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10-11 | 2017

Management

Management Handelsplattform für Altmetall und Schrott Die E-Commerce- Plattform Metalxchange (www.Metalxchange.online) hat im Juni 2017 ihren Betrieb aufgenommen. Als Ausschreibungsplattform bietet sie Unternehmen durch Online-Bieterverfahren die Möglichkeit, den Einund Verkaufsprozess von Altmetall und Schrott zu optimieren. Bild: Metalxchange Basierend auf weltweit gängigen Sorten für Sekundärrohstoffe, bietet Metalxchange eine börsenähnliche Vermarktung von Metallen für Unternehmen mit Schrottanfall, Recyclingbetriebe, Händler, Stahlwerke, Gießereien und Schmelzwerke. Auf der Handelsplattform haben alle Beteiligten aus dem Recyclingkreislauf die Möglichkeit, Altmetall, Schrott und andere Abfälle gezielt zu erwerben und zu vermarkten. Möglich wird dies durch eine Datenbank mit Unternehmen der D-A-CH-Region. Sie enthält sämtliche Akteure aus der Recycling-, Stahl- und Metallindustrie, aus der Verkäufer auf Metalxchange geeignete Unternehmen als Bieter auswählen können. Bestehende Geschäftspartner lassen sich ebenfalls leicht erfassen. Sobald eine neue Ausschreibung eingestellt wird, werden ausgewählte Bieter per E-Mail zur Gebotsabgabe eingeladen. Somit wird der Erfolg einer Ausschreibung nicht von der Anzahl aktiver Plattform-Nutzer definiert. Die Teilnahme ist für verkaufende Unternehmen kostenlos. Um den Bedarf an wiederverwertbarem Altmetall beziehungsweise Schrott auf Seiten der Recyclingindustrie zu decken, können sich Recyclingunternehmen registrieren und werden nach einem Abgleich mit der Datenbank dann bei Ausschreibungen von metallverarbeitenden Unternehmen, Kommunen oder aus Abbrüchen, Demontagen und anderen eingeladen. Verkäufer und Käufer profitieren vom neuen Geschäftsmodell Metalxchange soll eine zeitgemäße, effiziente Marktkommunikation zwischen Käufern und Verkäufern ermöglichen. Mit Hilfe standardisierter Ausschreibungsunterlagen lassen sich Metalle und Schrott effizienter ein- und verkaufen. Auf Entsorgungsverträge mit einer bestimmten Laufzeit kann ebenfalls geboten werden. Käufer erhalten ein strukturiert aufbereitetes Angebot mit allen erforderlichen Daten, um die Angebotskalkulation zu beschleunigen. Die eingebaute Routenplanung dient beispielsweise der schnellen Ermittlung von Frachtkosten. Einkäufer oder Händler erhalten so die Möglichkeit, ihren geschäftlichen Wirkungskreis auszubauen, profitieren von transparenten Preisen und können die Bearbeitungszeit bei Ausschreibungen verkürzen. Um das Zustandekommen von Preisen für alle Marktteilnehmer nachvollziehbar zu gestalten, lassen sich Ausschreibungen an gängige Preisindizes koppeln – zum Beispiel an den Preisindex des Bundesverbandes Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen oder den Index der London Metal Exchange. Alternativ können Fest- beziehungsweise Spotpreise definiert oder Fixierungsverträge abgebildet werden, was eine maximale Preistransparenz für alle Beteiligten gewährleistet. Metalxchange bündelt alle erforderlichen Informationen in einem Medium. Darunter fallen Liefer- und Zahlungsbedingungen, Lieferzyklen und Transporteinheiten sowie Bilder und Materialanalysen. Während der Auktion und der anschließenden Abwicklung können Nachrichten und Dokumente über einen Messenger ausgetauscht werden. Die Plattform ist nach § 53 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes als Makler registriert. Metalxchange GmbH, Monheim, Daniel Jürgenschellert, info@metalxchange.online, www.metalxchange.online 44 UmweltMagazin Oktober - November 2017

Organschaften VDI-Expertenforum 60 Jahre KRdL: Luftreinhaltung – Quo Vadis? Am 29. November 2017 veranstaltet die VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) – Normenausschuss gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und dem Umweltbundesamt das VDI-Expertenforum „60 Jahre KRdL: Luftreinhaltung – Quo Vadis?“. Vor 60 Jahren waren in Deutschland die Herausforderungen in der Luftreinhaltung so drängend, wie sie es heute beispielsweise in asiatischen Ländern wie China oder Indien sind. Smog sowie hohe Ruß- und Staubwerte verursachten große Gesundheitsschäden. Dank eines deutlich verbesserten gesetzlichen Instrumentariums und seiner konse- quenten Umsetzung ist heute diese extreme Belastung in Deutschland und in Europa weitgehend Vergangenheit. Ein zentraler Baustein bei der effizienten Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen in der Luftreinhaltung war und ist die Untersetzung der gesetzlichen Regelungen mit VDI-Richtlinien und DIN-Normen. Dass die technischen Detailregelungen am besten durch Verweis auf Technische Regeln konkretisiert werden, davon war man bereits Mitte der 1950er-Jahre überzeugt. 1957 wurde so der selbstständigen VDI-Kommission „Reinhaltung der Luft“ im VDI in Düsseldorf vom deutschen Gesetzgeber der Auftrag erteilt, in freiwilliger Selbstverwaltung der interessierten Kreise ein Regelwerk zur Beschreibung des Standes der Technik in der Luftreinhaltung zu erarbeiten. Der 60. Geburtstag der heutigen „VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) – Normenausschuss“ ist ein Moment für den Rückblick und die Bestandsaufnahme. Er ist aber auch der Zeitpunkt dafür, den Blick nach vorn zu richten. Der Beirat der KRdL hat im Dezember 2016 die Diskussion einer Roadmap „Luftreinhaltung 2030“ gestartet, die im Rahmen dieser Veranstaltung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird und Antworten auf die Frage „Luftreinhaltung – Quo Vadis?“ gibt. Aufbauend hierauf wird aus Sicht der vier KRdL-Fachbereiche der Blick auf die zukünftigen Entwicklungen und Herausforderungen der Emissionsminderungstechnologie, der meteorologischen Modellierungsrechnung, der Wirkungsanalyse von Luftverunreinigungen sowie der Messtechnik in der Außenluft und der Emissionsmesstechnik gerichtet. In der Podiumsdiskussion „Luftreinhaltung – Quo Vadis?“ werden die vorgestellten zukünftigen Schwerpunkte und Vernetzungen in der Luftreinhaltung, insbesondere auch im Hinblick auf die Standardisierungsaspekte, aufgriffen und kritisch hinterfragt. Zu diesem Austausch mit den Vortragenden und den Praxisvertretern ist auch das Publikum eingeladen. Näher Informationen und Anmeldemöglichkeit unter www.vdi.de/luftreinhaltung-quo-vadis. Bild: Shutterstock/LiliGraphie VDI Empfehlungen für die 19. Legislaturperiode Welche wichtigen Leitlinien muss die Politik in der nächsten Legislaturperiode beschließen, um die Energiewende erfolgreich umzusetzen und die Ressourceneffizienz zu fördern? Antworten unter anderem auf diese Fragen hat der VDI in seiner neuen Stellungnahme „Empfehlungen für die 19. Legislaturperiode“ formuliert. In der 19. Legislaturperiode müssen nach Auffassung des VDI wichtige Leitlinien für die Umsetzung der Energiewende beschlossen werden. Politische Entscheidungen in allen Sektoren – Strom, Wärme und Verkehr – sind nötig, um teure Fehlinvestitionen in das alte System auf Basis konventioneller Energiequellen zu vermeiden. Nur so kann das Ziel der Bundesregierung, die Treibhausgase bis 2050 um 80 bis 95 % zu reduzieren, erreicht werden. Deutsch- land ist für die Energiewende technologisch hervorragend aufgestellt. Beispiele hierfür sind die Windenergie, energetisch hocheffiziente Heizsysteme und modernste Gebäudetechnik. Defizite bestehen aktuell unter anderem noch im Bereich der Elektromobilität und bei Batteriesystemen. Auch der Ausbau der Stromtransportnetze ist noch lange nicht abgeschlossen, die Verfügbarkeit von Stromspeichern ist noch viel zu gering. Die nächste große Herausforderung bei der Umsetzung der Energiewende sieht der VDI in der optimalen Integration der hohen Anteile von Strom aus fluktuierendem Wind- und Solarstrom. Die Sektorenkopplung spielt daher eine wichtige Rolle für die Energiewende. Zur Erreichung des „Zwei-Grad-Ziels“ genügt es nicht, den Anteil fossiler UmweltMagazin Oktober - November 2017 45

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