Aufrufe
vor 13 Monaten

10-11 | 2018

Nachrichten Düsseldorf

Nachrichten Düsseldorf Kongress und Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Zum 11. Mal zeichnet der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Menschen aus, die sich erfolgreich den Herausforderungen der Zukunft stellen. Zum 11. Mal zeichnet der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Menschen aus, die sich erfolgreich den Herausforderungen der Zukunft stellen und prämiert die Geschäftsmodelle von morgen, die besten Ideen für die Städte der Zukunft und Forschung, die den Wandel zu nachhaltigem Leben und Wirtschaften möglich machen. Ehrenpreise gehen an prominente Ikonen des humanitären und ökologischen Engagements. Am Abend des 7. Dezembers 2018 werden in Düsseldorf der Deutsche Nachhaltigkeitspreis sowie der Next Economy Award im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages verliehen, dem meistbesuchten nationalen Kongress zur Nachhaltigkeit. Der Deutsche Nachhaltigkeitstag findet am 6. und 7. Dezember 2018 statt. Er richtet sich an CEO und Nachhaltigkeitsexperten aus Unternehmen und Verwaltung sowie an Experten aus Politik, Forschung, Medien und Gesellschaft. Mit jährlich rund 2 000 Teilnehmern ist die zweitägige Veranstaltung die meistbesuchte Kommunikationsplattform zu den drängenden Nachhaltigkeitsfragen unserer Zeit. Themenschwerpunkte der Tagung sind Digitalisierung & Next Economy, Biodiversität, Berufsbilder der Nachhaltigkeit, SDGs und Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung sowie Gemeinwohl-Ökonomie. www.nachhaltigkeitspreis.de Bild: Ralf Rühmeier Lightcycle Änderungen beim ElektroG für Hersteller und Importeure in Kraft Seit dem 15. August 2018 fallen sämtliche elektrisch beziehungsweise elektronisch betriebenen Geräte in den offenen Anwendungsbereich des ElektroG – sofern es sich um keine Ausnahme handelt. Zudem tritt die Reduzierung von zehn auf sechs neue Produktkategorien in Kraft. Welche Auswirkungen das für Hersteller und Vertreiber hat, zeigt Lightcycle. Durch die entsprechend der europäischen WEEE-Richtlinie überarbeiteten Produktkategorien bedarf es einer Überprüfung und Anpassung seitens der Hersteller bei der Registrierung im Elektro-Altgeräte Register. Neben der Neubewertung des Produktportfolios gemäß der neu eingeführten sechs Kategorien, muss auch eine Differenzierung nach Geräteart vorgenommen werden. Die Einteilung richtet sich zukünftig überwiegend nach der Größe der Geräte, weniger nach der Funktionalität: So fallen Geräte, bei denen mindestens eine der äußeren Abmessungen mehr als 50 Zentimeter beträgt, in die Kategorie „Elektrogroßgeräte“. Beträgt keine der äußeren Abmessungen mehr als 50 Zentimeter, handelt es sich hingegen um „Elektrokleingeräte“. Kleine Geräte der Informations- und Telekommunikationstechnik, die kleiner als 50 Zentimeter sind, sowie Bildschirme (größer 100 cm²), Wärmeüberträger, Photovoltaik und Lampen weisen je eine eigene Produktkategorie auf. Für die einfache und effiziente Umsetzung der bevorstehenden Änderungen übernimmt Lightcycle die Erfüllung der ElektroG-Pflichten seiner Mitglieder. Mit der langjährigen Entsorgungs-Expertise bietet das Unternehmen allen teilnehmenden Herstellern und Importeuren einen Komplettservice, um den bevorstehenden Registrierungsaufwand auf ein Minimum zu reduzieren. Hersteller und Vertreiber können sich direkt an Lightcycle wenden und erhalten in einer individuellen Beratung komplette Lösungen. www.lightcycle.de Bild. Lightcycle 6 UmweltMagazin Oktober - November 2018

Nachrichten Fraunhofer Umsicht Biokunststoffe im Kreislauf Biokunststoffe gelten als nachhaltige Alternative zu Kunststoffen aus Erdöl. Der Frage, ob sie kreislauffähig sind, gehen Experten vom Frauenhofer Umsicht nach und stellen fest, dass sich diese prinzipiell identifizieren und sortieren lassen. Am 1. Januar 2019 tritt das neue Verpackungsgesetz in Kraft. Dadurch werden Anreize geschaffen, Produkte aus recyclingfähigen Kunststoffen und nachwachsenden Rohstoffen in Verpackungen einzusetzen. Damit könnte sich der Biokunststoffanteil am gesamten Kunststoffmarkt erhöhen. Bislang liegt er bei nur 0,6 Prozent. Im neuen Positionspapier „Recycling von Biokunststoffen“ haben Experten vom Fraunhofer Umsicht die Materialgruppe der Biokunststoffe genauer betrachtet. Die Wissenschaftler stellen klar, dass diese wie auch konventionelle Kunststoffe prinzipiell identifiziert und sortiert werden können. Sollten Biokunststoffe, zum Beispiel in Verpackungen, künftig stärker genutzt werden, macht das unter anderem eine zielgerichtete Anpassung des Abfallmanagements erforderlich. Daraus ergeben sich verschiedene Handlungsempfehlungen: Produkte und Materialien müssen so gestaltet sein, dass sie nach Benutzung im Kreislauf bleiben können. Dazu zählt, dass alle Komponenten Bild: Fraunhofer Umsicht rückstandsfrei voneinander getrennt werden können, um das Recycling zu erleichtern. Pfandlösungen erreichen hohe Reinheiten und Recyclingraten. Auch Pfandsysteme für biobasierte Kunststoffe könnten die Entsorgung für Verbraucher erleichtern. Es sollten Sortierversuche mit Produkten aus Biokunststoffen durchgeführt werden. Damit können Sortieranlagen und softwaregesteuerte Kunststofferkennungssysteme optimiert werden – für den Fall, dass in Zukunft größere Mengen an Biokunststoffen in die Sortierungen gelangen. Eine Kennzeichnung von Recyclingprodukten wäre wünschenswert, um den Verbraucher zu befähigen, sein Kaufverhalten anzupassen. Ob die Biokunststoffe kreislauffähig sind beantwortet das Fraunhofer Umsicht grundsätzlich mit ja. Es müssen aber noch technisch, ökonomisch und ökologisch sinnvolle Lösungsansätze entwickelt und etabliert werden. Nur so lässt sich der Anteil nachhaltiger Kunststoffe in unserer Wertschöpfungskette sinnvoll steigern. In der Verantwortung stehen: Materialentwickler und -designer, Hersteller von Kunststoffprodukten, Haushalte zur Sortierung, Logistik- und Transportsysteme sowie Recyclingunternehmen. www.umsicht.fraunhofer.de Destatis Industrie investierte in 2016 rund 8,4 Milliarden Euro in den Umweltschutz Im Jahr 2016 investierten Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) in Deutschland 8,4 Milliarden Euro in Sachanlagen für den Umweltschutz (- 2,1 % gegenüber 2015). Solche Anlagen dienen der Verringerung, Vermeidung oder Beseitigung von Emissionen in die Umwelt oder ermöglichen eine schonendere Nutzung der Ressourcen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entsprechen die Umweltschutzinvestitionen einem Anteil von 10,4 % an allen im Jahr 2016 getätigten Investitionen der Unternehmen (80,4 Milliarden Euro). Der Großteil der Investitionen für den Umweltschutz (37,7 % beziehungsweise 3,1 Milliarden Euro) floss 2016 in Maßnahmen der Abwasserwirtschaft, zum Beispiel für Neutralisations- und Kläranlagen. Der zweitwichtigste Investitionsbereich für Unternehmen war der Klimaschutz mit 2,7 Milliarden Euro (32,5 %), zu dem neben Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien auch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie zur Vermeidung von Kyoto- Treibhausgasen gehören. Im Vergleich zu 2015 sanken die Investitionen in den Klimaschutz um 11,3 %. Das ist allein auf einen Rückgang der Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien zurückzuführen (-413 Millionen Euro beziehungsweise 21,7 %). Dieser Rückgang resultiert maßgeblich daraus, dass es bei den Energieversorgern im Bereich erneuerbare Energien im Jahr 2015 eine einmalige Großinvestition gegeben hatte. Im Jahr 2016 lagen die Investitionen wieder in etwa auf dem Niveau von 2014. Betrachtet man den wirtschaftlichen Schwerpunkt der Unternehmen, so entfiel der Großteil der Umweltschutzinvestitionen auf die Wirtschaftsabteilungen Abwasserentsorgung (26,3 % beziehungsweise 2,2 Milliarden Euro), Energieversorgung (24,1% beziehungsweise 2,0 Milliarden Euro) sowie Sammlung, Behandlung und Beseitigung von Abfällen sowie Rückgewinnung (14,3 % beziehungsweise 1,2 Milliarden Euro). Der hohe Anteil der Entsorgungsunternehmen an den Investitionen für den Umweltschutz ist darauf zurückzuführen, dass deren Investitionen nahezu vollständig dem Umweltschutz zuzurechnen sind, da ihre wirtschaftlichen Aktivitäten auf die Beseitigung oder Verarbeitung von Emissionen ausgerichtet sind. www.destatis.de UmweltMagazin Oktober - November 2018 7

Ausgabenübersicht