Aufrufe
vor 2 Jahren

10-11 | 2016

  • Text
  • Unternehmen
  • November
  • Umweltmagazin
  • Oktober
  • Wasser
  • Ressourceneffizienz
  • Umwelt
  • Beispielsweise
  • Energie
  • Betrieb

Nachrichten Start-up im

Nachrichten Start-up im XL-Format Covestro feiert ersten Geburtstag Seit einem Jahr steht der Werkstoffhersteller Covestro auf eigenen Füßen und blickt auf eine rasante, erfolgreiche Entwicklung zurück. Nach der offiziellen Herauslösung aus dem Bayer-Konzern am 1. September letzten Jahres hat sich die frühere Bayer MaterialScience mit dem größten Börsengang in Deutschland seit dem Jahr 2000 am internationalen Kapitalmarkt etabliert. Auch wirtschaftlich waren die zurückliegenden zwölf Monate für das Unternehmen aus Leverkusen sehr erfreulich. Das Betriebsergebnis ist seit der Eigenständigkeit jedes Quartal gestiegen; der Aktienkurs hat sich gemessen am Ausgabepreis von 24 € nahezu verdoppelt. Parallel verankert Covestro zunehmend Nachhaltigkeit auf allen Ebenen. Ziel ist es, die Umwelt zu bewahren, die Gesellschaft voranzubringen und gleichzeitig wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Dazu hat sich das Unternehmen bis zum Jahr 2025 eine Reihe anspruchsvoller messbarer Ziele gesetzt. Zum Beispiel will es den Ausstoß an Treibhausgasen pro Tonne produziertes Material im Vergleich zu 2005 halbieren. Mit Blick auf Kohlendioxid geht das Unternehmen zudem vollkommen neue Wege: In einer dieses Jahr in Betrieb genommenen neuen Anlage am Standort Dormagen nutzt es den Klimakiller erstmals als Rohstoff anstelle von Erdöl. In Kürze kommt voraussichtlich Timeline zum ersten Geburtstag von Covestro. ein CO 2 -basiertes Vorprodukt auf den Markt zur Herstellung von Polyurethan-Schaumstoff für Matratzen und Polstermöbel. Wertvolle Erkenntnisse zur Weiterentwicklung seiner Produkte und für neue Anwendungsmöglichkeiten hat Covestro auch aus der Mission „Solar Impulse“ gewonnen – der im Juli vollendeten Erdumrundung in einem Ultraleichtflugzeug allein mit Sonnenenergie. Covestro hat unter anderem das Cockpit gestaltet und dafür einen effizienten Dämmstoff bereitgestellt, was den Flug erst möglich machte. Auch künftig wird sich das Unternehmen gemeinsam mit den Solar-Impulse-Gründern dafür einsetzen, sauberen Technologien zum Durchbruch verhelfen. www.covestro.com Bild: Covestro Wasser Berlin International 2017 Innovation Plaza für neue, kreative Ideen Innovationen sind Schlüsselfaktoren für Wachstum und Beschäftigung. Im Rahmen der Wasser Berlin International 2017 wurde deshalb erstmalig die Innovation Plaza geschaffen. Als Treffpunkt für neue Ideen und kreative Gespräche bildet sie den Mittelpunkt einer eigens dafür konzipierten Fläche in Halle 3. Rund um die Plaza werden in Einzel- und Gemeinschaftspräsentationen Innovationen und Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft gezeigt. Das können Produkte, Dienstleistungen oder technische Neuerungen von etablierten Unternehmen ebenso wie von Startups und Neugründungen sein. Ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderter Gemeinschaftsstand gibt jungen, innovativen deutschen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Entwicklungen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Anmeldeformulare für die Einzel- und Gemeinschaftsstände gibt es auf der Webseite der Messe. Den Interessenten empfehlen die Veranstalter eine Kontaktaufnahme mit der jeweiligen Investitionsbank, da die meisten Bundesländer ihre jungen, innovativen Unternehmen fördern. Das Ausstellungskonzept wird durch ein Forum ergänzt, in dem die Innovationen den Kunden und dem interessierten Publikum in kurzen Vorträgen vorgestellt und erläutert werden können. www.wasser-berlin.de 2G Energy AG Stärkung internationaler Marktpräsenz durch Partnerkonzepte Die 2G Energy AG aus Heek, einer der international führenden Hersteller von gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs- (KWK-)Anlagen, hat zur weiteren Erschließung des nordamerikanischen Marktes einen Vertriebspartnervertrag mit der Penn Power Group (PPG) aus Philadelphia/USA unterzeichnet. Über die Tochtergesellschaften Northeast Energy Systems und Western Energy Systems vertreibt diese in den nordöstlichen respektive in den westlichen Bundesstaaten Energieerzeugungsanlagen mehrerer Hersteller, die mit gasförmigen Treibstoffen betrieben werden. Ergänzt wird das Angebot der Penn Power Group durch die Erstellung von Machbarkeitsstudien, einer umfassenden Systemintegration der Anlagen am Standort der Kunden sowie Service- und Wartungsdienstleistungen. PPG erweitert das Angebotsportfolio mit den hocheffizienten 2G-Kraftwerken im unteren und mittleren Leistungsbereich. Eine Potenzialstudie des US-amerikanischen Energieministeriums vom Frühjahr dieses Jahres prognostiziert insbesondere in den Leistungsbereichen 50 kW (el.) bis 5 MW (el.) für industrielle und gewerbliche Anwendungen ein Kapazitätspotenzial von rund 85 GW (el.). 2G verspricht sich durch den Ausbau des Vertriebs- und Servicenetzes mit PPG eine weitere Steigerung der Marktanteile für Biogas und Erdgas betriebene KWK-Anlagen auf dem nordamerikanischen Markt. www.2-g.com/de 8 UmweltMagazin Oktober - November 2016

Nachrichten terratec 2017 Neuausrichtung mit attraktivem Angebot Die Neuausrichtung der Fachmesse terratec als zukünftige Plattform für die Abfall-, Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft wird in der Branche sehr positiv aufgenommen. Das neue Konzept ist maßgeblich geprägt von einer engen Verzahnung der Ausstellung, die auch Vorführungen auf dem Freigelände beinhaltet, inklusive einem umfangreichen Fachprogramm. Wenn die terratec vom 5. bis zum 7. April 2017 in Leipzig ihre Tore öffnet, beteiligen sich unter anderem auch der Verband kommunaler Unternehmen mit der Sparte Abfallwirtschaft und Stadtreinigung VKS und die Interessengemeinschaft Deutsche Deponiebetreiber. Als Schirmherrin fungiert Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Um den Dialog zwischen Ausstellern und Besuchern zu fördern, findet der Großteil der Fachveranstaltungen direkt in der Messehalle in offenen Foren statt. Aktuelle Themen der Branche werden Blick auf das Leipziger Messegelände, Eingang West. durch Ausstellerpräsentationen abgebildet und gemeinsam mit renommierten Verbänden und Partnern im Fachprogramm beleuchtet. Ein Fokus richtet sich auf den Aspekt „Nachhaltige öffentliche Beschaffung“ von Produkten aus mineralischen Abfällen und Altkunststoffen, insbesondere auf Fragen des Recyclings sowie die Akzeptanz und den praktischen Einsatz im öffentlichen Raum. Dieses Thema wird ausführlich im Recycling- Fachforum behandelt, an dessen Programm sich die Fachverbände „Kunststoffrecycling“ und „Mineralik – Recycling und Verwertung“ des bvse – Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung sowie weitere Verbände und Vereine der Branche beteiligen. In der Ausstellung erhalten Besucher einen Überblick zu entsprechenden Produkte. Für das Thema „Digitalisierung in der Entsorgungsbranche“ bieten Forschungseinrichtungen, Hersteller von Hardware und Dienstleister von IT-Plattformen Innovationen an, die im Hallenforum von Anwendern, Verbänden und Ausstellern diskutiert werden. Einen weiteren Ausstellungsschwerpunkt bildet die biologische Abfallbehandlung. Hersteller von Abfallbehältern, Anlagenbauer und Anwender präsentieren Lösungen für die Erfassung und Sammlung, zur Akzeptanzsteigerung, Techniken bei der Verwertung sowie passende Produkte. Auch dieser Thematik wird sich ergänzend ein Fachforum widmen. Eine wichtige Rolle auf der Messe spielen zudem Innovationen in der Straßenreinigung. Vertreter von Verbänden und Anwender referieren unter anderem zur Behandlung von Feinstaub, zu Sonderaufgaben und zu digitalen Lösungen in diesem Bereich. Im Freigelände zeigen die Hersteller ihre Maschinen in der Praxis. Für die themenbezogene und zielgruppengerechte Aufstellung und Strukturierung des Fach- und Rahmenprogramms arbeitet die Leipziger Messe eng mit einem Programmbeirat zusammen. Zur Optimierung des Angebotes werden etablierte Fachveranstaltungen der Branche in Kooperationen zwischen den Veranstaltern aktiv im Rahmen der terratec zusammengeführt. www.terratec-leipzig.de Bild: Leipziger Messe/Grubitzsch BMUB Neue Nachweismethoden für Alltagschemikalien Die Nachweismöglichkeiten für Chemikalien in Alltagsprodukten wie Flammschutzmittel und Weichmacher werden weiter verbessert. Die dafür notwendigen Methoden entwickeln das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Verband der Chemischen Industrie. Die drei Institutionen kooperieren bereits seit 2010 auf diesem Feld miteinander. Jedes Jahr werden bis zu fünf wichtige Chemikalien ausgewählt, für die erstmals neue Nachweismethoden entwickelt werden sollen. 2016 wird mit der Methodenentwicklung für das Flammschutzmittel TDCP, die UV-Filter Uvinul A Plus und Avobenzon, den Weichmacher DBA und das Kraftstoffadditiv 1-Methylethylene-diimino di-o-cresol begonnen. Die neuen Methoden werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft validiert. Parallel dazu leitet die Human-Biomonitoring-Kommission, ein unabhängiges Expertengremium beim Umweltbundesamt, für die ausgewählten Stoffe Human-Biomonitoring-Werte (HBM-Werte) ab. Diese erlauben es, die gefundenen Belastungen gesundheitlich und toxikologisch einzuschätzen. Mit Methoden, die in der Kooperation entwickelt wurden, lassen sich heute zum Beispiel die Weichmacher DINCH und DEHTP oder der Kosmetik-Inhaltsstoff Lysmeral im menschlichen Organismus messen. Soweit diese bereits in Untersuchungen an Humanproben der Umweltprobenbank zur Anwendung kamen, lagen die gefundenen Belastungen deutlich unterhalb des HBM I-Wertes. Wird ein solcher überschritten, kann eine gesundheitliche Beeinträchtigung nach aktuellem Wissensstand nicht ausgeschlossen werden. Das internationale Interesse an den neuen Methoden ist groß, zumal sie für Stoffe entwickelt werden, die von der Allgemeinbevölkerung möglicherweise vermehrt aufgenommen werden oder die eine besondere gesundheitliche Relevanz haben können. Japan hat etwa Interesse geäußert, einzelne Stoffe in einer großen Geburtskohorte zu messen, die 100 000 japanische Kinder erfasst. www.bmub.bund.de UmweltMagazin Oktober - November 2016 9

Ausgabenübersicht