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10-11 | 2018

Wasser Literatur

Wasser Literatur Anschluss Birco Punkteinlauf 40 x 40 cm mit Gussabdeckung E 600, für die Entwässerung der Verkehrsflächen, mit zusätzlicher Entlüftungsfunktion, verschweißt mit der oberseitigen Dichtungsbahn der Rigole. verbindung machen das Verlegen und Verbinden der Tunnel durch lediglich eine Person möglich. Für Großprojekte können so innerhalb kurzer Zeit selbst große Rigolen wirtschaftlich installiert werden. Projektbeteiligte Retentions-Rigole Geländeschnitt mit Regenentwässerung von Hausdach und befestigter Fläche, Kontrollschacht inklusive Sandfang sowie Anschluss an den unterirdischen Stauraum. Dieser dient hier mit allseitiger Abdichtung als Retentionsrigole, bei anderen Objekten ohne Abdichtung als Versickerungsrigole. Abdichtung nach allen Seiten Zunächst muss man wissen, dass BIR- CO Rigolentunnel von StormTech® auch für die Regenwasserbehandlung mit anschließender Versickerung konzipiert wurden. Aus diesem Grund wird die Anlage mit einem Schutzvlies umhüllt, welches das Eindringen von Erde und Sand von außen verhindert, Wasser jedoch von innen her allseitig gut austreten lässt. Als Stauraum mit verzögerter Ableitung zur Kanalisation funktioniert die Rigole allerdings nur dank einer dauerhaften, verschweißten Abdichtung. Hier wurde eine glatte schwarze Folie aus PE HD mit 2,0 mm Dicke und DIBT-Zulassung verbaut. „Sie ist wurzelfest, beständig gegen Nagetiere und wird vor allem bei Lagerhallen, Gefahrgutlager sowie im Straßen- und im Deponiebau eingesetzt. Als Schutzlage haben wir ein Multicolor-Faservlies mit 400 g Flächengewicht verwendet“, sagt Frank Müller. Er ist geschäftsführender Planung: Deerns Deutschland GmbH, Niederlassung Stuttgart Herstellung/Lieferung: Birco GmbH, Baden-Baden Ausführung: Moser GmbH & Co. KG, Niederlassung Stuttgart Abdichtung: F+T Müller GmbH, Ipsheim Fertigstellung September 2017 Komponenten Retentions-Rigole Retentions-Rigole 75 m³ Birco Rigolentunnel von StormTech® SC-310 in 7 Reihen, davon 4 Reihen als Sedimentationstunnel mit Zulauf DN 315 1 Drosselschacht DN 1200 als Birco-Systemschacht mit Ablauf DN 250 max. Drosselabfluss 37,7 l/s 4 Kontrollschächte DN 1000 als Birco-Systemschächte 8 Punkteinläufe 40 x 40 cm als Entlüftungsleitung mit zusätzlicher Entwässerungsfunktion, Typ Bircosir, Klasse E 600 mit Gussabdeckung 1 Drainageleitung umlaufend DN 110 Dichtungsbahn PE HD 2,0 mm schwarz mit Dibt-Zulassung Schutzlage Multicolor Faservlies mit 400 g Flächengewicht Bild: Birco (1) DWA-A 117. Bemessung von Regenrückhalteräumen (Dezember 2013). DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V., Hennef. Korrigierter Stand: Februar 2014. (2) Entwurf Arbeitsblatt DWA-A 102/ BWK-A 3. Grundsätze zur Bewirtschaftung und Behandlung von Regenwetterabflüssen zur Einleitung in Oberflächengewässer. DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V., Hennef. In Zusammenarbeit mit BWK Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau, Düsseldorf. Oktober 2016. (3) Umwelt – Behandeln, Rückhalten und Versickern. Intelligentes Regenwassermanagement. Hrsg.: BIRCO, Baden-Baden, Juni 2016. Gesellschafter der F+T Müller GmbH. Sein Betrieb erfüllt die Qualitätsziele der Überwachungsordnung des Arbeitskreises Grundwasserschutz e.V. Zusammenfassung Regenwasserbewirtschaftung ist objektspezifisch. Auch in Innenstädten und Industriegebieten geht es darum, Niederschläge möglichst umweltverträglich dem natürlichen Wasserkreislauf zur Verfügung zu stellen. In vielen Fällen profitiert das Stadt- und Gebäudeklima, die Kanalisation wird entlastet. Wassergesetze, Verordnungen und kommunale Satzungen sind ebenso darauf ausgelegt wie die Regeln der Technik. Dennoch wird in Einzelfällen, vor allem bei nachträglicher Verdichtung im Bestand von Siedlungs- und Gewerbegebieten, ein Kanalanschluss für die Regenableitung erforderlich sein und auch genehmigt werden – allerdings mit vorgeschalteter Rigole als Puffervolumen und mit gedrosselter Ableitung. Bei unterirdischer Ausführung müssen Bauweise und Material dauerhaft beständig und statisch ausreichend belastbar sein. Systeme, bei denen Schächte, Hohlkörper, Leitungen und Drosselorgan ebenso wie Schutz- und Dichtungsfolien als Einheit angeboten werden, gehört die Zukunft – zumal, wenn sie sich schnell und unkompliziert verarbeiten lassen, mit einer geringen Bauhöhe auskommen sowie für Inspektion und Wartung vollständig und leicht zugänglich sind. Barbara Sahler, freie Journalistin, Überlingen, mail@klauswkoenig.com 34 UmweltMagazin Oktober - November 2018

Wasser Schallschutz mit Druckluft Offshore-Windparks sind ein tragendes Element der Energiewende. Ihre Errichtung ist für Meeresbewohner allerdings nicht ganz unproblematisch. Deshalb sorgt nun Druckluft dafür, dass die lärmsensiblen Tiere so wenig wie möglich gestört werden. Wer Windenergie will, muss dorthin, wo der Wind weht. Und das ist besonders draußen auf dem Meer. Derzeit sind knapp 30 deutsche Windparks genehmigt. 26 in der Nordsee, drei in der Ostsee. Abweichend von der gängigen Praxis in anderen europäischen Staaten, werden die Anlagen in Deutschland sehr weit von den Küsten entfernt in Gebieten mit großen Wassertiefen errichtet. Damit die am Ende rund 150 Meter hohen Windkraftanlagen sicher stehen und Wind und Wellen trotzen können, müssen ihre Fundamente solide sein. Das bedeutet, dass die sogenannten Gründungskörper mit Stahlrammpfählen tief im Meeresboden verankert werden müssen. Über 30 Meter werden sie in den Boden geschlagen. Solch massive Bauarbeiten unter Wasser erzeugen Schallwellen, die im Wasser übertragen werden. Die Grafik zeigt den Aufbau des kompletten Schallschutzsystems. Schützenswerter Lebensraum Das offene Meer von Nord- und Ostsee, die Küsten und besonders das Wattenmeer sind jedoch wichtige und schützenswerte Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Der Bau von Offshore-Windparks und der dabei entstehende Schall kann sich negativ auf diese Lebensräume auswirken. Allerdings nur während der Bauzeit selbst. Bei einer Untersuchung des Offshore- Windparks Egmond aan Zee kamen niederländische Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass sich Windparks insgesamt betrachtet positiv auf die Tierwelt auswirken. So sei nach Angaben der Forscher die Biodiversität innerhalb des Windparks größer, als in der umgebenden Nordsee. Dies trifft insbesondere auf Meerestiere zu, die in den fertigen Windparks Ruhestätten und Schutz finden. Negative Auswirkungen gilt es somit nur während des Baus zu vermeiden. Während der Errichtung der Anlagen sind besonders Schweinswale von den Maßnahmen betroffen. Schweinswale sind bis zu 1,85 Meter lange Zahnwale. Ihre Farbe ist oberseits schwarz, unterseits weiß. Sie sind mit den Delfinen verwand. Diese Meeressäuger haben einen Hörbereich von circa 1 bis 150 kHz und sie orientieren sich über Ultraschall. Jeder Rammschlag, der beim Hineinrammen der Anlagenfundamente entsteht, verursacht eine Schallwelle, die unter Wasser kilometerweit hörbar ist. Diese können bei den Tieren zu zeitweiliger, wenn nicht gar zu permanenter Schwerhörigkeit und Orientierungslosigkeit führen. Da es sich bei der deutschen Bauweise um eine Besonderheit handelt, gibt es derzeit noch keine wirksamen Maßnahmen zur Rammschallminderung, die sich in die komplexe Logistik einbinden lassen würden. In anderen Ländern, die bereits in größerem Umfang Offshore- Windanlagen vor ihren Küsten errichtet haben, ist es für die Baugenehmigung ausreichend, die Meeressäuger während des Baus mit unterschiedlichen Maßnahmen temporär fernzuhalten. So werden zum Beispiel Sonar-Bojen (sogenannte Pinger) eingesetzt, die im Vorfeld der Fundamentinstallation akustische Signale aussenden, um die Meeres- UmweltMagazin Oktober - November 2018 35

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