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12 | 2012

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Nachrichten PA Consulting Grüne Produkte werden zu Umsatzbringern Nachhaltig produzierte Produkte werden immer wichtiger für den Umsatz globaler Mischkonzerne –das verdeutlicht die Vergleichsstudie des internationalen Beratungsunternehmens PA Consulting Group. Der Beitrag der Unternehmen zum Umweltschutz wurde anhand ihrer grünen Produkte analysiert – also solcher, die einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Exemplarisch wurden die Konzerne Siemens, GE, Alstom und ABB untersucht. Die Studie zeigt, dass Siemens 41Prozent des Gesamtumsatzes inseinem Umweltportfolio erzielt (Vorjahr: 38Prozent). Bereits 2011 führte Siemens eine umfassende Lebenszyklusanalyse zu Auswirkungen auf die Umwelt für 49 Prozent seiner Produkte durch; indiesem Jahr hat der Konzern dies auf 88 Prozent seiner Produkte ausgeweitet. Auch ABB und Alstom haben ihr grünes Produktportfolio und den Umsatz daraus erhöht. ABB erzielt 60 Prozent seines Gesamtumsatzes indiesem Bereich, mit einer Wachstumsrate von 14 Prozent. Die Produktabdeckung bleibt mit 80 Prozent durch die Lebenszyklusanalyse stabil. GE hat den Umsatzanteil von grünen Produkten im gleichen Zeitraum von 20 auf 22Prozent steigern können. Ein weiterer wichtiger Indikator ist der Carbon Disclosure Project Global 500 Index Report, der Daten und Informationen zu CO 2 -Emissionen, Klimarisiken und Reduktionszielen und -strategien von Unternehmen enthält. Die PA Consulting Group hat auf dieser Basis auch die Informationstransparenz der Unternehmen in der Öffentlichkeit gemessen. Zudem wurden die Zahlen aus den vergangenen drei Jahren herangezogen, um Veränderungen beim Ausstoß von Klimagasen sowie beim Energie- und Wasserverbrauch zu ermitteln. ABB schneidet hier am besten ab. Der Konzern reduzierte den Energieverbrauch um11,3 Prozent, die Klimagasemission um4Prozent und den Wasserverbrauch um 13,5 Prozent. GE verbesserte seit 2009 den Energieverbrauch um1,3 Prozent, die Klimagasemission um6,4 Prozent und den Wasserverbrauch um 30 Prozent. Gemessen wurde hier jeweils die Intensität imVerhältnis zum Umsatz. Siemens hat in diesem Bereich bereits hohe Effizienz erreicht und konnte in diesem Zeitraum keine weiteren Einsparungen erzielen. Im Gesamtergebnis ist Siemens imzweiten Jahr in Folge das „grünste“ Unternehmen ;ABB erreicht den zweiten Platz, GE rangiert auf dem dritten und Alstom auf dem vierten. www.paconsulting.com Bild: SXC Wirtschaftsticker >>> EnviTecBiogas hat mit Razvitie Corporation JSC und LLC AltEnergo einen Kooperationsvertrag für die Entwicklung von Biogasanlagen in Russland unterzeichnet. Vorerst ist die Planung und der Bau von drei Biogasanlagen, die an unterschiedlichen Standorten von landwirtschaftlichen Betrieben in Auftrag gegeben werden, vorgesehen. Die Biogasanlagen weisen eine Leistung von jeweils 2,4 Megawatt elektrisch (MW el )auf. Geplant ist, gemeinsam mit den lokalen Akteuren einen zweistelligen Millionenbetrag indas Projekt in der Region Belgorod zu investieren. www.envitec-biogas.de >>> Das Kölner Entsorgungsunternehmen Zentek hat zusammen mit seinem tschechischen Partner D+P Rekont das Unternehmen Zentek CZ s.r.o gegründet. Dieses wurde Ende September 2012 vom tschechischen Umweltministerium zur Rücknahme von Elektround Elektronikschrott zugelassen. Die Zulassung umfasst alle Sammelgruppen von Elektround Elektronik-Altgeräten an gewerblichen und privaten Anfallstellen. www.zentek.de >>> In Algerien soll das erste Turmkraftwerk in Nordafrika gebaut werden. Für dieses Projekt haben das Ministerium für Hochschulwesen und wissenschaftliche Forschung der Demokratischen Volksrepublik Algerien und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit der Bundesrepublik Deutschland ihre Zusammenarbeit vereinbart. Angestrebt wird der Bau eines Gas- Sonnenwärme-Kraftwerks mit einer Leistung von bis zu7MW. Wichtige Teile der Kraftwerkstechnologie wurden maßgeblich vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt gemeinsam mit Partnern entwickelt. www.dlr.de >>> Siemens Energy, Erlangen, hat einen Windkraft-Auftrag aus der Türkei erhalten. Auftraggeber ist Borusan EnBW Enerji, ein Joint Venture bestehend aus dem deutschen Energieversorger EnBW und der türkischen Borusan Holding. Für das Onshore- Windkraftwerk Balabanli nahe der Stadt Tekirdag im europäischen Teil des Landes wird das Unternehmen 22Windenergieanlagen liefern. Der Vertrag beinhaltet auch eine langfristige Servicevereinbarung. Jede Anlage hat einen Rotordurchmesser von 108 Metern und eine Leistung von 2,3 MW. Die Gesamtleistung von gut 50 MW wird ausreichen, um 43 000 Haushalte mit Strom zu versorgen. www.siemens.com 8 UmweltMagazin Dezember 2012

Köpfe Christophe Gence (48) wurde zum hauptverantwortlichen Geschäftsführer der Sulo Umwelttechnik GmbH, Herford, berufen. Der Wirtschaftsingenieur ist seit 23 Jahren für den französischen Konzern Plastic Omnium tätig, zu dem Sulo seit 2007 gehört. www.sulo.com Seit dem 1. November 2012 ist Thomas Pfützenreuter (52) Vorsitzender der Geschäftsführung von Air Liquide Deutschland, Düsseldorf. www.airliquide.de Irene Scheidweiler (65) verstärkt seit dem 1. Oktober 2012 den Aufsichtsrat der Vecoplan AG. Sie hatte das Unternehmen vor mehr als 40 Jahren gegründet und maßgeblich an dessen Entwicklung mitgewirkt. Zuletzt war sie als Vorstandsmitglied der Gesellschaft tätig. vecoplan.de Nachdem die 2007 vom BMU gegründete Exportinitiative für Recycling- und Effizienztechnologie RETech in einen Verein überführt worden ist, wurde Karin Opphard (56) zum 1.Oktober 2012 einstimmig zu dessen Geschäftsführerin berufen. www.retech-germany.net Fraunhofer ISI Energiebedarf der EU lässt sich um zwei Drittel senken Mit Energieeffizienz-Maßnahmen kann der Energiebedarf der Europäischen Union bis zum Jahr 2050 um zwei Drittel gesenkt werden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI (Fraunhofer ISI) im Auftrag des Bundesumweltministeriums, die Ende November inBerlin vorgestellt wurde. Die Steigerung der Energieeffizienz biete enormes Potenzial, so die Parlamentarische Staatssekretärin imBundesumweltministerium, Katherina Reiche. Der Energiebedarf könne hierdurch deutlich gesenkt werden. Gleichzeitig würden sich rund 90 Prozent aller Einsparmaßnahmen von selbst tragen. Durch Energieeffizienz könnten die Kosten deutlich gesenkt und sogar Einspargewinne erzielt werden. Damit würde Energieeffizienz entscheidend dazu beitragen, die Treibhausgas-Emissionen inder Europäischen Union wie geplant bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent zu reduzieren. Würden alle inder Studie beschriebenen Maßnahmen umgesetzt, ließen sich darüber hinaus jährlich steigende Milliardenbeträge einsparen; im Jahr 2050 betrüge die Einsparung bereits rund 500 Milliarden Euro im Jahr, sodie Forscher. Das Fraunhofer ISI errechnet alleine für die Privathaushalte mögliche Kosteneinsparungen von 125 Milliarden Euro jährlich, vor allem imGebäudeund Heizungsbereich. In der Industrie können bis zum Jahr 2050 die Energierechnungen um 100 Milliarden Euro jährlich geringer ausfallen, vor allem durch den Einsatz effizienter Querschnittstechnologien wie etwa zur Dampf- und Heißwasserbereitstellung oder bei effizienten Motoranwendungen. ImTransportsektor können vor allem technologische Verbesserungen im Straßenverkehr zur Halbierung der Energie-Nachfrage führen. Durch geringeren Kraftstoffverbrauch ließen sich rund 200 Milliarden Euro pro Jahr einsparen. www.isi.fraunhofer.de Bild: Thorben Wengert/Pixelio Vorschau Umwelt Magazin 1-2 2013 Der Erscheinungstermin für das nächste UmweltMagazin fällt auf den 28. Januar 2013. ImMittelpunkt dieser Ausgabe steht das Special Ressourceneffizienz. Zudem berichtet das Entscheider-Magazin unter anderem über die Themen Hygiene und Desinfektion, Brauch- und Regenwasser, thermische Verwertung, Biokunststoffe, Biogas, Schallschutz bei Windkraftanlagen und Nachweisverfahren für die Abfallwirtschaft. Anzeigenschluss ist der 11. Januar 2013. www.umweltmagazin.de UmweltMagazin Dezember 2012 9

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