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12 | 2012

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Markt Projekte Türkei

Markt Projekte Türkei Schlammförderung mit Exzenterschneckenpumpen Für die neue Großkläranlage Ambarli bei Istanbul liefert Colfax Fluid Handling 36 Pumpen der neuen Allweiler All-Optiflow-Baureihe. Die Exzenterschneckenpumpen dienen der Schlammförderung und sind für nahezu alle Flüssigkeiten geeignet –auch wenn diese Faser- und Feststoffe enthalten. Entstanden ist die Anlage unter Federführung der PWT Wasser- und Abwassertechnik GmbH. Sie ist auf 2Millionen Einwohnerwerte und einen Tageszufluss von 400 000 Kubikmeter ausgelegt. Die 36 Allweiler-All- Optiflow-Pumpen unterschiedlicher Größe fördern entwässerten Schlamm, Faulschlamm sowie eingedickten Schlamm. Zusätzlich sind weitere 54 Kreisel- und Exzenterschneckenpumpen sowie Mazeratoren in der Anlage installiert. Die Pumpen wurden im Herbst 2011 geliefert und sind seit August dieses Jahres im Probebetrieb. Durch die hohe Leistungsdichte sparen sie, laut Unternehmensangaben, bis zu15Prozent Energie im Vergleich zu herkömmlichen Exzenterschneckenpumpen. Der Durchmesser der Steckwellen ist etwa 30 Prozent geringer und soll so die Reibung um fast 50Prozent vermindern. Die abriebfesten Werkstoffe sollen dazu beitragen, Wartungskosten zu sparen. Die Baureihe nutzt bestimmte Konstruktionsdetails, umsowohl Energie- als auch Wartungs- und Ersatzteilkosten zu sparen: beispielsweise Förderelemente mit höherer Leistungsdichte, Rotoren und Wellendichtungen mit geringerer Reibung und Statoren Die „All-Optiflow“ ist mit einer Fördermenge von 3800 l/min für alle industriellen Prozesse geeignet. Sie fördert Medien mit einer Viskosität von rund 300 000 mm 2 /sec mit einem Druck von 6bar. mit spezieller Oberfläche. Zusammen mit der Haihaut der Rotoren führt diese Wabenstruktur zu geringeren Anfahrund Betriebskräften und damit zu einem höheren Wirkungsgrad als üblich sowie zu gleichbleibenden Leistungskurven im Betrieb. www.allweiler.de Projekte –kompakt >>> Die erste Entsorgungsanlage für Kühlgeräte und Elektroschrott in Serbien wurde kürzlich eingeweiht. Pro Tag können am Standort inNiš 800 Geräte oder 80 Tonnen E-Schrott aufbereitet werden. Errichtet hat die Anlage die MeWa Recycling Maschinen und Anlagenbau GmbH aus Gechingen ineiner Bauzeit von weniger als acht Monaten. www. mewa-recycling.com >>> Im Sommer dieses Jahres hat der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ins Leben gerufene Spitzencluster BioEconomy seine Arbeit aufgenommen. Auch die Homatherm GmbH aus Berga ist jetzt Partner und engagiert sich für eine nachhaltige Nutzung der Rohstoffe. www.homatherm.com >>> Eine Bioerdgasanlage, die nach dem Verfahren der Niederdruck-Druckwechseladsorption arbeitet, entsteht zurzeit in Lauterhofen/Landkreis Neumarkt. Nach Fertigstellung soll die Anlage jährlich 35Millionen Kilowattstunden Bioerdgas produzieren und in das Erdgasnetz einspeisen. Von der Standortsuche bis zur Baureife wurde das Projekt von der Abel ReTec GmbH &Co. KG entwickelt. Hersteller der Anlage ist Schmack Biogas. www. schmack-biogas.com >>> RWE Innogy, Essen, baut sein Wasserkraft-Engagement in Südosteuropa weiter aus: Das Unternehmen hat eine Ausschreibung zur Entwicklung von vier Wasserkraftwerken mit insgesamt 210 Megawatt installierter Leistung amFluss Drina gewonnen. Dazu hat esmit der Republik Srpska –eine Teilrepublik von Bosnien und Herzegowina –und dem staatlichen Energieversorger Elektroprivreda Republike Srpske eine strategische Partnerschaft für Entwicklung, Bau und Betrieb geschlossen. www.rwe.com 30 UmweltMagazin Dezember 2012

Karlsruhe Weltweit größte Power-to-Gas-Anlage zur Methan-Erzeugung geht inBetrieb Ende Oktober dieses Jahres hat das Zentrum für Sonnenenergieund Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) eine Forschungsanlage mit einer elektrischen Anschlussleistung von 250 Kilowatt eingeweiht. Die vom Bundesumweltministerium geförderte Anlage wandelt Ökostrom inWasserstoff und Methan um. Mit einer möglichen Methanproduktion von bis zu300 Kubik- metern pro Tagsoll die größte Anlage ihrer Art weltweit und zehnmal leistungsstärker als die drei Jahre zuvor am ZSW entstandene Versuchsanlage sein. Damit rücken die Wissenschaftler aus Stuttgart unmittelbar andie industrielle Anwendung der neuen Stromspeichertechnologie heran. Während des Betriebs wollen die Forscher mit ihren Kollegen vom Fraunhofer IWES Die neue 250-Kilowatt-Anlage am ZSW: Forscher bei der Kontrolle der Gasmischung; im Hintergrund die Methanisierungsanlage und der SolarFuel die Technologie weiter optimieren. Das Hochskalieren künftiger Power-to-Gas-Anlagen imenergiewirtschaftlich relevanten Bereich von 1bis 20 Megawatt soll dadurch erleichtert werden. Eine Bewertung des künftigen Speicherbedarfs ist ebenfalls Gegenstand der FuE-Arbeiten. Die 250-Kilowatt-Anlage besteht aus einem alkalischen Druckelektrolyseur, einer Methanisierungs-Einheit sowie dem Prozessleitsystem für die Steuerung und Regelung. Die Forschungsanlage arbeitet dynamisch und intermittierend. ImGegensatz zur ersten Anlage kann sie flexibel auf das rasch wechselnde Stromangebot aus Wind und Sonne und auf plötzliche Unterbrechungen reagieren. Ein weiterer Vorteil für die Anwendung ist, dass die Steuerungs- und Regelungstechnik der Technik künftiger industrieller Großanlagen entspricht. Im Jahr 2013 wird SolarFuel im niedersächsischen Werlte imAuftrag der Audi AG eine 6-Megawatt-Anlage, mit der die Stufe der industriellen Anwendung avisiert wird, errichten. Die Erfahrungen aus der 250er-Forschungsanlage des ZSW werden auch in das e-gas-Projekt des Ingolstädter Konzerns einfließen. www.zsw-bw.de Bild: ZSW Wolnzach-Oberlauterbach Reststoffe aus der Hopfenernte zur Bioerdgaserzeugung Die Bioerdgasanlage imbayerischen Wolnzach-Oberlauterbach wird überwiegend mit Reststoffen aus dem Hopfenanbau betrieben. Die weltweit erste Bioerdgasanlage, die überwiegend mit Reststoffen aus dem Hopfenanbau betrieben wird, ist im bayerischen Wolnzach-Oberlauterbach in Betrieb gegangen. Die Anlage verfügt über eine Leistung von 11,5 Megawatt Gas und wurde von Schmack Biogas errichtet. Als Substrat dienen Rebenhäcksel, die bei der Hopfenernte anfallen. Diese können im Gegensatz zuden Hopfendolden nicht zum Bierbrauen genutzt werden. Ein geringer Anteil anMais- und Graspflanzensilage ergänzt das Substrat. Nach der energetischen Verwertung inder Biogasanlage steht es als hochwertiger, geruchsarmer Dünger zur Verfügung. Bereits im nächsten Jahr soll ein Drittel des inder Hallertau anfallenden Häckselguts für die Biogasproduktion genutzt werden. Die Biogasanlage besteht aus drei liegenden Fer- mentern EUCO TTS mit einem Gesamtvolumen von rund 6000 Kubikmetern sowie vier Rundfermentern. Diese Technologie wurde speziell für den Einsatz von strukturreichem Material, zum Beispiel Hopfen, entwickelt. Damit können aber auch größere Mengen Gras, ein breites Spektrum anPflanzen oder landwirtschaftliche Reststoffe verarbeitet werden. Betreiber ist die Högl Kompost- und Recycling GmbH, die Hopfenverwertungsgenossenschaft HVG und die E.ON Bioerdgas GmbH. Das erzeugte Biogas wird gereinigt, auf Erdgasqualität aufbereitet und in das lokale Versorgungsnetz eingespeist. Jährlich werden so 95 Millionen Kilowattstunden produziert, das entspricht dem Strombedarf von fast 9000 Haushalten und dem Wärmebedarf von 2000 Haushalten. www.schmack-biogas.com UmweltMagazin Dezember 2012 31

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