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10/11 | 2014

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SPECIAL Erneuerbare

SPECIAL Erneuerbare Energien Interview „Näher amKunden“ Der Service für Windenergieanlagen ist ein Wachstumsmarkt, dessen Umsatz noch in diesem Jahrzehnt den des Anlagenverkaufs übersteigen wird. Verschiedene Prognosen lassen für das Jahr 2020 einen Branchenumsatz von bis zu 8Milliarden Euro in Europa beziehungsweise 27 Milliarden Euro weltweit erwarten. Über die Chancen des Marktes hat das UmweltMagazin mit Availon Geschäftsführer Ulrich Schomakers gesprochen. Ulrich Schomakers, Geschäftsführer Availon Holding GmbH, Rheine UmweltMagazin: Herr Schomakers, wie entwickelt sich der Markt für Windenergieanlagenservice? Ulrich Schomakers: Sehr gut. Wir von Availon erwarten jedenfalls ein Marktwachstum von 20 bis 30 Prozent jährlich. Und inDeutschland werden die derzeit auf den Markt kommenden zwei bis drei MW-Anlagen der Servicebranche spätestens in zwei bis drei Jahren für einen weiteren Wachstumsschub sorgen. UmweltMagazin: Wie verteilt sich der Markt zwischen Anlagenherstellern und unabhängigen Serviceunternehmen? Schomakers: Etwa 70 zu 30 Prozent; ich gehe aber davon aus, dass wir und andere ISPs (Independent Service Provider) in fünf Jahren auf 50 Prozent kommen. Wir selbst fokussieren uns auf bestimmte Märkte, Technologien und Anlagen. So erreichen wir die nötige Anlagenzahl, um wirtschaftlich attraktive Angebote vorzulegen und eine vernünftige Lagerhaltung zugewährleisten. Availon ist bislang auf GE, Vestas und Gamesa spezialisiert und mit Deutschland, Spanien, Italien und USA in den größten Märkten aktiv. Wir beobachten genau, welche Technologien und Anlagen sich heute etablieren, um künftig den passenden Service anbieten zu können. Wenn wir einen neuen Anlagentyp inunser Wartungsangebot aufnehmen, wollen wir mindestens 500 Stück erreichen können. UmweltMagazin: Woliegt die Stärke der Unabhängigen gegenüber dem Service der Anlagenhersteller? Schomakers: Für Availon kann ich sagen: Wir sind näher amKunden, flexibler und innovativer. UmweltMagazin: Können ISPs auf Dauer günstiger sein als die Hersteller? Schomakers: Wir haben eine flachere und damit kostengünstigere Struktur. Hersteller schleppen eine viel größere Organisation mit sich. Das heißt, wir haben niedrigere Lohnund Fixkosten. Wir bieten insbesondere bei älteren Anlagen und Ersatzteilen Kostenvorteile. Wenn diese aus der Serienproduktion herausfallen, sind wir mit unseren eigenen Beschaffungswegen, generalüberholten Komponenten und selbstentwickelten Reparaturprozessen eindeutig günstiger. UmweltMagazin: Kann man eine Windenergie-Anlage auch über die technische Lebenserwartung von 20Jahren hinaus wirtschaftlich betreiben? Schomakers: Bei vernünftiger Wartung kann man eine Windenergie-Anlage wie jedes andere Kraftwerk über technische Lebenserwartung hinaus betreiben. ImOffshore-Bereich rechnen die Energieversorger ohnehin bereits mit 25Jahren. Und im Onshore-Bereich, besonders an Schwachwindstandorten, sehe ich keine Probleme, Anlagen deutlich länger zu betreiben –bei entsprechendem Service. UmweltMagazin: Welche Bedeutung kommt der Anlagenoptimierung zu? Schomakers: Wir unterscheiden zwischen Optimierung der Verfügbarkeit und Optimierung der Leistungsausbeute. Bei Ersterer geht es zunächst um höhere Lebensdauer, geringere Reparaturanfälligkeit, niedrigere Betriebskosten und höhere Verfügbarkeit. Es bieten sich aber auch Leistungssteigerungen an, etwa durch bessere Windausrichtung, Leistungskurventuning und Parameteroptimierung. Allerdings muss man immer durchrechnen, welche Maßnahmen wirtschaftlich Sinn machen und auch nicht auf Kosten der gewünschten Lebensdauer gehen. UmweltMagazin: Die Anlagen werden immer größer und komplexer. Was bedeutet das für Sie und ihre Kunden? Schomakers: Je größer die Anlagen, desto teurer die Ausfallzeiten. Der Verfügbarkeit kommt damit höchste Bedeutung zu. Der Kunde erwartet daher ertragsbasierte und präventive Instandhaltungskonzepte. Das beginnt schon damit, dass man notwendige Wartungen und Abschaltungen ganz bewusst in Schwachwindphasen legt. UmweltMagazin: Bieten heutige Anlagen noch Potenzial zur Leistungssteigerung? Schomakers: Vielleicht nicht in dem Maß wie früher. Aber eine Leistungsoptimierung um 2Prozent bei einer modernen 3MW Anlage ist ertragsseitig so viel wert, wie 6 Prozent bei einer 1MWAnlage vor zehn Jahren. UmweltMagazin: Was steckt eigentlich hinter dem Trend zu Vollwartungskonzepten? Schomakers: Die Nachfrage ging ursprünglich von Finanzinvestoren aus. Diese kalkulieren mit einer festen Rendite und möchten sich daher gegen technische Risiken absichern. Diese Risiken können wir im Rahmen von Vollwartungsverträgen übernehmen und managen. Dazu warten und überwachen wir jede Anlage und beheben Probleme, bevor diese zuteuren Schäden führen. UmweltMagazin: Herr Schomakers, vielen Dank für das Gespräch. 16 UmweltMagazin Oktober -November 2014

VORSCHAU IMPRESSUM Themenvorschau 12-2014 Das Entscheider-Magazin für Technik und Management Bilder (v.l.n.r.): lucky-pixel /Pixelio, MVV Energie, Alba SPECIAL: RESSOURCENEFFIZIENZ Trinkwassergewinnung aus Meerwasser Energieeffizienzkonzept für die Industrie Neue Studie zur Ressourcenschonung Mehr Energieeffizienz nach Anlagenmodernisierung Rohstoffe aus Abwasser gewinnen TECHNIK +MANAGEMENT WASSER/ABWASSER Pumpen für Medien mit hohem Feststoffgehalt ABFALL/RECYCLING Recycling kritischer Materialien MESS-/LEITTECHNIK Gasdetektionskamera verbessert Umweltschutz Messung von organischen Resten in industriellem Abwasser Überwachung von Luftschadstoffen ENERGIE/ERNEUERBARE ENERGIEN Verwertung von Deponiegas RECHT Verordnung zur Fortentwicklung der abfallrechtlichen Überwachung BRANCHE Vorschau auf die Messen TerraTec und enertec SERVICE Umweltmärkte: Abfallaufbereitung inder Slowakei Rezensionen Ko-op-Börse Anzeigenkontakt BS MediaConsult GbR Thomas Schropp/Ellen Buntenbruch Tel.: 08151/44 83 18 info@bs-mediaconsult.de Anzeigenschluss: 19. November 2014 Erscheinungstag: 10. Dezember 2014 Mediadaten: www.umweltmagazin.de/mediadaten.php ISSN 0173-363 X 44. Jahrgang (2014) Herausgeber Verein Deutscher Ingenieure Redaktion Dipl.-Biol. Akram El-Bahay (Chefredakteur), Tel.: (02 11) 61 03-3 26 Daniela Brière (Redaktions-Assistenz), Tel.: (02 11) 61 03-2 15 E-Mail: UmweltMagazin@springer-vdi-verlag.de Freier Mitarbeiter der Redaktion Dipl.-Geogr. Helmuth Ziegler, Würzburg Organschaften VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) Verband der Betriebsbeauftragten e.V. (VBU), Essen Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement e.V. (VNU), Frankfurt am Main. Für Mitglieder des VBU und VNU ist der Bezug im Mitgliedsbeitrag enthalten. Medienpartnerschaft Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ), Frankfurt am Main Redaktionsbeirat Bernhard Schwager, Vorsitzender des VBU, Essen Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner, Vorsitzender der VDI-GEU, Bochum Matthias Friebel, Vorsitzender des VNU, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Hans-Friedrich Hinrichs, Geschäftsführer der KTB GmbH, Gladbeck Prof. Dr.-Ing. Klaus Gerhard Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), Duisburg Claudia Nauta, Produktmanagerin bei der DGQ, Frankfurt am Main Martin Ittershagen, Pressesprecher des Umweltbundesamtes, Dessau Verlag Springer-VDI-Verlag GmbH & Co. KG VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Postfach 10 10 22, 40001 Düsseldorf Commerzbank BLZ 300 800 00, Kontonummer 02 121 724 00 SWIFT/BIC-Code: DRES DE FF 300, IBAN: DE69 3008 0000 0212 1724 00 Geschäftsführung Christian W. Scheyko Layout Ulrich Jöcker Satz Medienpartner Mäurer GmbH, 41836 Hückelhoven Druck KLIEMO Printing, Hütte 53, B-4700 Eupen Copyright Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Vertrieb und Leserservice Tel. (02 11) 61 03-1 40 Fax (02 11) 61 03-4 14 E-Mail: leserservice@springer-vdi-verlag.de Vertriebsleitung: Christian W. Scheyko Bezugspreise 8 x jährlich (Ausgabe 1/2, 4/5, 7/8, 10/11 als Doppelausgabe) Jahresabonnement: 108,– € VDI-Mitglieder: 97,20 € (nur für persönliche Mitglieder) Studenten: 67,– € (gegen Studienbescheinigung) Preise Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten (Inland: 10,50 € Ausland 25,50 €, Luftpost auf Anfrage) Einzelheft: 18,– € Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten Der Bezugszeitraum beträgt mindestens ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn es nicht sechs Wochen vor Ablauf des berechneten Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. Anzeigen BS Media Consult GbR, Ellen Buntenbruch, Thomas Schropp, Kühtal 6, 82319 Starnberg Tel.: (0 81 51) 44 83 18, Fax: (0 81 51) 44 83 19, E-Mail: info@bs-mediaconsult.de Anzeigendisposition Susanne Storb, Tel.: (02 11) 61 03-3 80, Fax: (02 11) 61 03-3 00 z. Zt. gilt Anzeigenpreisliste Nr. 40 vom 1. Januar 2014 UmweltMagazin ist Mitglied der European Environmental Press. i v w UmweltMagazin Oktober -November 2014 www.umweltmagazin.de

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