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12 | 2012

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Nachrichten Bild: Messe Leipzig TerraTec 2013 Jahresauftaktfür die Umweltbranche Die TerraTec ist im Jahr 2013 die einzige übergreifende Umweltfachmesse in Deutschland und die einzige ihrer Art im ostdeutschen Absatzmarkt. Seit jeher bietet sie auch eine Plattform für Kontakte nach Ost- und Südosteuropa. Vom 29. bis 31. Januar 2013 thematisiert die internationale Fachmesse für Umwelttechnik und -dienstleistungen die wichtigsten Fragestellungen der Umweltbranche und präsentiert aktuelle Innovationen. Die TerraTec, die zeitgleich mit der Energiefachmesse enertec und der Jahrestagung und Fachmesse des Fachverbandes Biogas e.V. stattfindet, schafft zahlreiche Synergien und begegnet den neuen Herausforderungen an Infrastrukturlösungen für Gewerbe, Kommunen und Privatkunden. Dezentralität sowie innovative, effiziente Dienstleistungen für den kommunalen und industriellen Bereich stehen im Fokus. Die TerraTec bietet ein breites Angebotsspektrum zu Wasser/Abwasser, Abfall/Recycling sowie Bodenschutz und Luftreinhaltung. Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vereint die TerraTec 2013 nationale und internationale Aussteller des Industrieund Dienstleistungssektors. Schwerpunktregion der kommenden Veranstaltung ist Südosteuropa. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Partnerland Kroatien, das mit hochrangigen Delegationen und entsprechender Messepräsenz erwartet wird. Das Land tritt 2013 der EUbei, sodass die Messe eine Plattform bietet, umsich über Marktpotenziale, -strukturen und -herausforderungen in der kroatischen Republik zu informieren. Daneben nimmt Russland eine wichtige Rolle ein. Zudem gibt es themenbasierte Rundgänge für Besucher aus dem Ausland. Generell bieten sich auf der TerraTec zahlreiche Möglichkeiten für die zukünftige Geschäftsexpansion. Sohat sich die Umweltfachmesse unter anderem als Branchenplattform für zukunftsfähige Abwasserlösungen etabliert. Durch den ideellen Träger BDZ –Bildungs- und Demonstrationszentrum für dezentrale Abwasserbehandlung e.V. steht vor allem das Thema Dezentralität im Mittelpunkt. Zuden Höhepunkten zählen unter anderem ein Gemeinschaftsstand mit namhaften Unternehmen sowie die Fachveranstaltung „Dezentrale Abwasserentsorgung –Probleme, Entwicklungen, Anwendungen“, veranstaltet durch die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. und den BDZ. Ein weiterer Schwerpunkt der TerraTec liegt auf modernen Sortier- und Recyclingtechniken und -prozessen sowie auf Abfallnutzung und Sekundärrohstoffen. Im Fachprogramm findet das unter anderem Ausdruck bei der Veranstaltung „Wachstum der deutschen Industrie bei beschränkt verfügbaren Ressourcen –wie geht das?“ der Deutschen Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. sowie beim „Dialog Mitteldeutsche Kreislaufwirtschaft“ des Landesverbandes der Recyclingwirtschaft Sachsen e.V. Zu den Messebesuchern der TerraTec zählen insbesondere Entscheidungsträger aus Industrie, Kommunen und kommunalen Unternehmen, Ministerien, Ämtern und Behörden, Ingenieur- und Planungsbüros, Verund Entsorgungsunternehmen sowie Anlagenbetreiber. www.terratec-leipzig.de 6 UmweltMagazin Dezember 2012

Aus demUmweltbundesamt Biomasse nachhaltig bewirtschaften Die Nutzungskonkurrenz um Landflächen verschärfen sich. Ein entscheidender Auslöser dafür ist die steigende Nachfrage nach Biomasse für Nahrungsmittel, Energie oder Baustoffe. Gleichzeitig ist die globale Landnutzung von gravierenden ökologischen und sozialen Problemen gekennzeichnet. Hunger und Ernährungsunsicherheit sind ein ungelöstes Problem, die Bodendegradation schreitet voran, Wasserressourcen werden knapper. Das Umweltbundesamt (UBA) ist darum der Ansicht, dass die energetische Nutzung von Anbaubiomasse, inklusive Rohholz, nicht weiter ausgebaut werden sollte. Die Landnutzung sei global noch weit davon entfernt, nachhaltig zu sein. Böden werden übernutzt, Natur zerstört und gleichzeitig hungern eine Milliarde Menschen. Diese Missstände müssten dringend beseitigt werden, so Jochen Flasbarth bei der Vorstellung des Positionspapieres „Globale Landflächen und Biomasse nachhaltig und ressourcenschonend nutzen“. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen des UBA sollte die Energieversorgung in Deutschland auf längere Sicht weitgehend auf Anbaubiomasse verzichten. Dies gelte sowohl für die Strom- und Wärmeversorgung als auch für den Verkehrsbereich. Beispielsweise könnte die Effizienz herkömmlicher Antriebe verbessert und die Entwicklung synthetischer Kraftstoffe aus Strom von Wind- und Photovoltaikanlagen stärker voran getrieben werden. Flasbarth begrüßt den Vorschlag der EU-Kommission, die bereits eingeführte Quote für Biosprit aus Anbaubiomasse einzufrieren. Mittelfristig sollte sie auf ein Niveau gebracht werden, das ausschließlich durch unkritische Rohstoffe erreicht werden könne. Generell empfiehlt das UBA schrittweise auf Anbaubiomasse der üblichen Energiepflanzen wie Mais, Raps oder Palmöl zu verzichten. Förderungswürdig hält es stattdessen Technologien und Konzepte, die Alt- und Reststoffe wie Lebensmittel- oder Holzabfälle zuerst stofflich und erst im Anschluss daran energetisch zunutzen. Entscheidend für die Einschätzung des UBA ist die weltweit nur begrenzt zur Verfügung stehende Fläche für die landwirtschaftliche Produktion. Diese müsse in erster Linie für die Ernährung genutzt werden. Selbst wenn die Produktivität inder Landwirtschaft steige und nur ökologisch vertretbar gewirtschaftet würde, werde die global verfügbare Fläche mittelfristig zur Ernährung von mehr als neun Milliarden Menschen gebraucht. Für den Anbau von Biomasse zur energetischen Nutzung stehe daher nur in geringem Umfang Land zur Verfügung. Sollten Ackerflächen nicht für Nahrungsmittel benötigt werden, kann es sinnvoll sein, für bestimmte Zwecke Energiepflanzen anzubauen, zum Beispiel weil derzeit noch keine alternativen Lösungen absehbar sind. ObFlächen für andere Zwecke als den Nahrungsmittelanbau genutzt werden können, hängt auch davon ab, wie fleischreich die Ernährung ist. Nimmt der Fleischkonsum weiter zu, vergrößert sich auch der Flächenbedarf für Futtermittel. Das Positionspapier „Globale Landflächen und Biomasse nachhaltig und ressourcenschonend nutzen“ steht unter www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/4321.html zum Download zur Verfügung. Ecomondo 2012 Grüne Lösungen für die Industrie Vom 7. bis 10. November 2012 fand in Rimini/Italien die internationale Fachausstellung für Recycling, Energie und nachhaltige Entwicklung, Ecomondo, statt. Die Messe Rimini verzeichnet für die diesjährige 16. Ausgabe, die auch die Ausstellungsbereiche Key Energy und Cooperambiente einschloss, mit den 84 351 Fachbesuchern ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der internationalen Fachbesucher um 10,4 Prozent an. Der nationale und internationale Besucherstrom lässt sich vor allem auf das allgemeine Interesse an einer Green Economy zurückführen. Die präsentierten Umwelttechnologien ließen 250 Einkäufer aus mehr als 20 Ländern nach Rimini reisen, ummit den Ausstellern direkt vor Ort neue Geschäftskontakte zuknüpfen. Espräsentierten in diesem Jahr über 1200 Unternehmen ihre neuesten Entwicklungen und Technologien in den Ausstellungsbereichen Abfallmanagement und -entsorgung, Abwasser- und Luftbehandlung, Urbarmachung kontaminierter Böden und Behandlung von Inerten. Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren insgesamt 27 Aussteller Bild: Rimini Fiera Der Haupteingang der Messe auf der Ecomondo vertreten und haben ihre Technologien und Lösungen in den genannten Bereichen vorgestellt. Die nächste Messe wird vom 6. bis 9. November 2013 in Rimini stattfinden. www.ecomondo.com News –Online Weitere Nachrichten finden Sie tagesaktuell auch im Internet unter www.umweltmagazin.de (Rubrik: Aktuell/News). UmweltMagazin Dezember 2012 7

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