktsegment mit rund 70 LFGTE-Anlagen sehr aktiv. Die Nummer zwei unter den Abfallentsorgern macht mit 72 UmweltMagazin Oktober -November 2013

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