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10-11 | 2016

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Nachrichten Umweltmesse

Nachrichten Umweltmesse Ecomondo und Key Energy mit erweitertem Angebot News – Online Die Ecomondo und Key Energy eröffnen vom 8. bis zum 11. November 2016 auf dem Messegelände Rimini Fiera/Italien die zwanzigste Ausgabe der Umweltmesse mit einem erweiterten Angebot und folgenden zwei Schwerpunkten: Klimawandel und Kreislaufwirtschaft. Die Organisation der Ausstellung in Rimini knüpft dabei am großen Erfolg der Messe des vergangenen Jahres an, auf der 103 514 Besucher gezählt wurden. Auch die Zunahme der ausländischen Komponente wurde hier widergespiegelt – fast 11 000 Fachkräfte und 500 Buyer aus nahezu allen Ländern der Welt nahmen an der Veranstaltung teil. Iran und China fielen hierbei durch eine besonders starke Vertretung auf, die zusammen mit dem italienischen Umweltministerium organisiert wurde. Neben den traditionellen Ausstellungsbereichen von Ecomondo/Key Energy, wie etwa Abfälle – Behandlung, Transport und Handhabung, Abfälle – Recycling und Dienstleistungen, Abfälle – Recycling und Entsorgung, Biobased Industry, Reclaim Expo, Global Water Expo, Air, stehen in dieser Ausgabe die neuen Fachbereiche Material Handling, Lifting Solutions & Logistics und Monitoring & Control sowie ein Erfahrungsaustausch zur Kreislaufwirtschaft auf den ersten Positionen der Tagesordnungen. Weitere Themen sind Weitere Nachrichten finden Sie tagesaktuell auch im Internet unter www.umweltmagazin.de (Rubrik: Branchen-News). die Energieeffizienz in der Industrie mit „White Evolution“ und Anwendungslösungen innerhalb des Bereichs „Städte und Ballungszentren für eine nachhaltige Entwicklung“, welcher praktisch die Rolle eines Hubs übernimmt, in dem die in die Wege geleiteten Initiativen unter den verschiedenen Profilen der Effizienz, von der Energie bis hin zum Bauwesen, veranschaulicht werden. Der erste Ausstellungsbereich umfasst Maschinen und Ausrüstungen für die Handhabung und den Transport von Abfällen bis hin zum Angebot von Komponenten und Recycling von Hochbau-, Abbruch- und Straßenbaumaterialien sowie deren Wiederverwendung. Der zweite Ausstellungsbereich beschäftigt sich dagegen mit der Überwachung und Kontrolle von Schadstoffen in den Elementen Luft und Wasser. www.ecomondo.com Bild: Rimini Fiera Europa – kurz notiert >>> Die deutsche Regierung will die erhöhten Recyclingquoten des Kommissionsvorschlages für ein Kreislaufwirtschaftspaket erst einführen, wenn eine einheitliche Berechnungsmethode der Recyclingmenge feststeht. Demnach will das Land noch weitere drei Jahre nach Verabschiedung des Paketes an einer geeigneten Berechnungsmethode forschen, um dann geeignete Recyclingziele formulieren zu können. Solange würden die veralteten Ziele von 2008 greifen. Dies ist ein überraschender Vorstoß, da die deutsche Regierung bisher Recyclingquoten befürwortet hat. Laut dem Europäischen Nachrichtendienst EurActiv würden die Mitgliedsländer Zypern, Lettland, Litauen und Bulgarien den Vorschlag unterstützen. >>>Der Europäische Gerichtshof hat Griechenland eine Strafe für den nicht ordnungsgemäßen Umgang mit gefährlichen Abfällen ausgesprochen. Dem Land fehlt es an der Umsetzung eines Abfallwirtschaftsplans sowie an einem Netz von Beseitigungsanlagen. Die Summe von 10 Mio. € steigt um 30 000 € pro Tag, wenn Griechenland weiterhin gegen die Abfallrahmenrichtlinie verstößt. Bereits 2009 bei Inkrafttreten dieser Richtlinie sowie der Deponie- Richtlinie sah sich Griechenland aufgrund der schlechten Entsorgung seiner gefährlichen Abfälle rechtlichen Schritten gegenüber. So musste der EU-Mitgliedsstaat seit September 2009 bereits 8 096 € pro Tag zahlen. Zusätzlich drohen ihm weitere Strafen für das Nichteinhalten der Richtlinie über kommunale Abwässer. >>>Das Ziel der Energieeffizienzrichtlinie zur Senkung des Endenergieverbrauch ist 2014 bereits sechs Jahre früher als geplant erreicht worden. Dies geht aus einem neuen Bericht der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU- Kommission hervor. Seit 1994 ist demnach 2014 am wenigsten Energie verbraucht worden. Auch die Indikatoren Pro-Kopf-Verbrauch und Energieintensität zeigen eine positive Entwicklung. Eine große Rolle spielen aber nicht nur Verbesserungen der Energieeffizienz, sondern auch die Folgen der europäischen Finanzund Wirtschaftskrise. Der Bericht unterscheidet die vier Sektoren Industrie, Gebäude, Transport und Dienstleistungen. Im Zeitraum zwischen 2000 und 2014 ist der Endenergieverbrauch vor allem im Industrie- und im Gebäudesektor gefallen. Im Transportund im Dienstleistungsbereich ist die Energieeffizienz zwar gesteigert worden, der jeweilige Endenergieverbrauch lag 2014 jedoch höher als noch 2000. Dies wird mit dem starken Wachstum in beiden Bereichen erklärt. Mit knapp über 33 % ist der Transportsektor auch der größte Energieverbraucher der vier Sektoren. 10 UmweltMagazin Oktober - November 2016

Nachrichten Köpfe Seit dem 1. Oktober dieses Jahres ist Ulrich Krauss (52), links im Bild, neuer Vorstandsvorsitzender der Analytik Jena AG. Er löst damit Klaus Berka (rechts) ab, der das Unternehmen im April 1990 mit zwei weiteren Gesellschaftern gegründet und seitdem geleitet hatte. Dieser wechselt zum 1. April 2017 in den Aufsichtsrat und bis dahin wird er im Vorstand den Bereich Innovation verantworten. Evonik Erstmals in Dow Jones Sustainability Indizes World und Europe aufgenommen Die Essener Evonik Industries AG ist erstmals in die Nachhaltigkeitsindizes „Dow Jones Sustainability Index (DJSI) World“ und auch „DJSI Europe“ aufgenommen worden. Besonders hohe Bewertungen erzielte das Spezialchemieunternehmen bei allen umweltrelevanten Kriterien. Investoren beziehen in ihre Anlageentscheidung zunehmend nicht nur finanzielle, sondern auch ökologische und soziale Kriterien ein. Sie orientieren sich dabei an führenden Nachhaltigkeitsindizes wie dem DJSI, zu dem jährlich weltweit rund 2 500 Unternehmen eingeladen werden. Von den teilnehmenden Unternehmen platzieren sich die besten einer Branche im DJSI. Die Bewertung nimmt die Schweizer Ratingagentur RobecoSAM vor. Im Januar 2016 hatte diese Evonik erstmals in ihr Jahrbuch für wirtschaftliche, soziale und ökologische Leistungen aufgenommen und darin als „Sustainability Leader“ mit der Auszeichnung „Silver Class“ gewürdigt. Auch in weiteren Nachhaltigkeitsratings und -rankings ist Evonik gut positioniert: Es ist in den Börsenindizes für verantwortungsbewusstes Investment FTSE4Good Global, STOXX Global ESG Leaders und Euronext Vigeo Eurozone 120 vertreten. Die Ratingagenturen Sustainalytics und Oekom Research sehen Evonik in punkto Nachhaltigkeitsleistung unter den Führenden der Branche. Das Carbon Disclosure Project stufte Evonik 2015 mit 98/B auf sehr hohem Niveau ein. Von der Ratingagentur EcoVadis wurde es Anfang dieses Jahres für seine Nachhaltigkeitsleistungen zum dritten Mal in Folge mit dem Gold- Rating ausgezeichnet. EcoVadis ist Partner von „Together for Sustainability“, einer Initiative von Chemieunternehmen, die Transparenz und Nachhaltigkeit in der Lieferkette vorantreibt. www.evonik.de Bild: Evonik Encory Neugründung Gebrauchte Kfz-Teile besser nutzen Die Alba Group, Berlin, und die BMW Group, München, haben Ende September dieses Jahres die Encory GmbH mit Sitz in Unterschleißheim gegründet. Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem beide zu je 50 Prozent beteiligt sind, wird zukünftig gebrauchte Kraftfahrzeugteile wiedergewinnen, aufbereiten und vermarkten. Zudem bietet es Entsorgungslösungen für Kraftfahrzeugteile und -reststoffe und damit zusammenhängende Logistik- und Beratungsdienstleistungen an. Ziel ist es, den Wiederverwendungsanteil qualitativ hochwertiger Kfz-Teile zu erhöhen und gleichzeitig die Sammlung und Aufbereitung von Gebrauchtteilen effektiv und effizient zu organisieren. Innerhalb der Alba Group wird die Beteiligung von der Interseroh Dienstleistungs GmbH geführt. Diese steuert in dem Joint Venture nicht nur ihre Erfahrung im Schließen von Wertstoffkreisläufen und als Logistik-Koordinator bei, sondern verfügt auch über Erfahrungen beim Aufbau von Rücknahmesystemen sowie über ein Netz von Partnerunternehmen, über das sie Rückführungs-Logistik-Systeme betreibt. www.albagroup.de Bild: BMW Group UmweltMagazin Oktober - November 2016 11

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