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10-11 | 2016

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Umweltmarkt Projekte

Umweltmarkt Projekte Erneuerbare Energien 2nd-Use-Batterie speicher geht ans Netz le Komponenten in der Elektromobilität. Auf die zentrale Frage der Zweitverwertung gebrauchter elektromobiler Batteriesysteme will das Joint-Venture der Partner Daimler AG, Stuttgart, The Mobility House AG, München, und Getec Energie Holding GmbH, Magdeburg, mit dem 2nd-Use- Batteriespeicher eine zukunftsweisende Antwort haben. Denn der Lebenszyklus einer Plug-in- oder E-Fahrzeug-Batterie endet nicht nach dem Automobilbetrieb. Auch nach der vom Hersteller garantierten Betriebszeit sollen die Systeme im stationären Betrieb noch voll einsatzfähig sein – Der größte 2nd-Use-Batteriespeicher der Welt geht ans Netz. Nach rund einjähriger Bauphase steht das 13-MWh-Projekt vor der Vertigstellung: Insgesamt 1 000 Batteriesysteme aus smart fortwo electric drive Fahrzeugen der zweiten Generation werden im westfälischen Lünen zu einem stationären Batteriespeicher gebündelt. Die ersten Systemstränge sind bereits am Netz. Geplant ist, dass der Speicher in diesem Jahr seine volle Kapazität für den deutschen Energiemarkt bereitstellt. Nach Zuschlag in den wöchentlichen Auktionen der Netzbetreiber für Primärregelleistung erfolgen Abruf, Speicherung sowie Einspeisung der Leistungen voll automatisch. Bei zunehmender Einleitung von Strom aus fluktuierenden erneuerbaren Energien, wie aus Windkraftanlagen, sollen nach Ansicht der Beteiligten Unternehmen leistungsfähige Batteriespeicher der Schlüssel zur Stabilisierung der Stromnetze sein. Laut Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie werden bis zum Jahr 2025 rund 40 bis 45 % des in Deutschland verbrauchten Stroms aus regenerativen Energiequellen produziert, bis zum Jahr 2035 sollen es 55 bis 60 % sein. Der effiziente Umgang mit energetischen und stofflichen Ressourcen gilt auch für algeringe Kapazitätsverluste spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. So soll ein wirtschaftlicher Betrieb Schätzungen zufolge für mindestens zehn Jahre möglich sein. Die Weiterverwendung der Module in einem Batteriespeicher verdoppelt den wirtschaftlichen Nutzen und steigert außerdem die Umweltbilanz. Die vier Partnerunternehmen decken mit dem Projekt die gesamte Batterie-Wertschöpfungs- und Verwertungskette ab: Von der Herstellung und Aufbereitung der Batteriesysteme, dem entsprechenden Fahrzeug-Angebot, über die Installation und Vermarktung des stationären Batteriespeichers an den Energiemärkten bis hin zum Recycling der Systeme am Ende ihres Lebenszyklus und der Rückführung der wertvollen Rohstoffe in den Produktionskreislauf durch die Remondis SE & Co. KG, Lünen. www.getec.de Bild: GeTec Einblick in den 2nd- Use-Batteriespeicher. Mess- und Regeltechnik Erstes Testzentrum in Europa eingeweiht Für Hersteller in der Prozessautomatisierung gibt es viele Möglichkeiten, Messgeräte zu testen und zu validieren – selten jedoch bereits in einer frühen Entwicklungsphase unter echten Bedingungen im eigenen Werk. Rockwell Automation GmbH, Düsseldorf, Hersteller von Automatisierungslösungen für die industrielle Produktion, und die Endress+Hauser Messtechnik GmbH+Co. KG, Weil am Rhein, haben die Bild: Endress + Hauser Frank Kulaszewicz, Senior Vice President Architecture and Software bei Rockwell Automa - tion (links), und Michael Ziesemer, Vizepräsident des Verwaltungsrates der Endress+Hauser Gruppe (rechts), nehmen die neue Testanlage in Maulburg in Betrieb. erste gemeinsame Anlage für Test- und Validierungszwecke in Europa eingeweiht. Kernstück der Anlage im Werk von Endress+Hauser in Maulburg sind drei Tanks, die zwischen 2 000 und 26 000 l Öl fassen. Auf ihnen sind Geräte mit unterschiedlichen Messprinzipien installiert, die wiederum mit dem Plant-PAx-Leitsystem kommunizieren. So erhalten alle Personen im Testzentrum auf einen Blick konkrete Informationen und Diagnosen über das Verhalten der Tankinhalte. Die ursprüngliche Idee der gemeinsamen Ausstattung kam von Schulungszentren, die beide Unternehmen in den vergangenen Jahren gemeinsam aufgebaut haben. An zehn Standorten in den USA, Kolumbien, China und Kanada schulen Außendienstmitarbeiter und Produktmanager ihre Kunden in verschiedenen Messprinzipien und spezifischen Anwendungen. Konkret stehen Installationsschulungen, Simulationen unter echten Bedingungen, Diagnoseprozesse und Vergleiche verschiedener Techniken auf dem Lehrplan. Das erste gemeinsame Testzentrum in Europa geht einige Schritte weiter und etabliert neue Standards: Forschung und Entwicklung stehen im Fokus, um neue Produkte schon frühzeitig unter realen Anwendungs- und Umweltbedingungen auf den Kundenbedarf hin zu entwickeln. Neben der Forschung und Entwicklung gehört zum Angebot in Maulburg auch, eigene Mitarbeiter sowie Kunden im Validierungszentrum auszubilden und Anschauungsunterricht für Studierende anzubieten. www.endress.de 30 UmweltMagazin Oktober - November 2016

Produkte Umweltmarkt Abwasserbehandlung GFK-Schächte mit integriertem Sammelraum Die Xylem Water Solutions Deutschland GmbH, Großostheim, ist bei ihren Kompaktpumpstationen für Abwasser- und Regenwasser-Anwendungen von Beton auf GFK umgestiegen. Auch Schächte mit großen Durchmessern von bis zu 2,80 m sind möglich. Diese können sowohl für die Trocken- als auch für die Nassaufstellung mit allen Einbauten und notwendigen Komponenten wie Pumpen, Schaltanlagen und verschiedenen Arten von Steuerungen geliefert werden. Das Unternehmen hat das Programm an GFK- Schächten der Marke Flygt in den letzten Jahren sukzessive ausgebaut, um die oftmals nicht geeigneten Beton-Schachtbauwerke zu ersetzen. Der Kunststoff-Werkstoff ermöglicht dabei geringe Wandstärken und ist aufgrund der Oberflächenbeschaffenheit weitgehend selbstreinigend und ablagerungsfrei. Für die Nassaufstellung gibt es die Serien Flygt TOP 3D im Bereich der Abwasserentsorgung und Flygt Rainpit TOP-R für Regenwasseranwendungen in Durchmessern von 1,4 bis 2,8 m. Damit sind Förderströme bis 60 l/s abgedeckt. In ihnen kommt die Flygt-N Pumpe mit selbstreinigendem N-Laufrad zum Einsatz; Schaltgeräte der Serie MyConnect sorgen für hohen Bedienkomfort und intelligente SmartRun- Pumpensteuerungen sollen einen energiesparenden und störungsfreien Betrieb der Pumpstation durch eine automatisierte Selbstreinigungsfunktion gewährleisten. Die Schächte sind bis zu einer Höhe von 10 m sowie Belastungsklasse D lieferbar und eignen sich auch zum Einbringen in sanierungsbedürftige Betonschächte als Schacht-in-Schacht-Lösung. In diesem Jahr erfolgte die Erweiterung durch die Flygt Drypit GT Serie mit 2,40 und 2,80 m Außendurchmesser für trocken aufgestellte Pumpen, die dem Betreiber einen direkten Zugang ermöglichen. www.xylem.de Trocken aufgestellte Pumpen im Flygt Drypit GT Schacht. Bild: Xylem Gefahrstoffe Lagern und Abfüllen in neuen Gefahrstoffdepots Ein SolidMaxx kann bis zu zwei Intermediate Bulk Container aufnehmen. Bild: Denios Das platzsparende Lagern größerer Gebinde wird für produzierende Betriebe zunehmend wichtiger. In vielen Fällen ist es wirtschaftlicher, Gefahrstoffe in großen Mengen vorzuhalten. Mit einer Lagerkapazität von bis zu zwei Intermediate Bulk Containern oder acht Fässern mit je 200 l bieten die neuentwickelten Gefahrstoffdepots SolidMaxx der Denios AG aus Bad Oeynhausen gute Bedingungen. Sie sind zur gesetzeskonformen Lagerung wassergefährdender und entzündbarer Stoffe geeignet. Darüber hinaus verfügen sie über einen korrosionsgeschützten Stahlkorpus, dessen Wand- und Dachelemente im Laserkantverfahren gefertigt sind. Details, wie beispielsweise der integrierte Regenwasserablauf, ermöglichen die Aufstellung im Außenbereich. Ausführungen mit komfortabler Innenhöhe bieten Raum zur Nutzung zusätzlicher Abfüllböcke. Diese sind separat erhältlich und erweitern die Depots zu Abfüllstationen für Gefahrstoffe. Eine Auffangwanne mit einem Volumen von 1 000 l ist in jeder der zehn unterschiedlichen Ausführungen integriert. 100 mm Bodenfreiheit ermöglichen zudem die Beschickung mit Gabelstapler oder Hochhubwagen. Das Unternehmen bietet verschiedene Wandausführungen an. Neben einer verzinkten und lackierten ist auch eine wärmeisolierte verfügbar, mit der eine frostfreie Lagerung möglich ist. Hinzu kommt ein Zubehörangebot, zu dem unter anderem technische Lüftungen und Heizlösungen gehören. Auch individuelle Kundenanforderungen sollen sich nach Unternehmensangaben praxisnah umsetzen lassen. www.denios.de UmweltMagazin Oktober - November 2016 31

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