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10-11 | 2016

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Special

Special Ressourceneffizienz den, der die Ordner vom Inhalt trennt. Ein weiterer Vorteil ist die erhöhte Sicherheit bei der Vernichtung sensibler Dokumente durch die geringe Partikelgröße von maximal 10,5 x 76 mm. Eine Presse für alles Schmitt Recycling verwertet alles was zu wertvoll ist, um vernichtet zu werden: von Schrott, Altpapier, Kunststoffen, ABS-Stoßfängern und Altholz über Folien sowie Styropor bis hin zu Kabeln, Metall- und Bioabfällen. Das Unternehmen kauft den Wertstoff an, transportiert diesen in die eigenen Lagerhallen und verkauft ihn zum bestmöglichen Zeitpunkt an Recyclingfirmen. Den Großteil machen dabei Papierabfälle aus. Supermarktketten liefern beispielsweise gepresste Kartonagen und kippen ihre Abrollcontainer in der Halle aus. Dies summiert sich jährlich auf 36 000 t Altpapier und Kartonagen. „Die Kanalballenpresse ist hier das Herzstück“, sagt Schmitt. „Wenn sie hustet, hat der ganze Betrieb ein Problem.“ Ausfallsicherheit sei darum ein sehr hohes Kriterium, zumal die Lagerflächen für ungepresstes Material nicht groß dimensioniert sind. Die vorhandene Presse war in die Jahre gekommen, und die immer häufiger auftretenden Ausfälle wurden zu einem Kostenfaktor. Schmitt musste sich mittelfristig nach einem Ersatz umsehen. Zunächst hatte er eine gebrauchte Kanalballenpresse in Betracht gezogen, der Eigentümer wollte diese Maschine schlussendlich doch nicht verkaufen. Nach ausführlichen Beratungen im Familienrat beschloss der Mittelständler, eine neue Presse zu installieren. Zusätzlich zu seinem Besuch der Fertigung sah sich Schmitt Referenz-Kunden an; das stärkte seinen positiven Eindruck. Investitionen von insgesamt fast 750 000 € seien laut seiner Aussage zwar für einen Familienbetrieb keine Kleinigkeit, aber nur mit Investitionen könne er sich am Markt behaupten und damit letztendlich die Arbeitsplätze im Unternehmen sichern. Verbesserte Wirtschaftlichkeit Die Entscheidung für die VK 12018 stellte sich als richtig heraus. Statt in geplant zehn Tagen wurde die große Maschine bereits innerhalb von vier Tagen betriebsbereit montiert. Der Entsorgungsbetrieb profitiert nun von der hohen Kapazität der Ballenpresse. Der theoretische Durchsatz konnte um Durch das neue Ballenformat lassen sich die Lkw effektiver beladen. Akten- und Festplattenschredder sorgen dafür, dass sensible Daten sicher vernichtet werden. 50 % gesteigert werden. Innerhalb einer Fraktion ist der Betrieb nun in der Lage, einen Ballen mit rund einer Tonne Gewicht in zwei bis drei Minuten zu pressen. Auch das neue Ballenformat hat Vorteile: Der Umstieg von vormals 80 x 100 cm großen Ballen auf das Format 110 x 110 cm sorgt nicht nur für geringere Drahtkosten, sondern hat auch logistische Vorteile: innerbetrieblich durch weniger Staplerfahrten und geringere Lagerfläche sowie extern, da ein Lastzug nun mit 30 Ballen beladen ist und nicht mehr mit 50. Der frequenzgeregelte Antrieb der Presse reduziert die Energiekosten an der Maschine um bis zu 30 % gegenüber dem Vorgängermodell. „Energiekosten“, so Schmitt, „werden uns künftig immer mehr beschäftigen, weil sie ein wichtiger finanzieller Faktor sind.“ Ihm gefällt auch, dass der Reinigungsmodus gut arbeitet, denn als verhältnismäßig kleiner Entsorger wechselt er oft die Fraktionen, um den Käufern seiner Ware maximale Qualität zu liefern. Der Betrieb presst mehr als zehn verschiedene Materialien mit der Ballenpresse, neben Papier und Kartonagen sind es auch Stromkabel und Autostoßstangen. Auch wenn die VK 12018 derzeit für die Abfallmengen in dem Fuldaer Betrieb noch etwas zu groß ist, ist es laut Schmitt genau die richtige Maschine. Mit der VK 12018 habe er nun für die kommenden Jahre Potenzial nach oben. Hinzu kommt, dass Besucher die Presse auch optisch gelungen finden, dadurch verbessert sich zusätzlich die Außenwirkung des Unternehmens. Auf die Zukunft ausgerichtet ist ebenfalls der Kauf des Festplattenschredders. Datensicherheit sei ein wichtiges Thema, und Inhalte von Festplatten lassen sich nur aufwendig sauber löschen. Deshalb rechnet sich das Zerkleinern, um die Daten unlesbar zu machen. Außerdem lassen sich auf diese Weise die Rohstoffe, die in der Hardware lagern, zurückgewinnen. Auch der Service des Herstellers gefällt dem Entsorger. Stefanie Keller, HSM GmbH + Co. KG, Frickingen, stefanie.keller@hsm.eu Bilder: HSM 22 UmweltMagazin Oktober - November 2016

Ressourceneffizienz Special PVC leistet Beitrag zur Energie- und Ressourcen-Effizienz PVC ist der wichtigste Kunststoff der Baubranche. Er findet sich in Fenstern, Türen, Isolierungen und Kabelkanälen. PVC-Pro - dukte tragen zur Realisierung von Passivhäusern und damit zur CO 2 -Reduktion bei. Die Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e. V. (AGPU) aus Bonn engagiert sich dafür, dass der Werkstoff ressourcenschonend eingesetzt wird. So soll der Anteil an Rezyklat weiter erhöht und damit der produktions - bedingte CO 2 -Ausstoß verringert werden. Mit PVC ausgestattetes Haus vom Projekt InnovationCity Ruhr. Bild: InnovationCity Ruhr/Vivawest Wohnen GmbH Anfang September dieses Jahres hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in Berlin das „Integrierte Umweltprogramm 2030“ vorgestellt. Trotz aller Erfolge der Umweltpolitik in den letzten Jahren stehe man weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Das Beibehalten des aktuellen Standes oder ein langsames Umsteuern werde den im September 2015 beim UN-Gipfel in New York beschlossenen Zielen der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung nicht gerecht. Deshalb müsse es unter anderem grundlegende Veränderungen in der Gesellschaft, in der Industrie sowie bei der Ressourcennutzung geben, so die Forderung der Politikerin. Die Herausforderungen des Klimaund Strukturwandels haben für die PVC-Branche nicht erst seit kurzem einen besonderen Stellenwert. So engagiert sich die Arbeitsgemeinschaft AGPU mit ihren Mitgliedsunternehmen seit über 25 Jahren für den Werkstoff. Ein erfolgreiches Beispiel für dessen Einsatz ist die InnovationCity Ruhr / Mo- dellstadt Bottrop, deren ganzheitliches Konzept einer nachhaltigen Modernisierung als Impulsgeber für andere Städte und Gemeinden dient. In den Zukunftshäusern tragen zahlreiche PVC- Produkte wie Kunststofffenster im Passivhausstandard, Kabelkanäle und Isolierfolien für Rohre dazu bei, den Energieverbrauch deutlich zu reduzieren. Die Verwendung von Recyclingmaterial schont darüber hinaus die Ressourcen. Energieeffizienz gewinnt zunehmend an Bedeutung Eine notwendige ganzheitliche Betrachtung des Themas Ressourceneffizienz umfasst jedoch mehr als nur fertige PVC-Produkte und beginnt bereits bei der Herstellung des Kunststoffs sowie dessen Verarbeitung. Ausgangsprodukte sind Erdöl oder Erdgas sowie Steinsalz. Aus Erdöl entsteht durch thermische Spaltung Ethylen. Chlor wird dagegen auf elektrochemischem Weg mittels Chlor-Alkali-Elektrolyse aus Steinsalz gewonnen. Dazu kommt heute mehrheitlich das moderne, stromsparende Membranverfahren zum Einsatz, das ab 2017 in der Europäischen Union ausschließlich angewendet werden darf und laut einem Bericht der EU-Kommission von Ende 2013 die derzeit „beste verfügbare Technik“ für die Chlorproduktion darstellt. Auch in der PVC-Verarbeitung gewinnt Energieeffizienz immer mehr an Bedeutung, zumal dieser Faktor wesentlich dazu beiträgt, langfristig die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Auch die Politik hat dies erkannt und die Einführung von Energiemanagementsystemen nach ISO 50001 für Unternehmen als Voraussetzung für die Rückerstattung von Stromsteueranteilen und EEG-Zulagen verpflichtend gemacht. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass sich Energiekosten bereits mit einfachen Maßnahmen langfristig senken lassen. Die PVC- Branche hat dieses Potenzial bereits vor einigen Jahren erkannt und seitdem die Verarbeitungsprozesse stetig Edelstahl-Hebezeuge - Zahnstangenwinden, rostfrei - Elektroseilwinden 3D-Datenmodelle zur Integration in ihre Konstruktion Bei Anfragen zur schnellen Bearbeitung bitte Resonanznr. uwm-2016 angeben. haacon hebetechnik gmbh D-97896 Freudenberg/Main Tel.: +49 (0) 9375/84-0 hebetechnik@haacon.de www.haacon.com

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