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12 | 2012

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Markt Produkte und Verfahren Flüssigkeitsanalyse Mobile Durchflussmessung Mit dem portablen deltawave C-P und dem zur kontinuierlichen Messung entwickelten deltawaveC-F bietet systec Controls, Puchheim, zwei Durchflussmesser an. Die AND (Anti-Noise-Deflector)- Technologie soll die Ultraschallwellen so führen und einkoppeln, dass unerwünschte Echos und Signalstreuungen vermieden werden. Damit steht die Energie als Nutzsignalenergie zur Verfügung, was die Signalausbeute im Vergleich zu herkömmlichen Geräten vervielfacht. Möglich wird dies durch ein neues Design der Ultraschallwandler. Eine große Anzahl von Messungen und die Signalauswertung sollen auch unter Einfluss wie EMV-Einstrahlung, Maschinenlärm, exakte Messungen auch bei ungünstigen Verhältnissen wie hohe Partikel- und Gasbelastungen erlauben. Das Anwendungsspektrum reicht Der mobile Ultraschall-Durchflussmesser für Flüssigkeiten mit Wärmemengen-Messfunktion samt den von außen auf die Rohrleitung aufspannbaren Ultraschall-Wandlern vom Einsatz inKraftwerken, der Wasserund Abwasserwirtschaft, von Überwachungsaufgaben inder Gebäude-/Klimatechnik oder in der (Petro-) Chemie sowie inder Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Die deltawaveC-Baureihe arbeitet berührungs- und wartungsfrei mit von außen an den Rohrleitungen angelegten Sensoren. Ein Trennen der Rohrleitung ist nicht notwendig. Staub-und wasserdicht gemäß Schutzart IP67 sind die Geräte auch unter rauen Umgebungsbedingungen einsetzbar. Fließgeschwindigkeiten von bis zu 30 m/s an Rohrgrößen von DN10 bis DN6000 sind bidirektional messbar. www.systec-controls.de Recycling App für die Entsorgungswirtschaft Das „Kleinen Abfallhandbuch“ von Retralog und Reno, das Informationen rund um Abfallentsorgung bietet, ist künftig auch über Smartphones abrufbar: Mit der neuen und kostenlos verfügbaren Recycling-App kann nun jeder Interessent aktuelle Marktpreise, Stoffklassifizierungen oder Gesetzestexte mobil nachlesen. Neben dem digitalisierten Handbuch, das unter anderem eine Liste chemischer Elemente und Definitionen von beispielsweise Altholz- beziehungsweise Altpapiersorten enthält, verfügt die Applikation auch über eine Suchfunktion im Abfallartenkatalog oder gibt auf Wunsch eine Übersicht der deutschen Wasserstraßen, eine Entfernungstabelle sowie eine große Anzahl an wichtigen Gesetzestexten an. Neben der App für das iPhone sowie einer Web-App für andere Smartphones ist auch eine speziell für Android erstellte App erhältlich. www.retralog.de Die Recycling-App bietet kompakte Informationen rund um Abfallentsorgung. 28 UmweltMagazin Dezember 2012

Projekte Die drei Sickerwassertanks der Deponie Vulkan vor der Erdüberdeckung Deponie Vulkan/Haslach Reorganisation der Sickerwasser-Entsorgung Wie in jeder Hausmüll-Deponie fällt auch im Vulkan bei Haslach im Ortenaukreis Sickerwasser an. Dieses wurde bislang in Speichern auf dem Gelände gesammelt, von Tankwagen zur Bundesstraße und schließlich zu zwei benachbarten Sickerwasserbehandlungsanlagen gefahren. Durch den Bau eines neuen Ableitungssystems kann auf den Einsatz von Pumpen künftig verzichtet werden. Das Sickerwasser fließt im freien Gefälle zum Tiefpunkt der Deponiefläche. Dort wird es in bis zudrei verschiedene Wasserqualitäten getrennt, gelangt über eine Leitung zur Bundesstraße und wird in drei lecküberwachten unterirdischen Tanks in Form von Rohren DN 3500 gespeichert. Mit der Planung dieses Vorhabens wurde das Ingenieurbüro Bojahr aus Berg beauftragt; die bauliche Umsetzung hat KMG Pipe Technologies übernommen. Das Konzept basiert auf drei, insgesamt 900 Kubikmeter fassenden Speichern aus PE 100-Wickelrohr, von jeweils 33 Metern Länge und 3,50 Metern Durchmesser. Diese wurden im Talunterhalb der Deponie unmittelbar neben der Bundesstraße B294 installiert. Die Dreiteilung des Speichervolumens eröffnet für den Betreiber die Option, die Speicher mit separaten Sickerwasserqualitäten anzufahren. Eingespeist wird das Wasser imFreigefälle über Rohrstränge aus PE 100 da250, SDR 17, mit einer Gesamtlänge von rund 3000 Metern. Diese Leitungen wurden bei teilweiser Trassenführung ebenso wie die rund 1800 Meter Kabelschutzrohre aus PE 100 da 110 verlegt. Des Weiteren gehören zum neu installierten System neben Strom- und Datenkabeln auch 18 Sickerwasserkontrollschächte im Deponiebereich und 13 Trassenkontrollschächte. Die großen, doppelwandig konstruierten PE-Tanks von FRANK Deponietechnik lassen sich über ein Unterdruck-Leckanzeigesystem kontinuierlich auf Dichtheit überwachen. www.kmg.de Sachsen-Anhalt Ausgezeichnete Biogasaufbereitungstechnologie Die mit dem diesjährigen Biogas-Innovationspreis des Deutschen Bauernverbands ausgezeichnete Biogasaufbereitungstechnologie EnviThan der EnviTec Biogas AG aus dem niedersächsischen Lohne hat seinen ersten Anwender gefunden: Die Bioenergie Köckte GmbH &Co.KG in Sachsen-Anhalt gab imJuni dieses Jahres den Startschuss für den Bau einer 349 Normkubikmeter großen EnviThan-Gasaufbereitungsanlage. Die Biomethananlage wird im Gewerbegebiet von Köckte, in unmittelbarer Nachbarschaft zueinem landwirtschaftlichen Betrieb, gebaut – als Inputstoffe dienen Rindergülle, Maissilage und Ganzpflanzensilage. Für das neue Verfahren stattet EnviTec seine Aufbereitungsanlagen seit Anfang 2012 mit Membranmodulen von Evonik Industries aus. Diese Hohlfasermembranen sollen das in Biogasanlagen erzeugte Rohbiogas auf mehr als 98 Prozent Gehalt besonders effizient reinigen. So entsteht hochreines Biomethan, das direkt in das Erdgasnetz eingespeist werden kann. Biogasanlagenbetreiber wie die Bioenergie Köckte profitieren mit der neuen Technik vor allem von den Vorteilen, die das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz für aufbereitetes Biogas vorsieht. Die Membrantechnologie macht sich die unterschiedliche Größe und Durchtrittsgeschwindigkeit von Gasmolekülen zunutze: Da Kohlendioxidmoleküle kleiner sind als Methanmoleküle, können diese wesentlich schneller durch die Membran wandern, an deren EnviThan Gasaufbereitung mit Sepuran Modulen Hochdruckseite bleibt somit das Methan hängen, während die umweltschädlichen CO 2 -Moleküle des Biogases die Barriere passieren. Die Gasaufbereitung erfordert damit weder Chemikalien noch Wasser oder andere Hilfsmittel. Das in der Anlage Köckte zukünftig erzeugte Biomethan wird über eine 1-bar-Leitung in das E.ON Avacon Netz eingespeist und von der EnviTec Energy, einem Tochterunternehmen der EnviTec Biogas AG, übernommen. www.envitec-biogas.de UmweltMagazin Dezember 2012 29

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