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12 | 2015

Special Energetische

Special Energetische Verwertung von Abfall Bilder: MVV Energie Biogasanlage in Barby, Sachsen-Anhalt. Baubeginn auf dem Gelände des AVR- Biomasseheizkraftwerks ist für Anfang 2017 geplant. Im zweiten Schritt wird das durch den Vergärungsprozess erzeugte Rohgas von der AVR BioGas GmbH zu Bioerdgasqualität aufbereitet und anschließend in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist. Während die AVR BioTerra eine 100-prozentige Tochter des Rhein-Neckar-Kreises ist, wird die AVR BioGas ein Gemeinschaftsunternehmen der AVR Energie, die 51 % halten wird, und der MVV Energie mit 49-prozentiger Beteiligung. Als im Bereich der erneuerbaren Energien überregional tätiges Energieunternehmen bringt MVV Energie aus Dr. Hansjörg Roll, Technischer Vorstand von MVV Energie: „Bioerdgas kann eine zentrale Rolle im Energiesystem der Zukunft spielen.“ Peter Mülbaier, Geschäftsführer der AVR UmweltService: „Wir werden Kompetenzen bündeln und neue Wertschöpfungsketten erschließen.“ vier eigenen Anlagen Erfahrung und Wissen bei Bau und Betrieb der Biogasanlage sowie bei der Aufbereitung und der Vermarktung des Rohstoffs mit ein. „Bioerdgas kann eine zentrale Rolle im Energiesystem der Zukunft spielen“, so der Technische Vorstand von MVV Energie, Dr. Hansjörg Roll, „und einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen und umweltfreundlichen Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen und biogenen Abfallstoffen leisten.“ Die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen bezeichnete er als ideale Kombination für die Umsetzung des Vorhabens. Bioerdgas sei einer der vielseitigsten erneuerbaren Energieträgern, da es unabhängig von Wind und Sonneneinstrahlung rund um die Uhr produziert werde und sich sowohl zur Stromund Wärmeerzeugung als auch als Kraftstoff eigne. Der Standort Sinsheim Bei der Standortwahl für die neue Biovergärungsanlage wurde darauf geachtet, dass die komplette Infrastruktur bereits vorhanden ist. Dadurch sollen sowohl verkehrstechnische als auch sonstige Belästigungen der Bürger während des Baus und späteren Betriebs weitgehend ausgeschlossen sein. Das Gelände des Biomasseheizkraftwerks bietet dafür alle Voraussetzungen. Für beide Unternehmen ist der jetzt eingeschlagene Weg ein weiteres Zeichen der Verbundenheit zum Standort Sinsheim. „Der partnerschaftliche Schulterschluss mit der Stadt Sinsheim ist uns generell ein zentrales Anliegen. Schließlich ist es unser Unternehmenssitz. Wir fühlen uns hier wohl und viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier zu Hause. Daher war für es uns keine Frage, dass der Sitz der beiden neu gegründeten Unternehmen Sinsheim sein wird. Die Stadt soll von unseren künftigen Aktivitäten profitieren“, so Mülbaier. „Sinsheim ist auch für uns seit vielen Jahren ein verlässlicher und vertrauensvoller Partner“, sagt Roll. Das Mannheimer Unternehmen ist für die Erdgasversorgung in Sinsheim verantwortlich und gemeinsam mit der Stadt an den Stadtwerken Sinsheim beteiligt. An der AVR BioGas ist ebenfalls eine direkte Beteiligung der Stadt Sinsheim möglich. MVV Energie AG, Mannheim, Roland Kress, r.kress@mvv.de; AVR UmweltService GmbH, Sinsheim, Stephan Grittmann, stephan.grittmann@avr-umweltservice.de 24 UmweltMagazin Dezember 2015

Produkte Umweltmarkt Messtechnik Robuster Druckmessumformer im Feldgehäuse Der neue Druckmessumformer DMU 02 Vario FG von Afriso, Güglingen, ist aufgrund seiner großen Variantenvielfalt an elektrischen Anschlüssen, Ausgangssignalen sowie kunden- und branchenspezifischen Prozessanschlüssen universell einsetzbar. Das Messgerät ist für raue Umgebungsbedingungen geeignet und robust gegen Schläge, Pulsationen und Vibrationen. Die Messtechnik zeichnet sich nach Unternehmensangaben durch schnelles dynamisches Verhalten, große Langzeitstabilität, Vibrationsunempfindlichkeit und hohe Druckfestigkeit aus. Durch direktes Verschweißen der Messzelle mit dem Prozessanschluss werden Dichtungen überflüssig. Bei offenen Prozessanschlussvarianten wird kein hydraulisches Übertragungsmittel benötigt, wodurch sich der Messumformer für öl- und fettfreie Anwendungen sowie für Gas- und Fluid-Druckmessungen eignet. Werden im Prozess frontbündige Druckanschlüsse benötigt, wird der Messzelle eine zweite Membran vorgelagert. Die Vario-Membransysteme werden je nach Anwendung mit entsprechenden Übertragungsflüssigkeiten befüllt und ebenfalls durch Schweißen hermetisch dicht verschlossen. Eine Diffusion des Messmediums in das System oder der Übertragungsflüssigkeit aus dem System ist nicht möglich. Die Messumformer der DMU 02 Vario Serie eignen sich zur elektronischen Durchmessung in den Messbereichen –1/0 bis 0/600 bar. Sie vertragen Medium-Temperaturen von -10 bis 125 °C und liefern 4–20 mA oder 0–10 V Ausgangsignale. Sie werden mit 9 bis 32 V DC versorgt, wobei nach Anlegen der Speisespannung in einem bestimmten Zeitfenster der Nullpunkt von außen über einen Dauermagneten korrigierbar ist. Typische Einsatzbereiche sind zum Beispiel der Anlagen- und Maschinenbau, die Verfahrenstechnik sowie die Lebensmittelund Pharmaindustrie. www.afriso.de Der Druckmessumformer DMU 02 Vario FG ist unter rauen Umgebungsbedingungen einsetzbar. Bild: Afriso Automatisierungstechnik Bei extremen Temperaturen gut aufgestellt Gedacht für extreme Umgebungsbedingungen: Das Wago-I/O-System 750 XTR wird weiter ausgebaut und dadurch noch vielseitiger einsetzbar. In rauen Umgebungsbedingungen treiben zusätzliche Klimatisierungen und spezielle Schutzbeschaltungen die Kosten für die Automatisierungstechnik in die Höhe. Hier soll das Wago- I/O-System 750 XTR helfen. Mit insgesamt zwölf neuen Komponenten ist es jetzt noch vielseitiger einsetzbar – zum Beispiel in Anlagen für erneuerbare Energien, Ortsnetzstationen, dem Schiffbau oder in Bahnanwendungen. Zu den neuen Produkten des I/O-System 750 XTR zählt der kompakte PFC200 mit echtzeitfähigem Linux-Betriebssystem. Der Controller ist in zwei Ausbaustufen mit unterschiedlich vielen Kommunikationsschnittstellen erhältlich. Die Nutzer haben mit diesem Gerät die Möglichkeit, ihre Projekte sowohl mit der Engineering-Software e!Cockpit unter Codesys 3 als auch mit Wago-I/O-Pro unter Codesys 2 zu projektieren. Beide Varianten sind zudem als Fernwirkcontroller verfügbar. Neben den neuen Controllern erweitert die 3-Phasen-Leistungsmessklemme das Anwendungsspektrum des Systems. Sie ist in drei Varianten verfügbar: für die Messung mit Stromwandlern bei einem maximalen Messstrom von 1 A oder 5 A sowie für die Messung mit Rogowski-Spulen. Darüber hinaus hat Wago weitere Komponenten in das Portfolio des Systems aufgenommen: zwei 2-Kanal-Digitaleingangsklemme für 60 und 110 V, eine 8-Kanal-Digitaleingangsklemme in 2-Leiter-Anschlusstechnik, eine 2-Kanal-Analog-Differenzeingangsklemme für 4…20 mA und eine Distanzklemme zur optischen Abgrenzung von Segmenten mit verschiedenen Spannungsbereichen innerhalb eines Knotens. Das I/O-System 750 XTR vereint, nach Unternehmensangaben, die positiven Eigenschaften des I/O-System mit Robustheit gegenüber rauen Umgebungsbedingungen: Extreme Temperaturbeständigkeit von -40 und +70 °C, Spannungsfestigkeit bis 1 kV (< 60 V, Klasse VW1) und 5 kV (> =60 V, Klasse VW3), EMV- Störfestigkeit sowie Vibrationsfestigkeit bis 5 g sind zentrale Merkmale des neuen Systems. Dieses hat einen geringen Platzbedarf und soll sich durch niedrigere Energie- und Wartungskosten auszeichnen. www.wago.com Bild: Wago UmweltMagazin Dezember 2015 25

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