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10-11 | 2017

Nachrichten Interseroh

Nachrichten Interseroh Mit „zero waste solutions“ gegen Ressourcenverschwendung Die Kölner Interseroh Dienstleistungs GmbH, Tochter des internationalen Recyclingspezialisten Alba Group, legt in zwei Publikationen umfassend Rechenschaft über ihr Nachhaltigkeitsengagement ab. Im Fokus des Nachhaltigkeitsmagazins wie auch des GRI-konformen Nachhaltigkeitsberichts stehen die positiven Effekte der unter dem Motto „zero waste solutions“ laufenden Dienstleistungen von Interseroh. Dies sind vor allem innovative Lösungen, mit denen das Unternehmen der Verschwendung von Produkten und Materialien entgegenwirken will. In verschiedenen zero waste-Projekten engagiert sich Interseroh gemeinsam mit den Kunden wie auch unternehmensintern gegen Ressourcenverschwendung. Ein Beispiel ist das von Interseroh und BMW initiierte Joint Venture Encory, das die innovative industrielle Aufbereitung gebrauchter Autoteile vorantreibt – und dabei das Know-how der Alba und der BMW Group bündelt. Ein weiteres, zusammen mit der Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH realisiertes Pilotprojekt führte zu einer 99-prozentigen Recyclingquote aller Produktionswertstoffe des Getränkeherstellers am Standort Genshagen. Mit seinem Angebot „IT-Refurbishment“ wirkt der Umweltdienstleister ebenfalls der Verschwendung entgegen: Die professionelle Aufbereitung von PC und Laptops für eine zweite Nutzung spart nach Berechnungen des Fraunhofer-Instituts Umsicht pro PC rund 387 kg Primärressourcen ein, bei einer zugrunde gelegten Erst- und Zweitnutzungsdauer von jeweils 3,5 Jahren. Auch sein eigenes Handeln nimmt Interseroh unter die Lupe: Zu einem Bild: Interseroh geplanten Maßnahmenkatalog gehört unter anderem die erstmalige Berechnung des Corporate Carbon Footprints, aus der eine unternehmensinterne Klimastrategie abgeleitet wird. In diesem Jahr stellt das Unternehmen seinen Nachhaltigkeitsbericht erstmals auch als Online-Bilanz zur Verfügung. Der Bericht orientiert sich an den anspruchsvollen aktuellen Leitlinien (G4) der Global Reporting Initiative und erfüllt die darin fixierten „Core“-Kriterien. Zudem sind Teile des Berichts durch die Wirtschafsprüfungsgesellschaft KPMG geprüft. Der vollständige Nachhaltigkeitsbericht 2016 und das diesjährige Nachhaltigkeitsmagazin „zero waste solutions“ sind abrufbar unter www.interseroh.de/ nachhaltigkeit. Europa – kurz notiert >>> Dreizehn Jahre nach ihrer Verabschiedung durch die Internationale Schifffahrtsorganisation ist im August die Ballastwasserkonvention (BSH) in Kraft getreten. Gemäß dieser muss die Schiffsbesatzung das Ballastwasser vor der Abgabe in die Meeresumwelt so säubern, dass ein in dem Übereinkommen vorgeschriebener Standard erreicht wird. Dadurch sollen etwa kleine Fische, Benthosund Planktonorganismen oder auch pathogene Keime, die im Ballastwasser vorkommen, unschädlich gemacht werden, bevor das Wasser andernorts abgelassen wird. Außerdem muss jedes Schiff über einen Ballastwasserbehandlungsplan sowie über ein internationales Zeugnis über die Ballastwasser-Behandlung verfügen und ein Ballastwasserbehandlungstagebuch führen. Deutschland ist dem Übereinkommen bereits 2013 beigetreten. Das damit verknüpfte deutsche Ballastwasser-Gesetz und die See-Umweltverhaltensverordnung legen fest, wie hierzulande mit dem Ballastwasser verfahren werden soll. Mit dem Inkrafttreten des BSH werden diese Regeln anwendbar. >>>Eine von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) in Auftrag gegebene Studie untersucht, wo kleine und mittlere Unternehmen bei der Registrierung von Stoffen noch besser werden können. Immer wieder tauchen Mängel bei der Aktualisierung von Dossiers auf, die Chemieunternehmen einreichen müssen, damit Substanzen registriert, geprüft und zugelassen werden können. Dazu sind die Unternehmen im Rahmen der Europäischen Chemikalienverordnung REACH und der Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen verpflichtet. Eines der Hauptprobleme ist, dass die Unternehmen nach dem Einreichen der Dossiers annehmen, dass keine Aktualisierung vorgenommen werden müsse. Es fehle Klarheit darüber, welches Unternehmen für welchen Stoff Informationen über die sichere Verwendung von Chemikalien einreichen müsse. Hinzu kommen begrenzte finanzielle und personelle Kapazitäten gerade bei den kleinen und mittleren Unternehmen. Die Studie benennt unter anderem folgende Verbesserungsvorschläge: Es müsse klar definiert werden, wer für Aktualisierungen der Dossiers zuständig ist, wobei deutlich werden muss, wer Haupt- und wer Co-Registrant ist. Das Verständnis dafür, dass Aktualisierungen für den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt wichtig sind, sollte verbessert werden. Der in REACH enthaltene Artikel 22 muss durch ein entsprechendes Durchführungsgesetz klarstellen, unter welchen Umständen und in welchen Abständen Dossiers aktualisiert werden müssen. Die empfohlenen Maßnahmen richten sich an die ECHA, Unternehmerverbände und politische Entscheidungsträger. Die Studie soll auch in die REACH-Überprüfung der Europäischen Kommission miteinfließen. Diese soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. 10 UmweltMagazin Oktober - November 2017

Nachrichten Achema 2018 Positive Vorzeichen für das Weltforum der Prozessindustrie Rund neun Monate vor dem Start zeichnet sich eine hohe Beteiligung an der Achema 2018 ab: Mehr als 2 700 Aussteller aus aller Welt haben bereits einen Stand auf der Leitmesse für die Prozessindustrie gebucht. Vom 11. bis zum 15. Juni 2018 stellen sie in Frankfurt am Main Neuheiten für die Chemie-, Pharmaund Lebensmittelindustrie vom Labor über die Großanlage bis zur Verpackungsstraße vor. Themen sind unter anderem Energiewende, Wasseraufbereitung oder innovative Werkstoffe; Chemie und Verfahrenstechnik zeigen Lösungen für nahezu alle Branchen auf. Angesichts des großen Interesses der Aussteller rechnen die Organisatoren auch mit einem starken Besucherandrang. Im letzten Jahr zählte man bereits 167 000 Teilnehmer. Für 2018 wurde eine zusätzliche Messehalle angemietet, um den aktuellen Nachfrageüberhang – insbesondere in den Bereichen Pharmatechnik und die Automatisierung – aufzufangen. Aber auch die klassischen Ausstellungsgruppen wie Pumpen, Prozesstechnik und der Laborbereich sind stark nachgefragt. Wo noch keine marktreife Lösung existiert, bietet der Kongress mit rund 800 Vorträgen Gelegenheit für den Austausch von Ideen. Das Fokusthema der Achema „Biotech for Chemistry“ beschreibt die zunehmende Integration biotechnologischer und chemischer Verfahren, ob bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe als Ersatz für Erdöl oder bei der Entwicklung neuer pharmazeutischer Wirkstoffe. Mit dem Fokus „Flexible Produktion“ reagieren Technologieanbieter und Automatisierer auf den Bedarf nach immer spezialisierteren Produkten in Kleinmengen bei verkürzten Entwicklungszeiten; Digitalisierung und modulare Anlagen bieten die Grundlage für die zunehmende Integration der Wertschöpfungsketten. Auch das Fokusthema „Chemie- und Pharmalogistik“ profitiert von der Digitalisierung, die übergreifende Lösungen für die Logistikkette ermöglicht – von der Bestimmung von Parametern für die personalisierte Medizin bis hin zur lückenlosen Rückverfolgung von Produkten über die gesamte Wertschöpfungskette. www.achema.de Studie Hohe Energieeffizienz belebt europäischen Markt für Membransysteme Die aktuelle Studie „European Total Membrane Systems Market, Forecast to 2021“ des Frost & Sullivan Environment & Water Growth Partnership Service Programms liefert eine detaillierte Analyse der aktuellen und zukünftigen markttreibenden beziehungsweise -hindernden Faktoren, Prognosen und Trends im gesamten europäischen Markt für Membransysteme zur Wasser- und Abwasserbehandlung. Industrielles Prozesswasser dominiert aufgrund der hohen Nachfrage nach Reinstwasser den Markt. Membransysteme wie Mikrofiltration, Ultrafiltration, Umkehrosmose und Nanofiltration wie auch der Markt für Membranbioreaktorsysteme für den industriellen und kommunalen Bereich werden bewertet. Eine Unterteilung in die einzelnen Ländermärkte als auch die Darstellung der Marktanteile und Wettbewerbslandschaft mit den wichtigsten Marktteilnehmern, unter anderem GE, Pentair, Kubota, Inge GmbH, Microdyn-Nadir, Koch Membrane Systems, Hydranautics, Hyflux, Wehrle und Huber, wird ebenfalls geboten. Trotz der wirtschaftlich flauen Lage in verschiedenen Ländern Europas hält eine Anzahl Faktoren das Wachstumspotenzial im europäischen Markt für Membransysteme aufrecht. Hierzu gehört die Entwicklung von innovativen Membranlösungen mit hoher Energieeffizienz, die Modernisierung der Installed Base im Kommunalbereich, Austausch und Aufrüstung sowie die EU 2020-Ziele und Rechtsvorschriften für strengere Einleitungsgrenzwerte und höhere Recyclingquoten. Erfolg haben die Unternehmen im Markt für Membransysteme, die Partnerschaften mit regionalen Marktteilnehmern eingehen, sich neue technologische Entwicklungen zunutze machen, einen guten Kundendienst bieten und sich, zum Vorteil des Endanwenders, eines effizienten Betriebsablaufs sowie Predictive Analytics bedienen. www.frost.com Destatis 1 450 Gigawattstunden Strom aus Klärgas im Jahr 2016 erzeugt Im Jahr 2016 wurden in Deutschland 1 450 Gigawattstunden Strom aus Klärgas in Kläranlagen erzeugt. Gegenüber 2015 war das ein Plus von 3,9 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte das Klärgas im Jahr 2016 einen Anteil von rund 1 % an der gesamten Strombereitstellung aus erneuerbaren Energien. Mit dieser Strommenge könnte bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf- Stromverbrauch von rund 1 900 kWh eine Großstadt wie Frankfurt am Main ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. In den Kläranlagen wurden 92 % des erzeugten Stroms selbst verbraucht und 8 % in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist. Insgesamt wurden im Jahr 2016 in Kläranlagen rund 6 093 GWh Klärgas gewonnen und damit 1,7 % mehr als 2015. Der überwiegende Teil des gewonnenen Klärgases (90 %) wurde in den Kläranlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt. In Deutschland gab es über 10 000 Kläranlagen, in 1 258 Kläranlagen wurde im Rahmen der Klärschlammfaulung Klärgas gewonnen. www.destatis.de UmweltMagazin Oktober - November 2017 11

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