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10/11 | 2014

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ORGANSCHAFTEN Köln

ORGANSCHAFTEN Köln Umwelt-Gutachter-Tag2014 Kontakt Verband für Nachhaltigkeitsund Umweltmanagement (VNU) e. V. Geschäftsstelle c/o Christina Geiger Am Hangelstein 8 65812 Bad Soden Tel.: 0700/86811-223 Fax: 0700/86811-224 vnu@vnu-ev.de www.vnu-ev.de Bild: Andreas von Saldern Die Referenten, Teilnehmer, Gäste und Veranstalter des diesjährigen Umwelt-Gutachter-Tags Rund fünfzig Teilnehmer sind am 25. September der Einladung zum diesjährigen Umwelt-Gutachter-Tag nach Köln gefolgt. Die Veranstaltung fand erstmals in Kooperation mit einem EMAS-Unternehmen, der Kölner-Verkehrs-Betriebe AG (KVB), im Straßenbahnmuseum in Köln-Thielenbruch statt. Die Leiterin „Umweltschutz und Arbeitssicherheit“ der KVB Lydia Marschall- Schmitz und VNU-Vorstand Bettina Heimer, hießen die Gäste willkommen. Der Auftaktvortrag behandelte Synergien, die sich aus dem Bedarf an validen Nachhaltigkeitsinformationen, etwa nach GRI 4.0, und den Kompetenzen von Umweltgutachtern ableiten lassen. Dr. Detlef Matz berichtete anschließend aus seiner betrieblichen Praxis bei der Werner &Merz GmbH, wie dort die Entwicklung von der Umwelterklärung zum Nachhaltigkeitsbericht verlaufen ist. Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement manifestiert sich nicht nur durch GRI und EMAS –die internatio- nale Norm ISO 14001 ist ebenfalls eine verbreitete Grundlage für ein Umweltmanagementsystem, das aktuell überarbeitet wird und der Entwurf seit dem 26. September dieses Jahres im Portal des DIN zur Kommentierung bereit steht. Bernhard Schwager erläuterte als Obmann des Ausschusses „Umweltmanagementsystem/Umweltaudit im DIN“ die Einführung der High-Level- Structure und die (neuen) Anforderungen an den Nachweis von Umweltleistungen. Wie zukünftig Kälte- und Klimaanlagen zu betreiben und F-Gase zuhandhaben sind, stellten Roland Paradies vom Zentrum für integrierten Umweltschutz und Helmar Pflock von der Volkswagen AG vor. Die Informationen zur Revision EMAS IVund die Neuigkeiten aus Zulassung und Aufsicht, die von Veit Moosmayer, Umweltgutachterausschuss und Dr. Markus Racke von der der DAU GmbH präsentiert wurden, rundeten die Veranstaltung ab. VNU-Mitglieder Kurz vorgestellt 7 Clemens Keller, Geschäftsführer des katholischen Bildungs- Kultur- und Tagungszentrums Haus am Dom in Frankfurt am Main ist seit Januar letzten Jahres Ansprechpartner für die VNU-Mitgliedschaft und seit Gründung 2012 regelmäßiger Teilnehmer des EMAS-Club Europe. Als Umweltmanagementbeauftragter ist er für das imJahr 2009 eingeführte Umweltmanagementsystem nach EMAS IIIund dieEinbindung des Umweltkonzeptes des Bistums Limburg in die hausinternen Prozesse verantwortlich. Leitlinien sind hier die Bewahrung der Schöpfung und der sparsame Umgang mitRessourcen.Die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen unter Einbeziehung der Zulieferer, Dienstleister und Pächter in dasNachhaltigkeitsmanagement des Hauses zählen zu seinen weiteren Aufgaben. 7 Rosa Hemmers, Inhaberin der SynergieKomm – Agentur für Nachhaltigkeit und Innovation, Bonn, ist seit August dieses Jahres Ansprechpartnerin im VNU. Neben dem Aufbau und Betrieb des BINE-Informationsdienstes, zehn Jahren stellvertretender Geschäftsführung der Vereinigung 270 Stadtwerke, der Mitarbeit bei der Stabsstelle Energieeffizienz und Innovation und dem LandtagNRW in der „Enquetekommission zuAuswirkungen steigender Öl- und Gaspreise“ gehört der Vorsitz beim Grüner Strom Label e.V. zu ihrem beruflichen Portfolio. Die Kompetenzen der seit 2004 bestehenden Neue Mitglieder imVNU: Clemens Keller und Rosa Hemmers Agentur liegen insbesondereinder Erstellung von Konzepten, Studien und Strategien zu Themen aus den Bereichen Umwelt- und Klimaschutzsowie Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. 56 UmweltMagazin Oktober -November 2014

Kontakt ORGANSCHAFTEN Rückkühlwerke Neue Vorschriften zur Vermeidung von Störfällen Verband der Betriebsbeauftragten (VBU) e.V. Jörg ten Eicken Alfredstraße 77-79 45130 Essen Tel.: 0201/95971-15 Fax: 0201/95971-29 info@vbu-ev.de www.vbu-ev.de Rückkühlwerke können Quellen für luftgetragene Keime sein. Dies haben Ereignisse im sauerländischen Warstein imvergangenen Jahr gezeigt. Die neue VDI-Richtlinie 2047, Blatt 2, für Verdunstkühlanlagen und -apparate, bei denen Wasser verrieselt oder versprüht wird oder anderweitig in Kontakt mit der Atmosphäre kommen kann, definiert Maßnahmen für den hygienegerechten Betrieb und enthält somit wichtige Hinweise und Vorgaben für Betreiber und Beauftragte zur Vorsorge und Vermeidung von Störfällen nach dem heutigen Stand der Technik. Parallel zur VDI-Richtlinie 2047, Blatt 2, ist der Erlass einer neuen Bundes-Immissionsschutzverordnung über Verdunstkühlanlagen vorgesehen, die sich inhaltlich in weiten Teilen ander Richtlinie orientieren soll. Der VBU regt an, dass sich die Verordnung nach bestehenden technischen Regelwerken richtet, der Anwendungsbereich klar definiert und eingegrenzt ist und eine Fremdüberwachung nicht inBetracht gezogen wird. Bild: Michael Kauffmann Immissionsschutz 20 Jahre LAI-Richtlinien für Aus- und Fortbildung Seit mehr als 20 Jahren sind für den Immissionsschutzbeauftragten die Voraussetzungen von Fachkunde nach §7der 5. BImSchV vorgegeben. Ausund Fortbildungsinhalte inNr. 2§7der 5. BImSchV sind von der Erfüllung aufsichtsbehördlicher Genehmigung nach einheitlichen Kriterien für die Anerkennung von Lehrgängen festgelegt. Sie wurden vom Länderausschuss für Immissionsschutz erstmals im September 1994 als „LAI-Richtlinien“ in Übereinstimmung mit Anhang II Azur 5. BImSchV inhaltlich definiert. Qualitative Anforderungen gibt es auch für Sachverständige nach §29a Absatz 1BImSchG, die mindestens alle zwei Jahre aneinem Meinungs- und Erfahrungsaustausch teilzunehmen haben. Fachkunde für Beteiligte, die sich mit der Überwachung und Vorsorge von Anlagen beschäftigen, hat der Gesetzgeber nicht nur im BImSchG vorausgesetzt, sondern auch für die Qualifikation von Abfall- oder Gewässerschutzbeauftragten vorgesehen. Deshalb sollten auch deren Aus- und Fortbildungsinhalte nach denen imImmissionsschutz zudefinieren und als Mindeststandards festzuschreiben sein, denn hier hat sich ein breiter Markt von Seminaranbietern mit oft unzureichenden Angeboten entwickelt. Aus Anlass des 20. Jahrestages seit Verabschiedung der LAI-Richtlinien im September 1994 fordert der VBU daher hier ebenfalls, die inhaltlichen Anforderungen für den Erwerb und die Aufrechterhaltung von Fachkunde von Abfall- und Gewässerschutzbeauftragten zudefinieren. Die Notwendigkeit einer entsprechenden Regelung wurde auch inden zuständigen Abteilungen imBundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gesehen. Diese haben in der 16. Legislaturperiode den Entwurf einer „Verordnung über Umweltbeauftragte“ vom 20. Mai 2008 erarbeitet – und das mit der Definition von Fachkunde auch für Beauftragte der Fachrichtungen Abfall und Gewässerschutz. Dieser wurde allerdings nicht verabschiedet. UmweltMagazin Oktober -November 2014 57

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