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10/11 | 2014

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NACHRICHTEN Fachverband

NACHRICHTEN Fachverband Biogas Rechtsklarheit bei der Entsorgung von privaten und kommunalen Pflanzabfällen Biogasanlagen können ab sofort wieder wie gewohnt Pflanzenabfälle aus Gärten, kommunalen Parkanlagen, Sportplätzen und der Landschaftspflege verwerten und daraus klimafreundlichen, heimischen Ökostrom produzieren. Diese Praxis war seit August dieses Jahres durch eine klärungsbedürftige Rechtslage im novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2014) unterbunden worden. Der Fachverband Biogas e.V. konnte nun eine Klärung des Problems erwirken und den Betreibern damit wieder Rechtssicherheit geben sowie die sinnvolle Verwertung der Abfälle ermöglichen. Newsletter-Abonnement Seit Jahren bieten bundesweit mehr als 1000 Biogasanlagen Privatleuten und Kommunen den Service an, ihre Pflanzabfälle in der Biogasanlage zu verwerten. Ein Angebot, das sehr gerne angenommen wurde. Umso größer war daher das Unverständnis von Biogasanlagenbetreibern und Gemeinden, als Juristen aufgrund der Neufassung des EEG davor warnen mussten, solche Materialien in NawaRo-Anlagen einzusetzen. Ihrer Einschätzung war esnicht auszuschließen, dass der Einsatz von Grüngut zum Verlust der kompletten Vergütung für den Einsatz nachwachsender Rohstoffe und da- Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie jeden Donnerstag aktuelle Informationen rund um das Thema Umwelttechnik. Abonnieren Sie ihn unter www.umweltmagazin.de/umwelt/newsletter.php. mit in die Insolvenz geführt hätte. Nun wurde klargestellt, dass Grüngut weiterhin als nachwachsender Rohstoff im Sinne des EEG gilt. Allerdings ist nicht nur dieses von der neuen Definition des Landschaftspflegematerials im EEG 2014 betroffen. Mehr als 100 Biogaserzeuger des Ökolandbaus geraten aktuell wirtschaftlich in Schieflage, weil die Neudefinition keine gesonderte Förderung für den Anbau von Klee, Luzerne und deren Bild: Florian Gerlach/Pixelio Mischungen mit Gras mehr vorsieht. Auch hier verhindert der Gesetzgeber durch eine unklare Rechtslage den Einsatz von ökologisch sehr förderungswürdigen, ohnehin in der Landwirtschaft anfallenden Substraten zur Erzeugung von Strom und Wärme. Der Fachverband Biogas wird sich daher auch hierzu weiterhin dafür einsetzen, eine einvernehmliche und rechtssichere Lösung mit dem Ministerium herbeizuführen. www.biogas.org Europa –kurz notiert >>> Die EU-Kommission hat Experten der Mitgliedsstaaten zur Schaffung eines Nanoregisters im Rahmen der Chemikalienverordnung REACH befragt. Einige Länder fordern mehr Sorgfalt bei der Veröffentlichung von Informationen an den Tagzu legen. Ansonsten würden Nanoprodukte stigmatisiert und Verbraucher verwirrt, argumentiert das italienische Wirtschaftsministerium. Belgiens Umweltausschuss mahnt an, dass Produktkennzeichnungen ebenso verwirrend seien und teilweise falsche Angaben machen. Der Ausschuss fordert zudem, dass auch Stoffe in das Register aufgenommen werden, die eigentlich keine Nanomaterialien sind, aber welche freisetzen, sobald sie zu Abfall werden. Schwedens Chemikalienagentur dagegen reicht es, wenn nur Nanomaterialien in REACH auftauchen, die auf dem Markt sind. Dazu würden jedoch auch Produkte aus anderen Kategorien gehören – nicht nur Lebensmittel und Kosmetik. Das deutsche Umweltbundesamt schlägt vor, eine generelle nanospezifische Informationspflicht einzuführen. >>> Aufgrund seiner fett- und wasserabweisenden Eigenschaften hat langkettige Perfluoroctansäure (PFOA) viele Einsatzgebiete, beispielsweise in Outdoorbekleidung. Allerdings können einige PFOAs für Menschen krebserregend sein. Nun warnen Forscher auch vor möglichen Alternativstoffen aus per- und polyfluorierten Substanzen (PFAs). Auch diese könnten persistent und giftig sein, hieß esinder kürzlich veröffentlichten Helsingør-Erklärung. Darin fordern die Forscher Hersteller auf, mehr Informationen über Eigenschaften und Auswirkungen kurzkettiger PFAs zu veröffentlichen. Solange noch nicht alle möglichen Gesundheits- und Umweltrisiken bekannt seien, sollten PFAs nur da verwendet werden, wo es unbedingt notwendig ist. 10 UmweltMagazin Oktober -November 2014

HP CO 2 -Reduktionsziel für Produktportfolio Der amerikanische Technologiekonzern HP will bis zum Jahr 2020 die CO 2 -Intensität seines Produktportfolios um 40 Prozent gegenüber dem Wert von 2010 senken. Bereits zuvor hatte HP angekündigt bis dahin den Gesamtausstoß von Treibhausgasen im Geschäftsbetrieb um 20 Prozent gegenüber 2010 reduzieren zuwollen. Dieses Ziel bezieht sich auf den Ausstoß der Kategorien Scope 1 und 2der US-Umweltschutzbehörde. Darunter fallen direkte Emissionen aus Anlagen im Besitz von HP sowie indirekte Emissionen, die durch eingekaufte Energie- und Wärmeversorgung entstehen. Vergangenes Jahr hat essich als erstes IT-Unternehmen zum Ziel gesetzt, den Ausstoß von Treibhausgasen bereits abdem ersten Schritt der Lieferkette in den Bereichen Produktion und Transport bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu2010 um rund 20Prozent zu senken. Die Emissionen des Produktportfolios machen etwa 61 Prozent des CO 2 -Gesamtausstoß des Unternehmens aus. Um diesen zu senken, erhöht HP beispielsweise die Effizienz von Rechenzentren durch energieeffiziente Lösungen wie die Serverarchitektur HP Moonshot. Sie soll, im Vergleich zutraditionellen Server-Umgebungen, bis zu 89 Prozent weniger Energie verbrauchen, 80Prozent Platz und 77 Prozent Kosten sparen. Das Carbon Disclosure Project (CDP) hat zum wiederholten Mal das Bestreben des Unternehmens anerkannt, die CO 2 -Emissionen zu senken. Das CDP ist eine internationale Non-Profit-Organisation, die Unternehmen und Städten das einzige globale System bietet, mit dem sich wichtige Umweltdaten messen, offenlegen, verwalten und austauschen lassen. Im kürzlich veröffentlichten CDP S&P 500 Climate Change Report 2014 erhält HP mit 100 von 100 Punkten den höchstmöglichen UmweltMagazin Oktober -November 2014 Wert für die Kategorie Offenlegung. Damit wurde esinden Climate Disclosure Leadership Index aufgenommen, der Unternehmen herausstellt, die höchste Transparenz und Qualität bei der Offenlegung von umweltbezogenen Daten bewiesen haben. Zudem ist HP eines von 34 S&P-500-Unternehmen, die imdiesjährigen CDP Climate Performance Leadership Index (CPLI) gelistet sind. In diesem Index werden Unternehmen genannt, die den Umweltschutz inihre Ge- Legen Sie die Verantwortung für Wasser in unsere Hände. Vertrauen Sie auf unser Wissen. Evides Industriewasser Postfach 101423 ·D-42014 Wuppertal Tel. +49 (0)202 5146818 ·E-Mail sales@evides.de www.evides.de HP-Server vom Typ Moonshot: Er ist energiesparend und Teil von HPs Strategie für das Rechenzentrum der Zukunft. schäftsstrategie integrieren und eindeutige Maßnahmen ergreifen, umdie umweltbezogenen Risiken zu minimieren. Die Klimaschutzmaßnahmen wurden hier im höchsten Leistungsspektrum „A“ eingeordnet. www.hp.com Evides Verantwortung für Wasser Wirberaten Sie undentwickeln spezifischeLösungen für Ihren Bedarf. Jährlich 12Millionen m 3 VE-Wasser, 6,1 Millionen m 3 gereinigtes Abwasser zur Wiederverwendung, Abwässer von 1,7 Millionen Haushalten und über 170 Industriebetrieben –unsere Erfahrungen sind vielfältig, unsere Kompetenz ist groß. Sorgen Sie sich etwa noch selbst um Ihr Wasser? Dabei rechnet sich das Outsourcing für Sie: Über langfristige DBFO-Verträge (Design, Build, Finance & Operate) realisieren wir auf Ihren Bedarf zugeschnittene Anlagen zu günstigen Konditionen und zur Steigerung Ihrer Effizienz. Ob Bereitstellung von Prozess- und VE-Wasser inden unterschiedlichsten Qualitäten, Abwasseraufbereitung oder Abwasserwiederverwendung–wir sind Ihrvertrauensvoller Partner.

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